Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das Original – seit 1997

Bier vor Ort

 

 

Bier vor Ort

 

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Hachenburger – Westerwald-Brauerei H. Schneider

Hagenbräu Rheincafé Betriebs GmbH

Huisbrouwerij De Halve Maan

Brauerei zur Mainkur – Bier-Hannes

Gasthaus Hansy

Hartinger – Der Waldkater – 1. Rintelner Lokalitätenbrauerei

Brauerei-Gasthof Hartmann

Hofbrauhaus Hatz AG

Haus am See Betriebsgesellschaft mbH

Minibrowar Haust

HBH Juozo Alus

HBX – Stadtbrauerei am Aegi

Heidelberger Brauerei GmbH

Heineken Experience

Brauerei August Helbig KG

Hellers Brauhaus

Stadsbrouwerij De Hemel

Panimoravintola Herman

Herrnbräu GmbH & Co. KG

Het Brouwcafé Scheveningen Haven

The Highlander

Der Hirschbräu – Privatbrauerei Höß

Lehr- und Versuchsbrauerei der Hochschule Ostwestfalen-Lippe – Life Science Technologies

Hochwälder Brauhaus GmbH

Brouwerij Hoegaarden

Brauerei-Gasthof Höhn

Privatbrauerei Hoepfner GmbH & Co. KG

Hösl & Co Brauhaus GmbH

Hövels Hausbrauerei

Staatliches Hofbräuhaus in München

Privat-Brauerei Hohenfelder GmbH

Hohe Wart Haus

Brasserie Gilbert Holl

Hirsch-Brauerei Honer GmbH & Co. KG

Hops & Barley

Restaurant de la Brasserie „Le Houblon

Hübner Bräu

Brauerei-Gaststätte Hummel

Panimoravintola Huvila

 

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Hachenburger – Westerwald-Brauerei H. Schneider GmbH & Co. KG

 

Hachenburger – Westerwald-Brauerei H. Schneider GmbH & Co. KG

Gehlerter Weg 12

57 627 Hachenburg / Westerwald

Deutschland

 

Die Hachenburger Brauerei (unter ihrem offiziellen Namen „Westerwald-Brauerei“ kennt sie im Westerwald keiner…) ist bekannt zum Einen für das große Opern-Air Musik Festival im späten Frühjahr unter dem Titel „Brauer Power“ und für eine Vielzahl weiterer Musik- und Kulturveranstaltungen, zum Anderen aber auch für eine interessante Brauereibesichtigung, die außer in den Wintermonaten jeden Sonntag hier stattfindet.

 

Am 4. August 2002 haben wir die Gelegenheit genutzt und die Brauerei im Rahmen einer solchen sonntäglichen Führung besichtigt. Herrliches Sommerwetter, vor dem Brauereigebäude war ein kleiner Biergarten aufgebaut, und die ersten Bierliebhaber saßen schon in der Sonne und ließen es sich schmecken.

 

Wir stiegen zunächst aber hinab in die Brau- und Lagerkeller. Eine interessante und abwechslungsreiche Führung, die zwar nicht all zu tief in die Feinheiten des Brauwesens einführte, aber humorig gemacht war und durch eine nette Aufbereitung der Historie der Brauerei überzeugte. Für den Lagerkeller bekamen die Besucher einen Brauer-Umhang gegen die Kälte, und dann konnten wir das 0°C kalte Zwickelbier direkt aus dem Lagertank kosten.

 

Nett gemacht – und wieder zurück in der Sonne setzten wir uns natürlich auch in den Biergarten und beendeten den Besuch noch mit ein paar leckeren Gläschen.

 

Die Bezeichnung „Erlebnisbrauerei“, die sich die Hachenburger selber geben, scheint angesichts dieser Brauereiführung ein wenig übertrieben, aber andererseits gibt das Musik- und Kulturprogramm den Sommer über genug Anlass für dann zu recht so genannte „Erlebnisse“.

 

Impressionen: Hachenburger – Westerwald-Brauerei H. Schneider GmbH & Co. KG

 

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Hagenbräu Rheincafé Betriebs GmbH

 

Hagenbräu Rheincafé Betriebs GmbH

Am Rhein 3

67 547 Worms

Rheinland Pfalz

Deutschland

 

Der 17. Juni 2006:

Glühende Sommerhitze. WM-Fieber. Deutschland – ein Sommermärchen.

 

Das Hagenbräu in Worms:

Direkt am Rhein. Kicker-Bier.

 

Die Fans:

Hungrig und durstig.

 

Das Resultat:

1:1 unentschieden.

 

Für die Heimmannschaft (die Brauerei): Es gibt ein Kränzchen mit allen verfügbaren Biersorten zum Durchprobieren. Helles, Dunkles, Weizen und Kicker-Bier – was auch immer das Letztere sein mag… Allesamt gut trinkbar, lecker und süffig, wenn auch keine überragenden Geschmackserlebnisse.

 

Für den Gegner (den Gast): Sollte man nicht besser auf das Essen verzichten? Frittierte Schnellimbissqualität bekomme ich beim Kochlöffel oder der Pommesbude um die Ecke deutlich preiswerter. Vielleicht sogar besser.

 

Eher im Bereich des Unentschieden: Schön, direkt am Rheinufer zu sitzen, mit Blick auf das Wasser, die Schiffe und das gegenüberliegende grüne Ufer. Weniger schön das billige Plastikgestühl („Puh, wie das klebt bei dieser Hitze…“) und das öde Straßenpflaster. Wenige Meter weiter ein anderes Spielfeld: Ein schöner, wenn auch künstlich aufgeschütteter Strand. Nettes Personal. Tolle Atmosphäre. Warum nicht auch hier?

 

Impressionen: Hagenbräu Rheincafé Betriebs GmbH

 

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Huisbrouwerij De Halve Maan

 

Huisbrouwerij De Halve Maan

Walplein 26

8000 Brugge

Belgien

 

„War das jetzt eine Brauerei, oder war das ein Brauereimuseum?“, fragte ich mich unwillkürlich, als ich am 15. November 2009 schließlich wieder auf dem Walplein in der Altstadt von Brügge stand. So viel hatte ich in der letzten Stunde gesehen, ein Parforceritt durch das vergangene Jahrhundert, mit alten, seit Jahrzehnten nicht mehr benutzten, ja noch nicht einmal bewegten oder auch nur berührten Brauutensilien, unter dicken Staubschichten begrabenen Flaschen, Kisten und Fässern, Reklameschildern, Kupfergerätschaften, Säcken, Dosen, Gläsern, Keramikverschlüssen, Malzmühlen, Flaschenfüllern, Kompressoren, Verschneidböcken, und, und, und…

 

Von vielen, vielen Brauereien, die es noch vor hundert Jahren in der Altstadt von Brügge gegeben hat, ist nur noch eine übrig geblieben, der „Halve Maan“. Und hier versteht man sich als die natürlichen Bewahrer des städtischen Brauerei-Erbes. Wenn auch die Lage am Walplein, nur durch winzige Kopfsteingässchen erreichbar, einen kommerziellen Braubetrieb ungeheuer erschwert, wenn auch die Lagerung, Abfüllung und Konfektionierung aufgrund Platzmangels woanders stattfinden muss, und wenn auch jede noch so kleine bauliche Änderung mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden muss, denkt man nicht darüber nach, den Braubetrieb in eine effizienter nutzbare Liegenschaft zu verlegen, sondern bekennt sich zu seiner historischen Verantwortung.

 

In einem mittelgroßen Sudwerk aus den sechziger Jahren wird hier gebraut – und sowohl Braukessel als auch Läuterbottich haben jeweils ein großes Sichtfenster an der Seite, das den Einblick in das Braugeschehen ermöglicht. Whirlpool und Plattenkühler stehen daneben, und außerhalb des Sudhauses stehen zwei zylindrokonische Fermenter für die Hauptgärung. Über eine mehr als sechzig Meter lange Rohrleitung wird der Treber bis an die Straße gepumpt, wo er von einem Landwirt der Region gerne als Tierfutter abgenommen wird.

 

Drei Biere werden hier regelmäßig gebraut: Brugse Zot blond und dubbel (beide nur in der Brauerei selber in der ungefilterten Version erhältlich) und das berühmte Brügger Bier „Straffe Hendrik“. Daneben gelegentlich ein Saisonbier – zur Zeit unseres Besuchs ein Bockbier: „Brugse Bok“.

