Brunnenbräu Hausbrauerei – Das Original – seit 1997

Bier vor Ort

 

 

Bier vor Ort

 

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AS Aldaris

AS A. Le Coq Tartu Õlletehas

Alfa Bierbrouwerij

Brauerei Alsfeld AG

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Binz]

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Greifswald]

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Rostock]

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Stralsund]

Brauereihotel „Alte Post“ GmbH

Gasthaus Brauerei Alt Giessen

Ambräusinianum Ambros Michael Mahr

Anheuser-Busch Companies, Inc.

‘s AntlaAntlabräu

Apollo Bryggeriet

Hotelpark Stadtbrauerei Arnstadt Betriebsgesellschaft mbH

La Cervesera Artesana

 

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AS Aldaris

 

AS Aldaris

Tvaika Iela 44

1005 Rīga

Lettland

 

Die Geschichte der Aldaris-Brauerei in Rīga geht zurück auf das Jahr 1865, als der Bayer Joachim Dauder die Waldschlößchen-Brauerei vor den Toren der Stadt gründete. Mittlerweile, seit 2008, gehört der Betrieb zum Carlsberg-Konzern, beschäftigt 400 Arbeitnehmer und produziert neben einer Reihe von wohlschmeckenden Aldaris-Bieren auch Carlsberg-Bier und alkoholfreie Getränke.

 

Steht man vor der Brauerei, so wie wir das am 27. Juli 2011 getan haben, so ist man durchaus überrascht. Statt einer in der kommunistischen Zeit in der Sowjetunion heruntergewirtschafteten Industrieruine findet man ein recht geschmackvolles Ziegel-Ensemble als Hauptgebäude, mit einem modernen, gläsernen Eingangsbereich, und dahinter die – allerdings nicht mehr ganz so eindrucksvollen – Produktionsgebäude.

 

Blickt man durch die Haupteinfahrt, so sieht man als Blickfang an einem der großen Gebäude eine überdimensionierte Heiligenfigur – goldglänzend, und mit einem überschäumenden Bierkrug in der Hand! Eine schöne Symbolfigur für die größte Brauerei Lettlands.

 

Impressionen: AS Aldaris

 

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AS A. Le Coq Tartu Õlletehas

 

AS A. Le Coq Tartu Õlletehas

Tähtvere 56/62

50050 Tartu

Estland

 

Brauereien sind immer begeistert, wenn sie alte, historische Dokumente finden, die auf Brau-Aktivitäten schon vor Jahrhunderten hindeuten – und blitzschnell sind sie dabei, neutrale Urkunden umzudeuten in Vorläufer des eigenen Betriebes. Und so verweist die Brauerei A. Le Coq im estnischen Tartu auf ihrer Homepage ebenfalls auf Dokumente aus dem Jahr 1462, und zwar auf sogenannte Brauerschragen der Zunft, in denen das Brauen von Bier für die Stadt Tartu genau geregelt war.

 

Die eigentliche Geschichte der Brauerei A. Le Coq beginnt jedoch erst im Jahr 1913, als ein Zusammenschluss von mehreren kleinen Braubetrieben im Raum Tartu mit dem Namen Tivoli Ltd. vom Getränkehandel A. Le Coq Ltd. übernommen wurde. Der Getränkehandel A. Le Coq allerdings lässt sich zurückverfolgen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, als Albert L. J. Le Coq sich in London niederließ, um dort mit Wein aus familieneigenem Anbau zu handeln.

 

Bis zur Annexion Estlands durch die Sowjetunion im Jahr 1940 entwickelte sich die Brauerei recht erfolgreich, und unter dem Namen Tartu Õlletehas wurde sie auch unter dem kommunistischen Regime weiterbetrieben. 1995 wurde die Brauerei reprivatisiert, erhielt den alten Namen A. Le Coq zurück und stieg zum größten Getränkeproduzenten des Landes auf.

 

Auf dem Gelände der Brauerei befindet sich ein kleines Biermuseum, das man auch im Rahmen einer etwa zwei Stunden dauernden Brauereibesichtigung besuchen kann.

 

Am 8. Juni 2011, als ich beruflich in Tartu zu tun hatte, fehlte mir leider die Zeit, an einer solchen Besichtigung teilzunehmen, und selbst ein Besuch des Museums fiel dem engen Zeitplan zum Opfer, so dass lediglich der eindrucksvolle Turm mit der wehenden roten Flagge als Logo der Brauerei in Erinnerung bleibt.

 

Impressionen: AS A. Le Coq Tartu Õlletehas

 

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Alfa Bierbrouwerij

 

Alfa Bierbrouwerij

Thull 15-19

6365 Schinnen

Niederlande

 

Am Rande eines Wohngebietes im Grünen liegt sie, die Brauerei Alfa in Schinnen, die ich am 4. Januar 2009 besuchte. Mehrere, nicht allzu große, etwas verschachtelte Gebäude, zum Teil mit älteren Stilelementen, gruppieren sich zum Gesamtbetrieb. Als kleine, regionale Brauerei wirbt die Alfa Bierbrouwerij damit, dass sie die einzige niederländische Brauerei ist, deren Brauwasser (aus eigenem Brunnen) vom Ministerium für Volksgesundheit, Wohlfahrt und Sport (Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport) anerkannt ist.

