Brunnenbräu Hausbrauerei – Das Original – seit 1997

Bier vor Ort

 

 

Bier vor Ort

 

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Bacchusbräu – Kleines Brauhaus auf der Rheinterrasse

Alter Bahnhof Malsch Hausbrauerei

Brauhaus Barbarossa Pasch GmbH

Barfüßer – das kleine Brauhaus GmbH

Bauernbräu im Arik Brauer Haus

Bautzener Brauhaus

Bayer-Bräu GmbH

Bayerischer BahnhofBrau & Gaststättenbetrieb GmbH & Co. KG

Bayreuther Bierbrauerei AG

Beer House Restaurant-Brewery

Panimoravintola Beer Hunter‘s

Behringer Brauerei

Beierhaascht Brasserie Meyer

Browar Belgia Sp. z o.o.

Bell’s WeinRestaurant & BierGarten

Burgbräuhaus Belzig GbR

Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei

BeSte BräuCochemer Biermanufaktur und Brauerei-Gastronomie „Feuerwache“

Brouwerij de Beyerd

Bierhalle Katowice

Bierhalle Manufaktura

Bierhalle Warszawa

Die Bierzauberei

Brasserie La Binchoise

Binding-Brauerei AG / Henninger-Bräu AG

Brauerei Blank

Brasserie de Blaugies

Block-Bräu GmbH

Böhmisch Brauhaus

1. Innviertler Hausbrauerei Bogner

Browar Bojanowo

Borgfelder Landhaus – Gasthaus ▪ Brauerei

Bosman Browar Szczecin

Bracki Browar Zamkowy w Cieszynie Sp. z.o.o.

Brand Bierbrouwerij

Brandauer’s Bierbögen

Brandauer’s Schlossbräu

Browar de Brasil Łódź

Le Brasse Temps

Brauerei BraunschweigZweigniederlassung der Oettinger Brauerei GmbH

Bryghuset Braunstein

Hausbrauerei Brauzwerg

Bravaria Šiauliai

Bravaria Vilnius

BrewBaker GmbH

BrewPub København

Brigitta Bräu

Brovaria

Brauerei Bruckmüller GmbH

Hofbrauhaus Heinrich Brüne KG

Panimoravintola Bruuveri

Berliner Bürgerbräu

 

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Bacchusbräu – Kleines Brauhaus auf der Rheinterrasse

 

Bacchusbräu – Kleines Brauhaus auf der Rheinterrasse

Koblenzer Straße 14-20

55 422 Bacharach

Rheinland Pfalz

Deutschland

 

100 Punkte für Originalität!

 

Nicht schon wieder eine Gasthausbrauerei im rustikal-ländlichen Stil mit einem obschon schön anzuschauenden, aber doch immer wieder gleichen kupfern-glänzenden Sudwerk eines der großen Hersteller. Nicht schon wieder ein großer Gastraum mit dicken Holzbänken und –tischen, pseudobayerischem Dekor und riesigen Portionen rustikalen Essens.

 

Sondern stattdessen ein originelles, fast schon ein wenig skurriles Ambiente.

 

An der Bundesstraße stehen kleine Hinweisschilder, und blickt man nach oben, so sieht man ein grün-rotes Kinderkarussell. Das soll ein Brauhaus sein?

 

Auf der Rheinterrasse in Bacharach steht das Rheintheater, ein kleines, ja winziges Regionaltheater, dessen Foyer bewirtschaftet ist. Eher eine kleine, familiäre Kneipe, mit Wohnzimmerambiente, geschmückt mit einer Sammlung von Utensilien, die von vorder- und hintergründigem Humor geprägt sind. Und vor dem Theater, im Innenhof, steht ein uraltes Kinderkarussell, als ob hier einmal Kirmes gewesen sei und der Schausteller vergessen hat, abzubauen. Die Fahrzeuge und Figuren sind längst abgebaut, und auf dem großen, runden Holzboden stehen nun Tische, Stühle und Bänke und verwandeln das ehemalige Karussell in einen gemütlichen, wetterfesten Biergarten.

 

Man kann unter einem der nostalgischen Schilder „Hier hält die Straßenbahn“ oder „Den Kindern das Fahrgeld bitte abgezählt in die Hand geben“ Platz nehmen, über das kleine Mäuerchen auf den Rhein hinunterschauen und sich sehnsüchtigen Gedanken an seine Kindheit hingeben. Und dazu die leckeren Biere des Bacchusbräu genießen.

 

Auf einem kleinen 200-l-Sudwerk hinter der Küche, einer etwas ungewöhnlichen, holzverkleideten und an die individuellen Ansprüche des Brauers angepassten Konstruktion, entstehen vier Biere, die im Bacchusbräu ständig im Ausschank sind. Das Loreley, ein kräftig herbes und aromatisches Helles mit 5,5%; das 1489, ein leider etwas ausdrucksloses, ein wenig wässriges Münchner Dunkel mit 5,3%; das Bacchusweizen, erfrischend mit einem Hauch von Säure und 5,3%; und schließlich der Burg Stahleck Verlies Doppelbock, ein runder, würzig-weicher und sämiger Doppelbock mit sage und schreibe 8,5%.

 

Für die individuelle Bezeichnung der Biere noch einmal ein paar Originalitätspunkte; leider keine weiteren für den nur eingeschränkten Mut, über das deutsche Standard-Gasthausbrauerei-Triplett Hell – Dunkel – Weizen lediglich mit dem Bockbier hinauszugehen. Wobei letzteres auch im Hochsommer bei Temperaturen um 35°C anzubieten, doch wieder mutig ist. Und: Trotz der Hitze hat’s hervorragend geschmeckt...

 

Die angebotenen Speisen sind einfach, aber lecker. Besonders gut gefallen haben am 21. Juli 2013 die selbstgebackenen, mit Speck und Zwiebeln gefüllten, warmen Treberbrötchen. Blitzschnelle und fröhlich gut gelaunte Bedienung durch die Frau des Brauers, sehr angenehm.

 

Der Biergarten im Karussell kann durch robuste Kunststoffvorhänge bei schlechtem Wetter geschützt werden, und abends tauchen hunderte Glühlämpchen der Originalbeleuchtung des Karussells die Szene in eine gemütliche Atmosphäre.

 

In der warmen Jahreszeit, also in der Touristensaison, ist täglich außer Montag ab Mittag geöffnet, im Winter nur Freitag bis Sonntag, und dann natürlich nicht im Biergartenkarussell, sondern im Foyer. Für Kinder stehen ein kleines Kinderkarussell, eine Sandkasten und eine Kreidetafel im Hof.

 

Ein kleines Manko: Dadurch, dass die Brauerei hinter der Küche steht und sie nur durch die Küche zugänglich ist, kann man sie leider nicht besichtigen – da ist die Hygieneaufsicht davor. Schade, denn das kleine Bildchen im Prospekt des Bacchusbräu zeigt eine wirklich originelle Konstruktion, die es verdient hätte, den Besuchern stolz präsentiert zu werden!

 

Impressionen: Bacchusbräu – Kleines Brauhaus auf der Rheinterrasse

 

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Alter Bahnhof Malsch Hausbrauerei

 

Alter Bahnhof Malsch Hausbrauerei

Bahnhofstraße 2

76 316 Malsch

Baden Württemberg

Deutschland

 

Von außen unansehnlich, und man sieht gar nicht, dass geöffnet sein soll. Zögerlich drückte ich am 14. März 2008 am frühen Nachmittag die Türe auf, und siehe da, mich empfing ein sehr gemütlicher Schankraum.

 

Zuglaufschilder, Signale und sonstige bahnhöfliche Accessoires verbunden mit Wandmalereien, die Bahnsteigszenen wiedergeben, paaren sich mit Stahlträgern und Natursteinmauern zu einem netten, warm wirkenden Eisenbahner-Ambiente. Die beiden ansehnlichen und sehr freundlichen („symbadischen“ – würde der Badenser wohl sagen) jungen Damen taten das ihrige, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

 

Das Bier – leider konnte ich als Autofahrer wieder mal nur eine Sorte probieren – war ein sehr süffiges, vielleicht einen Hauch zu süßliches Dunkel, würzig und aromatisch. Das Essen war einfach, sättigend und preiswert – insgesamt in Ordnung. Und die Mittagskarte zählt eine Reihe preisgünstiger, einfacher Gerichte auf. Ordentlich!

 

Und nicht zuletzt bietet diese Brauerei auch dem „Trainspotter“ etwas: Hinter exzellent lärmgedämmten Fenstern können vom ICE über den Nahverkehrszug bis zum Güterzug im Minutenrhythmus Züge beobachtet werden – sogar, eine echte Besonderheit, die Karlsruher Straßenbahn auf dem gleichen Gleis wie der ICE.

 

Impressionen: Alter Bahnhof Malsch Hausbrauerei

 

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Brauhaus Barbarossa Pasch GmbH

 

Brauhaus Barbarossa Pasch GmbH

Aschaffenburger Straße 18

63 825 Schöllkrippen

Bayern

Deutschland

 

Der 10. Mai 2009 führte uns in die äußerste nordwestliche Ecke Bayerns, nach Schöllkrippen in Unterfranken in das Brauhaus Barbarossa. Hier hatte ich vor ein paar Jahren schon einmal während der Woche vor verschlossenen Türen gestanden, weil nur sonnabends und sonntags über Mittag geöffnet ist. Heute aber hatten wir Glück – wir sahen schon von weitem die offene Eingangstür.

 

Und Glück hatten wir nicht nur, weil geöffnet war, sondern auch, weil wir, ohne es vorher geahnt zu haben, genau rechtzeitig zum Muttertagsbrunch kamen. Wir fanden sogar noch ein Plätzchen an der Theke im völlig überfüllten Brauhaus. Für wenig Geld konnten wir uns am Büffet den Bauch vollschlagen und dazu die leckeren Biere genießen – das sehr aromatische Weizen, das überragend gute, malzig-karamellige und gleichzeitig röstige Dunkle sowie das Helle, das uns zwar auch gut schmeckte, das aber als Einziges der angebotenen Sorten nichts Besonderes war. Sondern so eher nach dem Prinzip: Helles kann jeder brauen… Für den Massengeschmack, halt. Es sei dem Braumeister auch gegönnt – er muss ja auf den Umsatz schauen.

 

Als besonders nette Geste überreichte Frank Ziemen, der Brauer, jeder anwesenden Dame eine Rose zum Muttertag. Wir nutzten die Gelegenheit und kamen mit ihm trotz des Trubels für ein paar Minuten ins Gespräch, fachsimpelten, und amüsierten uns, dass ein waschechter Berliner nach Bayern gekommen ist, um hier Bier zu brauen.

 

Frank musste weiter, sich um die anderen Gäste kümmern, und wir nutzten noch die Zeit, uns die Sudanlage ein wenig näher anzuschauen, uns über das Schild „Sudfanne“ (ohne „p“!) zu amüsieren und den Biergarten anzuschauen.

 

Für heute konnte das Fazit nur lauten: Super! Leckeres, reichhaltiges und preiswertes Essen, ausgezeichnetes Bier, gemütlicher Schankraum, sehr gute Bedienung und ein nettes Gespräch mit dem Brauer – Biertrinkerherz, was willst Du mehr?

 

Impressionen: Brauhaus Barbarossa Pasch GmbH

 

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Barfüßer – das kleine Brauhaus GmbH

 

Barfüßer – das kleine Brauhaus GmbH

Paulstraße 4

89 231 Neu-Ulm

Bayern

Deutschland

 

Selbst an einem etwas trüben Tage wie dem 17. März 2008 gelb leuchtend steht das ein wenig an ein Kurbad erinnernde Gebäude der Barfüßer Brauerei direkt an der Donau. Innen großzügig und weitläufig, ebenfalls gelb dominiert, hell, klar strukturiert und trotzdem nicht ungemütlich.

 

Die mit Sprachschwierigkeiten kämpfende, aber nicht unfreundliche Bedienung servierte uns ordentliche, deftige Hausmannskost, die wir allerdings als deutlich überteuert empfanden. Für diese Preise könnte man statt des rustikalen Sättigungsessens durchaus mehr Raffinesse verlangen! Die Biere hingegen waren preislich in Ordnung.

 

Und schmeckten!

 

Allen voran das Rotgold-Pils, das als Saisonbier im Ausschank war. In bester Irish-Red-Ale-Tradition kam es daher – erfrischend, aber trotzdem würzig und aromatisch. Aber auch das Weißbier: So bananig, dass jede Affenherde hier einen glücklichen Abend verbringen würde!

 

Und wäre es Sommer gewesen, hätten wir uns auch bestimmt im – heute natürlich verwaisten – Biergarten mit Blick auf die Donau sauwohl gefühlt.

 

Impressionen: Barfüßer – das kleine Brauhaus GmbH

 

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Bauernbräu im Arik Brauer Haus

 

Bauernbräu im Arik Brauer Haus

Gumpendorfer Straße 134 - 136

1060 Wien

Österreich

 

Das Arik Brauer Haus in Wien, in dem das Bauernbräu, das wir am 20. März 2009 besuchten, untergebracht ist, ist für seine Architektur und seinen Stil weltberühmt – vielleicht nicht ganz so berühmt wie das Hundertwasser-Haus, aber fast. Ein wirklich interessantes Ambiente, in dem Bier aus der Steiermark ausgeschenkt wird. Zwar habe ich leider nicht herausbekommen, wo genau die Brauerei liegt, aber zumindest wurde uns klar gemacht, dass es sich hier nicht, wie andernorts häufig anzutreffen, um ein Hausbier handelt, bei dem in einer größeren Brauerei lediglich nach einem besonderen Rezept für das Bauernbräu gebraut wird, sondern tatsächlich um Bier einer eigenen Brauerei.

 

Drei interessante Sorten waren im Angebot: das „Hausbier“ (sic!), das „Bauernbier“ und „Das Dunkle“. Jedes für sich interessant, wenn wir uns auch ein wenig unsicher waren, welchem Stil wir das jeweilige Bier zuordnen sollten. Alle drei Biere wirkten, als hätte der Brauer „einfach drauflos gebraut“ – aber wir wollen dies nicht negativ sehen, denn geschmeckt haben die Produkte unzweifelhaft! Und darauf kommt es an.

 

Da sich die interessante Architektur des Gebäudes teilweise auch in der Inneneinrichtung des Brauereiausschanks fortsetzte, hatten nicht nur Nase und Zunge, sondern auch die Augen genug zu tun und kamen ebenfalls auf ihre Kosten, so dass die Zeit wie im Fluge verging.

 

Impressionen: Bauernbräu im Arik Brauer Haus

 

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Bautzener Brauhaus

 

Bautzener Brauhaus

Thomas Mann Straße 7

02 625 Bautzen

Sachsen

Deutschland

 

In einem schönen, alten Wohngebiet, fast schon einem Villenviertel, außerhalb der eigentlichen (übrigens wunderschönen!) Altstadt von Bautzen taten wir uns am 26. Juli 2007 zunächst schwer, das Bautzener Brauhaus zu finden. Ohne große Hinweisschilder, nur über eine Einfahrt zu erreichen, steht es gewissermaßen in „zweiter Reihe“ hinter anderen Häusern.

 

Steht man dann aber davor, begrüßt den Besucher ein gemütlicher, an diesem lauen Sommerabend auch rappelvoller Biergarten, und dahinter eine ebenso gemütliche Gaststube. Die freundliche Bedienung in der bei diesem Wetter fast leeren Gaststube strahlte, als sie uns erzählte, dass donnerstags immer Brauertag sei, da gäbe es das große Bier zum Preis von einem kleinen.

 

Na, das nutzten wir natürlich, und wurden von den angebotenen Biersorten nicht enttäuscht. Alle vier getesteten Biere (das Schwarze, das Blonde, das Kupfer und das Pils) waren von durchweg guter Qualität, auch sauber nach Stil gebraut. Also das Schwarze wirklich schwarz, das Pils wirklich hopfig-herb. Sehr schön. (Allerdings hatte ich ein paar Wochen später die Gelegenheit, das Kupfer in einer Gaststätte ein paar Kilometer weiter noch einmal zu probieren, und war ein wenig enttäuscht: Ein viel zu starker, melanoidiniger Beigeschmack überdeckte alles andere…)

 

Das Essen war ebenfalls gut – rustikale, bodenständige Küche, aber mit ordentlichen Zutaten und liebevoll serviert. Wir waren zufrieden und kommen gerne mal wieder.

 

Und dass wir im Biergarten keinen Platz mehr gefunden haben, das kann man nun wirklich nicht dem Brauhaus vorwerfen!

 

Impressionen: Bautzener Brauhaus

 

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Bayer-Bräu GmbH

 

Bayer-Bräu GmbH

Hauptstraße 77-81

97 851 Rothenfels

Bayern

Deutschland

 

27. September 2009: Eine kleine, alte Brauerei am Rande der Altstadt von Bayerns kleinster Stadt, Rothenfels – die Bayer Bräu. Ein altes Steingemäuer, das sich gut in den historischen Stadtkern einpasst, davor ein kleiner Biergarten, etwas eng, aber gemütlich, eine burschikose, sehr freundliche Bedienung, leckere Vesperplatten und Salate, und nicht zuletzt eine lange Liste interessanter Biere – Herz, was willst Du mehr...

 

Das Märzen schmeckte rund und süffig, leicht röstig, aber nicht bitter oder gar kratzig – ein wunderbares Bier. Und auch das Schwarze, „Schwarzes Röslein“ genannt, überzeugte durch ein volles Aroma ohne Kratzigkeit oder gar lange nachhängende Bittere. Hervorragend.

 

Eine kleine, liebenswerte Brauerei, die nicht viel Aufhebens um sich macht, aber durch eine große Bierauswahl und konstante Qualität überzeugt. In Kombination mit der winzigen, aber sehr hübschen Altstadt und Burg von Rothenfels jederzeit eine Reise wert!

 

Nachtrag 31. Dezember 2013: Nach 115 Jahren Brautätigkeit wurde die Braustätte im März 2011 stillgelegt. Die Biere der Marke Bayer-Bräu entstehen seitdem im Lohnbrauverfahren in der Brauerei Herzog von Franken in Thüngen.