 

Über, neben und hinter dem Sudhaus erstreckt sich ein Labyrinth von Treppen und Gängen, die zu kleinen und großen Räumen führen. Überall stehen Braugerätschaften, die von den aufgelassenen Brauereien der Region eingesammelt wurden und hier wie in einem Museum präsentiert werden. Die alte Malzdarre mit Lochboden ist genauso noch erhalten wie das kupferne Kühlschiff unter dem Dach, und wenn man bis oben auf die Plattform auf dem Sudhaus steigt, hat man nach all diesen Eindrücken auch noch einen fantastischen Blick über die Brügger Altstadt. Garniert wurde der Rundgang durch eine humorige und kurzweilige, gleichwohl sehr fachkompetente Führung in drei Sprachen, niederländisch, französisch und englisch, und abgerundet durch das obligatorische Verkostungsbier am Ende.

 

Letzteres gab es im Brauerei-Ausschank, einem urgemütlichen Lokal im gleichen Gebäudekomplex. Hier werden nicht nur die Biere des Halven Maan ausgeschenkt, sondern auch traditionelle und moderne belgische Gerichte serviert. Das Ganze in einem ansprechenden Ambiente, das ebenso wie das Sudhaus ein umfangreiches Sammelsurium an Breweriana präsentiert.

 

Ein Brauereibesuch, der sicherlich auch eine etwas weitere Anreise rechtfertigt.

 

Impressionen: Huisbrouwerij De Halve Maan

 

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Brauerei zur Mainkur – Bier-Hannes

 

Brauerei zur Mainkur – Bier-Hannes

Hanauer Landstraße 568

60 386 Frankfurt

Hessen

Deutschland

 

Es war der 2. Weihnachtsfeiertag, also der 26. Dezember 2005, als wir nach einem erlebnisreichen Tag in Frankfurt noch beim Bier-Hannes einkehrten, um den Tag abzurunden.

 

Die Atmosphäre einfach, rustikal, fast schon billig auf den ersten Moment – aber dann auch wieder stimmig für die Lage hier mitten im Industriegebiet. Dies ist eine Kneipe ohne Attitüde – für den Arbeiter, der schnell mal in der Mittagspause oder nach einem anstrengenden Arbeitstag ein lecker Bierchen und ein sättigendes Schnitzel haben möchte. Unprätentiös.

 

Die Biere waren lecker, aromatisch und süffig, und das Krolle-Bock „haut richtig rein“, wie es am Nachbartisch hieß. Die Bedienung war zunächst ein wenig kratzbürstig, taute dann aber doch auf und versorgte uns mit reichlich preiswertem Essen und Bier. Schön, dass man das Bier auch in 0,5-l-Bügelflaschen mitnehmen konnte, und zwar alle vier Sorten.

 

Die Sudanlage steht im benachbarten Gebäudeteil, durch eine große Glasscheibe gut sichtbar, darüber hinaus aber ohne weitere Fisimatenten präsentiert. So sieht halt eine Sudanlage aus. Basta.

 

Schnörkellos. Geradlinig. Kann man ruhig mal wieder auf ein Bier hin.

 

Impressionen: Brauerei zur Mainkur – Bier-Hannes

 

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Gasthaus Hansy

 

Gasthaus Hansy

Heinestraße 42

1020 Wien

Österreich

 

Eigentlich keine Brauerei, sondern mal wieder – wie so häufig in Wien – ein Bierhaus, das eine eigene Biermarke ausschenkt. Wir besuchten das Gasthaus Hansy oder Hansybräu, wie es sich auch nennt, am 24. März 2011 im Rahmen der Städtetour de Bier. Ein altes Gasthaus unmittelbar vor dem Eingang zum Prater gelegen – ein wenig altmodisch, nicht ungemütlich, und so, wie es sich selber versteht, ein Fixpunkt in Zeiten der Veränderung. „Die Zeiten werden hektischer, so vieles muss noch getan, erlebt oder gesehen werden. Wer sehnt sich da nicht nach einem Ort der Ruhe und Entspannung, wo ‚die Welt noch in Ordnung ist‘?!“, fragt die Homepage des Hansybräu.

 

Das hier angebotene Hansybräu wird von der Ottakringer Brauerei „speziell für das Hansybräu nach unserem eigenen Rezept hergestellt“, wie der Ober versicherte, aber eine intensive Verkostung lässt uns glauben, dass es sich hier um das ganz normale Ottakringer Rote Zwickel handelt. Nun, selbst wenn – immerhin handelt es sich dabei um ein ganz ausgezeichnetes Bier!

 

Impressionen: Gasthaus Hansy

 

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Hartinger – Der Waldkater – 1. Rintelner Lokalitätenbrauerei

 

Hartinger – Der Waldkater

1. Rintelner Lokalitätenbrauerei

Waldkaterallee 27

31 737 Rinteln

Niedersachsen

Deutschland

 

Seit vielen, vielen Jahren schon habe ich regelmäßig das Hartinger Meisterbräu getrunken, das Bier aus einer der ältesten Gasthausbrauereien in Deutschland, dem im Jahr 1988 gegründeten Waldkater. Mal auf Volksfesten, mal aus dem nachgefüllten Zwei-Liter-Siphon, mal im Ausschank in der Altstadt. Aber erst heute, am 12. Juli 2008, ist es mir endlich gelungen, die Brauerei selber einmal zu besuchen.

 

Herrlich ein bisschen außerhalb der Stadt, im Wald unterhalb des Klippenturms gelegen, steht der Waldkater – Hotel, Brauerei und gediegenes Restaurant gleichzeitig. Hotel und Restaurant vermag ich nicht zu beurteilen – lediglich die für das Weserbergland erstaunlich hohen Preise im Restaurant irritierten mich, als ich die Speisekarte studierte. Unwahrscheinlich für diese Region, dass die Qualität der Küche diese Preise tatsächlich rechtfertigt. Ausgeschlossen natürlich auch nicht…

 

Das Bier jedoch, das wir an diesem Nachmittag auf der Terrasse der Brauerei genossen, war ausgezeichnet. Der freundliche und hilfsbereite Kellner servierte uns das fantastisch herbe Helle, das ebenfalls erstaunlich stark gehopfte Dunkle und das kümmelig-aromatische Weizen auch in relativ kleinen Gläsern, so dass wir in Ruhe verkosten konnten, ohne gleich fahrunfähig zu werden. Schade allerdings, dass nur brauereieigene Siphons nachgefüllt werden – so dass wir ohne ein Mitbringsel wieder von dannen zogen. Wie viele verschiedene Siphons sollen sich schließlich noch bei mir auf dem Dachboden ansammeln... Für geschäftstüchtig halte ich das nicht – aber wie man in Rinteln weiß, ist Richard Hartinger auf diese Kleinigkeit auch nicht angewiesen und lässt das die Gäste durchaus spüren.

 

Impressionen: Hartinger – Der Waldkater – 1. Rintelner Lokalitätenbrauerei

 

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Brauerei-Gasthof Hartmann

 

Brauerei-Gasthof Hartmann

Fränkische Schweiz Straße 26

96 110 Würgau

Bayern

Deutschland

 

Zu einer Zeit, als ich noch gar nicht so intensiv und systematisch nach Brauereien Ausschau hielt, nämlich am 7. Mai 1992, trudelten wir mehr oder weniger zufällig in den Brauerei-Gasthof Hartmann – der Hunger hatte uns auf der gemütlichen Fahrt von Bamberg nach Bayreuth ausgebremst.

 

Und genau für den Hunger erwies sich die Brauerei auch als Ideallösung: Das ländliche Essen (gekochte Ochsenbrust und Schweinebraten) war ausgezeichnet zubereitet und schmeckte hervorragend – und das Weißbier dazu erwies sich als rund, sämig, bananig, aromatisch. Herrlich!

 

Wenn doch nur die Bedienung nicht so arg muffelig und abweisend gewesen wäre – fast schon vermittelte sie uns den Eindruck, wir würden ihr als Gäste nur zur Last fallen. Das war leider schon deutlich mehr als die auf dem Lande gelegentlich noch anzutreffende Brummigkeit. Und das gerade hier in Franken, wo die Menschen sonst so nett sind…

 

Impressionen: Brauerei-Gasthof Hartmann

 

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Hofbrauhaus Hatz AG

 

Hofbrauhaus Hatz AG

Kapellenstraße 36

76 437 Rastatt

Baden Württemberg

Deutschland

 

Frühlingshafte Wärme mitten im Februar trieb uns aus dem Haus und ließ uns am 24. Februar 2008 Rastatt erkunden – und auf einem Weg den Brauereiausschank des Hofbrauhauses Hatz im Bräustüb’le. Hell und licht eingerichtet, sehr gepflegt und gutbürgerlich mag man sowohl die Atmosphäre nennen, die uns empfing, als auch die Auswahl von fünf leckeren Bieren vom Fass.