 

Im Jahr 1870 ist die Brauerei bereits im Schinner Ortsteil Thull gegründet worden, und bis heute agiert sie als unabhängiger Familienbetrieb, in dem mittlerweile die vierte Generation der Familie Meens am Ruder, oder besser Rührpaddel steht.

 

Man beschränkt sich im wesentlichen auf fünf Biersorten: Oud Bruin, Pils, Frühlingsbock, Dortmunder und Bock, ist aber auch Kooperationen mit anderen Limburger Brauereien und damit der Kreation interessanter Spezialitäten gegenüber nicht abgeneigt.

 

In der Mitte des Gebäudes findet man einen belebten Verkostungsraum und freundliches Personal, das mir geduldig erklärt, dass gerade eine völlig überbuchte Brauereibesichtigung stattfände und beim besten Willen kein zusätzlicher Gast mehr aufgenommen werden könne. Aber ich möge doch bitte beim nächsten Mal kurz vorher anrufen, und dann sei es bestimmt auch kein Problem, dass ich mich einer Gruppe zur Besichtigung anschließen könne!

 

Und auf meine Frage, ob es denn wenigstens eine Art Brauereiausschank in der Nähe gebe, kam die selbstbewusste Antwort, die Brauereibesichtigungen seien so umfassend und gut organisiert und umfassten selbstverständlich auch eine gute Brotzeit, da sei ein zusätzlicher Brauereiausschank völlig entbehrlich.

 

Nehmen wir’s vorerst mal so hin und überprüfen wir es ein andermal.

 

Impressionen: Alfa Bierbrouwerij

 

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Brauerei Alsfeld AG

 

Brauerei Alsfeld AG

Grünberger Straße 68

36 304 Alsfeld

Hessen

Deutschland

 

Die kleine hessische Stadt Alsfeld ist in erster Linie für ihr 500 Jahre altes Rathaus (erbaut im Jahr 1512) und die historische Fachwerkaltstadt berühmt. Aber auch die nur wenige hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt liegende Alsfelder Brauerei ist erwähnenswert.

 

Die Wurzeln des Alsfelder Brauwesens reichen noch weiter in die Vergangenheit als das Rathaus – erste Dokumente über das Brauen in Alsfeld stammen aus dem Jahr 1414, als das Brauen noch eine durch einen vereidigten Braumeister wahrgenommene Dienstleistung für individuelle Bürger war. Offensichtlich eine erfolgreiche, denn neben einer Schankordnung musste auch ein großes Brauhaus her, das 1533 errichtet wurde. Dieses war allerdings noch nicht der direkte Vorläufer der heutigen Alsfelder Brauerei – als solcher wird erst der von Leopold Wallach im Jahr 1858 gegründete Braubetrieb angesehen.

 

Die heutige Brauerei entstand im Jahr 1904, als der alte Betrieb dem stetigen Wachstum nicht mehr standhalten konnte. Nach starken Zerstörungen infolge von Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg musste die Brauerei neu aufgebaut werden; und im Jahr 1967 kam ein neues Sudhaus und Kesselhaus hinzu. Seit 1993 firmiert die Brauerei als Aktiengesellschaft.

 

Das Produktportfolio der Alsfelder Brauerei umfasst neben einer Reihe von Standardbieren (Pils, Export, Schwarzbier, Weizen) auch einige Spezialitäten mit phantasievollen Namen (Knecht Ruprecht, Rodler, Leo’s Urtrunk) und Bio-Biere (Land-Pils, Land-Dinkel, Land-Emmer) – für eine kleine, regionale Brauerei eine ordentliche und teils auch durchaus innovative Auswahl. So ist denn auch die regionale Restaurant- und Kneipenszene vom Alsfelder Bier dominiert, wie ich mich am 14. Mai 2012 vor Ort vergewissern konnte.

 

Impressionen: Brauerei Alsfeld AG

 

The small Hessian town Alsfeld is primarily known for its 500 year-old town hall (built in 1512) and its historic half-timbered old town. But the Alsfelder Brewery, just a few hundred metres away from the centre, is also worth mentioning.

 

The roots of the Alsfelder brewing craft reach even further into the past than the town hall: First documents about brewing in Alsfeld date back to 1414 – a period, in which brewing was a service provided by a certified brew master for the town’s citizens. Apparently, it was a successful service – apart from serving laws, there was also built a larger brew house in 1533. This however, was not yet the direct ancestor of today’s Alsfelder Brewery. The latter rather find its roots in the brewery founded by Leopold Wallach in 1858.

 

The current brew house was established in 1904, when the old plant was not able to cope with the steadily growing demands any more. Later, as a consequence of the severe destructions during the Second World War raids, the brewery had to be rebuilt, and in 1967 a new brew and kettle house was erected. Since 1993, the brewery is a public company.