 

Impressionen: Bayer-Bräu GmbH

 

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Bayerischer BahnhofBrau & Gaststättenbetrieb GmbH & Co. KG

 

Bayerischer Bahnhof – Brau & Gaststättenbetrieb GmbH & Co. KG

Bayrischer Platz 1

04103 Leipzig

Sachsen

Deutschland

 

Im Jahr 1842 war in Leipzig der Bayerische Bahnhof erbaut worden, von dem aus die Züge der Sächsisch-Baierischen Eisenbahn in Richtung Süden abfuhren. Heute ist er der älteste erhaltene Kopfbahnhof der Welt, und sein Portikus steht unter Denkmalschutz.

 

In diesem Bayerischen Bahnhof findet sich auch eine Gasthausbrauerei, die seit dem Jahr 2000 die Original Leipziger Gose braut und hier ausschenkt. Geschickt in die alte Bahnhofsarchitektur integriert findet man unterschiedliche Räumlichkeiten: Die Säulenhalle, die früher als Vorhalle des Bahnhofs diente, ist nun der Hauptschankraum; die Arkaden sind verglast worden und haben jetzt die Funktion eines Biergartens; und im ehemaligen Kontrollbüro ist die Gosestube eingerichtet worden. Besitzer der Gasthausbrauerei ist Thomas Schneider von der Brauerei Schneider in Weißenburg / Bayern – und der Schneider-Brauereiausschank in Weißenburg ist folglich auch die einzige Stätte außerhalb Leipzigs, in der man Gose vom Fass trinken kann.

 

Als wir am 27. März 2011 im Bayerischen Bahnhof einkehrten, waren wir überrascht, wie vielfältig und abwechslungsreich das Ambiente ist und wie gemütlich man hier sein Bier und das gute Essen genießen kann. Obwohl der Betrieb ziemlich groß ist und heute – zumindest im Innenbereich – relativ viel Betrieb war, wurden wir flott und sehr freundlich bedient.

 

Auf der kupfern glänzenden Kaspar-Schulz-Anlage entstehen neben der Gose (4,5%, 10,8°), die als besondere Spezialität verstanden wird, weil man sie nach uralten Rezepten braut, die wegen Zugabe von Milchsäure, Koriander und Salz gegen das ach so heilige Deutsche Reinheitsgebot verstoßen, noch drei weitere leckere Biersorten: Das Heizer, ein aromatisch-kräftiges Schwarzbier (5,3%, 12,8°), das Kuppler, ein würziges und verhältnismäßig dunkles Weißbier (5,2%, 12,5°) und das Schaffner, ein eher uninteressantes, weil irgendwie zu lieblich wirkendes, aber dennoch nicht schlechtes Pils (5,0%, 11,8°). Neben diesen vier „Standard“-Bieren produziert der Brauer Matthias Richter auch Saisonbiere, von denen heute aber keines verfügbar war.

 

Zum Bier gibt es richtig leckere Küche zu fairen Preisen, und so waren wir rundum zufrieden.

 

Impressionen: Bayerischer Bahnhof – Brau & Gaststättenbetrieb GmbH & Co. KG

 

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Bayreuther Bierbrauerei AG

 

Bayreuther Bierbrauerei AG

Hindenburgstraße 9

95 445 Bayreuth

Bayern

Deutschland

 

Die Bayreuther Bierbrauerei wurde im Jahr 1857 von Hugo Bayerlein gegründet und 1872 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie war eine der ersten großen Brauereien seinerzeit und mit ihrer Gründung begann ein Wandel im Bayreuther Brauwesen – weg vom häuslichen Brauen im kleinen Maßstab, und hin zur industriellen Bierproduktion.

 

Noch heute zeugt der imposante Ziegelbau vom prägenden Einfluss dieser Brauerei auf die Stadt, und ein weitverzweigtes Labyrinth von Felsenkellern im Sandstein unter der Brauerei hat Museumscharakter und wird für Führungen und Exkursionen in die Geschichte der Stadt genutzt. Die endlosen Gänge wurden nicht nur als kühle Lagerräume für die Brauerei genutzt, sondern dienten im Zweiten Weltkrieg auch als Großküche, als Lazarett und nicht zuletzt als Schutzraum während der Luftangriffe auf die Stadt im April 1945, kurz vor Ende des Krieges.

 

Heute ist die Bayreuther Bierbrauerei bekannt durch ihre drei Biersorten Original 1857, Zwick’l Kellerbier und Landbier, die alle drei in Bügelverschlussflaschen abgefüllt werden und mit einer gehörigen Portion Bodenständigkeit in der Werbung typisiert und vermarktet werden. Daneben gibt es noch das Aktien Pilsener sowie die Marke Bayreuther Brauhaus, die jedoch außerhalb der Region nicht den gleichen Bekanntheitsgrad erreicht haben.

 

Als ich am 10. November 2011 in Bayreuth weilte, fehlte mir leider die Zeit, die Brauerei und die Kellergänge zu erkunden, und es blieb einmal wieder bei ein paar Aufnahmen vom – allerdings recht attraktiven – Äußeren der Brauerei.

 

Impressionen: Bayreuther Bierbrauerei AG

 

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Beer House Restaurant-Brewery

 

Beer House Restaurant-Brewery

Dunkri 5

10 123 Tallinn

Estland

 

Der 10. August 2009 bescherte uns einen Tagesausflug mit der Fähre nach Tallinn in Estland. Das alte Reval und seine wunderschöne Altstadt umfingen uns sofort mit ihrem wunderbaren Flair, stunden-, ja, tagelang hätten wir hier durch die Gassen spazieren und all die angebotenen Spezialitäten probieren können. Wir versuchten es auch, soweit es ging, aber dann kam uns das Beer House dazwischen.

 

Nur wenige Schritte vom in der Mitte der Altstadt gelegenen Rathausplatz entfernt befindet sich diese Gasthausbrauerei. Eine schier unendlich lange Holzterrasse zieht sich die kleine Gasse entlang, und betritt man die Gasträume, so sieht man, dass auch im Inneren eine gewaltige Zahl an Gästen Platz finden kann.

 

Der freundliche Kellner brachte uns riesengroße Speisekarten, die die Form von Bierkrügen haben, und wir freuten uns über die große Bierauswahl. Und darüber, dass man hier auch einen Probierteller all dieser Bierspezialitäten bestellen kann. Unsere Enttäuschung war groß, als der Kellner uns mitteilte, dass es (zur Zeit?) nur eine eigene Biersorte gebe…

 

Wir blieben natürlich trotzdem sitzen und verkosteten wenigstens dieses eine Bier, das als Pilsner Gold beschrieben wurde. Für ein Pilsner etwas zu dunkel, aber es schmeckte lecker und sehr aromatisch. Das Essen („Brewer’s Fest“), das ich mir arglos dazu bestellte, erwies sich als die größte Schweinehaxe, die ich in meinem Leben bisher gesehen habe. Und daneben lag noch eine riesige Wurst auf dem großen Berg Sauerkraut. Die Wurst erwies sich als Kartoffelwurst, das heißt, Kartoffelschnitze in einer Wurstpelle, aber die Haxe war echt. Die Kruste war wunderbar kross und ließ sich trotzdem leicht zerbeißen, es schmeckte wunderbar. Eine kleine Entschädigung für die reduzierte Bierauswahl. Und auch die Speisen für den Rest der Familie waren hervorragend, sowohl was die Menge, als auch die Qualität anbelangt.

 

Nach dem Essen gingen wir noch einmal durch die urgemütlich und rustikal eingerichteten Gasträume. Die kupferne Brauanlage steht in der Mitte des Raumes, und überall stehen und hängen Bierfässer und andere Bier- und Braugerätschaften. Ein besonders großes Fass beherbergt sogar einen runden Tisch für vier Personen.

 

Definitiv ein nettes Erlebnis, hierhergekommen zu sein, wenn auch die Bierauswahl besser hätte sein können.

 

Ein erneuter Besuch im Beerhouse am 8. Juni 2011 entwickelte sich zu einer fantastischen Party. Bei Livemusik herrschten ein gewaltiges Gedränge und eine Bombenstimmung. Heute gab es auch tatsächlich alle sieben in der Speisekarte angebotenen Biere im Ausschank, allerdings waren die Gläser des Degustationsangebotes mit 0,25 Litern vielleicht ein wenig zu groß (gut eingeschenkt musste ich mich ja bereits bei der Verkostung durch knapp zwei Liter Bier kämpfen…).

 

Alle sieben Biere schmeckten süffig, wenn sie auch nicht alle sehr sorgfältig nach Stil gebraut waren. Vom Dunklen Extra über das Vana Viini Lager (Wiener Märzen), das Märzen Spezial, das Medovar Honey und das Helles Light bis zum Pilsener Gold bewegten sich alle Biere im Bereich von knapp unter fünf Prozent, und lediglich das Beerhouse Premium stach mit etwas über sechs Prozent ein wenig nach oben heraus. Hopfen scheint sparsam eingesetzt zu werden, und lediglich das Premium wies eine interessante Hopfennote auf.

 

Impressionen: Beer House Restaurant-Brewery

 

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Panimoravintola Beer Hunter‘s

 

Panimoravintola Beer Hunter‘s

Antinkatu 11

28100 Pori

Finnland

 

Auf (nicht nur) finnischen Bierfestivals schwärmt man von der Gasthausbrauerei Beer Hunter‘s in Pori – rund 200 verschiedene Biere würde die Getränkekarte umfassen, und einige davon wären vor Ort in der Gasthausbrauerei selber gebraut. Es handele sich hier um ein Paradies für Bierliebhaber, heißt es.

 

Auf dem Bierfestival in Helsinki im April 2011 präsentierte sich das Beer Hunter’s sehr positiv und professionell. Für die ganz eingeschworenen Bierliebhaber gab es eine Bierserie „Single Hop“ zu verkosten, bei der das möglichst exakt gleiche Rezept mehrfach gebraut wurde, aber jedes Mal eine andere Aromahopfensorte zum Einsatz kam. Fantastisch!

 

Entsprechend hochgesteckt waren dann meine Erwartungen, als ich am 30. Juli 2011 in Pori die Gelegenheit hatte, das Beer Hunter’s zu besuchen. Und umso tiefer die Enttäuschung. Muffeliges, unwilliges Personal, die drei (statt der auf der Homepage angepriesenen „bis zu 20“) angebotenen eigenen Biere zwar nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend, sondern eher interessanter Durchschnitt, und die Lage in einem hässlichen Zweckbau an einer stark befahrenen Straße auch nicht gerade begeisternd.

 

Obwohl wenig Betrieb war, scheiterte jeder Versuch, mit dem schlecht gelaunten Personal ins Gespräch zu kommen und wenigstens ein paar Informationen über die Brauerei zu bekommen. Auch ein paar Vorschläge, was man denn von der Speisekarte gut essen könne, und mit welchen Bieren man es am besten kombinieren solle: Fehlanzeige.

 

Es bleibt also bei einem Resümee der Biere: Das Kili Bitter mit 3,5 % Alkohol sehr sortentypisch als English Bitter, durchaus in Ordnung, wenn es auch zunächst in ein schmutziges Glas eingeschenkt worden war und nur nach hartnäckiger Reklamation frisch eingeschenkt wurde. Das Jenkkisiili American Pale Ale mit 5,0 % kräftig gehopft und aromatisch, allerdings wirkte es schon ein wenig alt. Und schließlich das Boheemi Pils mit 5,5 %, als Böhmisches Pilsner völlig überhopft und dem American Ale wesentlich ähnlicher, als es das Jenkkisiili war. Also: Seitens der heute hier angebotenen eigenen Biere leider keine Offenbarung, und auch der Gesamteindruck enttäuschend.

 

Impressionen: Panimoravintola Beer Hunter‘s

 

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Behringer Brauerei

 

Behringer Brauerei

Marktplatz 35

92 648 Vohenstrauß

Bayern

Deutschland

 

Die kleine Brauerei Behringer, auch Weißbierbrauerei Behringer genannt, wurde 1878 gegründet und befindet sich seit 1980 im Besitz von Gerhard Fiebig, dessen Vater von Familie Behringer kurz nach dem Zweiten Weltkrieg adoptiert worden war. Trotz des Namenswechsels also eine Brauerei durchgängig in Familienbesitz, die bis heute unverändert Weißbier braut, das in erster Linie in der eigenen Wirtschaft getrunken wird.

 

Das schmucklose, einfache Gebäude steht mitten in Vohenstrauß und ist leicht zu finden – allerdings überraschte die Brauerei uns mit ungewöhnlichen Öffnungszeiten: Morgens bis 12:30 Uhr, und dann wieder ab 15:30 Uhr. Frühschoppen statt Mittagessen, also, und so standen wir hungrig am 16. Februar 2012 um kurz nach eins vor der Wirtschaft. Und mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

 

Impressionen: Behringer Brauerei

 

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Beierhaascht Brasserie Meyer

 

Beierhaascht Brasserie Meyer

240, av. de Luxembourg

4940 Bascharage

Luxembourg

 

Am 8. August 2007 besuchten wir dieses Brauhaus in Luxemburg – verkehrsgünstig gelegen, direkt an einer Hauptstraße westlich von Luxemburg in Bascharage. In der einen Hälfte des Gebäudes befindet sich die Gasthausbrauerei mit Restaurant, in der anderen ein Lebensmittelgeschäft mit Bio-Ware.

 

Die Einrichtung ist recht gemütlich, und das freundliche Personal kümmerte sich herzlich um uns und unsere Wünsche. Trotzdem war der Eindruck ein wenig zwiespältig: Während das Essen absolut Spitze war (schon seit langer Zeit hatten wir nicht mehr so gut gegessen), ließ das Bier doch ein wenig zu wünschen übrig. Das „Donkel“ und das „Weizen“ waren beide ein wenig säuerlich, und auch die drei verschiedenen Flaschen, die wir mit nach Hause genommen haben, um sie dort in Ruhe zu verkosten, hatten einen leichten, sauren Stich. Lediglich das „L’Ambrée“ vom Fass schmeckte richtig gut.

 

Hm.

 

Nicht wirklich doll, oder?

 

Selbst, wenn man sich die Säure weggedacht hat und gemerkt hat, dass die Grundrezeptur eigentlich interessant sein müsste, blieb ja doch die Enttäuschung über ein paar Biersorten, die haarscharf am Umkippen entlangschrammten und trotzdem ausgeschenkt wurden. Mit „Hausgeschmack“ hat das nichts mehr zu tun…

 

Schade!

 

Denn – wie gesagt – das Essen war Spitze!

 

Impressionen: Beierhaascht Brasserie Meyer

 

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Browar Belgia Sp. z o.o.

 

Browar Belgia Sp. z o.o.

ulica Witosa 80

ulica Ściegiennego 499

22-562 Kielce

Polen

 

Am 25. September 1999 eröffnete die belgische Palm-Brauerei im polnischen Kielce einen Tochterbetrieb, die Browar Belgia. Mit einem großen Fest, mit leckerem Büffet, Brauereiführungen und Lifemusik wurde die Eröffnung gefeiert.

 

Wir ließen es uns nicht nehmen, an dieser Feier teilzunehmen. Nach problemloser Anreise besichtigten wir zunächst die nagelneue Brauanlage (die bisher unter der Bezeichnung „Palm“ und „Belgia“ in Polen verkauften Biere – und wohl auch die am heutigen Tage ausgeschenkten – waren noch in der alten Anlage gebraut worden) und nutzten dann die Gelegenheit, das ganze Angebot der Brauerei frisch vom Fass zu verkosten. Neben normalem Pils und belgischem Obergärigen („Palm“) gab es auch ein Weizenbier („White“), das bis dato auf dem polnischen Markt keine Entsprechung hatte, und ein exotisches Kirschbier („Cherry“) zu probieren. Das exzellente Büffet lieferte zu diesen leckeren Bieren eine gute Grundlage.

 

Abgeschlossen wurde der Abend durch ein Konzert der in Polen sehr bekannten und erfolgreichen Rockgruppe „Maanam“, das wir vom Dach der Produktionshalle aus bewundern konnten.

 

Insgesamt eine runde Sache, die natürlich etwas mehr von einem Open-Air-Spektakel hatte, als von einer üblichen Brauereibesichtigung.

 

Dass die Browar Belgia in den folgenden Jahren zwar ganz experimentierfreudig immer wieder neue, exzellente Bierspezialitäten auf den polnischen Markt brachte, aber schließlich doch im August 2007 an den Konzern Kompania Piwowarska S.A. verkauft werden musste, stimmt angesichts dieses erinnerungswürdigen Starts traurig.

 

Impressionen: Browar Belgia Sp. z o.o.

 

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Bell’s WeinRestaurant & BierGarten

 

Bell’s WeinRestaurant & BierGarten

Niederhutstraße 27a

53 474 Bad Neuenahr – Ahrweiler

Rheinland Pfalz

Deutschland

 

„Machen wir ’ne Herren-Tour / an die schöne Ahr, / saufen wir Burgunder nur, / das ist sonnenklar!“

 

So sangen es die Toten Hosen in ihrem Altbierlied, und fährt man durch das Ahrtal, so sieht man tatsächlich überall Weinberge, Winzer und Weinlokale. Aber mitten in der Altstadt von Ahrweiler hält ein kleines Restaurant das Fähnlein der Biertrinker in den Wind, das Ahrweiler Brauhaus in Bell’s WeinRestaurant & BierGarten.

 

Als wir am 8. Juli 2009 dort einkehrten, war der Schankraum berstend voll – eine Busladung älterer Herrschaften saß beim frühen Abendessen und genoss die „Ruhe und Entspannung“, während der Busfahrer auf Weiterfahrt drängte. Wir nahmen draußen auf der Terrasse Platz, unter einem kleinen Dach, das uns vor dem Regen schützte. Hier konnten wir ein wenig über die seltsame Außenarchitektur nachsinnen: Die robusten Balken der Dachkonstruktion über der Terrasse trugen lediglich ein paar Wellblechplatten, die aussahen, als wäre dem Bauherrn auf halber Strecke das Material ausgegangen. Oder hatte man festgestellt, dass ein geschlossenes Dach alles zu dunkel machen würde, und daher hier und da ein paar Meter am Wellblech abgeschnitten? Wir wissen es nicht – aber es wirkte wie gewollt und nicht gekonnt.