 

Schön für einen sonntäglichen Frühschoppen – und eine freundlich unaufdringliche Bedienung, die uns trotz des gut gefüllten Lokals nicht zum Essen drängte oder uns zugunsten mehr konsumierender Gäste innerlich zum Teufel wünschte, tat ihr Übriges, dass wir uns wohl fühlten.

 

Die Brauerei selber, nur wenige Schritte entfernt, macht eher den Eindruck eines zweckmäßigen Industriebetriebs und wirkt nicht so einladend – aber das ist hier auch nicht ihre Aufgabe. Dafür hat sie ja das Bräustüb’le.

 

Impressionen: Hofbrauhaus Hatz AG

 

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Haus am See Betriebsgesellschaft mbH

 

Haus am See Betriebsgesellschaft mbH

Hauptstraße 2

15864 Diensdorf-Radlow

Brandenburg

Deutschland

 

Schon viele Gasthausbrauereien haben wir besucht, aber der Eindruck, den wir am 24. Oktober 2010 hatten, als wir das Haus am See betraten, war ungewöhnlich: Um in das Restaurant zu gelangen, muss man ein paar Stufen hinabsteigen, und von dort blickt man durch den Saal über einen Konzertflügel direkt auf die Sudanlage. Diese Kombination hat schon etwas, das muss man zugeben. Weniger eine Gasthausbrauerei, als vielmehr ein elegant eingerichtetes Hotelrestaurant mit angrenzender, sehr stilvoller Bar. Dazu ein gutes, nicht ganz billiges Essen, und ein schöner Blick auf den heute vom Sturm aufgewühlten Scharmützelsee.

 

Eine sehr angenehme Atmosphäre also, und wir genossen unsere etwas verspätete Mittagsrast sehr.

 

Aber dennoch waren wir nicht zufrieden, denn von den drei hier angebotenen Biersorten schmeckte leider nur eine halbwegs gut. Das Diensdorfer Herrenpils wirkte unausgereift, zu süßlich, verfügte nahezu über keine Hopfenherbe und hatte ein leicht dumpfes Aroma. Als Hausbräu eines Hausbraukollegen sicherlich akzeptabel, aber in einem guten Restaurant allein schon dadurch disqualifiziert, dass es definitiv nicht dem entspricht, was ein Pils ausmacht. Als Landbier oder Kellerbier wäre es vielleicht noch akzeptabel, wenn auch nicht umwerfend gut gewesen. Das Scharmützelweizen ließ das typisch bananig-estrige Aroma eines Hefeweizens vermissen und wies ebenfalls eine gewisse Dumpfheit auf. Blieb schließlich das Diensdorfer Dunkel, das wenigstens einen kleinen Lichtblick brachte. Tiefschwarz, röstaromatisch und gleichzeitig karamellig-süß – das war soweit in Ordnung. Allerdings, hier, wie auch bei den beiden anderen Bieren, kam noch hinzu, dass zu warm gezapft wurde – geschätzte zwölf Grad waren diesen Biersorten nicht angemessen, sondern unterstrichen leider noch den leicht dumpfen Grundgeschmack.

 

Insgesamt also zwar eine nette Mittagspause in stilvollem, romantischen Ambiente, biermäßig aber leider recht enttäuschend.

 

Impressionen: Haus am See Betriebsgesellschaft mbH

 

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Minibrowar Haust

 

Minibrowar Haust

Plac Pocztowy 9

65-305 Zielona Góra

Polen

 

Vor zwei Jahren schon hatte ich das Bier aus dieser polnischen Gasthausbrauerei bei einer Verkostung getrunken, aber erst heute, am 17. Juni 2009, war es mir vergönnt, die Brauerei auch einmal zu besuchen. Sie liegt am Plac Pocztowy, nur etwa 200 m von der Fußgängerzone in Zielona Góra entfernt. Das Gebäude ist schön renoviert, und an der Außenwand prangt stolz das Emailleschild, das vom 3. Platz im Wettbewerb der Weizenbiere 2007 kündet – eine nette Erinnerung auch für mich, habe ich doch seinerzeit in der Jury gesessen und mit verkostet.

 

Betritt man den Schankraum, findet man gleich links die Brauanlage, laut Aufschrift mit EU-Fördermitteln gebaut. Der Schankraum selber ist von oben bis unten mit Bierdeckeln (und einigen Kronkorken und Emailleschildern) tapeziert – sehr urig und interessant, denn es sind hunderte teilweise sehr exotischer Brauereien vertreten. In Gedanken begab ich mich auf eine Weltreise des Bieres, die mich in wenigen Minuten mehrfach um den Globus herumführte.

 

Das freundliche Personal war trotz nur weniger Gäste gut ausgelastet – es wurde viel gegessen und getrunken. Kein Wunder bei einer Auswahl von nicht weniger als fünf vor Ort gebrauten Bieren. Eine Bierkarte auf dem Tisch informierte detailliert über geschmackliche Charakteristika und Besonderheiten der angebotenen Biere – die einzige Information, die fehlte, war die Angabe des Alkoholgehaltes.

 

Begleitet von einem einfachen, aber durchaus leckeren Essen kostete ich mich durch das Angebot hindurch: Das „Red Haust“ war hervorragend gehopft, sehr bitter, ohne aufdringlich oder zu nachhängend zu sein, und hatte einen starken Charakter mit dem Hauch einer Rauchnote; das „Jasne“ vom Typ Pils war knackig-herb und gleichzeitig schön hopfenaromatisch; das „Pszeniczne Weizen“ roch intensiv nach Gewürznelken und hatte eine vollen Körper – geradezu zum Abbeißen; der dunkle Bock, „Czarny Bock“, hatte einen leicht metallischen Geruch, war sonst aber ausgezeichnet – voll, rund, malzig und mit einem leichten röstigen Aroma; schließlich das „Porter“: pechschwarz, röstig-bitter aber auch sehr aromatisch hopfig und malzig – ein wahrhaftig großes Bier!

 

In der summarischen Betrachtung: Unter dem Gesichtspunkt der Bierauswahl und der geschmacklichen Qualität der Biere sicherlich eine der besten Gasthausbrauereien. Großes Lob!

 

Impressionen: Minibrowar Haust

 

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HBH Juozo Alus

 

HBH Juozo Alus

97 230 Zhibininkai

Litauen

 

Zhibininkai ist ein Ferien- und Campingdorf etwa 30 km nördlich von Klaipėda, dem alten Memel, mitten im Wald. Camping, Streichelzoo, Sport und Spiel – es ist für alles gesorgt, um mit der ganzen Familie hier einen abenteuerlichen Sommerurlaub zu machen. Die Kinder können herumtoben und alle möglichen Abenteuer erleben, die Frauen gehen zur Wellness oder zum Shoppen, und die Männer – nun ja, sie treffen sich in der Darykla (Brauerei) HBH Juozo Alus direkt auf dem Gelände.

 

Ein riesiges Holzgebäude, in dem man auf mehreren Etagen in riesigen Sälen an genauso riesigen Holztischen und Bänken sitzen und das hier vor Ort gebraute Bier genießen kann. Preiswerte, robuste (und ungesunde…) Küche – und das Bier fließt in Strömen. Fröhliches Geschrei allerorten.

 

Von Palanga aus, dem bekannten Urlaubsort an der litauischen Ostseeküste, ist das Freizeitgelände einschließlich der Brauerei gut ausgeschildert, und so fanden wir die Anlage am 25. Juli 2011 denn auch sofort. Wir stellten das Auto auf dem Großparkplatz ab und bummelten gemütlich an einer Ausstellung mit russischen Oldtimern vorbei, betrachteten die Souvenirstände, beobachteten die Kinder auf den vielen Sportanlagen und wurden schließlich vom fröhlichen Geschrei in der Brauerei magisch angezogen.

 

Rappelvoll war’s hier, aber die schnellen und fleißigen Bedienungen beherrschten das Chaos. In Windeseile bekamen wir die hier gebrauten drei Biere serviert. Ein gefiltertes Helles, mit einem feinen Hopfenaroma, jedoch nicht allzu herb, frisch und auch ein bisschen fruchtig, fast an ein Kölsch erinnernd – ein leckeres Sommerbier. Ein Schwarzes, mit kräftigem Mokkaaroma, süßlich und sämig dabei, ein eher sättigendes Bier für Schlechtwettertage. Und das Ungefilterte, die Enttäuschung des Tages: Muffig, eigentlich schon umgeschlagen, dumpf und so gut wie untrinkbar. Schade, denn so verfestigt sich bei den unbedarften Gästen der Eindruck, ungefiltertes Bier müsse so schlecht schmecken.