 

The product portfolio is an interesting one; it includes a number of standard beers (Pilsner, Export, Black Beer and Hefe Wheat), some specialties with imaginative names (Knecht Ruprecht [Bogeyman], Rodler [sledders, playing words with “Radler”, meaning Shandy], Leo’s Urtrunk) and organic beers (Country Pilsner, Country Dinkel [Spelt], Country Emmer) – for a small, local brewery a quite impressive and partly innovative selection. As a consequence, the regional restaurants and bars are dominated by Alsfelder beers, as I could check on the spot on 14th May 2012.

 

Impressions: Brauerei Alsfeld AG

 

Małe heskie miasto Alsfeld sławne jest przede wszystkim za swego 500 letni stary ratusz (budowany w 1512-tym roku) oraz za zabytkowej starówki w stylu kratownicy. Ale położony tylko kilkaset metrów od centrum starówki browar Brauerei Alsfeld jest również atrakcyjny.

 

Korzenia piwowarstwa w Alsfeldzie sięgają nawet bardziej w przeszłość niż ratusza – pierwszy dokument o piwowarstwie w Alsfeldzie pochodzi z roku 1414-go, gdy warzono piwo przez przysięgłego mistrza piwowara dla indywidualnych obywateli miasta. System chyba był skuteczny, bo już po stosunkowo krótkim czasie w roku 1533-tym potrzebne były większy browar oraz regulamin wyszynku w mieście. Browar ten jednak nie było jeszcze bezpośrednim przodkiem dzisiejszego Brauerei Alsfeld – jako taki można uważać dopiero browar, który został założony przez Leopolda Wallacha w roku 1858-tym.

 

Obecna warzelnia powstała w roku 1904-tym, kiedy stary browar już nie wystarczył do produkcji. Po ciężkim zniszczeniu spowodowanym przez bombardowania w II Wojnie Światowej, browar został odbudowany, a w roku 1967-tym dodano nową warzelnię i kotłownię. Od roku 1993-go, browar jest spółką akcyjną.

 

Portfel produktów browaru Alsfelder zawiera oprócz niektórych standardowych piw (Pils, Export, Czarne, Pszeniczne) niektóre specjalności o ciekawych nazwach (Knecht Ruprecht, Rodler, Leos Urtrunk) oraz piwa organiczne (Wiejski Pils, Wiejski Orkisz, Wiejska Płaskurka) – dla małego, rejonalnego browaru to jest dość innowacyjna selekcja! Lokalna scena restauracyjna i barowa zatem jest dominowana przez piwo Alsfelder, jak sam mogłem sobie przekonać na miejscu 14-go Maja 2012-go roku.

 

Wrażenia: Brauerei Alsfeld AG

 

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Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Binz]

 

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Binz]

Schillerstraße 8

18 609 Binz

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Es streiten sich die Geister. Obwohl, eigentlich streiten sie sich nicht, denn der Fall ist klar. Es wird aber alles getan, ihn zu vertuschen.

 

Worum geht’s?

 

Im Fenster des Braugasthauses „Zum alten Fritz“ in Binz steht ein auf Hochglanz poliertes Kupfersudwerk. Und im Prospekt des Hauses wird geschickt vom Bierbrauen erzählt und von speziellen Biersorten, die es nur hier im „Alten Fritz“ gebe, so dass der Gast den Eindruck bekommt, das hier servierte „Zwickelfritz“-Bier sei auch auf der ausgestellten Sudanlage hergestellt worden. Wird es aber nicht. Zumindest bleibt das Braugasthaus jeden Beweis schuldig. Es handelt sich vermutlich um ein naturtrübes Bier aus der Stralsunder Brauerei. Was ja auch nicht schlecht schmeckt.

 

Sei’s drum. Diese Rubrik heißt nicht „Besuche in echten Brauereien“, sondern „Bier vor Ort“, und damit kann auch dieses Braugasthaus in die Liste der anfahrenswerten Orte aufgenommen werden. Schließlich sind in ihr auch schon zahlreiche andere Brauhäuser erfasst, die gar nicht selbst brauen, sondern nur ein spezielles Bier („nach eigenem Rezept“) anbieten.

 

Wir waren am 4. Februar 2011 hier, haben eine reichhaltige Fischplatte genossen, und dazu ein sogenanntes Bierquartett getrunken, das heißt, ein Brettchen mit viermal 100 ml Bier: Stralsunder Pils, Störtebeker Pils, Zwickelfritz Hell und Zwickelfritz Dunkel. Prima hat’s geschmeckt, und das kupferne („Fake“?) Ambiente war urgemütlich. Warum auch nicht?

 

Impressionen: Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Binz]

 

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Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Greifswald]

 

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Greifswald]

Am Markt 13

17 489 Greifswald

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Ein Braugasthaus im Winterausweichquartier: Der schön renovierte Marktplatz in Greifswald wartet mit einigen herrlichen Fassaden auf, die an die großen Zeiten erinnern, als die Hansestadt Greifswald Wohnsitz zahlreicher wohlhabender Kaufleute war. Der Wohlstand hat ein wenig nachgelassen, auch wenn Greifswald natürlich nach wie vor ein bedeutendes Regionalzentrum ist und zu Recht stolz auf seine Geschichte als Hanse- und als Universitätsstadt ist.