 

Die angebotenen Biersorten waren im Gegensatz zum Dach durchweg in Ordnung: Das Landbier war rotbraun, trübe und sehr süffig, wirkte allerdings fast ein wenig als sei es noch nicht ausgegoren beziehungsweise nicht lange genug gelagert. Das Weizen war erfrischend und prickelnd, schön aromatisch, und das Pilsener war schlank und elegant, hopfig und mild herb. Sehr schön. Dazu ein leckeres, nicht zu teures Essen. Und da auch die junge Bedienung freundlich war, trotz der Busladung blitzschnell und aufmerksam, waren wir durchaus zufrieden.

 

Schade war lediglich, dass die Brauanlage irgendwo immer Keller versteckt steht – auf Nachfrage hieß es, somit habe man oben im Schankraum mehr Platz, für vier weitere Tische, das sei wichtiger. Eine Besichtigung der Technik sei mithin nur im Rahmen einer offiziellen Führung nach Anmeldung möglich. Hm! Wir müssen es akzeptieren, auch wenn es uns nicht glücklich machte.

 

Impressionen: Bell’s WeinRestaurant & BierGarten

 

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Burgbräuhaus Belzig GbR

 

Burgbräuhaus Belzig GbR

Wittenberger Straße 1

14 806 Bad Belzig

Brandenburg

Deutschland

 

Verflixte Öffnungszeiten – trotz vorheriger Internet-Recherche haben mir die Öffnungszeiten am 17. Oktober 2010 einen Streich gespielt. Wer hätte denn auch gedacht, dass auf der Internet-Seite des Burgbräuhauses zunächst die Öffnungszeiten des Eiscafés und dann erst die des Bräuhauses selbst angegeben werden? Ich hatte nur einen flüchtigen Blick auf den Bildschirm geworfen, beruhigt festgestellt, dass Sonntagnachmittag geöffnet sei, und war von der Autobahn abgefahren.

 

So blieb mir denn lediglich der sehnsuchtsvolle Blick durch die Glasscheiben auf den Sudkessel, und natürlich die Hoffnung, dass mich mein Weg bald mal wieder in diese Region führen möge – und dann am besten auch zu einer Zeit, zu der geöffnet sein wird.

 

Impressionen: Burgbräuhaus Belzig GbR

 

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Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei

 

Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei

Indira-Gandhi-Straße 66 – 69

13 053 Berlin

Berlin

Deutschland

 

Von all den verschiedenen Berliner Brauereien, sei es im Osten, sei es im Westen, ist neben den kleinen Gasthausbrauereien leider nur noch eine einzige „richtige Brauerei“ übrig geblieben: Die Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei. Und die gehört zur Radeberger Gruppe KG, welche wiederum zur Oetker-Gruppe gehört. Also Bierfabrik, statt Brauerei.

 

Man schreibt sich Markenvielfalt statt Monokultur auf die Fahne, oder behauptet dies zumindest auf der Internet-Homepage (auf der der Leser unangenehmerweise penetrant geduzt wird). Immerhin, laut eigener Auflistung drei Stück: Schultheiss, Berliner Pilsner und Berliner Kindl.

 

Vielfalt, also. Hm, hm!

 

Vielleicht sollte man mal in einer kleinen fränkischen Dorfbrauerei fragen, was Vielfalt wirklich bedeutet

 

Als wir am frühen Neujahrsmorgen, am 1. Januar 2011, hier an der Brauerei in der Indira-Gandhi-Straße vorbeifuhren, empfanden wir das riesige Gebäude als ausnehmend hässlich. Und als wir von der gegenüberliegenden Straßenseite aus, immerhin über vier Fahrspuren und zwei Straßenbahngleise hinweg das Gebäude fotografierten, sprang der Pförtner aus seinem Glaskästchen: „Keine Fotos! Keine Fotos!“

 

Warum eigentlich nicht? Wir befinden uns doch auf öffentlichem Grund! In der langweiligen Silvesternacht zu viele Romane mit wilden Verschwörungstheorien gelesen? Oder ist dem Pförtner das hässliche Gebäude peinlich?

 

Unser Fazit: Hier muss man nicht vorbeifahren. Und, unserer Meinung nach, muss man die Biere noch nicht einmal getrunken haben. Uninteressante Massenware.

 

Impressionen: Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei

 

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BeSte BräuCochemer Biermanufaktur und Brauerei-Gastronomie „Feuerwache“

 

BeSte Bräu – Cochemer Biermanufaktur und Brauerei-Gastronomie „Feuerwache“

Endertstraße14-20

56 812 Cochem

Rheinland Pfalz

Deutschland

 

Noch ganz jung in der Szene der Gasthausbrauereien in Deutschland ist Stefan Sausens BeSte Bräu in Cochem: Erst im Frühjahr 2012 wurde die Cochemer Biermanufaktur, wie sich das Brauhaus selber nennt, eröffnet. Untergebracht ist die Brauerei im Gebäude der Cochemer Feuerwehr, und wenn man den Schankraum betritt, sieht man das auch sofort. Die großen Roll-Tore, die weite Halle – man hat sich bemüht, die alte Architektur weitestgehend so zu lassen, wie sie war. Feuerwehrtypische Gegenstände zieren die Wände, hie und da hängt ein Feuerwehrhelm, und in einer Nische an der Seite steht auch noch eine historische Feuerspritze, auf einem Holzwagen und für Handpumpbetrieb ausgelegt.

 

Den ersten Eindruck dominieren jedoch die feuerroten Ledermöbel – Sofas und Stühle an den in der großen Halle zahlreich stehenden Tischen sind mit leuchtend rotem Kunstleder bezogen. Wenn sie auch ungewöhnlich aussehen, so sind sie doch bequem und laden auch zum längeren Verweilen ein. In der Mitte der Halle eine große, hell erleuchtete Theke, und dahinter sieht man durch große Glasscheiben direkt in die Küche. Und rechts von der Theke, in gebürstetem Edelstahl und farblich changierend bunt angestrahlt, das überraschend große 10-hl Sudwerk.

 

Insgesamt also eine für eine Gasthausbrauerei ungewöhnliche Atmosphäre – modern, stylisch, kühl statt klassisch, rustikal und urig. Aber attraktiv.

 

Die Bedienungen sind blitzschnell und auf eine Art und Weise dezent aufmerksam, wie ich es in dieser Perfektion in Deutschland selten erlebt habe. Man hat das Gefühl, sie würden die Gedanken des Gastes schon erraten können, noch bevor dieser den Mund zur Bestellung aufmacht. Prima!

 

Schön wäre es, man könnte das Bier genauso loben, doch hier war ich am 15. September 2012 leider tief enttäuscht. Zwar schlug die Kellnerin von sich aus vor, ich möge doch von jedem der vier Biere zunächst einen Schluck kosten, bevor ich bestelle, und brachte mir ein paar Pröbchen. Aber leider erwiesen sich diese von zweifelhafter Geschmacksqualität. Das „Obergärige“ war stark phenolisch, wesentlich stärker als selbst für ein Weizenbier üblich, und es verbreitete Gerüche wie eine frisch geöffnete Packung mit einem Antibiotikum. Das „Rauchbier“ verbreitete zwar ein angenehm mildes Raucharoma und war im Antrunk auch recht lecker, wartete dann aber im Abgang mit einem lange klebenden, unangenehmen Gummi-Nachgeschmack auf. Das „Untergärige“ war leicht hopfig-herb, aber hatte eine auffällig säuerliche Note, die nicht nur nicht mit der Hopfigkeit harmonierte, sondern fast schon an ein umgekipptes Bier denken ließ. Einzig das „Dunkle“ schien keine Geschmacksfehler zu haben, es war recht malzig-süßlich, fast mastig, aber als mildes, nahrhaftes Dunkles nicht verkehrt.

 

Den Gästen scheint es aber trotzdem zu schmecken – für die Stunden zwischen Mittag- und Abendessen waren erstaunlich viele Gäste da, und dies trotz der Konkurrenz durch das auf der anderen Seite des Gebäudes stattfindenden Feuerwehrfestes.

 

Die Gasthausbrauerei BeSte Bräu ist täglich ab 11:00 Uhr geöffnet (kein Ruhetag); Parkplätze (gebührenpflichtig, aber preiswert) sind im gleichen Gebäude direkt über der Brauerei reichlich vorhanden.

 

Nachtrag 10. März 2014: Laut einer Zeitungsmeldung vom September 2013 ist die BeSte Bräu bereits nach kurzer Zeit in die Insolvenz geraten. Mit Stand 10. März 2014 ist die Homepage der Brauerei zwar noch unverändert und gibt keinen Hinweis darauf, dass Gastronomie- oder Braubetrieb eingestellt seien, aber Küche, Einrichtung, Schankwagen und Fahrzeuge der BeSte-Bräu stehen zu diesem Zeitpunkt bei einem Cochemer Auktionshaus zur Versteigerung an.

 

Impressionen: BeSte Bräu – Cochemer Biermanufaktur und Brauerei-Gastronomie „Feuerwache“

 

One of the rather young brewpubs in Germany: Stefan Sausen’s BeSte Bräu Beer Manufactory in Cochem, opened in spring 2012. It is located in the Cochem fire station, and when you walk into the tap room, you can feel and see this immediately. The large roll-doors, the wide hall – the owners made every effort to keep the atmosphere as it was. Typical fire-fighter’s items are spread all over. Helmets are hanging on the wall; and in a niche stands a historic fire engine that was built on a wooden cart and operated by hand.

 

But what dominates the very first impression after entering, that is the fiery red leather furniture – the sofas and chairs at the numerous tables in the wide hall are upholstered with bright red leather. They are looking unusual, but they are comfortable and invite to lingering around. In the centre of the hall is the large, brightly lit bar, and behind it one can see through the large glass panes directly into the kitchen. Right of the bar, in brushed stainless steel and lit in iridescently changing colours stands the surprisingly large 10 hectolitre brew house.

 

Thus, overall an atmosphere that is quite unusual for a brew pub: modern, stylish, cool instead of classic, rustic and quaint. But attractive!

 

The waitresses are fast as lightnings and in a discreetly way attentive – I rarely experienced this high level of perfection in Germany. You even get the feeling that they are able to read your thoughts and can guess your orders before you open your mouth. Phenomenal!

 

It would have been nice to be able to praise the beer as well, but concerning this, I was sadly disappointed during my visit on 15th September 2012. At first, the nice waitress surprised me with her recommendation to taste all four kinds of beer before placing my order, and brought me four glasses with a small portion of each beer. Unfortunately however, they turned out to be of dubious taste quality. The “Obergäriges” (top fermented) was extremely phenolic, way more than usual even for a wheat beer, and its smell reminded me of a freshly opened pack with antibiotics. The “Rauchbier” (smoked beer) had a nice smoke aroma and at the very beginning a pleasant taste, but the finish was dominated by a long lingering, unpleasantly rubbery taste. The “Untergäriges” (bottom fermented) was slightly hoppy and dry, but it had a noticeable sour note, which did not only not harmonize with the hoppiness, but let me think whether this beer has already caught an infection. Only the “Dunkles” (dark) seemed to have no faults; it was malty and sweet, not the right beer for me, but at least as a mild nutritious dark beer well to style.

 

The regulars do like the beers, however; even if we have been there in the early afternoon hours between lunch and supper, there were surprisingly many guests enjoying the beer. And this is even more surprising, taking into account the fact that on the other side of the building there was a competing event going on: the annual party of the fire fighters.

 

The BeSte Bräu brew pub is open daily from 11 o’clock; parking places (not for free, but reasonably priced) are available in the same building, right above the brewery.

 

Impressions: BeSte Bräu – Cochemer Biermanufaktur und Brauerei-Gastronomie „Feuerwache“

 

Wśród browarów restauracyjnych w Niemczech, BeSte Bräu Stefana Sausena w Cochem liczy do najmłodszych. Dopiero wiosną 2012-go roku otwierano browar pod nazwą „Manufaktura Piwna Cochem”. Browar znajduje się w budynku straży pożarnej, a wstępując do baru, to od razu widać, że hala była garażem pojazdów straży. Duże, automatyczne bramy, olbrzyma hala – właściciele browaru starali się, że architektura została typowa. Niektóre gadżety straży pożarnej jak na przykład hełmy wiszą na ścianach, a w kącie hali stoi zabytkowy drewniany wóz strażacki z pompą ręczną.

 

Pierwsze wrażenie jednak dominują skórzane meble w czerwonym kolorze – sofy i krzesła w wielkiej sali są pokryte ostro-czerwoną skorą. Wyglądają niezwykle, a są wygodne i zapraszają do odpoczynku. W środku hali znajduje się duży i jasno oświetlony bar, a za nim można przejrzeć przez duże szyby bezpośrednio do kuchni. Na prawo od baru stoi zaskajująco duża dziesięcio-hektolitrowa warzelnia, zrobiona z szczotkowanej stali nierdzewnej i oświetlona w opalizujących kolorach.

 

W sumie nietypowa atmosfera dla mikrobrowaru – nowoczesna, chłodna, stylowa, zamiast klasyczna, rustykalna i przytulna. Ale atrakcyjna!

 

Obsługa jest bardzo szybka i na bardzo przyjemny i dyskretny sposób uważna – dośzwiadczenie, które rzadko zrobiłem w Niemczech. Gość nawet może mieć wrażenie, że kelnerki umieją poczytać myśli, bo już zgadywają życzenia gości, zanim oni powiedzą, czego życzą. Rewelacja!

 

Miło byłoby jednak, jeżeli można było chwalić również piwo... 15-go września 2012-go roku, niestety, byłem rozczarowany. Na początku, kelnerka na własną inicjatywę proponowała, żebym najpierw kosztował próbki wszystkich oferowanych piw, zanim zamawiałbym dużą szklankę. Serwowała cztery szklanki, ale okazało się niestety, że były wątpliwiej jakości. „Obergäriges” (górnej fermentacji) był mocno fenolowe, znacznie mocniej niż zwykle, za mocno nawet dla pszenicznego piwa – pachnęło jak świeżo otwierana paczka z antybiotykiem. „Rauchbier” (wędzone) miał bardzo wygodny zapach i smak na pierwszy łyk, jednak posmak był długotrwały i dominowany mocnym, nieprzyjemnym aromatem gumowym. „Untergäriges” (dolnej fermentacji) był nieco chmielowy, lekko goryczkowy, ale miał wyraźne nuty kwasowe, które nie harmonizowały z chmielem. Nawet można było mieć wrażenie, że piwo już zepsute. Tylko „Dunkles” (ciemne) nie miał formalnych wad. Był dość słodki, słodowy, nawet mastny, ale w sumie do stylu.

 

Goście lokalu jednak lubią miejscowe piwo. Byłem tam w godzinach między obiadem i kolacją, a zaskakująco dużo gości było w barze – a to pomimo konkurencji przez festyn straży pożarnej, który obbywał się na drugiej stronie budynku.

 

BeSte Bräu jest otwarty codziennie od 11-ej; parking (nie za darmo, ale tanio) jest w tym samym budynku bezpośrednio nad browarem.

 

Wrażenia: BeSte Bräu – Cochemer Biermanufaktur und Brauerei-Gastronomie „Feuerwache“

 

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Brouwerij de Beyerd

 

Brouwerij de Beyerd

Boschstraat 26

4811 GH Breda

Niederlande

 

Nicht weit weg von der Fußgängerzone Bredas entfernt entdeckten wir am 27. März 2010 eine urgemütliche Kneipe (oder ein Café, wie das in den Niederlanden ja korrekt heißt). Eine große Menschentraube drängelte sich vor dem Eingang, und auch drinnen war es nicht minder voll.

 

Warum?

 

Klare Sache: Erstens eine Bierliste, die man nicht so oft findet. Bestimmt fünfzig verschiedene, sorgfältig ausgewählte Bierspezialitäten aus den Niederlanden, Belgien und dem Rest der Welt.

 

Zweitens: Blitzschnelles, freundliches Personal, das einem jeden Wunsch von den Lippen abliest.

 

Drittens: Eine eigene kleine Brauerei, auf der ein Hefeweißbier und ein Helles gebraut werden, die beide ausgezeichnet schmecken.

 

Und viertens: Vorgestern war offiziell mit dem Verkauf von hier gebrautem Schwarzbier begonnen worden. Das erste echte Schwarzbier in den Niederlanden (angeblich, jedenfalls…), und ein hervorragendes obendrein!

 

Wir drängelten uns hinein und wurden nicht enttäuscht. Eine tolle Atmosphäre, fantastisches Bier, und wer wollte, konnte sich auch die kleine Brauerei im hinteren Teil des Cafés in Ruhe anschauen. Links die Kupferkessel der Sudanlage, und rechts – natürlich hinter Glas – drei offene Gärbottiche, in denen das Jungbier wacker vor sich hin kräuste.

 

Prima. So ein Café bei mir in der unmittelbaren Nachbarschaft, und mein Schicksal wäre besiegelt…

 

Impressionen: Brouwerij de Beyerd

 

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Bierhalle Katowice

 

Bierhalle Katowice

Silesia City Center

ulica Chorzowska 107

40-101 Katowice

Polen

 

Ein gigantisches altes Hüttenwerk mitten in Katowice ist stillgelegt worden und in ein nicht minder gigantisches Einkaufszentrum umgebaut worden: Das Silesia City Center. Hier befindet sich im oberen Stockwerk die „Bierhalle Katowice“, eine Gasthausbrauerei mit Restaurant, wie es heißt, oder auf Polnisch: „BrowarRestauracja“.