 

Der Stimmung hier in der Bierschwemme tat dies aber keinen Abbruch, und da viele Litauer ihr Bier sowieso mit einem ordentlichen Schuss Fruchtsirup trinken, wird den meisten der Fehlgeschmack wohl gar nicht aufgefallen sein.

 

Die Internetseite dieser Brauerei ist ein wenig wuselig gestaltet, aber wenn man sich in der deutschen Version bis zur Philosophie durchgeklickt hat, bekommt man eine durch maschinelle Übersetzung sehr unterhaltsame Anleitung, wie viel Bier man trinken darf, wenn man hinterher noch fahren möchte:

 

„Die Schlagwert von alkoholischen Getränke oder Einfluss auf die menschliche Nüchternheit wird in der ganzen Welt durch „Mündchen“ ausgemessen. Ein Mündchen entspricht 10 ml reines Alkohols, egal welche Menge des Alkoholgetränkes Sie trinken. Wenn Ihr Gewicht 60-70 kg ist und sie haben schon was gegessen, dann werden Sie nach einem Mündchen ca 0,15 ‰ Promillen kriegen. Falls Sie schlanker sind oder Sie haben Hunger, dann wird Ihnen ganz schwindlig, wenn korpulenter – dann weniger. (…) Bevor Sie noch ganz nüchtern sind, Sie können selbst Mündchenmenge berechnen. Multiplizieren Sie die Stärke des von Ihnen ausgewählten Getränkes (in %vol. oder in º) mit der Menge, die Sie heute auszutrinken geplant haben (ml) und das Produkt dividieren dann durch 1000. Falls Sie Interesse an die Promillenmessung von der Polizei haben, dann müssen Sie die Mündchenmenge mit 0,15 multiplizieren. So werden Sie preliminare Promillenmenge erfahren. Z.B. 4 Mündchen schenken für sie einen 0,6 ‰Taumel. Wie Sie sehen – alles ist ganz einfach. Trinken Sie einen Pokal (0,5 l) helles Bier von Juozas – so kriegen Sie kaum 2 Mündchen Alkohol. Sie erleben ein unbeschreibliches Wohlgefallen und ein zärtliches 0,3‰ Kuscheln. Trinken Sie einen Pokal (0,5 l) dunkles Bier von Juozas – dann genießen Sie eine 2,5-Mündchen Zärtlichkeit und einen angenehmen 0,38 ‰ Taumel.“

 

Soweit also die Bierphilosophie von Juozas.

 

Impressionen: HBH Juozo Alus

 

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HBX – Stadtbrauerei am Aegi

 

HBX – Stadtbrauerei am Aegi

Osterstraße 64

30 159 Hannover

Niedersachsen

Deutschland

 

Hier wird das Bier ernst genommen! – Das war mein erster Eindruck, als ich am 24. Mai 2009 gegen Mittag auf einen kleinen Zwischenstopp in der HBX Stadtbrauerei am Aegi einkehrte. Kaum hatte ich Platz genommen, da kam die junge Bedienung schon an meinen Tisch und fragte mich nach meinen Wünschen. Die obligatorische Gegenfrage nach den angebotenen Bieren wurde postwendend mit detaillierten Informationen beantwortet. Ein Helles und ein Dunkles gäbe es, so wie in jeder anderen Brauerei auch, und dann gäbe es natürlich auch ein Weizen, aber besonders würde sie mir den Doppelbock empfehlen, das sei ein malziger, sehr starker Maibock mit neuneinhalb Prozent Alkohol. Der wäre ganz prima, bald alle, und wenn er mir zu stark sei, könne ich auch ein 0,1-l-Gläschen haben, nur zum Probieren.

 

Na, so lobe ich es mir – endlich mal eine Bedienung, die weiß, was angeboten wird und auch Empfehlungen aussprechen kann.

 

Ich ließ mir den Maibock schmecken, und er war wirklich ausgezeichnet. Die malzige Süße paarte sich perfekt mit dem Schokoladen- und Stracciatella-Eisbecher dazu. Sehr schön.

 

Gegründet wurde die HBX Stadtbrauerei vor gerade mal anderthalb Jahren, am 1. November 2007. Am Aegidiusplatz gelegen verfügt sie zwar über einen kleinen Außenbereich, den man aber aufgrund der Lage direkt an der Hauptstraße nur widerwillig als Biergarten bezeichnen möchte. Die überraschend große kupferne Brauanlage ist blitzblank poliert und schön in den Schankraum integriert, und im Innenbereich hört man auch nichts mehr vom Straßenlärm, sondern kann sich rundum wohlfühlen. Und man kann am Wochenende hier hervorragend frühstücken – das Büffet, das ich noch sehen konnte, sah sehr einladend aus.

 

Beim Verlassen sah ich auf dem Podest neben den Kupferkesseln noch einen kleinen Stander stehen: „1. Hannoverscher Hobbybrauerstammtisch“ Kaum anderthalb Jahre alt, und schon bei den hiesigen Hobbybrauern etabliert, wenn das kein gutes Zeichen ist!

 

Impressionen: HBX – Stadtbrauerei am Aegi

 

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Heidelberger Brauerei GmbH

 

Heidelberger Brauerei GmbH

Kurpfalzring 112

69 123 Heidelberg

Baden Württemberg

Deutschland

 

Die Heidelberger Brauerei GmbH liegt ein wenig vor den Toren der Kernstadt in einem Industriegebiet. Die recht großen, rechteckig einfachen Gebäude stechen hervor durch das rot akzentuierte Brauereilogo auf den ansonsten weiß gehaltenen Wänden. Berge von Leergut stehen im Innenhof, und die Brauerei scheint gut zu florieren.

 

Die Produktpalette ist recht vielfältig; man gibt sich bewusst modern und versucht, jedem Bierkenner etwas für seinen persönlichen Geschmack anzubieten. Parallel dazu wird mit einem neuen Markenauftritt aggressiv geworben – Heidelbergs Ansatz, die Wirtschaftskrise zu bekämpfen?

 

Leider gibt es im Brauereibereich keinen eigenen Ausschank – und auch auf der Internetseite der Brauerei findet man keinen Hinweis auf einen solchen. So bleibt dem Bierkenner nur der Trost, dass es das „Heidelberger“ buchstäblich in jeder dritten Kneipe in Heidelbergs Altstadt gibt – zu zum Beispiel im „Historischen Studentenlokal zum Sepp‘l“. Genug Gelegenheiten also, das Bier zu verkosten – und der 5. Mai 2009 bot mir auch noch Möglichkeit dafür.

 

Impressionen: Heidelberger Brauerei GmbH

 

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Heineken Experience

 

Heineken Experience

Stadhouderskade 78

1072 AE Amsterdam

Niederlande

 

Die alte Braustätte der Heineken Brauerei in Amsterdam ist umgebaut worden zu einem riesigen Erlebniszentrum, in das die alten, kupfernen Braukessel, die bis vor einigen Jahren noch in Betrieb waren, geschickt integriert worden sind. Man macht hier also eine Brauereibesichtigung und einen Museumsbesuch in einem, wenn man das alte Ziegelgebäude betritt.

 

Am 12. September 2009 stand ich vor der beeindruckenden Ziegelfassade am Rande des Amsterdamer Stadtzentrums, bezahlte fünfzehn Euro Eintritt und ärgerte mich über diese Raffgier. Gepäck, Jacken und Mäntel können – immerhin gratis! – an der Garderobe abgegeben werden, und dann taucht man hinein in das sogenannte „Heineken Experience“.

 

Die Geschichte der Brauerei ist mit Plakaten, Exponaten, Videos und viel Multimedia-Installationen sehr professionell aufbereitet und zeigt den Siegeszug des Heineken-Bieres von einer kleinen Amsterdamer Braustätte bis zum heutigen Weltkonzern. Geschmacks- und Aromenvielfalt spielen in der Darstellung natürlich keine Rolle, sondern der mittlerweile erreichte kleinste gemeinsame Geschmacksnenner wird als Erfolgsrezept für das Heineken-Bier präsentiert. In gewisser Weise stimmt’s ja auch – wo nur wenig kräftige Geschmacksnoten vorhanden sind, kann sich auch niemand an eben diesem Geschmack stoßen…

 

Der Spaziergang durch die wirklich riesige Ausstellung umfasst neben diesen üblichen Exponaten auch einen beeindruckenden Rundgang durch das ehemalige Sudhaus, in dem sich Braukessel neben Braukessel reiht. Zum Teil werden im Inneren der Braukessel Diashows und Videos vorgeführt, zwischen den Kupferkesseln steht ein Angestellter und braut in einem – elektrisch beheizten – Bottich Bierwürze, die auch lauwarm verkostet werden kann. Die Zutaten und den Brauprozess erklärt er geduldig und bringt so dem nicht so fachkundigen Besucher die einzelnen notwendigen Schritte des Brauens nahe.