 

Hinter einer der wunderschönen Fassaden residiert das Braugasthaus „Alter Fritz“, eines von mehreren einer Kette von Braugasthäusern der Stralsunder Brauerei, in denen zwar nicht wirklich gebraut wird, aber dennoch dekorative Sudhäuser stehen, die auch als ungenutzte Attrappen einladend wirken. Und es wird das „Zwickelfritz“ angeboten, ein ungefiltertes Helles oder Dunkles, das aus der Stralsunder Brauerei stammt und nur in den „Alter Fritz“ Brauhäusern ausgeschenkt wird.

 

Heute, am 21. März 2011, war es aber ein wenig anders: Wir standen vor den herrlichen Fassade, sahen auch das große Wappen des Braugasthauses, aber darunter auch die Kreidetafel, gemäß derer im „Alten Fritz“ bis kurz vor Ostern renoviert werde. Man lade aber in die benachbarte Gaststätte „Kontor“ ein, in der das Braugasthaus-Team vorübergehend residiere, hieß es.

 

Nun, wir ließen es auf einen Versuch ankommen. Das „Kontor“ erwies sich als sehr gemütliche und ansprechende Gaststätte, und da es das „Zwickelfritz“ auch hier zu verkosten gab, waren wir auch zufrieden. Die Speisekarte war zwar drastisch reduziert, aber auch so konnten wir uns an regionalen Spezialitäten von Bio-Bauernhöfen aus Vorpommern laben, die vorzüglich schmeckten, allerdings auch durchaus deftige Preise hatten.

 

Die Bedienung war freundlich, in ihrer Freundlichkeit aber fast schon zu besitzergreifend, und freute sich schon, als wir das „Kontor“ betreten hatten, wie ein Schneekönig, dass wir trotz Renovierung zum Braugasthaus-Team gefunden hätten. Kunststück, bei einer Distanz von immerhin fünf Metern…

 

Impressionen: Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Greifswald]

 

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Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Rostock]

 

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Rostock]

Warnowufer 65

18 057 Rostock

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Wie seine „Geschwister“ gehört auch der Alte Fritz in Rostock zu einer Kette von Brauerei-Gasthäusern der Stralsunder Brauerei. Auf den ersten Blick wie eine Gasthausbrauerei wirkend, ist es dennoch „nur“ ein gutes Bierlokal. Gemütlich eingerichtet, im Thekenbereich von Kupfer dominiert, und mit einem kupfernen Braukessel, der aber nicht funktionsfähig ist, sondern nur zur Dekoration dient.

 

Als besondere Bierspezialität werden hier die ungefilterten Stralsunder Biere unter dem Namen „Zwickelfritz“ angeboten – in hell und in dunkel. Darüber hinaus gibt es auch alle weiteren Biersorten der Stralsunder Brauerei – insbesondere auch immer zuverlässig die saisonalen und sehr schmackhaften Bockbiere.

 

Abgerundet wird der gute Eindruck durch eine ausgezeichnete Küche, regional geprägt und mit einer saisonalen Ergänzungskarte zum Standardangebot. Am 19. November 2011 verwöhnte die Kombination aus dem Stralsunder Traditionsbock mit einer Gänsekeule mit Lebkuchensoße, Maronen und Semmelknödeln mit Marzipanfüllung. Wirklich etwas Besonderes, und der kräftige, malzaromatische Bock harmonierte wunderbar mit den Gewürzen und den süßen Grundaromen des Essens. Hervorragend!

 

Impressionen: Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Rostock]

 

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Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Stralsund]

 

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Stralsund]

Greifswalder Chaussee 84-85

18 439 Stralsund

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Gewissermaßen das Mutterhaus der „Alten Fritze“, der Brauereiausschank der Stralsunder Brauerei (oder besser Störtebeker Braumanufaktur, wie die Brauerei seit Anfang 2012 heißt). Eine urgemütliche Bierwirtschaft mit sehr nettem Personal, rustikal gemütlicher Einrichtung, gutem und durchaus abwechslungsreichen Essen und einer hervorragenden Bier-Auswahl.

 

Unmittelbar neben dem alten Brauhaus der Stralsunder Brauerei gelegen, nur wenige Schritte vom Brauereimarkt entfernt und ein paar Meter zum neuen Sudhaus der Braumanufaktur – strategisch günstige Lage nennt man das wohl… Im Inneren der Wirtschaft herrschen warme Holztöne vor, alles ist ansprechend dekoriert und der Bezug zum Bier findet sich in jedem Detail der Einrichtung – sei es die Sudkesselattrappe in der einen Ecke des Schankraums, sei es die Wandmalerei, die den Brauprozess illustriert, in der anderen. Alle Spezialitäten der Störtebeker Braumanufaktur kann man hier verkosten – und das sind nicht wenige. Wenn man nicht alle schafft – kein Problem, es gibt die Flaschen auch zu einem fairen Preis zum Mitnehmen.

 

Kehrt man am Nachmittag hier ein, kann man sich unkompliziert für eine Brauereiführung um 14:00 oder 16:00 Uhr anmelden und bekommt die Braumanufaktur in allen Details gezeigt und erklärt; mittags oder abends hingegen ist eher die leckere Speisekarte interessant, die unter anderem auch ein Bierkulinarium anbietet – ein mehrgängiges Menü, bei dem zu jedem Gang das passende Bier serviert wird.