 

Bereits beim Betreten fällt der gewollte Kontrast auf: Technisches Ambiente (eine unverkleidete Deckenkonstruktion, die Klima-, Strom- und Lichtinstallationen offen zeigt) und bayerische Folklore, also Bedienungen im Dirndl und in Krachledernen, und überall weißblaue Flaggen. Aha, die polnische Interpretation von „Laptop und Lederhosen“, so drängte es sich mir unvermittelt auf…

 

Der stärkste Blickfang war jedoch für mich die Sudanlage, die in der Mitte des Raumes, von der Theke umgeben, die Inneneinrichtung dominiert – sie ist nämlich aus feuerfestem Glas gefertigt und erlaubt es so, die Maische und die Würze während des Brauvorgangs unmittelbar zu beobachten. Faszinierend, wenn auch heute, am 18. Juni 2009, leider nicht in Betrieb.

 

Hinter dem Schankraum schließt sich eine große Terrasse auf dem Dach des Einkaufszentrums an, allerdings war es heute viel zu heiß, um hier in der Sonne zu sitzen.

 

Die Auswahl an selbstgebrauten Bieren beschränkt sich auf Weizen, Pils und Märzen, und zu allem Überfluss konnte ich heute auch nur das Märzen probieren – die Promillegrenze lässt grüßen. Das Märzen (oder „Marcowe“, wie es hier genannt wird) schmeckte ausgezeichnet, sehr aromatisch, würzig und voller Charakter. Dazu ein reichhaltiges Angebot aus guten und preiswerten Speisen in einer interessanten Kombination aus der polnischen und bayerischen Regionalküche.

 

Impressionen: Bierhalle Katowice

 

A gigantic old steel mill in the middle of Katowice has been closed down and converted into an equally gigantic shopping mall: the Silesia City Center. In the upper floor of this shopping mall, one can find the “Bierhalle Katowice”, a brew pub with restaurant, as it is called in Polish: “BrowarRestauracja”.

 

Entering the pub, the visitor recognizes the intentional striking contrast: Technical atmosphere (an exposed ceiling construction, the air-conditioning, electrical and lighting installations clearly visible) and Bavarian folklore, waitresses in dirndl and lederhosen, white and blue flags everywhere. Ah, the Polish version of "laptops and lederhosen", it suddenly came up to me...

 

The most eye-catching for me, however, was the brewing installation in the middle of the room, surrounded by the bar and dominating the interior – it is made of fire resistant glass, and the guest can watch the mash and wort during the brewing process. Fascinating, unfortunately today, 18th June 2009, not in operation, though.

 

Outside, on the mall’s roof, there is a large terrace, but it was way too hot today to sit in the sun.

 

The selection of beers brewed on the premises is limited to Wheat, Pilsner and Märzen, no surprises, no experiments. And to make matters worse, I could just try the Märzen – having to drive on with my car, I did not want to risk being fined for driving under influence. The Märzen (or “Marcowe”, as it is called here) tasted excellent, very aromatic, spicy and full of character. In addition, I could find a wide range of good and inexpensive food in an interesting combination of Polish and Bavarian regional cuisine.

 

Impressions: Bierhalle Katowice

 

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Bierhalle Manufaktura

 

Bierhalle Manufaktura

ulica Drewnowska 58

91-071 Łódź

Polen

 

Am Nordrand des Stadtzentrums von Łódź stand einst eine riesige Weberei – ein Industriebetrieb in einem gewaltigen Ziegelbau aus mehreren Teilgebäuden, der im 19. Jahrhundert von Izrael Poznański gegründet worden war und nach wechselvoller Geschichte schließlich Anfang der neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts den Betrieb einstellte. Es dauerte sechzehn Jahre, bis aus der unter Denkmalschutz stehenden Ruine ein gigantisches Einkaufs- und Freizeitzentrum entstanden war, das im Jahr 2006 feierlich eröffnet wurde.

 

Mitten in diesem riesigen Einkaufszentrum befindet sich eine Gasthausbrauerei der Kette „Bierhalle“, die wir am 29. April 2011 besuchten. Eine große Schankhalle, gemütlich eingerichtet und auf mehreren Ebenen, so dass die zahlreichen Gäste sich gut verteilen und das Gefühl bekommen, unter sich zu sein. Im Eingangsbereich die gläserne Brauerei, die für die Kette „Bierhalle“ typisch ist – ein Zwei-Geräte-Sudwerk der Firma Joh. Albrecht Brautechnik, bei der beide Bottiche aus feuerfestem Glas gefertigt sind und man so dem Bier beim Entstehen unmittelbar zusehen kann. Hinter einer großen Glaswand in der tiefst gelegenen Ebene die Gär- und Lagertanks. Vor der Bierhalle ein Biergarten mit Blick auf die Aktionsflächen im Innenhof des Einkaufszentrums. Und im Hinterkopf das Wissen aus dem Internet, das die Bierhalle in Łódź die Auszeichnung „Polnische Mikrobrauerei des Jahres 2007“ erhalten hat.

 

Soweit also schon einmal ein guter Eindruck. Auch die drei angebotenen Biere waren durchweg schmackhaft: Das Weizen süffig und rund, vollmundig und bananig. Das Pils frisch und herb und – für eine Gasthausbrauerei ungewöhnlich – auch ausreichend lang und kalt gelagert. Und das Märzen schließlich ein kräftiges, knackiges und frisches Bier mit kernigem Charakter. Prima!

 

Doch wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Die jungen Kellnerinnen zwar hübsch und attraktiv in Dirndl gekleidet, aber mit abschreckenden, schlecht gelaunt wirkenden Gesichtszügen. Sie scheinen nicht wirklich mit ihrer Arbeit zufrieden – und das vermittelt dem Gast das Gefühl, nicht recht willkommen zu sein. Und: Es zieht – oder zog zumindest heute am frühen Abend – ein deutlicher und sehr unangenehmer Geruch aus der Kanalisation durch den Biergarten, der einem das gar nicht schlechte, bayerisch geprägte Essen durchaus verleiden konnte.

 

Angesichts der wunderbaren Stimmung auf der Aktionsfläche mit Livemusik und Tanz genossen wir unseren Aufenthalt im Biergarten trotzdem, gleichwohl waren wir nicht zu hundert Prozent zufrieden.

 

Impressionen: Bierhalle Manufaktura

 

On the northern edge of the Łódź city centre, there once was a huge weaving – an industrial plant in a huge brick complex consisting of several buildings founded by Izrael Poznański in the 19th Century. After an eventful history, it ceased operation in the early nineties of the twentieth century. It took sixteen years to arise from the ruins of a listed building, and in 2006, a huge shopping and leisure centre opened.

 

In the middle of this huge shopping centre there is a “Bierhalle” brewpub. A large bar, comfortably furnished and spread to several levels, so that that the guests are distributed evenly and slightly separated. In the entrance, the typical glass vessels built by Johann Albrecht company are located – both brewing kettles are made of fire resistant glass and you can watch the wort and the beer during the brewing process. Behind a large glass wall in the lower floor, we can find the fermentation and storage tanks. In front of the Bierhalle, there is a nice beer garden overlooking the action areas in the mall’s courtyard. In 2007, the Bierhalle in Łódź was awarded “Polish Micro Brewery of the Year”.

 

Besides some seasonals, you can always find three standard offers: A tasty and round Wheat, full-flavored with banana scent; a fresh and bitter Pils – unusually for a brew pub, it is obviously stored sufficiently long and cold; and finally, a powerful Märzen, crisp and refreshing beer with a coarse character.

 

But where is light, there usually is shade as well. Although the young waitresses are pretty and attractive, dressed nicely in Bavarian dirndls, but as a deterrent showing grumpy faces. They do not seem to be really happy with their work – and that provides a feeling of not being very welcome. And, additionally – at least during our stay on 29th April 2011 – in the beer garden you feel a distinct and very unpleasant smell from the drains, which spoils the good Bavarian food experience.

 

Given the wonderful atmosphere with live music and dancing in the mall’s entertainment area, we enjoyed our stay in the beer garden anyway; however, we were not satisfied for one hundred percent.

 

Impressions: Bierhalle Manufaktura

 

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Bierhalle Warszawa

 

Bierhalle Warszawa

aleje Jana Pawła II 82 (Arkadia)

00-175 Warzsawa

Polen

 

Eigentlich ist die Brauerei „Bierhalle“ im Norden von Warschaus Zentrum, im Einkaufszentrum Arkadia, beheimatet und prunkt dort mit einer „gläsernen Brauerei“, d.h. Maischepfanne und Läuterbottich sind aus Glas, und man kann der Würze beim Entstehen zusehen. Mir war es am 28. September 2007 leider nur vergönnt, den Brauerei-Ausschank in der Nowy Świat im Zentrum Warschaus zu besuchen – aber immerhin.

 

Das Bier war allerdings nicht überzeugend – offensichtlich noch nicht ganz ausgereift, die Kohlensäure nicht schön gebunden. Es schmeckte wie mein Hausbräu, wenn ich es gerade erst in Flaschen abfülle, vor dem Lagern. Ob die Braukapazität mit dem Umsatz nicht Schritt halten kann?

 

Aber man sitzt sehr schön in einem kleinen Biergärtchen an Warschaus Flaniermeile – das hat etwas! Der Ausschank ist innen auch recht gemütlich eingerichtet, und was die gläserne Brauerei anbelangt: Man kann sie wenigstens auf schönen Postern und Plakaten bewundern.

 

Vielleicht schaffe ich es ja bei meinem nächsten Besuch in Warschau bis ins Arkadia!

 

Nachtrag:

 

In der Tat, der 26. April 2011 brachte mir nun endlich die ersehnte Gelegenheit, auch die Bierhalle im Centrum Handlowe Arkadia zu besuchen. Direkt am Rande des gewaltigen Einkaufszentrums grüßt der Biergarten der Bierhalle, und in der warmen Frühlingssonne konnte ich hier sitzen und das Bier genießen.

 

Wobei, der Genuss war durchaus eingeschränkt. Das angebotene Altbier war sehr fruchtig-estrig, mit einer feinen säuerlich-erfrischenden Note erinnerte es eher an ein noch nicht ganz ausgereiftes Dunkelweizen denn an ein Altbier. Das Pils war recht mild, durchaus ansprechend, hätte aber eine deutlich stärkere Hopfung gut vertragen. Und das Hefeweizen war sehr zwiespältig. Das erste, das serviert wurde, war durchaus in Ordnung – wenn man überempfindlich hätte sein wollen, hätte es vielleicht noch einen Hauch mehr Bananenaroma vertragen. Aber das zweite, das etwa anderthalb Stunden später serviert wurde, hatte eine deutlich schweflige Geruchsnote – ein Hauch von Schwefelwasserstoff (faule Eier) waberte über dem Bier. War hier mittlerweile ein anderes Fass, ein anderer Lagertank angestochen worden? Ich weiß es nicht.

 

Schade, denn das schöne Ambiente, die gläserne Brauerei, die gemütliche Einrichtung, der Biergarten – all dies ist ohne ein wirklich leckeres Bier nur die Hälfte wert.

 

Impressionen: Bierhalle Warszawa

 

Actually, the brewery “Bierhalle” is located in the shopping centre “Arkadia”, north of Warsaw’s city centre, and it flaunts with a “glass brewery”, that is an installation, where the mash tun and pan are made of glass and you can watch the wort and the beer in the making. Unfortunately though, when I was in Warsaw on 28th September 2007, I only had the chance to visit the brewery taproom in the famous Nowy Świat street – but still better, than nothing at all.

 

The beer however, did not convince me. It was obviously not matured long enough, the carbonic acid not yet bound well. It tasted just like one of my homebrews during bottling time, before lagering. Could it be that the brewing and lagering capacity cannot keep up with the sales?

 

Anyway, at least, it is nice to sit in the small beer garden at Warsaw’s promenade! Inside, the taproom is quite comfortable and cosy, and as far as the glass brewery is concerned, one can at least, admire the beautiful posters and signs showing the glass vessels.

 

Let’s hope that during my next visit in Warsaw I can make it to the “Arkadia” shopping centre!

 

Addendum:

 

26th April 2011, at last brought me the longed-for opportunity to visit the “Bierhalle” in the “Arkadia” shopping centre. The beer garden is located right at the main entrance and square in front of the shopping mall, and in the warm spring sun, I could sit here and enjoy the beer.

 

However, the pleasure was quite limited. The offered Altbier was fruity and estery, with a fine and refreshing sour note – well, more reminiscent of a not yet fully developed dark wheat beer than of an original true-to-style Altbier. The Pilsner was very mild, quite appealing, but would have deserved a stronger hopping. And the Hefeweizen was very ambivalent. The first one was perfectly fine, only if you want to be hypersensitive, you might miss an even more intense banana aroma. The second one however, served one and a half hours later, had a distinctly sulphurous smell – a touch of hydrogen sulphide (rotten eggs) wafted over the beer. Well, was it another batch, another storage tank that had been tapped meanwhile? I don’t know...

 

Too bad, because the ambience, the glass brewery, the cosy interior, the beer garden – all this is only worth a half without enjoying a tasty beer.

 

Impressions: Bierhalle Warszawa

 

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Brasserie La Binchoise

 

Brasserie La Binchoise

Faubourg Saint Paul, 38

7130 Binche

Belgien

 

Seit über zwanzig Minuten kurve ich schon im Stockdunklen bei leichtem Nieselregen durch die schmalen Gassen von Binche. Die gesamte Altstadt ist wegen eines Festes gesperrt, die Umleitung nicht ausgeschildert, zusätzliche Sackgassen, Einbahnstraßen und Baustellen tragen das Ihrige zu meinem Vergnügen bei. Sollte der 24. Januar 2010 tatsächlich mit der Enttäuschung enden, die Brasserie La Binchoise nicht gefunden zu haben?

 

Zu Füßen der alten Festung fand ich sie endlich. Das Firmenschild war beleuchtet, aber der Rest versank im Dunklen. Obwohl es nicht sehr einladend aussah, öffnete ich das alte Eisentor zum Hinterhof und sah ein Hinweisschild auf eine Brasserie und ein Restaurant. Auch hier alles dunkel. Die große Holztür war aber offen, und vor mir lag das Restaurant der Brasserie La Binchoise. Wenn hier jemand hinfindet, dann sicherlich nicht zufällig. Und selbst wenn er gezielt kommt, besteht eine große Chance, dass er denkt, hier sei alles geschlossen.

 

So waren denn außer mir nur noch drei oder vier weitere Gäste da, die sich im urigen, grobschlächtigen, aber dennoch sehr einladenden Schankraum verteilten.

 

Das Essen war teuer, aber gut, die Kellner sehr freundlich, und das Bier fantastisch. Das „Blonde Tradition“, das etwa die Hälfte der Produktion dieser kleinen Brauerei ausmacht, erwies sich als fruchtiges, aromatisches und kräftiges Bier, dessen komplexe Geruchs- und Geschmacksnoten wunderbar mit dem scharfen Ameuse Geule kontrastierten, der mir serviert wurde.

 

Und zum Hauptgang das etwas schwächere „La Belge“, ein etwas leichteres, bernsteinfarbiges Bier, ebenfalls recht fruchtig, aber weicher, ausgewogener. Laut Erklärungen der Kellner ein Bier, das Anfang des 20. Jahrhunderts als neues belgisches Bier eigener Tradition geschaffen worden sei. Die Brauerei, die es damals kreiert hat, bestünde schon lange nicht mehr, und so habe La Binchoise sich unlängst entschieden, „La Belge“ zur eigenen Produktlinie hinzuzufügen, erzählte er. Etwa ein Sechstel der Produktion mache es mittlerweile schon aus, sei also ein rechter Erfolg.

 

Nun, dem bleibt mir wenig hinzuzufügen. Ich kaufte mir noch ein halbes Dutzend Flaschen all der anderen Biersorten dieser Brauerei und machte mich wieder auf den Weg – im Bewusstsein, hier ein sehr schönes, originelles und – obwohl neu – originales Brauereirestaurant entdeckt zu haben, das definitiv jederzeit wieder einen Abstecher lohnt, sollte es mich erneut in die Provinz Hainaut verschlagen.

 

Impressionen: Brasserie La Binchoise

 

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Binding-Brauerei AG / Henninger-Bräu AG

 

Binding-Brauerei AG / Henninger-Bräu AG

Darmstädter Landstraße 185

60 598 Frankfurt Sachsenhausen

Hessen

Deutschland

 

Eigentlich ist der Name, obwohl Doppelname, irreführend und immer noch nicht umfassend – hat der Konzern doch aus Gründen deutschlandweiter Reputation die Marke „Radeberger“ zum Konzernnamen erhoben. Aber Frankfurt ist nicht Radeberg, und so sei die hiesige Braustätte in Sachsenhausen unter den Namen aufgeführt, unter denen sie gewachsen ist. Und schließlich stehen beide Markennamen, Binding und Henniger, auch unverändert an der Einfahrt.

 

Als ich am 27. Februar 2010 hier an der Brauerei vorbeifuhr, hatte ich weder eine Brauereibesichtigung noch eine Verkostung geplant. Ersteres ist bei großen Bierfabriken und Industriebrauereien doch meistens immer wieder dasselbe, und letzteres sollte man dann doch eher im Brauereiausschank „Binding am Goethehaus“ in der Frankfurter Innenstadt machen. Ich beschränkte mich also auf ein paar Fotos von außen und auf einen Rundgang um das beeindruckend große Industrieareal. Riesige Hallen, große Fermenter und Lagerbehälter, und in der Mitte – das Gelände dominierend – der Henniger Turm mit dem alten Drehrestaurant im oberen Stockwerk.

 

Eine Bierfabrik, wie gesagt, und außer einer Auflistung der zu diesem Konzern gehörenden und hier produzierten Marken gibt es wenig dazu zu sagen. Also: Binding, Henninger, Clausthaler, Schöfferhofer und Kutscher Alt sind die hier produzierten Biere.