 

Vorbei an den blitzsauberen Ställen der Shire-Horses, die auch heute noch bei Volksfesten und ähnlichen besonderen Anlässen genutzt werden, um das Bier auszufahren, führt der Rundgang zu einem kleinen Erlebniskino. Auf einer Rüttelplatte stehend, mit Wasser, Wind, Wärmestrahlung und kalter Luft beaufschlagt, erlebt der Besucher in einem unterhaltsamen Video den gesamten Brauprozess mit, als sei er ein Malzkorn beziehungsweise das, was im Laufe des Brauprozesses von diesem übrig bleibt. Sehr originell.

 

Nach einer nicht unprofessionellen Verkostung an einer kleinen Bar im Innern des Museums findet man sich in einer Ruhezone wieder, in der man sich, auf bequeme Liegen gebettet, von Heineken-Werbespots von 1954 bis heute berieseln lassen kann.

 

Nach dieser Ruhepause kommt die junge Generation auf ihre Kosten. Man kann Karaoke machen, sich damit elektronisch in einen Videospot einfügen lassen und diesen per eMail versenden, man kann seinen Sportidolen oder anderen Stars, die für Heineken Reklame machen, huldigen oder sich von Musikvideos beschallen lassen.

 

Am Ende dieses eher hektischen Teils der Ausstellung findet sich die World-Bar, in der jeder Besucher nun noch zwei Heineken trinken darf – je nach Geschmack entweder ordentlich gezapft und mit einem bisschen Restaroma, oder aber auf knapp unter 0° C herunter gekühlt und damit so ziemlich geschmacksfrei.

 

Mit fast überlasteten Sinnen verlässt man diese Ausstellung wieder, mit dem Fazit: Nicht schlecht gemacht. Anderthalb Stunden Gehirnwäsche, warum Heineken nun wirklich das beste Bier der Welt sein sollte, wirken sehr professionell. Wenn auch über die Brauerei selber nur die üblichen Plattitüden und gewaltiges Eigenlob verbreitet werden, wird der Brauprozess für diejenigen, die wirklich daran interessiert sind, geduldig erklärt und vorgeführt, und es gibt eine Menge Kurzweil für nahezu jede Altersgruppe. Das zahlreich vorhandene Personal allüberall ist stets freundlich und hilfsbereit, nahezu perfekt gedrillt und immer präsent.

 

Trotzdem: Heineken ist und bleibt ein langweiliges Bier, nahezu ohne Charakter – geglättet bis zur Geschmackslosigkeit. Und auch wenn es hier perfekt gezapft wird, bleibt es dünn und wässrig. Die Ausstellung ist zwar professionell gemacht, aber da es sich um eine gigantische Werbeveranstaltung handelt (und viele Besucher nach der „Gehirnwäsche“ im Heineken-Shop Berge von Souvenirs für teures Geld erstehen), ist der Eintrittspreis von 15.- € schlicht und einfach unverschämt.

 

In Summe eines dieser Dinge, die „man mal gemacht haben muss“, aber definitiv kein zweites Mal braucht.

 

Impressionen: Heineken Experience

 

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Brauerei August Helbig KG

 

Brauerei August Helbig KG

Ahäuser Weg 8 - 10

35 781 Weilburg

Hessen

Deutschland

 

Auf der Suche nach einer Brauerei, die eigentlich keine mehr ist…

 

Zwar fungiert die Brauerei rechtlich immer noch als solche, aber während einer Brauereibesichtigung im Rahmen einer Volkshochschulveranstaltung wurde einem Bekannten gegenüber angeblich das Geheimnis gelüftet: Die Brauerei steht still, und das gute Weilburger Bier wird nach altem Rezept woanders produziert. Gerüchte sagen, in Herborn bei der Bärenbrauerei.

 

Ich kann nicht verifizieren, ob es stimmt, aber wir haben es am 20. August 2005 vorgezogen, statt in die Brauerei direkt in das Stammhaus der Brauerei, in den gutbürgerlichen Weilburger Hof, zu gehen und das Bier dort zu verkosten – was definitiv keine schlechte Idee war. Atmosphärisch so, als sei die Zeit hier vor vielen Jahren stehen geblieben, aber dafür sehr gepflegtes Bier und eine aufmerksame Bedienung in ruhiger (und musikfreier!) Umgebung. Jawohl, musikfrei – endlich einmal ohne niveauloses Gedudel, ohne Zwangsbeschallung, ein Ort zum gemütlichen Sitzen, Reden und Genießen. Wie schön!

 

Impressionen: Brauerei August Helbig KG

 

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Hellers Brauhaus

 

Hellers Brauhaus

Roonstraße 33

50 674 Köln

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Nach einem gemütlichen, aber kalten Bummel über die gerade erst eröffneten Kölner Weihnachtsmärkte am 3. Dezember 2005 stand uns der Sinn nach etwas Wärme – und es war definitiv nicht Glühwein oder Punsch, woran wir dabei dachten.

 

Was lag also näher, als sich in die nächstgelegene Gasthausbrauerei zu setzen, sich aufzuwärmen, etwas zu essen und ein paar leckere Bierchen zu genießen.

 

In Hellers Brauhaus taten wir genau dies.

 

Das „Hellers“ gehört zu den letzten Brauhäusern in Köln (oder ist es mittlerweile schon das letzte und damit einzige?), in denen noch ein Wieß produziert wird, das heißt, ein ungefiltertes, hefetrübes Kölsch. Ein leckeres Geschmackserlebnis – im Sommer erfrischend und süffig, im Winter, ob seines Hefe- und sonstigen Trubstoffgehalts, nahrhaft und sättigend. Daneben probierten wir noch das „normale“, also gefilterte Kölsch, den Euro-Bock und das No. 33 – letzteres benannt nach der Hausnummer der Brauerei. Wir freuten uns, dass wir diese Biere, allesamt sehr aromatisch und süffig, auch in Halbliterflaschen mit heimnehmen konnten und vergaßen ob dieser Freude die Ausführlichkeit einer angemessenen Fotodokumentation. Asche über unser Haupt…

 

Und ein kleiner sommerlicher Nachtrag sei noch gestattet: Am 10. August des Folgejahres kehrten wir erneut hier ein, allerdings ohne Fotoapparat, und ließen uns das Weißbier schmecken.

 

Gute Biere, nette, studentisch unkomplizierte Atmosphäre an blankgescheuerten Holztischen und viel Grün – das wäre wohl die angemessene Zusammenfassung unserer Eindrücke bei diesen beiden Besuchen.

 

Impressionen: Hellers Brauhaus

 

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Stadsbrouwerij De Hemel

 

Stadsbrouwerij De Hemel

Franseplaats 1

6511 VS Nijmegen

Niederlande

 

Die Commanderie von Sankt Jan aus dem Jahr 1196, die als das zweitälteste Gebäude Nijmegens gilt, beherbergt seit der Grundrenovierung 1974 und dem Auszug des Gemeindemuseums 1999 ein kleines Bed & Breakfast Hotel, ein Restaurant, eine Kaffeerösterei, eine Schnapsbrennerei und eine kleine, aber sehr feine Brauerei, die Stadsbrouwerij De Hemel. Auf einer kleinen, schmuck mit Holz verkleideten Sudanlage mitten im großen Speisesaal des Restaurants werden fünf feste Sorten und ein wechselndes Saisonbier gebraut, und zusätzlich werden zahlreiche Produkte mit und aus Bier hergestellt und angeboten – sei es Senf oder Bieressig oder was auch immer.