 

Wir haben den Alten Fritz in Stralsund am 9. April 2012 besucht, es sowohl mit einem reichhaltigen Mittagessen als auch mit einer Braumanufaktur-Besichtigung verbunden und waren rundum zufrieden.

 

Impressionen: Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Stralsund]

 

In a way, one could call it the mother ship of all “Alte Fritz’s” – the Stralsunder Brewery’s tap, or better, the Störtebeker Beer Manufacture, as the brewery is called since early 2012. A cozy pub with very nice staff, comfortable rustic furnishings, good and quite varied food and finally an excellent beer selection.

 

Immediately adjacent to the old brew house of the Stralsunder Brewery, just a few steps away from the brewery market and a few meters to the new brew house – you might well call it a strategic location... Inside the pub warm wood tones prevail, everything is attractively decorated and the reference to beer can be found in every detail of the interior – be it the dummy brew kettle, in one corner of the room, be it a wall painting illustrating the brewing process in another. All the different Störtebeker products can be tasted here – and this is not only a few. If somebody cannot cope with this challenge immediately, this is no problem at all, there are bottles to take home at a fair price.

 

Stopping by in the afternoon, you can easily sign up for a brewery tour at 14:00 or 16:00 o’clock, and nice staff will guide you through the Störtebeker Beer Manufacture and explain everything in great detail. At noon or at night, the main attraction is the delicious menu that, among others, offers a beer culinarium – a multi-course meal, where each course is served with an appropriate beer.

 

We have visited the “Alter Fritz” at Stralsund on the 9th April 2012, and combined the visit with an excellent lunch as well as with a brewery tour, and have been completely satisfied.

 

Impressions: Braugasthaus „Zum alten Fritz“ [Stralsund]

 

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Brauereihotel „Alte Post“ GmbH

 

Brauereihotel „Alte Post“ GmbH

Humboldtstraße 2

45 964 Gladbeck

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Bereits von weitem sieht man dem Brauereihotel „Alte Post“ an, dass es zur gleichen Kette gehört wie die Gasthausbrauereien in Kühlungsborn, Rostock, Gummersbach und Wuppertal. Das unverkennbare Logo prangt über dem Eingang des alten Ziegelgebäudes, das früher einmal das Postamt beherbergte. Und auch heute noch, also am 23. Mai 2009, prangt der Schriftzug „Postamt“ in großen, goldfarbenen Lettern an der Stirnseite des Gebäudes.

 

Im Innern setzt sich der Eindruck fort, schon einmal hier gewesen zu sein – der Innenarchitekt hat ganze Arbeit geleistet, eine „Corporate Identity“ zu schaffen. Die gleichen Farben, die gleichen netten Malereien und bierbezogenen Humorsprüche an den Wänden wie an den anderen Brauereistandorten.

 

Obwohl ziemlich groß, wirkt der Schankraum nicht ungemütlich. Er ist kleinteilig untergliedert, und für jeden Geschmack findet sich ein Bereich – sei es ein einzelner Tisch für nur wenige Personen, oder doch lieber ein Bereich, in dem man mit einer größeren Gruppe feiern kann. Auch ein separater Raum mit Großbildprojektor ist vorhanden, auf dem wichtige Sportereignisse, insbesondere die Spiele von Schalke 04, übertragen werden. Draußen, zur Straße hin, eine schmale, aber schier endlos lange Terrasse, auf der man in der Sonne sitzen und das Bier genießen kann.

 

Das Bier, im Angebot heute waren ein Helles, ein Dunkles und ein filtriertes Pils, wird auf einer sehr modernen Edelstahlanlage produziert, die wenig Gemütlichkeit ausstrahlt, aber von Effizienz zeugt. Da ich mich heute auf eine Sorte beschränken musste, probierte ich das Dunkle und war recht zufrieden. Kräftig, würzig, leicht röstig und verhältnismäßig herb. Ordentlich. Wenn auch die grundsätzliche Auswahl nicht vom einfallslosen Brauhausstandard abweicht, ist zumindest das Dunkle aber ein Bier mit Charakter.

 

Die Bedienung, eine junge Dame namens Maria, war sehr freundlich und schnell, und so war der einzige Kritikpunkt das Essen. Ich hatte mir einen kleinen Wurstsalat mit Brauhausbrot bestellt – aber die zwei Scheiben traurigen Mischbrots, die hier als Brauhausbrot angeboten waren, haben mich schon sehr enttäuscht. Das war billigstes Massenprodukt aus der Brotfabrik – und damit eigentlich eine Täuschung des Gastes…

 

Post Scriptum: Im Juni 2012 hat die Brauerei Insolvenz angemeldet. Schon seit 2010 war das hier ausgeschenkte Bier nicht mehr vor Ort gebraut worden; Ende 2011 hat es noch einen Besitzerwechsel gegeben.