 

Impressionen: Binding-Brauerei AG / Henninger-Bräu AG

 

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Brauerei Blank

 

Brauerei Blank

Von Speth Straße 19

88 499 Zwiefaltendorf

Baden Württemberg

Deutschland

 

Ruhig und beschaulich geht es hier zu, und der Gast steht nach alter Väter Sitte im Mittelpunkt – das war der Eindruck von der Brauerei Blank, den ich am 6. Mai 2010 bei einem kurzen Besuch gewinnen konnte. Schon von außen macht der Brauerei-Gasthof einen sehr gepflegten Eindruck, und betritt man die Gaststube, so bestätigt sich dies sofort. Gepflegt und bewahrt, aber auch seit vielen Jahren nichts verändert und damit etwas altmodisch.

 

Der Chef der Brauerei, Thomas Blank, kümmert sich um die Gäste, unterstützt von seinem Vater, der von Tisch zu Tisch geht, jeden persönlich begrüßt und sich nach dem Wohlbefinden erkundet. Wobei letzteres eigentlich klar ist: Angesichts der vier schmackhaften Biere, die hier gebraut werden, der guten und sehr preiswerten Speisen und nicht zuletzt der entspannenden Ruhe hier in der Gaststube (es läuft keine Musik!) kann man sich hier nur wohlfühlen.

 

Das Hefeweizen, das hier gebraut wird, ist sehr mild und ohne Hefebittere, lässt aber ein wenig Körper vermissen. Das Edelbier ist ein gefiltertes Helles mit schönem Aroma, bei dem man deutlich die Härte des Wassers schmeckt. Das unfiltrierte naturtrübe Pils ist aromatisch, herb und süffig und wird in einem hübschen Steingutkrug serviert, den es auch in einer kleinen 0,25-l-Ausführung für den Autofahrer oder den weniger Durstigen gibt. Und schließlich das Dunkle, ein mildes, rundes, süffiges Dunkelbier, das eine feine, angenehme Holznote aufweist, wie ich sie in Bieren bisher noch nicht geschmeckt habe. Sehr interessant. Vielleicht nichts für jeden Tag, aber auf alle Fälle eine ganz besondere Spezialität.

 

Von der Gaststube aus geht man durch einen Korridor und hat dann sofort Blick durch eine Glastür auf die blitzblank geputzten Kupferkessel des Sudhauses. Klein, aber fein, und so kann man auch ohne eine offizielle Brauereibesichtigung dem Brauer über die Schulter schauen. Vorausgesetzt natürlich, es ist Brautag…

 

Impressionen: Brauerei Blank

 

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Brasserie de Blaugies

 

Brasserie de Blaugies

Rue de la Frontière 435

7370 Dour Blaugies

Belgien

 

Die Brasserie de Blaugies ist eine kleine Familienbrauerei, die erst im Jahr 1988 gegründet worden ist. Pierre-Alex Carlier und Marie-Noelle Pourtois haben die Brauerei aufgebaut, und mittlerweile arbeitet bereits die zweite Generation hier: Kevin Carlier mit seiner Ehefrau Berangere Deschamps. Die Masse der Technik befindet sich in einer etwas größeren Garage; das Bier wird in 0,75-l-Flaschen verkauft und im Restaurant-Café im Nachbargebäude ausschenkt, das wiederum von Cedric Carlier (Kevins Bruder) und seiner Frau Stephanie Juste betrieben wird.

 

Vier verschiedene Biere werden hier produziert: La Moneuse, ein hellbernsteinfarbenes Spezialbier mit 8% Alkohol; La Moneuse Special Noël, deutlich dunkler, mit ebenfalls 8%; La Bière Darbyste, ein Weizenbier mit Feigen und 5,8%; und schließlich La Saison d’Epeautre, ein helles Bier mit Spelt, 6% Alkohol.

 

Irgendwo im Niemandsland zwischen Frankreich und Belgien kurvten wir am 27. Mai 2011 herum, überschritten gegen Mittag die Grenze auf einem Sträßchen, das nicht mehr als ein Feldweg war und standen schließlich vor einem Ziegelgebäude, dessen Aufschrift uns auf die Brasserie de Blaugies hinwies. Nachdem wir im Vorfeld immer nur Gutes über diese Brauerei gehört hatten, waren wir ein wenig enttäuscht, als wir feststellen mussten, dass heute, an einem Freitag, sowohl Café als auch Brauerei erst am Abend öffneten. Der Versuch einer Internet-Recherche vorher hatte leider nichts geholfen, da die Website schon seit längerer Zeit „under construction“ gewesen war und keine Hilfestellung im Vorfeld gegeben hatte. Schade.

 

Impressionen: Brasserie de Blaugies

 

Brasserie Blaugies is a small family-run brewery, which was founded not before 1988. Pierre-Alex Carlier and Marie-Noelle Pourtois have built the brewery, and meanwhile, the second generation is already working here: Kevin Carlier with his wife Berangere Deschamps. The main brewing installation is situated in a slightly larger garage; the beer is sold in 0.75-litre bottles, and the tap room is in the restaurant and bar in the building next door, which in turn is operated by Cedric Carlier (Kevin’s brother) and his wife Stephanie Juste.

 

Four different beers are produced here: La Moneuse, a light amber-coloured special beer with 8% alcohol; La Moneuse Special Noël, much darker, and 8% alcohol, too; La Bière Darbyste, a wheat beer with figs and 5.8% alcohol; and finally La Saison d’Epeautre, a light beer with spelt, 6% alcohol.

 

It was somewhere in the no man’s land between France and Belgium, where we drove around on 27th May 2011, crossed the border around noon on a road which was no more than a gravel track, and finally stood in front of a brick building whose signs on the wall lead us to the Brasserie de Blaugies. We have always heard good things about this small brewery, thus, we were a bit disappointed when we had to recognize that the bar as well as the brewery would unfortunately not open before Friday evening. Of course, we had tried to get some information via the internet in advance, the site had been “under construction” for quite a while, though...

 

Impressions: Brasserie de Blaugies

 

Brasserie de Blaugies, to mały, rodzinny browar, który był założony dopiero w 1988-ym roku. Pierre-Alex Carlier i Marie-Noelle Pourtois założyli browar, a w międzyczasie już drugie pokolenie pracuje tutaj: Kevin Carlier ze swoją żoną Berangere Deschamps. Większość techniki znajduje się w nieco większym garażu; piwo jest sprzedawane w 0,75-litrowych butelkach, a można je degustować w restauracji i barze w sąsiednim budynku – restauracja, która jest pod opieką Cedrica Carliera (brata Kevina) i jego żony Stephanie Juste.

 

Produkuje się tutaj cztery różne piwa: La Moneuse, jasno-bursztynowe specjalne piwo z 8% alkoholu; La Moneuse Special Noël, znacznie ciemnejsze od pierwszego, również z 8% alkoholu; La Bière Darbyste, piwo pszeniczne z figami, 5,8% alkoholu; oraz La Saison d‘Epeautre, lekkie piwo z orkiszem, 6% alkoholu.

 

Gdzieś na ziemi niczyjej, pomiędzy Francją i Belgią, pojechaliśmy, gdy koło południa 27-go Maja 2011-go roku przekroczyliśmy granicę. Droga była nic więcej niż drogą polną z żwirem, a wreszcie staliśmy przed budynkiem ceglowym, na którym wisiał znak pokazujący nam Brasserie de Blaugies. Zawsze słyszeliśmy dobre rzeczy o tym browarze, a skutkiem tego byliśmy trochę rozczarowani, gdy czytaliśmy przy wejściu, że w piątek browar oraz restauracja otwierają się dopiero wieczorem. W internecie nic o tym nie napisano; witryna przez jakiś czas była „w budowie”... Szkoda.

 

Wrażenia: Brasserie de Blaugies

 

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Block-Bräu GmbH

 

Block-Bräu GmbH

Bei den St. Pauli-Landungsbrücken 3

20 359 Hamburg

Hamburg

Deutschland

 

Am 23. April 2012 wurde das Block-Bräu in den Landungsbrücken in St. Pauli eröffnet – nach einem schier ewig langen Umbau der vorhandenen Räumlichkeiten. Entstanden ist eine sehr große, ein wenig unpersönlich wirkende Gasthausbrauerei in einer Lage, die allerdings kaum zu toppen ist. Vom Schankraum blickt man direkt auf die Elbe und kann die vorbeiziehenden Schiffe bewundern.

 

Auf der 20-hl-Sudanlage von BrauKron werden von Braumeister Thomas Hundt lediglich zwei verschiedene Biersorten hergestellt: Ungefiltertes Pils und Hefeweizen. Das Pils ist, wie es sich für ein norddeutsches Pilsener gehört, kräftig gehopft und angenehm herb-frisch, während das Hefeweizen durch überraschend runde und ausgewogene Fruchtnoten im Bouquet wie auch im Geschmack zu überzeugen weiß. Keine sehr originellen Biere also, aber dafür handwerklich ordentlich gemacht.

 

Die Speisekarte bietet rustikale Brauhauskost und ist verhältnismäßig kurz. Neben den Standardgerichten empfiehlt das nette Personal gerne auch Tagesgerichte, die aktuell angeboten werden, aber nicht auf der Speisekarte auftauchen – während unseres Besuches am 26. Oktober 2012 beispielsweise eine Rinderroulade mit gekochten Möhren und Kartoffel-Sellerie-Stampf.

 

Auf insgesamt drei Ebenen bietet das Block-Bräu nach eigenen Angaben bis zu 1000 Gästen Platz – hier wurde also bereits bei der Planung dieser Gasthaus-Brauerei nicht gekleckert, sondern geklotzt. Sowohl Touristen als auch Einheimische können insbesondere in den unteren beiden Ebenen bequem mit einem Panoramablick auf die Sudanlage sitzen und die insgesamt drei Kessel bewundern: Zwei kupferne links und rechts, und dazwischen ein silberglänzender. Eine ungewöhnliche Konstruktion. Und nur wenige Meter weiter hinter großen Panoramascheiben stehen die Gär- und Lagertanks.

 

Eine von der Größe her beeindruckende Gasthausbrauerei, die vom Publikum gut angenommen zu werden scheint, wenn auch der eine oder andere in Hamburg residierende Bierfanatiker nicht ganz zu Unrecht moniert, dass es mit den lediglich zwei klassischen Sorten nur ein sehr konservatives Biersortiment gibt.

 

Impressionen: Block-Bräu GmbH

 

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Böhmisch Brauhaus

 

Böhmisch Brauhaus

Bahnhofstraße 11

01 900 Großröhrsdorf

Sachsen

Deutschland

 

Seit über 600 Jahren wird in Großröhrsdorf Bier gebraut, und seit 1887 steht das Böhmisch Brauhaus in der Bahnhofstraße, wenn auch mit politisch bedingt wechselvoller Geschichte. Wichtig ist, dass die Brauerei nach der politischen Wende im Jahr 1990 privatisiert wurde und es seitdem geschafft hat, sich am Markt zu behaupten. Das ist nicht allen Braubetrieben so gelungen.

 

Fünf verschiedene Sorten Bier werden hier gebraut, die sich in der Region großer Beliebtheit erfreuen: Pils, Hefeweizen und Bockbier, sowie ein Eisbier (kein Eisbock, sondern ein hopfenbetontes, aber normal starkes helles Bier) und ein dunkles Bier namens „Edel Sünde“.

 

Gelegentlich finden auf dem Brauereigelände größere Veranstaltungen statt, so zum Beispiel Bockbierfeste oder – natürlich – die große Feier zum 125. Geburtstag der Brauerei.

 

Fährt man allerdings im dichten Schneegestöber an einem Sonntagnachmittag dort vorbei, so wie wir dies am 9. Dezember 2012 getan haben, sieht man von all diesem nichts. Das Werktor ist fest verschlossen, und außer den wehenden Fahnen und dem Schild mit den Öffnungszeiten des Werkverkaufs sieht man von der Brauerei nur die grauen Außenmauern.

 

Impressionen: Böhmisch Brauhaus

 

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1. Innviertler Hausbrauerei Bogner

 

1. Innviertler Hausbrauerei Bogner

Haselbach 26

5280 Braunau

Österreich

 

Die Gluthitze eines wunderbaren Sommers trieb uns am 31. Juli 2004 in die Hausbrauerei Bogner in Braunau. Eigentlich wollten wir heute mal in Kultur machen und uns die malerische Altstadt anschauen – aber angesichts des stechenden Durstes setzten wir lieber auf Bierkultur…

 

Wir setzten uns in den Halbschatten an einen winzigen Tisch vor der Brauerei und stellten fest, dass Durst zwar schön ist, aber in dieser Hitze mit Bier allein auch nicht gestillt werden kann, möchte man den Abend noch bewusst erleben. Schweren Herzens beschränkten wir uns also auf ein klitzekleines Weißbierchen – und prompt machte die hervorragende Qualität, diese volle und erfrischende Süffigkeit uns diese Beschränkung besonders schwer! Hm, lecker! Wie gerne hätten wir jetzt die anderen Biersorten auch noch probiert.

 

Wir blieben für heute solide, und das beendete die Bierprobe ziemlich rasch.

 

Und diese Berichterstattung darüber somit auch.

 

Impressionen: 1. Innviertler Hausbrauerei Bogner

 

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Browar Bojanowo

 

Browar Bojanowo

ulica Browarowa 2

63-940 Bojanowo

Polen

 

Auf einer Fahrt in Richtung Poznań, irgendwo im Großpolnischen, sah ich am 4. September 2010 am Straßenrand ein kleines, verrostetes Hinweisschild, dass in Richtung „Browar Bojanowo“ wies. Browar Bojanowo? Nie gehört – meine Neugier war geweckt.

 

Nach ein paar Minuten Rumkurverei durch die alten Wohngebiete Bojanowos sah ich die alten Ziegelgebäude der Brauerei, und auch der Abzug oben auf dem Schornstein fiel sofort ins Auge. Außen an der Toreinfahrt hing noch ein offensichtlich intaktes Firmenschild, aber sonst deutete nichts darauf hin, dass diese Brauerei noch produziert. Niemand war zu sehen, niemanden konnte ich fragen.

 

Ich machte also nur ein paar Dokumentationsfotos, dass ich tatsächlich hier war, und ansonsten blieb mir nur noch das Internet zur weiteren Recherche. Dort deuteten alle Quellen, die ich fand, darauf hin, dass hier in Bojanowo eine Jahrhunderte alte Brautradition im Jahr 2006 zu Ende gegangen ist.

 

Diese Brautradition reichte zurück bis ins Jahr 1658, wie alte Aufzeichnungen belegen. Seit dieser Zeit wurde gebraut, und für das Jahr 1793 findet man sogar die Information, dass es in Bojanowo zwei private Brauereien gegeben habe. Die Brauerei in der ulica Browarowa wurde jedoch erst 1881 durch den Deutschen Franz Junke gegründet. Bis zu dessen Tod im Jahr 1928 hat sich die Brauerei solide entwickelt, wenn auch mit vorübergehenden Schwierigkeiten während des Ersten Weltkrieges und während der Inflation Anfang der zwanziger Jahre. Nach Junkes Tod wechselten die Eigentümer mehrfach, die deutsche Besetzung folgte, und nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich wurde die Brauerei im Jahr 1949 verstaatlicht.

 

Bis Anfang der achtziger Jahre hatte man ein Produktionsniveau von über 100.000 hl jährlich erreicht – eine Größe, die angesichts der alten Installationen offensichtlich nicht ausreichte, nach Öffnung der Märkte in den neunziger Jahren langfristig zu überleben. Das Szwejk-Bier, das hier hergestellt wurde, war zwar in der Region beliebt, konnte aber keine größeren Verkaufserfolge erringen, so dass die Brauerei schließlich im Jahr 2006 schließen musste.

 

Nachtrag vom 2. Januar 2013: Freudestrahlend verkündete Marek Jakubiak, der Eigentümer der Brauereien Ciechan und Lwówek Śląski, zu Beginn des Jahres 2013, dass er die alte Brauerei in Bojanowo gekauft habe und plane, noch in diesem Jahr hier wieder Bier zu produzieren. Eine wunderbare Nachricht!

 

Impressionen: Browar Bojanowo

 

During a road trip to Poznań on 4th September 2010, somewhere in Wielkopolski, I accidently saw an old, rusty street sign directing me to the Bojanowo Brewery. Bojanowo Brewery? Never heard before, my curiosity was aroused…

 

After a few minutes driving around through the old districts of Bojanowo, I finally found the old brick building with its typical chimney. At the main gate, we could find an intact neon sign, but no activities behind the fence could be seen. Nobody there, nobody, we could ask.

 

Thus, I only took some documentary pictures as proof that I have been here, and later, home again, I browsed the internet for more information. All sources I could find, told me that the centuries old brewing tradition in Bojanowo had ended in 2006.

 

In fact, according to old documents, the brewing tradition in Bojanowo reaches back to 1658; and one can even find some more concrete data telling us that in 1793 there have been two privately run breweries. The brewing plant in the Browarowa Street however, was founded by the German Franz Junke not before 1881. Until Junke’s death in 1928, the brewery developed quite successfully; not without some difficulties during the First World War and the economic crisis in the Twenties, though. After Junke’s death, ownership changed frequently, the German occupation followed, and after the Second World War, in 1949 the brewery was nationalized.

 

Until beginning of the Eighties, a production level of about 100.000 hl per year has been reached – obviously not sufficient to cope successfully with the challenges after the economic changes in the Nineties. The regional population liked its beer named Szwejk; but sales in the overall country were not sufficient – and as a consequence, the brewery had to cease operation in 2006.

 

Addendum from 2nd January 2013: Marek Jakubiak, the owner of the breweries Ciechan and Lwówek Śląski announced joyfully, that he had just bought the old brewery in Bojanowo and is going to brew beer on the premises still in 2013! Great news!

 

Impressions: Browar Bojanowo

 

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Borgfelder Landhaus – Gasthaus ▪ Brauerei

 

Borgfelder Landhaus – Gasthaus ▪ Brauerei

Warfer Landstraße 73

28 357 Bremen

Bremen

Deutschland

 

Wie leider so oft, lagen, ach, auch hier Licht und Schatten bei unserem Besuch am 20. Oktober 2007 dicht beieinander.