 

Im Gegensatz zur grauen Masse der Gasthausbrauereien, die sich auf „Hell“, „Dunkel“, „Weizen“ beschränken, dazu preiswertes, rustikales Essen servieren und jede Überraschung des Gastes peinlichst vermeiden, wird hier ein ordentliches Biermenü völlig anders zelebriert. Zunächst kann man sich eine Bierprobe bestellen und bekommt von allen sechs verfügbaren Biersorten ein kleines Gläschen. Und zwar nicht lieblos hingepanscht, sondern sorgfältig gezapft, mit ausführlichen mündlichen Erläuterungen serviert und mit einer laminierten Bierkarte, auf der die wichtigsten Eigenschaften der Biere noch einmal schriftlich festgehalten sind. Angefangen mit einem pils-ähnlichen, aber obergärigen Bier namens Luna, 5,0% Alkohol, leicht herb und schön frisch. Weiter geht es mit Godelief, 5,0%, bernsteinfarben und ein wenig malziger, süffiger. Es folgt das Serafijn, ein Bier im Stil eines belgischen Wit, 5,0%, mit deutlichen und erfrischenden Noten von Apfelsinenschalen und Koriandersamen. Ein herrliches Sommerbier. Das Saisonbier im Oktober 2011 war ein Marieke, 6,5%, ein wenig kräftiger als das Godelief, noch etwas malziger, fast schon im Stile eines Münchner Märzen. Es folgt das Helse Engel mit 8,0% – im Stil eines Tripel, aber zusätzlich mit feinen, leicht adstringierenden Kräuternoten. Und schließlich das Nieuw Ligt, ein Gerstenwein mit 10%. Dunkel, süffig, malzig, aber dabei nicht mastig, sondern eher aromatisch-fruchtig, etwas an das Chimay Grand Réserve erinnernd. Jedes dieser Biere für sich genommen hervorragend – und in der Kombination ein Angebot, aus dem sich sicherlich für jedes Essen etwas Passendes auswählen lässt.

 

Wobei letzteres trotzdem nicht ganz einfach ist. Eine Speisekarte gibt es hier nämlich nicht, sondern der Gast lässt sich ein auf ein mehrgängiges Menü mit Fisch und Fleisch, ohne so ganz genau zu wissen, was kommt. Das durchweg freundliche und rundum sympathische Personal erzählt zwar gerne über das Essen, genauso gerne kommt aber auch die Empfehlung „Lassen Sie sich doch einfach überraschen!“.

 

Es begann am 6. Oktober 2011 mit frischem, noch ofenwarmem Schwarz- und Weißbrot, dazu eine Paste aus schwarzen Oliven und eine schön scharfe Chili-Mayonaise. Es folgte, als zweiter Gang, eine Linsensuppe, indisch gewürzt und serviert in einem kleinen Bierglas ohne Löffel, sondern zum Trinken. Dritter Gang: Ein afrikanischer Weißfisch, aromatisch festes Fleisch, hervorragend gewürzt mit vielen, leckeren Kräutern. Als Hauptgang gab es neben verschiedenen Salaten, kleinen ganzen Kartoffeln und Maiskolben mit Butter und Honig mehrere Sorten Fleisch vom Spieß. Ähnlich wie in manchen brasilianischen Restaurants kamen die netten Kellner und Kellnerinnen mit einem riesigen Metallspieß an den Tisch und schnitten das Fleisch vom Spieß herunter. Geflügel, Schwein, Rind – jede Sorte für sich individuell gewürzt, auf den Punkt gebraten – einfach nur lecker. Und schließlich als Dessert eine Ananas – mit Zimt und Honig bestrichen und ebenfalls am Spieß leicht gebacken.

 

Die ersten fünf Biere, in der oben beschriebenen Reihenfolge, passten ganz hervorragend zu den jeweils einzelnen Gängen – als Biermenü eine kulinarische Offenbarung.

 

Blieb der dunkle, kräftige Barley Wine – was könnte hierzu besser passen als eine Auswahl unterschiedlicher, selbstgemachter Schokoladen? Und so gab es zum krönenden Abschluss noch einen Schokoladenteller mit Sorten von tiefschwarz und herb bis weiß und sahnig-kremig.

 

Ein Rundum-Erlebnis, wie es wohl nur wenige Gasthausbrauereien in dieser Qualität anbieten – und dabei für einen absolut fairen Preis. Sicherlich nur steigerbar, wenn man zusätzlich – aber das geht natürlich nur nach vorheriger Vereinbarung – eine Brauereibesichtigung und fachkundige Führung mit einschließt.

 

Endergebnis und Siegerehrung: Der bei weitem schönste Besuch in einer Gasthausbrauerei seit langem!

 

Impressionen: Stadsbrouwerij De Hemel

 

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Panimoravintola Herman

 

Panimoravintola Herman

Läntinen Rantakatu 37

20 100 Turku

Finnland

 

Als wir am 9. August 2009 nach einem wunderschönen, aber in der Sommerhitze doch recht anstrengenden Stadtbummel in der Gasthausbrauerei („Panimoravintola“) Herman ankamen, war die Enttäuschung groß: Zwar stand überall noch „Panimo“, also „Brauerei“, aber die freundliche Bedienung erklärte uns, dass der 1996 begonnene Braubetrieb leider vor anderthalb Jahren wieder eingestellt worden sei und das Restaurant seitdem wieder nur mit kommerziell hergestellten Bieren auskommen müsse.

 

Schade. Wir setzten uns zwar noch einige Minuten in den Biergarten direkt am Kai, beobachteten die Schiffe und genossen die Nachmittagssonne, aber tief im Herzen trauerten wir: Mal wieder eine Brauerei geschlossen.

 

Impressionen: Panimoravintola Herman

 

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Herrnbräu GmbH & Co. KG

 

Herrnbräu GmbH & Co. KG

Manchinger Strße 95

85 053 Ingolstadt

Bayern

Deutschland

 

Das 1882 gegründete Bürgerliche Brauhaus Ingolstadt ist seit den sechziger Jahren eher unter der Marke „Herrnbräu“ bekannt, und diesen Namen sahen wir am 15. Oktober 2010 auch schon von weitem, das heißt, von der Autobahn aus. Der Entschluss, mal eben abzufahren und etwas zu essen und zu trinken, war dann schnell gefasst.

 

Neben dem eher an einen Industriebetrieb erinnernden Brauereikomplex, der geprägt ist von hohen Pyramiden leerer Bierkästen und dem großen, grünen Turm, in dem sich das Sudhaus befindet, fanden wir auch einen Brauereiausschank, das „Bräustüberl zur Sudpfanne“. Überraschend, dass es vom relativ großen Angebot der Herrnbräu-Bier nur das Helle, das Dunkle und das Pils vom Fass zu verkosten gibt, aber wenigstens sind diese Biere dann auch gepflegt und schmecken frisch und aromatisch. Dazu gibt es eine ordentliche und nicht zu teure Speisekarte mit regionaler, rustikaler Kost. Nichts Weltbewegendes, aber für den Preis absolut in Ordnung.

 

Bayerische Gasthaus-Gemütlichkeit und eine rustikale Freundlichkeit der Bedienung passen ins Bild, und in der Summe war dieser Besuch einer Brauerei und ihres Ausschanks zwar kein ausdrücklicher Höhepunkt, aber dennoch völlig in Ordnung.

 

Impressionen: Herrnbräu GmbH & Co. KG

 

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Het Brouwcafé Scheveningen Haven

 

Het Brouwcafé

Scheveningen Haven

Dr. Lelykade 28

2583 CM Den Haag

Niederlande

 

27. September 2008, Spätsommer. Keine Wolke am Himmel, weit über 20° C. Vor uns das dumpfe Tönen der Sirenen der einlaufenden Fishtrawler, geschäftiges Treiben am Kai, Fisch und Meeresgetier wird entladen. Eine leichte, salzige Brise weht Hafengerüche zu uns herüber, wir hören Möwengeschrei. Und mittendrin eine sonnige Terrasse voller Menschen mit rot glänzenden, glücklichen Gesichtern, in bester Stimmung. Man merkt ihnen an, dass hochprozentige Abteibiere und die Hitze an einem herrlichen Spätsommertag eine schöne, aber auch gefährliche Kombination eingehen…

 

Het Brouwcafé in Scheveningen – ein typisch niederländisches Biercafé, das aber neben über 50 verschiedenen, leckeren, interessanten und frischen Biersorten auf der Getränkekarte auch mit eigenen Bieren aufwartet, die auf einer winzigen und recht improvisiert wirkenden Brauanlage produziert werden. Nahezu täglich ist dieses kleine Sudwerk in Betrieb, um den Bedarf an verschiedenen Spezialitäten zu decken.

 

Trotz so unterschiedlicher Sortenbezeichnungen wie Frisse Wind (eine Art obergäriges Pils), Brouwbok oder Triple merkt man den Bieren die gemeinsame Herkunft an – ein ausgeprägt blumiges, eigentlich nicht unangenehmes, aber in dieser Intensität fast schon aufdringliches Aroma verbindet alle drei heute angebotenen Biere. Ob hier eine wunderliche, alphasäurearme Aromahopfensorte in großen Mengen benutzt wird, oder ob es daran liegt, dass die recht kleinen Gärbehälter offensichtlich ohne Kühlung und Temperatursteuerung im warmen Schankraum stehen – ich weiß es nicht.