 

Impressionen: Brauereihotel „Alte Post“ GmbH

 

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Gasthaus Brauerei Alt Giessen

 

Gasthaus Brauerei Alt Giessen

Westanlage 30-32

35 390 Gießen

Hessen

Deutschland

 

So richtig toll ist die Lage der Gasthaus Brauerei Alt Giessen nicht, stellten wir fest, als wir am 2. September 2005 in Gießen waren – vorne eine dicht befahrene Straße, und hinten der verzweifelte Versuch, in einen ungemütlichen Hinterhof etwas Biergartenatmosphäre zu bringen. Es war nicht wirklich einladend. Zur Ehrenrettung muss ich aber feststellen, dass der Innenraum dann doch gemütlich war – wenn auch an diesem Sommertag nicht bewirtschaftet. Wäre also eher etwas für den Winter – kuschelige Gemütlichkeit, während Petrus draußen sein Unwesen treibt.

 

Die heute angebotenen Biere waren durchweg lecker, wenn auch wenig originell. Das übliche Standardangebot in deutschen Gasthausbrauereien halt: Hell, Dunkel, Weizen. Sorgfältig die Kundschaft analysiert und festgestellt, dass der typisch deutsche Bierdimpfl mit allem, was über diese drei Sorten hinausgeht, kulturell überfordert wäre. Reduktion auf das Nötigste… Nur keine Experimente…

 

Vom Essen waren wir allerdings etwas mehr enttäuscht. Nicht, dass uns die Flammkuchen nicht gemundet hätten, ganz im Gegenteil, sie waren sogar sehr lecker. Aber sie waren winzig klein und ganz schön teuer. Und Besteck gab’s erst nach mehrmaligem Nachfragen. Servietten gar nicht.

 

Blöd!

 

Vielleicht war das ja ein einmaliger Ausrutscher, aber wir waren seitdem noch nicht wieder dort.

 

Impressionen: Gasthaus Brauerei Alt Giessen

 

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Ambräusianum Ambros Michael Mahr

 

Ambräusianum Ambros Michael Mahr

Dominikanerstraße 10

96 049 Bamberg

Bayern

Deutschland

 

Eine Gasthausbrauerei in Bamberg? Auf den ersten Blick scheint es seltsam – in der Stadt, in der das Herz der fränkischen Brauereiszene schlägt, ist es dort tatsächlich wirtschaftlich machbar, noch eine weitere, eine moderne, eine Kleinst-Brauerei zu eröffnen? Und noch dazu direkt neben dem weltberühmten Schlenkerla?

 

Offensichtlich ja – denn das Ambräusianum, das wir am 9. Dezember 2008 besuchten, existiert mittlerweile seit einigen Jahren und scheint somit gut angenommen zu werden. Neugierig betraten wir also den Gastraum. Weihnachtlich geschmückt, hell, mit der kupfern glänzenden kleinen Sudanlage inmitten des Gastraumes empfing uns eine warme, freundliche Atmosphäre. Die jungen und freundlichen Bedienungen waren sehr aufmerksam, und blitzschnell hatten wir die Speisekarte in der Hand. Freudige Überraschung gleich auf den ersten Blick: Endlich mal eine deutsche Gasthausbrauerei, die von den hier hergestellten Bieren kleine Proben anbietet – dreimal 0,1 l für die drei Standardsorten Hell, Weizen und Dunkel. Und dazu gab’s, der Jahreszeit entsprechend, auch noch einen Bock – den aber nur im normal großen Glas, also als Halbliterportion.

 

Alles, was wir bestellt hatten, wurde uns im Nu serviert, und mit großem Appetit machten wir uns über die rustikale und preiswerte fränkische Brotzeit her. Lecker!

 

Und das Bier?

 

Oh je, das Bier. Am liebsten würde ich es ja verschweigen… Ausgerechnet hier am Nabel der Bierwelt werden die üblichen drei Standardbiere angeboten: Hell, Weizen, Dunkel. Das Helle süßlich, mild, nach meinem persönlichen Empfinden enttäuschend. Das Weizen wässrig, ohne Körper, mit nicht unangenehmen Nelken- und Kümmelnoten, aber viel zu dünn. Das Dunkle süßlich und malanoidinig geprägt, geradezu aufdringlich mastig.

 

Meine ganzen Hoffnungen richteten sich nun auf den 7,8 % starken Ambräusiator, den Doppelbock. Aber auch hier Enttäuschung – zuckrige Restsüße, als ob die Hefe kurz vor Schluss entkräftet die Gärung eingestellt hat, oder als ob der Bock noch locker bis Februar nächsten Jahres hätte lagern müssen. Kein malziger Körper, nein, nur diese Zuckersüße…

 

Schade. Denn das Ambiente und die Brotzeit würden uns jederzeit wieder hierher locken.

 

Impressionen: Ambräusianum Ambros Michael Mahr

 

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Anheuser-Busch Companies, Inc.

 

Anheuser-Busch Companies, Inc.