 

Die Seite des Lichts: Das Borgfelder Landhaus ist verkehrsgünstig gelegen, hat einen eigenen Parkplatz, ist sehr gemütlich eingerichtet, es gibt außerordentlich leckeren Labskaus, und das Helle (Urtrüb genannt) ist ausgezeichnet: richtig schön knackig herb, wie man das im hohen Norden von einem Pils erwartet. Prima! Man könnte also jederzeit wiederkommen.

 

Und die Schattenseite? Eine junge Auszubildende zeigte sich absolut ahnungslos über die in der Karte angebotenen Speisen und Getränke, so dass sie nicht einmal in der Lage war, eine Bestellung aufzunehmen. Völlig verschüchtert und geradezu menschenscheu stand sie vor uns. Verunsichert stolperten wir mit ihr durch die Speisekarte. Richtig schlimm wurde es allerdings erst, als die Chefin hinzutrat und das arme Mädchen in unserer Gegenwart runterputzte – nur um danach selbst nicht gerade vor Professionalität zu glänzen… Nee, das will man als Gast eigentlich nicht miterleben müssen. Da wünschen wir der jungen Auszubildenden, dass sie rasch einen anderen Beruf findet, der eher mit ihrer menschenscheuen Art harmoniert. Und der Chefin wünschen wir, dass sie selber mal so arrogant und herablassend behandelt wird, wie sie sich gegenüber der Auszubildenden gegeben hat.

 

Ach ja, und dann waren da noch die anderen Biersorten:

 

Das Lilienthaler Dunkel, ein röstiges, dunkelbraunes Bier. Für meinen persönlichen Geschmack zu süßlich und mastig. Aber wer’s mag. Ist schon in Ordnung.

 

Und leider auch noch ein Porter. Stolz verkündete eine Wandtafel, dass es zwölf Wochen lang gelagert worden sei. Irgendwann in dieser Zeit ist es aber leider umgekippt und sauer geworden. Nahezu ungenießbar. Und die besserwisserische Behauptung: „Das ist ein Porter, das muss so schmecken!“, die ignorieren wir besser mal. So sauer ist höchstens ein belgisches Lambic. Oder der Balsamico im Salat. Tiefer Schatten legt sich über unsere traurigen Gedanken.

 

Nachtrag 7. Juli 2013: Wie mir aus zuverlässiger Quelle zugetragen wurde, gibt es zwar das Borgfelder Landhaus noch, aber es wird dort nicht mehr gebraut. Angeblich unter sanftem Nachdruck eines norddeutschen Getränkehändlers baute man die Brauerei ab, verschrottete sie sogar, und bietet stattdessen nun kommerziell gebrautes Bier an. Schade. Auch wenn mir persönlich das saure Porter vor einigen Jahren nicht zugesagt hatte, ist es doch immer wieder schade, wenn eine Brauerei unwiederbringlich schließt.

 

Impressionen: Borgfelder Landhaus – Gasthaus ▪ Brauerei

 

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Bosman Browar Szczecin

 

Bosman Browar Szczecin

Ulica Chmielewskiego 16

70-028 Szczecin

Polen

 

Julius Albrecht Wiedmann gründete am 2. Mai 1845 die Waldschlösschen Brauerei in Stettin, die später nach seinem Tod vom neuen Besitzer in J. Bohrisch Bairische Bier Brauerei A.G. umbenannt wurde. Und noch heute befindet sich an der gleichen Stelle eine Brauerei – die Bosman Browar Szczecin. Während die Bohrisch Brauerei Anfang 1945 das Brauen in Stettin einstellte und nach 1948 in Kiel weiterbetrieben wurde, wurde am 12. Januar 1946 auf dem Brauerei-Gelände in Stettin mit dem Betrieb der Bosman Browar begonnen. Bosman bedeutet nichts anderes als Bootsmann, das Wort ist aus der deutschen Sprache in die polnische eingewandert. Ein deutliches Signal, dass die Brauerei unweit der Ostsee liegt – und in Polen setzt die Werbung genau auf dieses Image.

 

Die Bosman Browar gehört zu den größten Brauereibetrieben in Polen, am Südrand der Stadt gelegen. Auch nach Übernahme zunächst durch die Bitburger Brauerei und danach (bis heute) durch den Carlsberg-Konzern behielt sie ihre Eigenständigkeit und den unverwechselbaren Charakter ihrer Biere. Neben den Hauptmarken Bosman Full und Bosman Specjal wird unter dem Markennamen „Volt“ noch eine Reihe von preiswerten Bieren, deren Werbung sich eher an die jüngere Generation richtet, gebraut und landesweit vertrieben.

 

Als wir am 1. August 2010 die Brauerei angefahren haben, sahen wir in erster Linie ein riesiges Werksgelände, dominiert von einem großen, weißen Turm in der Mitte, der von zahlreichen Silos und Lagerbehältern umringt ist. Erst auf den zweiten Blick sieht man das hübsch hergerichtete und mit bunten Mosaiken verzierte Sudhaus, hinter dessen Fenstern auch die kupfernen Hauben des Sudwerks zu sehen sind.

 

Einen unmittelbar auf dem Brauereigelände befindlichen Brauereiausschank haben wir nicht entdeckt, aber im gesamten Stadtgebiet ist das Bosman-Bier verbreitet – vom erstklassigen Restaurant bis zum Bierausschank in der Trinkhalle an der Straßenbahnhaltestelle bekommt man Bosman überall.

 

Nachtrag: Am 24. März 2012 hatten wir die Möglichkeit, die Brauerei bei etwas besserem Wetter zu fotografieren. Unverändert gibt es keine Möglichkeit, die Brauerei genauer zu besichtigen – lediglich ab und an bietet das Management im Rahmen von Preisausschreiben oder Wettbewerben die – geringe! – Chance, einmal bis in das Innere der Brauerei vorzudringen, Gelegenheiten, die zu bekommen mir bisher leider nicht vergönnt war.

 

Impressionen: Bosman Browar Szczecin

 

On 2nd May 1845, Julius Wiedmann founded the Waldschlösschen Brauerei in Szczecin, which was – after the death of its first owner – renamed to J. Bohrisch Bairische Bier Brauerei A.G. And until today, one can find a brewery at this place: The Bosman Brewery Szczecin. – Whilst the Bohrisch Brewery ceased operation in Szczecin early 1945 and was re-activated in Kiel after 1948, on 12th January 1946 in Szczecin the Bosman Brewery started production on the old premises. Bosman, that is the Polish word for Petty Officer, a word with German origin (“Bootsmann”) – and it shall provide a reference to the nearby Baltic Sea. And all advertising in Poland focuses on this image.

 

Today, the Bosman Brewery belongs to the largest brewery plants in Poland and is located on the southern edge of the city Szczecin. Even after having been taken over first by the German Bitburger Brewery, and later (and until today) by the Danish Carlsberg Group, Bosman retained its autonomy and distinctive character of its beers. Apart from its major brands Bosmann Full and Bosman Specjal, a number of reasonably priced beers is produced under the brand name “Volt”, with its advertising directed to the younger generation and a nationwide distribution.

 

Having been at the brewery for the first time on 1st August 2010, we had to recognize that there is no chance to visit the brewery inside – no pub on the brewery’s premises, no regular visits. You can only look at the huge plant with its dominating white tower in the centre, surrounded by a number of silos and storage tanks. Only at second glance you might recognize the nicely arranged brew house, which is decorated with colourful mosaics and proudly shows the copper hoods of the old installation through the large windows.

 

If you want to taste Bosman beer, you can get it all over the city of Szczecin. From first class restaurants to the refreshment stands at the tram stop, you can enjoy Bosman everywhere.

 

When we tried to visit the brewery a second time on 24th March 2012, we had way better weather, and this time we have at least been able to talk to a person at the brewery’s main entrance – alas, his message was not a good one: It is in fact not possible to visit the brewery. Only once every now and then, the brewery organizes a contest or competition, and a few winners might get a walk around through the brewery as reward. What a pity!

 

Impressions: Bosman Browar Szczecin

 

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Bracki Browar Zamkowy w Cieszynie Sp. z.o.o.

 

Bracki Browar Zamkowy w Cieszynie Sp. z.o.o.

ulica Dojazdowa 2

43-400 Cieszyn

Polen

 

Zusammen mit einer Gruppe polnischer Journalisten hatte ich am 20. Juni 2009 die Gelegenheit, die Bracki Browar Zamkowy (Schlossbrauerei Bracki) in Cieszyn an der polnisch-tschechischen Grenze zu besichtigen. Der Direktor, Janusz Konieczny, und der Brauer, Dominik Szczodry, aus Cieszyn führten uns durch das alte Gemäuer aus dem Jahr 1846, und beide waren sich einig: Eigentlich arbeiten wir nicht in einer Brauerei, sondern in einem Brauereimuseum. Und wir konnten uns bei dem Rundgang davon überzeugen, dass es stimmte.

 

Die Schlossbrauerei Cieszyn gehört mittlerweile zur Grupa Żywiec, einem der größten Braukonzerne in Polen, der seinerseits wieder zu Heineken gehört. Zwei Sorten Bier werden hier heute noch hergestellt: Die regionale Spezialität „Brackie“, ein hellbraunes und würziges, unpasteurisiertes Lagerbier, und das „Żywiec Porter“, eine pechschwarze Spezialität mit 9,5% Alkohol, die den Bierstil „Baltisches Porter“ maßgeblich prägt. Beide Sorten werden in fast hundert Jahre alten Braukesseln gebraut (einer davon weist die Besonderheit auf, gerade stand runder Seitenwände zu haben) und in offenen Gärbottichen vergoren. Die Abfüllung auf Dosen und Flaschen hingegen findet beim Mutterkonzern in Żywiec statt, und die Biere werden in großen Tanklastzügen die fünfzig Kilometer bis dorthin gefahren.

 

Nach der offenen Gärung wird das Porter 120 Tage lang gelagert, bevor überhaupt an Abfüllung gedacht werden kann – eine sicherlich ungewöhnlich lange Zeit für einen Betrieb, der unter strenger Kontrolle der Betriebswirte des Mutterkonzerns steht.

 

Als besondere Überraschung hielt die Schlossbrauerei ungefiltertes, also direkt aus dem Lagertank gezwickeltes Bier für uns bereit. Beide Sorten wurden uns in fünf Liter großen Erlenmeyerkolben angeboten – der Geschmack war einfach fantastisch.

 

Nachdem wir zum Abschluss dann auch noch eine Tragetasche mit ein paar Gläsern und Flaschen überreicht bekamen, war der Eindruck perfekt – es war eine richtig interessante Brauereibesichtigung gewesen, die den damit verbundenen Aufwand der langen Busfahrt absolut rechtfertigte.

 

Nachtrag: Während der Jahreshauptversammlung der Polnischen Haubsrauervereinigung am 18. Februar 2012 kam ich erneut in den Genuss einer Brauereiführung, bei der es Janusz Konieczny verstand, uns neue und interessante Ecken der Brauerei zu zeigen, die wir beim vorigen Mal noch nicht gesehen hatten. Erneut ein tolles Erlebnis!

 

Impressionen: Bracki Browar Zamkowy w Cieszynie Sp. z.o.o.

 

Together with a group of Polish journalists, on 20th June 2009 I had the opportunity to visit Bracki Browar Zamkowy (Bracki Castle Brewery) in Cieszyn, close to the Polish-Czech border. Director Janusz Konieczny and Brewer Dominik Szczodry guided us through the ancient walls dating back to 1846, and both agreed in their statement: “We are not working in a brewery, but in a brewery museum!” And during the tour around the premises, we could confirm that this was true.

 

Today, the castle brewery in Cieszyn belongs to the Żywiec Brewery, one of the largest brewing companies in Poland, which – in turn – is owned by Heineken. It has specialized on brewing mainly two beers: The regional specialty “Brackie”, a light brown and tasty, non-pasteurized lager with a distinct metallic taste, and the “Żywiec Porter”, a pitch-black specialty with 9.5% alcohol – a beer that is a very typical representative of the old “Baltic Porter” style. Both varieties are brewed in almost century-old brewing kettles and fermented in open vessels. One of the brewing kettles has the special feature that it has a rectangular shape, instead of being round just like all other brewing kettles in the world…

 

In particular the Porter goes through a very long lagering and maturing period. When it is ready to be bottled, it has already had a 120 days lager period – an unusual long time, especially taking into account the fact that the Bracki Brewery is under strict control of the parent company in Żywiec. After this fermentation period, the beer is transported in large lorries to the mother company in Żywiec some 50 km away, where it is filled into bottles and cans.

 

During the time of our visit, we had the chance to taste the beers unfiltered, directly poured from the fermentation tank. The Brackie as well as the Porter have been offered to us in five-litre Erlenmeyer flasks – a fantastic taste and experience.

 

Once we got to the end, we were presented a carrier bag with a couple of glasses and bottles as a souvenir. It was a perfect excursion, an interesting tour through the brewery, and definitely worth the effort to drive 50 km by bus over here.

 

Impressions: Bracki Browar Zamkowy w Cieszynie Sp. z.o.o.

 

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Brand Bierbrouwerij

 

Brand Bierbrouwerij

Brouwerijstraat 2

6321 AG Wijlre

Niederlande

 

„Wir schreiben den 4. Januar 2009, oder?“ muss ich mich selber vergewissern, als ich im Fenster des Verkostungsraums der Brauerei Brand in Wijlre den Zettel lese, der ankündigt, dass ab dem 6. Januar 2009 wieder die regelmäßigen Brauereibesichtigungen aufgenommen werden, die über die Feiertage leider eingestellt worden waren. Aber so oft ich meine Armbanduhr auch schüttele – die Datumsanzeige bleibt hartnäckig auf der „4“ stehen…

 

Reduzieren wir also die beabsichtigte Besichtigung auf einen Rundgang außen um das Brauereigelände. Zweckmäßige Industriebauten, hochmoderne Edelstahlbraukessel hinter riesigen Glasflächen kontrastieren mit einem knallbunten Gebäude für die Verkostung und den alten Kupferkesseln, die, auf Hochglanz poliert, das Heute mit dem Früher verknüpfen.

 

Tja, und bei diesem äußerlichen Eindruck blieb es für heute leider auch.

 

Impressionen: Brand Bierbrouwerij

 

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Brandauer’s Bierbögen

 

Brandauer’s Bierbögen

Heiliengenstädter Straße 31

1190 Wien

Österreich

 

Ähnlich wie das Brandauer’s Schlossbräu, das wir am Vortag besucht hatten, ist auch Brandauer’s Bierbögen keine echte Brauerei, sondern zeichnet sich durch ein Hausbier aus, das nach eigener Rezeptur bei der Brau Union Österreich extra für Brandauer’s hergestellt wird.

 

Gleichwohl besuchten wir am 21. März 2009 dieses Bierlokal – zum einen, weil wir tags zuvor von Thomas Brandauer persönlich eingeladen worden waren, zum anderen, weil es vor wenigen Tagen erst eröffnet hatte und sich die Pflege der Bierkultur ganz groß auf die Fahne geschrieben hat.

 

Die riesigen, gemauerten Bögen, auf denen die Wiener Stadtbahn fährt, sind innenarchitektonisch sehr interessant eingerichtet worden. Moderne Stilelemente kontrastieren mit den alten Ziegeln, viel Holz, aber auch modische Farben wurden verwendet. Eine sehr angenehme Atmosphäre.

 

Die Bierauswahl ist sehr ordentlich – neben dem Hausbier gibt es ein weiteres halbes Dutzend gut gepflegter Biere vom Fass – und das Personal ist freundlich und schnell.

 

Gegessen haben wir hier nur Kleinigkeiten, zu wenig für ein fundiertes Urteil, aber zunächst mal sehr lecker. Insgesamt also ein schöner Besuch.

 

Impressionen: Brandauer’s Bierbögen

 

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Brandauer’s Schlossbräu

 

Brandauer’s Schlossbräu

Am Platz 5

1130 Wien

Österreich

 

Brandauer’s Schlossbräu, das wir am 20. März 2009 besuchten, ist keine Brauerei im eigentlichen Sinne, sondern ein Bierlokal, das sich um eine gute Bierkultur kümmert und – und das ist der entscheidende Grund, warum „Brandauer’s“ hier in dieser Rubrik auftaucht – ein eigenes Hausbier anbietet. Soll heißen, hier gibt es ein Bier, das nach eigener Rezeptur bei der Brau Union Österreich extra für Thomas Brandauer gebraut wird.

 

Neben dem Schlossbräu betreibt Brandauer noch weitere drei Biergaststätten in Wien, in denen er jeweils neben dem Hausbier immerhin die stolze Zahl von bis zu sieben weiteren gepflegten Fassbieren anbietet. Wir waren also nicht unzufrieden und kosteten uns heute durch die Reihe der Biere, vom Hausbier über das Zwickel, das Original und das Dunkle der Zwettler Brauerei – aber auch die Puntigamer Brauerei mit ihrem Panther und Gösser mit der Spezialabfüllung waren vertreten.

 

Der Zufall wollte es, dass wir auch mit Thomas Brandauer selbst ins Gespräch kamen – durch unsere Fahne mit dem Logo der „Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer Deutschlands e.V.“ auf uns aufmerksam geworden, lud er uns für den nächsten Tag in sein Lokal „Brandauer‘s Bierbögen“ ein, das erst vor wenigen Tagen eröffnet hatte. Wir nahmen das Angebot gerne an, genossen für heute aber zunächst die herrliche Atmosphäre im klassisch-schön geschmückten Festsaal und neckten uns noch ein Weilchen mit dem freundlich-frechen Kellner.

 

Impressionen: Brandauer’s Schlossbräu

 

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Browar de Brasil Łódź

 

Browar de Brasil Łódź

ulica Traugutta 3

91-071 Łódź

Polen

 

Die Browar de Brasil, die erst im Jahr 2010 gegründet worden ist, bietet eine interessante Kombination an: Gasthausbrauerei, brasilianisches Restaurant und Sportsbar. Nur wenige Schritte entfernt von der berühmten ulica Piotrkowska in Łódź, in der kleinen und etwas schmucklosen Seitengasse ulica Traugutta fanden wir am 29. April 2011 das überraschend große Gebäude. In knalligen Farben sieht man schon von weitem, auf was man sich einlässt, wenn man das Restaurant betritt: Bier, Fleisch auf dem Teller, Sport und „Fleisch“ für die Augen.