 

Gleichwohl, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt: Die Biere waren schmackhaft, die Inneneinrichtung ein origineller Stilmix, zum Teil mit Einflüssen der Flower-Power-Zeit, die Bedienungen freundlich, und die Lage direkt im Fischereihafen einfach wunderschön.

 

Lädt definitiv zum Wiederkommen ein.

 

Impressionen: Het Brouwcafé Scheveningen Haven

 

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The Highlander

 

The Highlander

Sobieskiplatz 4

1090 Wien

Österreich

 

Im Rahmen der Städtetour der Bier nach Wien machten wir am 19. März 2009 einen spontanen, ungeplanten Zwischenstopp im Highlander, der – aus welchem Grund auch immer – nicht in unserem Tourprogramm aufgeführt war.

 

Eine junge, gut gelaunte und hübsche Dame bot uns an, die hier auf dem kleinen 5 hl Sudwerk produzierten vier Biere in zweckmäßiger Reihenfolge und in kleinen Gläsern auszuschenken – vom milden zum kräftigen Bier, so dass wir auch sorgfältig verkosten konnten. Vom Lager über das Weizen und das Märzen bis zum Stout sollte die geschmackliche Reise gehen.

 

Frohgemut begannen wir, aber schnell wurden wir ein wenig nachdenklich ob des wunderlichen, aber nicht unangenehmen Geschmacks des Lagers – und sofort hub wilde Spekulation an: „Das ist der Hopfen!“ – „Seltsame Hefe verwendet!“ – „Vielleicht ein bisschen umgeschlagen?“

 

Des Rätsels Lösung war viel einfacher. Mit einem liebenswerten Lächeln kam die Bedienung und sagte: „Ich glaube, ich habe mich verzapft – das war das Weizen!“

 

Nachdem wir dergestalt wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt worden waren, wollten wir natürlich mehr über das Bier wissen, und bekamen angeboten: „Ich rufe einfach den Chef an. Der ist hier in der Nähe, der kommt bestimmt gerne vorbei und erklärt Ihnen alles!“ Und genau so war es: Kaum fünf Minuten später stand Ulrich Schneider, der Brauer, vor uns. Wir unterhielten uns angeregt und freuten uns, dass hier jemand vor uns stand, der dem Brauen realistisch begegnete. Er mache kein großes Hokuspokus, sondern braue einfach nach den Rezepten, die ihm schmeckten. Und natürlich sei er sich dessen bewusst, dass bei geringerem Konsum das Bier im Lagertank langsam weiterreife und so stetig seinen Charakter leicht verändere. Aber das sei ja gerade das Schöne an seiner kleinen Gasthausbrauerei, dass der Kunde Bier wieder als ein lebendiges Naturprodukt kennenlerne.

 

Was konnten wir anderes, als Ulrich aus vollstem Herzen zuzustimmen – die gerade getrunkenen Biere (vielleicht mit Ausnahme des Stout, das ein kleines Bisschen unharmonisch wirkte und noch nicht ganz ausgereift schien – obwohl es durchaus schon gut schmeckte) hatten ja mit ihrem wunderbaren und individuellen Geschmack kräftig zu dieser Überzeugung beigetragen! Und die Gäste am Nachbartisch sahen es wohl genauso, denn im Nu waren wir mit ihnen in eine fröhliche Bierdiskussion verwickelt und beleuchteten die Wiener Bierszene von allen Seiten.

 

Schade nur, dass die Zeit viel zu knapp war – denn hier hätten wir sicherlich noch wesentlich länger diskutieren können und wollen…

 

Am 17. März 2010 hatte ich erneut die Gelegenheit, im Highlander einzukehren. Diesmal hatten wir ein wenig mehr Zeit mitgebracht, tranken nicht nur ein paar Biere auf die Schnelle, sondern aßen auch eine Kleinigkeit und ließen uns von Ulrich Schneider die Sudanlage und den Lagerkeller etwas genauer zeigen.

 

Eine Sudanlage der Firma „Bier-Lilly“ aus Wien ist es, die vor zehn Jahren hier in der Gaststube installiert worden war und seitdem klaglos ihren Dienst verrichtet. Klaglos – glücklicherweise, denn die Installationsfirma „Bier-Lilly“ gibt es schon seit einer geraumen Weile nicht mehr, und jeder kleine Schaden könnte sich dadurch schnell zu einem etwas größeren Aufwand entwickeln.

 

Wir stillten unseren Wissensdurst und wandten uns dann rasch wieder dem physischen Durste zu – schließlich galt es doch auch dieses Jahr, alle vier angebotenen Biere mit der angemessenen Ruhe und Konzentration zu verkosten.

 

Impressionen: The Highlander

 

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Der Hirschbräu – Privatbrauerei Höß

 

Der Hirschbräu – Privatbrauerei Höß

Hirschstraße 2

87 527 Sonthofen

Bayern

Deutschland

 

Eigentlich ein alter Bekannter – dutzende Male habe ich hier in der Hirschbrauerei schon mein Bier getrunken und die allgäuerisch-derbe Atmosphäre und die gute, nahrhafte Küche genossen. Insbesondere das würzige Bockbier lockte mich immer wieder in den Brauereiausschank, und ich habe sogar schon aus beruflichen Gründen hier übernachtet. Und dennoch hat es bis zum 11. März 2008 gedauert, bis ich diese Brauerei mal fotografisch dokumentiert habe – und dann auch nur in Teilen.

 

Asche über mein Haupt. Das hat der Hirschbräu nämlich nicht verdient.

 

Eine recht ordentliche Auswahl an gut gepflegten und sehr süffigen Bieren ist im Angebot – und man darf sich im Schankraum auch gerne auf ein einziges Glas von jeder Sorte beschränken. Letzteres unterscheidet den Ausschank vom Brauereiladen… Im brauereieigenen Getränkemarkt bekommt man das Bier nämlich nur kistenweise.

 

Der Bierliebhaber, der gerne von jeder Sorte nur eine Flasche degustieren möchte und so keinen ganzen Kasten zusammenbekommt, sieht es mit trübem Sinn und beschließt, sein Bier woanders zu kaufen. Irgendwie habe ich in den Vorlesungen zur Wirtschaftslehre alles etwas anders verstanden – denn einen Werbeeffekt hat dieses seltsame Getue nicht.

 

Höchstens einen negativen…

 

Impressionen - Der Hirschbräu – Privatbrauerei Höß

 

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Lehr- und Versuchsbrauerei der Hochschule Ostwestfalen-Lippe – Life Science Technologies

 

Lehr- und Versuchsbrauerei der Hochschule Ostwestfalen-Lippe – Life Science Technologies

Liebigstraße 87

32 657 Lemgo

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Wer hätte das gedacht? Im Keller der Hochschule Ostwestfalen-Lippe befindet sich im Fachbereich 4 „Life Science Technologies“ eine hervorragend ausgestattete kleine Brauerei mit einer Ausschlagmenge von bis zu 300 Litern. Für Ausbildungs- und Forschungszwecke natürlich, das ist ja klar.

 

Aber dennoch, manchmal hat man Glück und kann auch bei solch einer Anlage eine Art Brauereibesichtigung machen und das hier gebraute Bier verkosten – so geschehen am 28. August 2010. Unter Führung von Herr Kettern aus dem Labor für Getränketechnologie besichtigten wir die Räume des Fachbereichs und das Vier-Geräte-Sudwerk im Technikum. Mit viel Humor und Geduld erklärte er uns die Technik, und wie diese kleine Versuchsbrauerei in die Lehre und Ausbildung integriert wird.

 

Und zum guten Schluss, als schöne Überraschung, präsentierte er uns – direkt aus dem Lagertank und herrlich schmackhaft – das hier produzierte Bier „Campus“, ein schönes und aromatisches Helles, mit leichter Hopfenbittere und ausgewogener Malzigkeit. Lecker!

 

Sicher keine Brauerei, die jeder einmal anfahren kann, um sie zu besichtigen – auf alle Fälle aber ein Kleinod, das es verdient, unter „Bier vor Ort“ erfasst zu werden!