One Busch Place

St. Louis

Missouri 63118-1852

Vereinigte Staaten von Amerika

 

Eine Bierfabrik. Das ist keine Brauerei, sondern eine Fabrik. Unweigerlich kam mir dieser Gedanke in den Sinn, als ich am 4. Dezember 2003 vor der seinerzeit größten einzelnen Braustätte der Welt stand. Ein riesiges Fabrikareal, weitläufig, unübersichtlich und nur darauf wartend, alle meine Vorurteile gegenüber dem amerikanischen Budweiserverschnitt zu bestätigen.

 

Natürlich ist alles auf Kommerz ausgerichtet. Die Präsentation bereits in der Eingangshalle strahlt unerschütterliches, amerikanisches Selbstbewusstsein aus. Präsentation gleich bleibender Qualität und finanzieller Gewinn gehen Hand in Hand, definieren einander gar.

 

Und doch – hinter den Kulissen entdeckte ich mehr. Gepflegte Geschichte, liebevoll aufbereitete und präsentierte, historische Brautechnik, die berühmten Budweiser-Pferde, die Clydesdales, und schließlich im brauereieigenen Pub auch die Möglichkeit, diejenigen Biere dieser riesigen Brauerei zu probieren, die bei uns weithin unbekannt sind.

 

Anheuser-Busch braut neben dem Bud und dem Bud-Light, die in der Tat geeignet sind, alle Vorurteile gegenüber amerikanischem Dünnbier zu bestätigen, auch eine Reihe interessanter, gehaltvoller und intensiv schmeckender Spezialbiere – zum Beispiel einen bernsteinfarbenen Amber Bock, oder das schwarze Bare Knuckle Stout. Zwei wunderbare Biere, die ich hier in St. Louis so definitiv nicht erwartet hätte.

 

Also: Über Bord mit den Vorurteilen, Anheuser-Busch könne kein Bier brauen, sondern nur Wasser färben! Schade halt nur, dass die leckeren und interessanten Sorten nicht annähernd so vermarktet werden, wie das Bud und das Bud Light. Und somit weithin unbekannt bleiben. Da merkt man dann doch, dass der allererste Zweck dieser Bierfabrik ist, Geld zu verdienen, und erst dann, wenn das reibungslos läuft, ein wenig Zeit und Raum für die Bierliebhaberei bleibt. Aber erst dann.

 

Trotzdem mein Fazit: Jederzeit wieder eine Reise wert! Beeindruckend!

 

Impressionen: Anheuser-Busch Companies, Inc.

 

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‘s AntlaAntlabräu

 

‘s AntlaAntlabräu

Amtsgerichtsstraße 21

96 317 Kronach

Bayern

Deutschland

 

In einem Hotelrestaurant in der Oberen Stadt Kronachs steht seit 2009 ein kleines, auf Hochglanz poliertes Sudwerk von Kaspar Schulz und lockt den zufällig vorbeiflanierenden Spaziergänger hinein. Direkt neben diesem Gebäude befand sich bis 1917 das städtische „Obere Brauhaus“, insofern reklamiert das Antlabräu nicht ganz ohne Grund, nach fast hundert Jahren Unterbrechung die Tradition des städtischen Brauens in der Oberstadt wieder aufzunehmen.

 

Die Einrichtung der Gastwirtschaft ist modern und hell, vom Stil ein typisches Hotelrestaurant – zweckmäßig, aber nicht ungemütlich. Das Sudwerk steht so, dass es von außen durch die Fenster sichtbar ist, aber auch im Innern der Wirtschaft von überall aus gesehen werden kann, ohne die Einrichtung zu sehr zu dominieren. Interessant sind die vier ebenfalls auf Hochglanz polierten kupfernen Lagertanks, die direkt hinter der Theke stehen – man merkt, hier ist nicht wenig Kapital investiert worden.

 

Zum Zeitpunkt unseres Besuchs am 27. Dezember 2011 waren vier Biere im Ausschank: das „Eins“, ein mildes Helles, das „Flößer“, ein sehr leichtes, schon recht wässrig wirkendes Dunkles, das „Kellerweizen“, ein kräftig aromatisches Weizen, kupferfarben und überraschend klar, und schließlich, als bestes angebotenes Bier, das „Weihnachtsbier“, ein mildes Schwarzbier, süffig und aromatisch, aber gleichzeitig recht schlank und ohne zu starke Röstaromen.

 

Insgesamt macht die Gasthausbrauerei einen sympathischen, positiven Eindruck, wenn auch die Experimentierfreude des Brauers mit dem heutigen Angebot ein wenig zu wünschen übrig lässt. Wie so oft, wagt man sich leider über den klassischen Ansatz Hell, Dunkel, Weizen nur ganz wenig hinaus, und auch das Weihnachtsbier ist zwar lecker, aber nicht mutig. Trotzdem schön – immerhin gehört Mut dazu, in Franken, der Region mit der größten Brauereidichte überhaupt, eine Gasthausbrauerei zu eröffnen und sich der Konkurrenz zu stellen. Und der Blick in den Bierkalender im Internet zeigt, dass zumindest im Laufe des Jahres das eine oder andere interessante Bier vorgesehen ist – Stout, Rauchweizen, Urbock und Lupulinus, das sind Biernamen, die Hoffnung machen. Hoffnung auf ein wenig Innovation im traditionellen fränkischen Bier-Universum.