 

Wir hatten das Restaurant noch kaum betreten, da stürzte schon die erste Kellnerin im bauchfreien Trikot in den Farben der brasilianischen Fußballmannschaft auf uns zu und drückte uns die Speisekarte in die Hand. Genauso fix ging es auch mit der Aufnahme der Bestellung – fast schon ein bisschen aufdringlich.

 

Die hier auf einer Johann-Albrecht-Brautechnik-Anlage, die als Blickfang direkt hinter der Theke steht, hergestellten Biere kann man sich auf einem Bierbrett (polnisch „deska piwna“) bestellen und bekommt dann sieben kleine (0,125 l), sorgfältig beschriftete Gläser serviert. Sieben Gläser, aber nur vier verschiedene Biere. Das Weizen war sehr ordentlich, rund und sämig und mit deutlichem Bananengeschmack, lediglich die (Eiweiß-?) Bittere war relativ stark ausgeprägt. Das Honigbier schien nicht mit Honig vergoren worden zu sein, sondern, so süß, wie es schmeckte, war der Honig offensichtlich erst nach der Gärung beziehungsweise kurz vor dem Servieren zugegeben worden. Das Pils war recht aromatisch und schön herb, hätte vielleicht noch ein wenig längere Lagerung vertragen, und das Dunkle hatte einen runden, vollen Charakter, mit leichten Karamelnoten und deutlich von Münchner Malz geprägt. In der Speisekarte war es als Koźlak, also als Bockbier, angeboten, aber es schien nicht signifikant stärker zu sein als die anderen drei Biere.

 

Sei’s drum, die Qualität der Biere war durchaus in Ordnung – unsere Sorge, dass in einem Thema- oder Szene-Restaurant die Bierqualität nur zweitrangig ist und es nur auf die Atmosphäre ankommt, war insofern unbegründet.

 

Ein wenig enttäuscht waren wir von der Größe der Essensportionen. Obwohl gut zubereitet und recht ansprechend serviert, war die Menge im Verhältnis zum Preis nicht gerade umwerfend – was dazu führte, das wir bereits eine Stunde später in einer anderen Gasthausbrauerei in Łódź noch einmal zum Essen einkehrten…

 

Sicherlich ein netter Gag sind die leichtbekleideten Kellnerinnen – insbesondere bei der männlichen Jugend konnten wir so manches Paar Stielaugen beobachten. Und für den etwas solideren oder schon verheirateten Herrn ist das Damespiel mit Biergläschen eine Alternative, das in der Speise- und Getränkekarte vorgeschlagen wird.

 

Impressionen: Browar de Brasil Łódź

 

Browar de Brasil – the Brasilian Brewery – has been founded just recently, in 2010, and is offering an interesting combination: Brew Pub, Brazilian restaurant, and sports bar. Just a few steps away from the famous Piotrkowska Street in Łódź, in the small and somewhat austere side street Traugutta, we discovered the surprisingly large building that hosts the brew pub. In bright colours, you can already see from far away, what awaits you here: beer, meat on the plate, sports, and “meat” for the male visitors’ eyes.

 

We had barely entered the restaurant on 29th April 2011, when the first nice looking waitress in a midriff-bare shirt in the colours of the Brazilian football team rushed to us and handed over the menu. Just as quick it went with placing the orders – almost a bit intrusive.

 

The beers on offer are produced on a small Johann-Albrecht-Brautechnik brewery, eye-catchingly placed immediately behind the bar, and can be ordered on a beer board (in Polish “deska piwna”). If you choose for it, you get seven small glasses (0,125 l), carefully labelled. Seven glasses, but only four different beers:

 

The Wheat is quite neat, round and creamy, and with a strong banana flavour; only the (protein?) bitterness was a bit sharp. The Honey Beer (“miodowe”) does not seem to be fermented with honey; it is rather sweet and tastes as if the honey has been added after fermentation or even right before serving. The Pilsner is quite nice, aromatic, and slightly bitter; however, it might easily deserve a slightly longer maturation before serving. Finally, the Dark has a round and full character, with slight caramel notes and clearly under the influence of a large portion of Munich malt. The menu offers a Bockbier (“Koźlak”) as well; however, it did not seem to be significantly stronger than the other beers.

 

All in all, the choice is not too interesting, but of a rather good quality. Our concerns that in a scene restaurant the quality of the beer might suffer turned out to be unfounded.

 

We were however, a bit disappointed concerning the size of the dishes – the amount of food served was not in relation to the somewhat high prices – what lead to the fact that we turned into another Łódź brew pub for a lunch just an hour later...

 

Certainly nice gags are the lightly clad, nice, and young waitresses – in particular, among the young male youth we could watch several blokes having telescope eyes... And for the rather solid or married gentleman, the menu proposes to play draughts with beer glasses instead of tokens.

 

Impressions: Browar de Brasil Łódź

 

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Le Brasse Temps

 

Le Brasse Temps

Boulevard André Delvaux, 1/2

7000 Mons

Belgien

 

Mal wieder beruflich unterwegs, ein trüber Herbsttag, und am Abend die Frage, was tun… Eine Situation, wie ich sie oft erlebt habe, aber heute, am 26. November 2008, fügte es sich anders, denn mehr oder weniger per Zufall erfuhr ich, dass die Brasserie Dubuisson Frêres schon 2003 etwas außerhalb von Mons eine Gasthausbrauerei aufgemacht hat – Le Brasse Temps. Auf geht‘s!

 

Zweieinhalb Kilometer Fußweg durch den Nieselregen, aber dann sahen wir die Kupferkessel. Eingebettet in ein Einkaufszentrum, direkt neben einem Kino, ist die Brauerei leicht zu finden. Trotz ihrer Größe von geschätzt rund 200 Plätzen hat sich die Brauerei eine typisch belgische Bierkneipen-Atmosphäre bewahrt und besticht durch ein großes Angebot an Bieren. Neben den hier gebrauten fünf Sorten Bier, die durch die Bank interessant, wenn auch nicht überragend waren, gab es auch die extrem alkoholstarken Bush-Biere der Brasserie Dubuisson Frêres. Und alles in Testern, Rafale genannt. Jeweils vier kleine Gläser (0,125 l) in einem Holzgestell. Nett gemacht, und zum Verkosten ideal. (Warum geht das eigentlich in deutschen Gasthausbrauereien fast nie?)

 

Könnten wir mehr vertragen, und hätten wir vorher woanders nicht schon ein paar belgische Starkbiere verkostet, so hätten wir auch noch ein paar weitere Spezialitäten der Brasserie Dubuisson Frêres probieren können – die gab es allerdings nur noch in 0,75-l-Flaschen – zu viel für heute Abend.

 

Die weiteren Eindrücke? Eine zweckmäßige Auswahl an Speisen, von kleinen Tapas bis zu großen Fleischgerichten, und eine gute Auswahl schwerer, süßer Nachspeisen, die mit den ebenso schweren Bieren sehr gut harmonieren. Freundliches Personal, das auch auskunftsfähig war und über die Biere ein paar zusätzliche Informationen parat hatte. Angenehm niedrige Preise.

 

Was will man eigentlich mehr?

 

Ganz klar: Mehr solche Kleinbrauereien!

 

Impressionen: Le Brasse Temps

 

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Brauerei Braunschweig – Zweigniederlassung der Oettinger Brauerei GmbH

 

Brauerei Braunschweig – Zweigniederlassung der Oettinger Brauerei GmbH

Wolfenbütteler Straße 33

38 102 Braunschweig

Niedersachsen

Deutschland

 

Die Braunschweiger Produktionsstätte des Oettinger Gruppe ist am 1. August 2009 aus der ehemaligen Feldschlösschen Aktiengesellschaft hervorgegangen. Diese wiederum, 1871 gegründet, war seit 1989 eine Tochter der Holsten-Brauerei in Hamburg und ging gemeinsam mit dieser im Jahr 2004 in den Besitz der Carlsberg-Gruppe über. Aus dieser wurde die Feldschlösschen-Braustätte herausgelöst, und während die Namensrechte „Feldschlösschen“ bei Carlsberg verblieben, wurde die ehemalige Feldschlösschen AG zur Brauerei Braunschweig.

 

Innerhalb der Oettinger-Gruppe handelt es sich bei der Brauerei Braunschweig um die drittgrößte Brauerei. Hier werden nun die bekannten Oettinger-Produkte hergestellt, und auch das Äußere der Brauerei hat sich der Oettinger-Corporate-Identity untergeordnet.

 

Feldschlösschen-Bier gibt es aber weiterhin, denn das Hofbrauhaus Wolters, direkt nebenan, produziert im Lohnbrauverfahren für Carlsberg das Braunschweiger Feldschlösschen Pilsener.

 

Ein Besuch am 11. Februar 2012 vor Ort erbrachte neben Bildern der neutralen Oettinger-Außenfassade keine weiteren Erkenntnisse.

 

Impressionen: Brauerei Braunschweig – Zweigniederlassung der Oettinger Brauerei GmbH

 

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Bryghuset Braunstein

 

Bryghuset Braunstein

Carlsensvej 5

4600 Køge

Dänemark

 

Ein kleiner Betrieb in Køge in Dänemark, der Wert darauf legt, nur ökologische Zutaten zu verwenden – das ist die Brauerei und Whiskybrennerei Braunstein. Nicht weit weg vom Binnenhafen in einem nicht sonderlich attraktiven Ziegelgebäude untergebracht befinden sich Brauerei und Brennerei einträchtig unter einem Dach.

 

Den Eigentümern folgend, verpflichtete ihr deutsch klingender Name „Braunstein“ geradezu dazu, sich auch eine Brauerei deutscher Produktion zuzulegen – und so erstand man vor wenigen Jahren eine gebrauchte Brauerei in Baltimore (USA) eines deutschen Herstellers.

 

Man produziert eine Reihe von Standard-Bieren, ein paar Saison-Biere, und ab und an auch echte Bierspezialitäten. Natürlich werden auch Brauerei- und Brennerei-Besichtigungen angeboten und man kann die Produkte auch im Erdgeschoss des Brauerei-Gebäudes an einer kleinen Bar verkosten und anschließend kaufen.

 

Wenn man während der Öffnungszeiten kommt oder einen Besichtigungstermin vereinbart hat... Was wir am 12. August 2011 am Freitagnachmittag leider nicht getan haben. Wir stolperten nur rein zufällig hier vorbei und konnten somit auch nur einen sehnsüchtigen Blick durch die Fensterscheiben werfen – sehr einladend sah’s aus.

 

Impressionen: Bryghuset Braunstein

 

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Hausbrauerei Brauzwerg

 

Hausbrauerei Brauzwerg

Otto Hahn Straße 42

59 423 Unna

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Wassmann – ein Name, der in der Brauereiszene nicht ganz unbekannt ist, denn die Firma Wassmann stellt Biersiphons her, also die beliebten rustikalen Zwei-Liter-Henkelflaschen, die man in vielen Gasthausbrauereien in Deutschland bekommt. Und gewissermaßen als Hobby betreibt der Geschäftsführer der Firma Wassmann, Michael Lange, direkt neben der Glasfabrik in einem Industriegebiet in Unna auch eine kleine Brauerei.

 

Eine zweckmäßige und schlichte Wellblechhalle, ein Firmenschild und auf dem Parkplatz ein Lieferwagen mit Reklame. Das ist es auch schon, mehr sieht man von außen nicht. Drinnen verbirgt sich eine kleine, schlichte Brauerei, ein 3-hl-Sudwerk einer italienischen Firma, in Edelstahlausführung, ordentlich, aber schmucklos. Das Sudwerk steht in der großen Halle ein wenig verloren herum, und man sieht im hinteren Bereich der Halle einen durch eine Holztheke abgetrennten Bereich mit Tischen und Stühlen, der für geschlossene Veranstaltungen als Ganzes angemietet werden kann.

 

Vorne, im Eingangsbereich der Halle, ein kleiner Aufenthaltsraum, von dem aus man durch ein Fenster das Bier in Ein-, Zwei- oder Drei-Liter-Flaschen kaufen kann, und der so aussieht, als könne man, wenn man wollte, das Bier auch gleich hier verkosten.

 

Der freundliche, junge Mann, der mir am 6. März 2012 durch das kleine Fenster das Bier verkaufte, erzählte mir ein wenig über die Brauerei. Dass sie vor drei Jahren erst gegründet worden sei und eigentlich mehr Hobby als echtes Gewinnstreben sei – eine schöne Ergänzung zur Biersiphon-Fabrikation. Die Sudanlage sei gebraucht in Italien erworben und man produziere nur ein einziges Bier, malzbetont und nur schwach gehopft. Ein typisches Damenbier. Gutes Weyermann-Malz würde verwendet, und gelegentlich mache man einen Probesud auf einem kleinen Sudwerk, dem 50-l-Braumeister der Firma Speidel.

 

Ein nettes, kurzweiliges Gespräch, und zum Abschluss durfte ich die in dieser Art in Deutschland eher ungewöhnliche Brauerei auch noch detaillierter fotografieren.

 

Impressionen: Hausbrauerei Brauzwerg

 

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Bravaria Šiauliai

 

Bravaria Šiauliai

Tilžės Gatvé 109

76001 Šiauliai

Litauen

 

Es scheint schon manchmal ein wenig beängstigend, welchen Eindruck „Millionen“ deutscher Ballermann-Touristen in der Welt gemacht haben, und was man in der Folge international über deutsche, insbesondere bayerische Volksmusik denkt. Immerhin scheint sich ja die kleine Kette der litauischen Bravaria-Mikrobrauereien auf die Fahne geschrieben zu haben, eine typische Interpretation bayerischer Gemütlichkeit in ihren Restaurants zu zeigen. Das geht von der Einrichtung über die Tracht der Bedienungen bis, nun ja, bis zur Musik. Da läuft dann in schöner Regelmäßigkeit das Lied vom Münchner Hofbräuhaus, dann folgt vielleicht noch „Schifoan“, und dann kommt der kulturelle Absturz mit all‘ den „ach so schönen“ Ballermann-Liedern zum Mitgrölen.

 

Trotzdem ist natürlich jede einzelne Brauerei auf der Welt willkommen zu heißen, und so auch das Brauhaus Bravaria in einem Einkaufszentrum im Zentrum von Šiauliai, das wir am 26. Juli 2011 besucht haben.

 

Ein großer Springbrunnen in der Mitte, viele Sitzgruppen drum herum, eine wirklich ausgesprochen nette Bedienung im nicht ganz stilsicheren Dirndl, preiswertes, rustikales Essen und das vor Ort gebraute Bravaria-Bier, von dem wir heute allerdings nur das „Baltas“, also das Weißbier verkosteten, weil noch eine lange Fahrt vor uns lag.

 

Vor Ort gebrautes Bier? Ganz sicher sind wir uns hier und heute allerdings nicht – denn nirgends waren Braukessel, Gär- oder Lagertanks zu sehen. Auch wenn die Bedienung in drolligem Englisch versuchte, zu bekräftigen, dass es – Jawohl! – vor Ort gebrautes Bravaria-Bier sei, so blieben doch Zweifel. Ist Bravaria vielleicht doch nur eine Brauhaus-Kette mit zentraler Produktion?

 

Wir genossen gleichwohl unseren kurzen Zwischenstopp, und auch wenn das Weißbier ganz gewiss nicht einmal annähernd den Stilkriterien einer bayerischen Weiße entsprach, sondern die Würze zwar mit Weizenmalz hergestellt worden ist, dann aber offensichtlich mit einer x-beliebigen obergärigen Hefe vergoren zu sein scheint, schmeckte es doch recht lecker.

 

Impressionen: Bravaria Šiauliai

 

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Bravaria Vilnius

 

Bravaria Vilnius

Ozo Gatvė 25

01001 Vilnius

Litauen

 

Das Einkaufszentrum „Akropolis“ im Norden der Stadt Vilnius ist mit rund 100.000 m² Verkaufsfläche das größte Litauens, und es bietet nicht nur eine Unzahl von Geschäften, sondern auch zahlreiche Restaurants, Bars und eine Eislaufbahn, die selbst im Hochsommer betrieben wird. Im Obergeschoss findet sich hier die Gasthausbrauerei „Bravaria“. In einer litauischen Interpretation bayerischen Stils sitzt man hier in einer nicht ganz authentischen, aber dennoch urigen und nicht ungemütlichen Atmosphäre und kann für erstaunlich niedrige Preise robuste, fleischbetonte Küche und eine Reihe verschiedener Biere genießen.

 

Die Sudanlage und die Lagertanks stehen hinter dicken Glaswänden zentral hinter der Theke, leider aber so angeordnet, dass man nicht allzu viele Details sehen kann. Große Pyramiden von Bierflaschen zieren den Raum, und an der Wand ist ein großer, vergitterter Verschlag, in dem die Stammgäste ihren persönlichen Bierkrug einschließen können – auch hier eine Anleihe an bayerische Hofbräuhaus-Tradition.

 

Vier verschiedene Biersorten offeriert die Speisekarte, allerdings war das Weizen „Baltas“ am 24. Juli 2011 leider aus. Das „Premium“, ein unfiltriertes Helles, hatte eine überraschend dunkle Farbe und kam ein wenig dumpf, muffig, fast schon überaltert daher, und es war zusätzlich auch noch zu schwach gespundet und etwas zu warm. Enttäuschend. Das „Ajerų“, das Dunkle, war nur unwesentlich besser – es litt ebenfalls an zu hoher Temperatur und niedriger Spundung. Ob hier an der Theke wohl heimlich vorgezapft wird und das Bier bereits abgestanden ist, wenn es serviert wird?

 

Als drittes schließlich das „Medaus“, ein Bier mit Honig und Ingwer. Nur ganz feine und subtile Honig- und Ingwer-Noten ergänzen den erfrischenden und spritzigen Geschmack des hellen Basisbiers, und hier stimmten auch Temperatur und Spundung.