 

Impressionen: ‘s AntlaAntlabräu

 

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Apollo Bryggeriet

 

Apollo Bryggeriet

Vesterbrogade 3

1620 København

Dänemark

 

Am 30. Dezember 1994 besuchten wir die Apollo Bryggeriet in København, eine kleine Gasthausbrauerei ganz in der Nähe des Eingangs zum Tivoli.

 

Während es draußen wie aus Eimern schüttete, fanden wir hier einen trockenen und warmen Unterschlupf und erfreuten uns am leckeren Bier und am sehr guten Essen. Das Hausbräu – es gab nur eine Sorte, schließlich befinden wir uns im Jahr 1994! – schmeckte lecker, wenn es auch dänemark-typisch überteuert war. Und dazu gab es sehr schmackhaftes, wenn auch genauso teures Essen: Spare-Ribs und vielseitig zubereiteten Hering. Wir waren zufrieden.

 

Inmitten des galerieförmig um den Braukessel herum gebauten Restaurants mit seinen Weihnachtsdekorationen fühlten wir uns hier und heute pudelwohl.

 

Eine erneute Kopenhagen-Reise am 11. August 2011 gab die Möglichkeit, auch ohne erneute Einkehr wenigstens die Bilderdokumentation ein wenig zu verbessern.

 

Impressionen: Apollo Bryggeriet

 

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Hotelpark Stadtbrauerei Arnstadt Betriebsgesellschaft mbH

 

Hotelpark Stadtbrauerei Arnstadt Betriebsgesellschaft mbH

Brauhausstraße 1 – 3

99 310 Arnstadt

Thüringen

Deutschland

 

Innenstadtnah, eigentlich gut ausgeschildert, und dennoch schwierig zu finden – die Stadtbrauerei in Arnstadt, die man nur über kleine und kleinste Sträßchen mit dem Auto erreicht.

 

Am 23. Juni 2008 hatte ich mich auf die Suche gemacht und stand schließlich vor einem nagelneuen Hotelgebäude mit Brauerei, Biergarten, großem Ausschank und Wintergarten. Alles wirkte blitzsauber, ordentlich und hell, aber nicht ungemütlich.

 

Das Arnstädter Ur-Typ, ein mildes, kremig wirkendes Dunkel, schmeckte gut, aber leider musste ich mich – mal wieder! – auf ein einziges Bier beschränken. An den Nachbartischen die anderen Sorten sahen aber zumindest schmackhaft und gut gezapft aus, und mit insgesamt fünf angebotenen Sorten, eines davon ein Saisonbier, stand die Stadtbrauerei gar nicht schlecht da. Und auch der preiswerte Mittagstisch war eine feine Sache.

 

Impressionen: Hotelpark Stadtbrauerei Arnstadt Betriebsgesellschaft mbH

 

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La Cervesera Artesana

 

La Cervesera Artesana

Carrer Sant Agustí 14

08 012 Barcelona

Spanien

 

Nach einem langen und erlebnisreichen Tag in Barcelona rafften wir uns am frühen Abend des 25. April 2009 doch noch auf und liefen über Ramblas und Passeig de Gràcia bis zur Cervesera Artesana in einer kleinen Seitengasse der Avinguda Diagonal. Versteckt und unscheinbar – hier kommt man mit ziemlicher Sicherheit nicht zufällig hin.

 

Uns empfing eine kleine und gemütliche Gaststube mit sehr freundlichem, ausschließlich spanisch sprechendem Personal, das uns gleich begeistert klar zu machen versuchte, dass es hier selbstgebraute Biere zu trinken gebe. Na klar, darum sind wir ja hier! Aber auch etwa 40 weitere Sorten, einige davon auch frisch vom Fass, standen zur Auswahl.

 

Wir suchten uns ein Plätzchen mit Blick auf die hinter Glas präsentierte, hübsche, mit Holz verkleidete Brauanlage und verkosteten begeistert die heute angebotenen Sorten: Ein Iberian Stout, tiefschwarz, sehr röstig herb, aber auch mit einem intensiven Geruch und Geschmack nach dem verwendeten Cascade Hopfen. Und ein zweites, stilistisch etwas undefinierbares Bier, das uns als „Mushroom“ vorgestellt wurde, und bei dem ich nach wie vor der Meinung bin, dass sich jemand beim Übersetzen in den verschiedenen Wörterbüchern verheddert haben muss – der Witz, „Pils“ und „Pilz“ gleichzusetzen, ist zwar uralt, aber dass er es auch auf Umwegen in die englische Übersetzung geschafft hat, ist schon bemerkenswert!

 

Die Qualität der Biere hat uns beeindruckt, und ebenso die Auswahl an weiteren Bieren, vorwiegend aus Belgien, sowie einer Reihe besonderer Whiskys. Auch die Speisen waren qualitativ sehr gut, wenn auch angesichts der an Tapas erinnernden Portionsgröße selbst für Barcelona-Verhältnisse ein wenig überteuert.

 

Sei’s drum – wir haben uns hier heute Abend wohl gefühlt und den langen Fußweg hierher wahrlich nicht bereut!

 

Impressionen: La Cervesera Artesana

 

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