 

Nicht wirklich ein Bier, aber dennoch der Erwähnung wert, ist der hier ebenfalls gebraute KvassNaminé gira“. Lecker, würzig und erfrischend!

 

Vom Bier her ist das „Bravaria“ sicherlich keinen Umweg wert, und auch die pseudo-bayerische Atmosphäre lockt nicht wirklich (vor allem nicht die wunderliche Musik, die in ziemlich Lautstärke auf die Gäste niederschallt), aber wenigstens sind die Bedienungen sehr freundlich, die Preise niedrig und das Essen schmackhaft.

 

Impressionen: Bravaria Vilnius

 

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BrewBaker GmbH

 

BrewBaker GmbH

Arminiusstraße 2 - 4

10 551 Berlin

Berlin

Deutschland

 

Minimalismus pur. – Was braucht es, um eine Gasthausbrauerei zu betreiben? Eine Sudanlage, möglichst gut einsehbar; eine Theke, an der das Bier ausgeschenkt wird; und das Ganze an einem gut frequentierten Platz.

 

Und genau darauf beschränkt sich BrewBaker in Berlin. In der Arminius-Markthalle in Moabit steht offen, unverkleidet, schmucklos ein Zwei-Geräte-Sudwerk aus Edelstahl auf dem nackten Boden. Rundherum ein improvisierter Holzzaun. Davor eine Theke mit einer Handvoll Barhockern und zwei Zapfhähnen. Als einziger Luxus eine kleine Vitrine mit Treberbrot, das man mit Schmalz zum Bier essen kann. Fertig.

 

Selbst der Wegweiser innerhalb der Markthalle könnte minimalistischer nicht sein. Eine schwarze Tafel, darauf mit gelber und weißer Kreide ein Bierglas gezeichnet. Dazu ein Richtungspfeil mit dem Wort „Bier“.

 

Als wir am 7. Januar 2012 hier eingekehrt sind, gab es zwei Biersorten vom Fass – das Standardbier „Bellevue Pilsener“ und das „Bellevue Pumpkin Lager“. Letzteres, wie uns die freundliche, redselige Bedienung mitteilte, aus Hokkaido-Kürbissen und mit etwas Ingwer gebraut. In der Flasche zum Mitnehmen gab es leider nichts. Nächste Woche würde die Flaschenabfüllung – zum langsamen Jahresbeginn – erst wieder aufgenommen.

 

Das Pumpkin Lager war durch den Ingwer-Zusatz erfrischend und fruchtig, mit nur einem Hauch von Ingwer, und somit nicht zu scharf. Ein sehr sympathisches und durchtrinkbares Bier, gegenüber dem dann das Pilsener im direkten Vergleich, obwohl gut gehopft, ein wenig dumpf und erdig wirkte. Hier wäre es definitiv besser gewesen, erst das Pilsener zu verkosten und dann das Kürbisbier.

 

Seit Anfang des Jahres 2011 befindet sich BrewBaker in dieser Markthalle – vorher war er in einem der S-Bahn-Bögen untergebracht, musste dort aber wegen eines auslaufenden Pachtvertrags ausziehen. Der neue Standort in der Arminius-Markthalle ist aufgrund seines bunten, abwechslungsreichen Umfelds ein schöner – man kann sich an einem der vielen Imbissstände etwas zu essen holen, holt sich beim BrewBaker ein Bier dazu und setzt sich an einen der einfachen Holztische, die überall herumstehen. Und genießt die farbenfrohe Vielfalt des Publikums aus allen Ländern und Kulturen der Welt.

 

Nachtrag: Offensichtlich schien sich das Konzept der Brauerei nicht mit den Öffnungszeiten der Markthalle vertragen zu haben – abends, wenn der Berliner erst so richtig Durst bekommt, ist die Markthalle geschlossen. In Folge musste nach meiner Kenntnis am 18. Februar 2013 ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Schade!

 

Impressionen: BrewBaker GmbH

 

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BrewPub København

 

BrewPub København

Vestergade 29

1456 København

Dänemark

 

Der BrewPub København liegt in der Vestergade, der Parallelstraße zum Strøget, nur wenige Schritte vom Rathaus entfernt in der Altstadt. Durch eine Einfahrt betritt man zunächst den Innenhof, der im Sommer mit Tischen und Stühlen zum gemütlichen Biergarten hergerichtet ist; von dort aus geht es über eine kleine Treppe in den Keller in den eigentlichen BrewPub.

 

Im Mittelpunkt steht die nicht allzu große Theke, an der aber immerhin acht Zapfhähne sofort ins Auge fallen. An einem davon gibt es Cider, die anderen bieten eine breite Palette unterschiedlicher, sehr schmackhafter, aber nicht zu extremer Biere an. Fünf davon kann man sich in einem Tester bestellen und erhält jeweils 100 ml serviert. Dazu erläutert der freundliche Kellner gewissenhaft, um welches Bier es sich jeweils handelt, und schreibt als Gedächtnisstütze auch noch die Namen der Biere auf einen kleinen Notizzettel. Die Biere sechs und sieben muss man dann in „richtigen“ Mengen bestellen, wenn man wirklich alle verkosten will – das heißt, in einem Minimum von 0.33 l.

 

Da das Angebot an Bieren häufiger wechselt, kann jeder Besuch im BrewPub immer nur eine Momentaufnahme sein – heute, am 11. August 2011, verkosteten wir das Vester Weisse, ein aromatisches und leicht rauchiges Weißbier mit 4,9%, das Doomesbury Pale Ale, stark gehopft und kräftig aromatisch, das Brewfather Lager, das eher ein wenig uninteressant war und einen leicht dumpfen Beigeschmack hatte, das Atlantic India Pale Ale (5,5%), das mit knackigen und aromatischen Hopfennoten aufwarten konnte, und schließlich den Fitzgerald Barley Wine (10,5%), der mit einem ungeheuren Malzkörper bei gleichzeitig extremer Hopfenbittere aufwartete und sehr zwiespältige Reaktionen hervorrief. Ihn kann man nur lieben oder hassen, dazwischen gibt es nichts. Damit war der Tester durch, und es gab nun noch das Brewster US Pale Ale (5,0%) im „großen“ 0,33 l Glas, aber nach dem Barley Wine musste dieses Bier zwangsläufig flach und dünn schmecken. Wahrscheinlich war es gar nicht so schlecht.

 

Mit der Testerei hatten wir uns so viel Zeit gelassen, dass mittlerweile die siebte Biersorte, das Stevie Ray, ausgegangen war und die Bierprobe für heute ein Ende finden musste. Ein kurzer Blick noch in die Speisekarte: Gute, gehobene dänische Küche wird dort angeboten – und wenn das leckere Lakritz-Eis auf Zwetschgenkompott, das wir probiert haben, repräsentativ für die anderen Speisen ist, dann ist die Küche ganz ausgezeichnet.

 

Beim Verlassen des Innenhofes (oder schon beim Betreten, wenn man denn darauf achtet…) sieht man dann durch große Glasfenster auch ebenerdig die Brauerei: Mit Holz verkleidete, recht kleine Sudkessel, und daneben die Lagertanks, aus denen das Bier auch direkt gezapft wird.

 

Impressionen: BrewPub København

 

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Brigitta Bräu

 

Brigitta Bräu

Dresdner Straße 38-44

1200 Wien

Österreich

 

Die alljährliche Städtetour de Bier nach Wien bot uns am 19. März 2009 ein kleines Zeitfenster, die Gasthausbrauereiszene Wiens außerhalb des Tourprogramms auf eigene Faust weiter zu erkunden, und wir nutzten es, um im Einkaufszentrum Brigitta-Passage das Brigitta-Bräu zu besuchen.

 

Welch herbe Enttäuschung. Die zwar hübsche junge Dame, die hier bediente, zeigte sich kurz angebunden und uninteressiert am Umsatz und servierte uns lustlos jedem ein Glas des hier gebrauten Bieres, eines sehr blumig riechenden und etwas unausgewogen, fast schon leicht dumpf schmeckenden Hellen.

 

Trotz groß beschrifteter Schiefertafeln, die Anderes versprachen, gab es keine weiteren Sorten zu verkosten, weder das Dunkle, noch das Weizen oder das Bockbier, und der doch ein wenig schmuddelig wirkende Zustand der Brauanlage versprach auch nicht wirklich, dass sich daran bald etwas ändern würde. Irgendwie konnten wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass hier hinter den Kulissen schon längst die Entscheidung gefallen war, die Brauerei zu schließen und den Gastbetrieb langsam auslaufen zu lassen. Verstohlen sahen wir uns um, ob entsprechende Mitteilungen schon in den Fenstern hingen.

 

Ob der Eindruck trog oder nicht – wir werden versuchen, es im Internet zu verfolgen. Aber für heute waren wir, wie bereits erwähnt, sehr enttäuscht.

 

Nachtrag: Ein Check im Internet im Sommer 2011 ergab, dass das Brigitta-Bräu weiterhin zu existieren scheint, auch wenn die eigene Internet-Domain www.brigittabraeu.at nicht funktioniert. Aber weder Service noch Qualität scheinen sich verbessert zu haben – die Restaurantkritiken sind mehrheitlich verheerend.

 

Impressionen: Brigitta Bräu

 

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Brovaria

 

Brovaria

Stary Rynek 73/74

61-772 Poznań

Polen

 

„Brauerei, Restaurant und Hotel – ein Meer der Möglichkeiten!” – so behauptet es sinngemäß die Internetpräsenz der Gasthausbrauerei Brovaria in Polen, die wir am 4. September 2010 besuchten.

 

Die Brauerei liegt direkt am Alten Markt („Stary Rynek“) im historischen Zentrum Posens, nur wenige Meter vom berühmten Rathaus entfernt. In und vor den zwei Gebäuden finden sich eine moderne Bar, ein elegantes Restaurant, zahlreiche urige Bierkeller in Ziegelgewölben und ein mit Schirmen geschützter und mit Gasbrennern geheizter Biergarten auf dem Marktplatz.

 

Die Sudanlage steht im oberen Stockwerk am hinteren Ende des Festsaals. Dieser war heute leider aufgrund einer Hochzeitsfeier nicht zugänglich, und so konnten wir nur im Vorübergehen einen ganz kurzen Blick auf die Sudkessel werfen, bevor wir wieder heruntergebeten wurden. Auf Hochglanz waren sie poliert, so viel konnte ich erkennen, aber zum Fotografieren reichte der unbeobachtete Augenblick leider nicht aus…

 

Jetzt, im Spätsommer, gab es drei verschiedene Biersorten: Ein recht aromatisches und schön herbes Pils, dass allerdings durchaus noch ein wenig länger hätte reifen dürfen, ein fruchtiges und vollmundiges Weizenbier mit deutlich kümmeligen Aromen, und schließlich ein Miodowe, ein Honigbier. Letzteres schmeckte allerdings nicht wirklich honigartig, sondern eher wie ein etwas fruchtig geratenes Märzen, aber es war gleichwohl interessant und lecker. Alle drei Biersorten kann man sich auch als Bierprobe bestellen und bekommt dann drei 0,2-l-Gläschen auf einem Holzbrettchen zum Verkosten serviert.

 

Dazu gibt es eine interessante Speisekarte mit einer Reihe von rustikalen, aber gut zubereiteten, typischen Brauereigerichten – deftig und scharf gewürzt. Aber auch Fischgerichte, Süßspeisen und leckere Salate sind im Angebot.

 

Insgesamt ein schönes Ambiente, und sicherlich mal wieder einen Besuch wert.

 

Und eben dieser erneute Besuch hat dann am 19. März 2011 stattgefunden. Auch diesmal gab es die gleichen drei Biersorten im Angebot – und für uns als zusätzliches Erlebnis, dass wir diesmal in der großen Bierhalle im ersten Stockwerk sitzen konnten, die beim letzten Besuch für uns unzugänglich gewesen war. Das Sahm-Sudwerk an der Stirnseite des Saals war in der Tat attraktiv und wartete mit hellem, poliertem Kupfer auf, während die sechs Gär- und Lagertanks direkt daneben natürlich aus Edelstahl waren. Der Eindruck von unserem ersten Besuch im September sei somit also vervollständigt.

 

Aktualisierung 10. November 2012: Die drei Standardbiere (Pils, Weizen, Miodowe) wiesen starke Geschmacksfehler auf und waren fast ungenießbar. Das Saisonbier „Porter Bałtycki“ war ein leckeres Dunkelbier, ließ aber alle typischen Eigenschaften eines baltischen Porters (malziger und kräftiger Körper, feste Bittere, hoher Alkoholgehalt, etc.) vermissen. Seitens der Biere also sehr enttäuschend. Vom Essen her dagegen exzellent.

 

Impressionen: Brovaria

 

“Brewery, Restaurant, and Hotel – a Sea of Possibilities” – this is what the brewpub’s website claims. We visited the brewery “Brovaria” on 4th September 2010.

 

The brewery is located immediately at the Old Market (“Stary Rynek”) in the historical centre of Poznań, just a few meters away from the famous Town Hall. In and in front of two buildings, the visitor finds a modern bar, an elegant restaurant, some rooms in brick vaults as traditional beer cellars, and finally, on the market, a nice beer garden, protected with umbrellas, and heated with gas burners.

 

The brewing vessels are located upstairs at the rear end of a big hall. Unfortunately, due to a wedding ceremony, the area was not accessible; so we could only throw a quick glance through the open door, when we passed by. I could see some polished copper, but the unobserved moment lasted too short to take a picture...

 

Today, in late summer, there were three different types of beer on offer: An aromatic and quite bitter Pilsner that certainly could have deserved a longer maturation and lagering period. Second, a fruity and full-flavoured wheat beer with a distinct caraway aroma; and finally, following typically Polish habits, a honey beer called “Miodowe”. However, this one did not taste too much honey like, but more like a somewhat too fruity Märzen style beer. Tasty, anyway.

 

The customer can order a beer taster, and he will get a 200 ml glass of each of the three beers, served on a wooden bar for degustation.

 

There is an interesting menu with a series of rustic, but well prepared, typical brewery food – hearty and spicy seasoned. Further, fish, salads, and delicious desserts are on offer.

 

For sure, the brewpub has a nice ambience and is worth a visit again.

 

For us, this re-visit took place on 19th March 2011.

 

We found the same three beers on offer again; so probably, there are not too many seasonals. As an additional experience, we could find a seat in the upper floor this time – the area that was inaccessible for us during our last visit. The shiny Sahm brewing vessels at the end of the room are attractive and look cared for and tidy. Six fermentation and storage vessels made from stainless steel sit right next to the brewery and make the installation complete.

 

Impressions: Brovaria

 

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Brauerei Bruckmüller GmbH

 

Brauerei Bruckmüller GmbH

Vilsstraße 4

92 224 Amberg

Bayern

Deutschland

 

Im Jahr 1490 verortet die Brauerei Bruckmüller, die in einem ehemaligen Frankziskanerkloster untergebracht ist, ihre Wurzeln – stolz verweist man auf das „Prewhaus der Parfusser“, also der Franziskaner. Bis heute umrundet der Kreuzgang den im Innenhof gelegenen Biergarten, und auch die Sudanlage steht noch innerhalb der alten Klostermauern.

 

Die großzügige Gaststube ist elegant mit fast schwarzem Holz verkleidet, mit Bierkrügen der regionalen Brauereien dekoriert, und entlang der Wände hängen die wuchtigen, eindrucksvollen Porträts der Brauer und Brauerinnen als interessante Ahnengalerie.

 

Man produziert neben dem Kellerbier als Hauptsorte noch Hefeweizen, einen Knappentrunk, ein Bockbier namens Superator, ein Märzen und das Pils 03 – ein etwas ungewöhnlicher Name für ein Bier, das in dieser konservativen Umgebung gebraut wird.

 

Als wir die Brauerei Bruckmüller am 18. Mai 2008 in Amberg besuchten, verwöhnte uns die freundliche und fleißige Bedienung mit leckerer, regionaler Küche – mächtig und kalorienreich. Die Biere waren ausgezeichnet – insbesondere das ungespundete Kellerbier und das röstig-aromatische Dunkel, also der Knappentrunk, hatten es mir angetan.

 

Impressionen: Brauerei Bruckmüller GmbH

 

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Hofbrauhaus Heinrich Brüne KG

 

Hofbrauhaus Heinrich Brüne KG

Kaulbachstraße 33

34 454 Bad Arolsen

Hessen

Deutschland

 

Das Hofbrauhaus in Arolsen verweist auf eine uralte Bierbrautradition in Hessen, beginnend bereits im Jahr 1131, als Gepa von Aroldessen ihren Herrschaftssitz in ein Kloster umgewandelt hat und dort in der Fastenzeit Bier gebraut hat. 1526 wurde das Kloster säkularisiert, und mit dessen Gütern wurde auch ein Brau- und Backhaus erfasst.

 

Die Waldecker Grafen und Fürsten übten in Arolsen ihr Braurecht aus, verpachteten es jedoch später an bürgerliche Brauer. Im Jahr 1910 schließlich kaufte Heinrich Brüne das Hofbrauhaus schließlich, und die Familie betreibt es nun in vierter Generation.

 

Neben dem Arolser Pils werden auch ein Waldecker Dunkel und saisonal im Herbst der Waldecker Edelbock gebraut.

 

Unser Brauhausbesuch war zugegebenermaßen schlecht dokumentiert. Am 23. Juli 2003 fuhren wir durch Bad Arolsen und sahen zufällig ein Hinweisschild auf das Hofbrauhaus. Wie üblich, bedurfte es keiner langen Entscheidungsfindung. Angehalten, eingekehrt und verkostet. Zwei Sorten, das Alt-Waldecker Dunkel und das Pils. Beide exzellent. Beide süffig. Beide blitzschnell in unseren Kehlen verschwunden.

 

Und das war’s auch schon.

 

Nachtrag 15. April 2014: Wie mir erst jetzt zugetragen wurde, hat das Hofbrauhaus in Arolsen vor wenigen Monaten den Braubetrieb eingestellt. 882 Jahre Brautradition gingen damit zu Ende.

 

Impressionen: Hofbrauhaus Heinrich Brüne KG