 

Impressionen: Lehr- und Versuchsbrauerei der Hochschule Ostwestfalen-Lippe – Life Science Technologies

 

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Hochwälder Brauhaus GmbH

 

Hochwälder Brauhaus GmbH

Zum Stausee 190

66 679 Losheim am See

Saarland

Deutschland

 

Ein kleiner Stausee in der Nähe des nur wenig größeren Ortes Losheim im Saarland – ein idyllisches Naherholungsgebiet. Und auf einer kleinen Anhöhe eine Gasthausbrauerei, von deren Terrasse man einen wunderschönen Blick über den See hat. Im Innern helles und freundliches Holz, moderne, aber nicht ungemütliche Einrichtung, und – natürlich – in der Mitte die kupfern glänzende Sudanlage.

 

Als wir am 11. April 2007 das Hochwälder Brauhaus besuchten, saß im Innern niemand – strahlend blauer Himmel und warme Sonne hatten alle Besucher in den Biergarten gelockt. Hier ließ es sich gut aushalten, bei leckerem Bier und wunderbarer Atmosphäre.

 

Wenn nur nicht…

 

Ja, wenn nur nicht die Bedienung hier draußen dermaßen katastrophal gewesen wäre, wie wir es schon seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt haben. Das Essen wurde unvollständig serviert, die Reklamation wurde mürrisch aufgenommen und zunächst ignoriert. Als dann die fehlenden Beilagen zum Essen kamen, war das Gericht mittlerweile kalt. Bitte zurück in die Küche, und alles gleichzeitig und heiß, bitte sehr! Erneut Gemaule… Es dauerte unendlich, bis wir endlich etwas Genießbares auf dem Tisch hatten. Sehr ärgerlich – und bis auf Weiteres hatten wir, trotz der leckeren Biere hier und der schönen Lage, die Lust am Hochwälder Brauhaus verloren.

 

Zur Ehrenrettung sei aber angefügt, dass auf meine schriftliche Beschwerde über das Internet ein Anruf des Geschäftsführers erfolgte, während dessen er sich offiziell bei uns entschuldigte. Entschuldigung angenommen!

 

Impressionen: Hochwälder Brauhaus GmbH

 

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Brouwerij Hoegaarden

 

Brouwerij Hoegaarden

Stoopkenstraat 24 a

3320 Hoegaarden

Belgien

 

Irgendwann in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts entsann sich Pierre Celis, den Bierstil „Belgisches Wit“ vor dem Vergessen zu retten. Mit großem Erfolg. Mittlerweile gilt dieser Bierstil als einer der bekanntesten Belgiens und wird von Bierliebhabern weltweit untrennbar mit dem Namen der kleinen Stadt Hoegaarden verbunden, in der Pierre Celis seine kleine Brauerei aufgebaut hatte.

 

Mittlerweile ist Hoegaarden aber keine kleine Brauerei mehr, sondern eine gigantische Bierfabrik und Teil des Anheuser-Busch-InBev Imperiums. Pierre Celis ist schon vor vielen Jahren in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert und hat dort erneut erfolgreich angefangen, Belgisches Wit zu brauen.

 

Als wir am 14. Februar 2010 durch Hoegaarden fuhren, hatten wir ein anderes Ziel, aber wir nutzten die Gelegenheit, die gewaltigen Hallen der Großbrauerei zu fotografieren. Und natürlich den kupfernen Braukessel auf inmitten des Kreisverkehrs am Ortseingang.

 

Mehr aber auch nicht.

 

Impressionen: Brouwerij Hoegaarden

 

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Brauerei-Gasthof Höhn

 

Brauerei-Gasthof Höhn

Hauptstraße 11

96 117 Memmelsdorf

Bayern

Deutschland

 

Am 23. und 24. April 2005 besuchten wir den Brauerei-Gasthof Höhn im Rahmen unserer diesjährigen Tour de Bier. Der 23. April, der Tag des Deutschen Bieres, war Anlass für die Brauerei, ein kleines Bierfest zu veranstalten, das Görchla-Fest – benannt nach der fränkischen Verkleinerungsform von Georg, schließlich ist der 23. April auch der Tag des Heiligen Georg, des „Drachentöters“. Und überdies heißt der Inhaber der Brauerei auch Georg.

 

Konsequenterweise wurde heute natürlich nur das hiesige Görchla-Bier ausgeschenkt, ein süffiges, nicht gerade ausdrucksstarkes, aber bei warmem Wetter erfrischendes, bernsteinfarbenes Bier.

 

Der nächste Morgen, an dem bei dem einen oder anderen von uns die Augen ob zu vieler kleiner Görchlas nur sehr schwer aufzugehen schienen, bot uns die Möglichkeit, die Brauerei ausgiebig zu besichtigen. Ein altes Brauhaus, dem man ein wenig ansieht, dass auch in Franken die kleinen Brauereien zunehmend schwerer um ihr Überleben zu kämpfen haben – man merkt, dass der Sudkessel nur noch ab und an angefeuert wird.

 

Trotzdem merkte man Georg Höhn an, dass er noch mit dem Herzen dabei ist – freizügig erzählte er uns alle Details über die Brauerei und zeigte uns insbesondere das Kühlschiff unter dem Dach, in dem die kochende Bierwürze an der frischen Luft auf Gärtemperatur herunter gekühlt wird.

 

Ein netter und interessanter Besuch, und auch wenn die Einheimischen sagen, dass die Qualität des Bieres von Sud zu Sud arg schwankt, sei es Georg Höhn und allen Biergenießern doch gewünscht und von Herzen gegönnt, dass er diese Brauerei in netter Ergänzung zu seinem Gasthof noch lange betreiben kann.

 

Impressionen: Brauerei-Gasthof Höhn

 

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Privatbrauerei Hoepfner GmbH & Co. KG

 

Privatbrauerei Hoepfner GmbH & Co. KG

Haid-und-Neu-Straße 18
76 131 Karlsruhe

Baden Württemberg

Deutschland

 

Direkt an einer vielbefahrenen Straße in Karlsruhe, neben einer Tankstelle, gegenüber einem Bildungszentrum erwartet man alles, aber nicht dieses ritterburgartige Gebäude, mit hohen Sandsteinmauern, Burgzinnen und riesigen goldenen Lettern, die davon künden, dass sich hier Hoepfner-Brauerei befindet. Direkt daneben, im ähnlichen Stil, etwas kleiner, aber zum Ensemble dazugehörend, der „Burghof“, ein Hotel und Brauereiausschank.

 

Und genau hier, im Burghof, kann man dann auch das Hoepfner Bier hervorragend genießen, wenn man nicht an einer organisierten Brauereiführung teilnimmt. Ein gemütlicher Gastraum, freundliche Bedienungen, eine umfangreiche Speisekarte und eine wirklich große Auswahl an Hoepfner-Bieren vom Fass findet man hier vor. Und geht man durch die Gaststube durch, so kommt man in einen kleinen Innenhof, Biergarten genannt. Für einen echten Biergarten ist er zu klein, und es fehlen die großen, schattenspendenden Bäume, aber es sitzt sich trotzdem urgemütlich hier, und die Biere schmecken einfach nur hervorragend.

 

Früher war ich öfter mal hier, aber heute, am 1. Juni 2010, beschränkte ich mich auf ein einziges Bier, das Hoepfner Porter. Pechschwarz, karamellig und richtig schön süffig, dabei mit „normalem“ Alkoholgehalt war es heute, in der Sonne, aber bei kühlen Temperaturen genau das Richtige.

 

Impressionen: Privatbrauerei Hoepfner GmbH & Co. KG

 

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Hösl & Co Brauhaus GmbH

 

Hösl & Co Brauhaus GmbH

Bahnhofstraße 1

Postfach 1128

95 660 Mitterteich

Bayern

Deutschland

 

Das Hösl-Brauhaus, wohl besser bekannt unter dem Namen „Weissbier Resi“, besuchten wir am 1. Mai 2004 im Rahmen der Tour de Bier. Eigentlich hatten wir nach Tschechien fahren gewollt, aber angesichts der Feierlichkeiten des EU-Beitritts gab es keine Chance, ohne stundenlangen Stau die Grenze zu überschreiten. Lustlos kreiste der Tourbus durch die Oberpfalz, bis in Mitterteich der erlösende Ruf ertönte: „Da! Eine Brauerei!“. Die Mittagsrast war gesichert.

 

Ein leckeres, hefiges und fülliges Weißbier, ein süffiges Helles und ein schlankes, etwas blumig schmeckendes Pils standen in Windeseile vor uns und ließen das Herz lachen.

 

Ländlich, ein wenig altmodisch, aber dem eigenen Stil treu und ohne sich dem Zeitgeist zuliebe zu verbiegen – so wirkten die Brauerei, der Ausschank und auch die Bedienung. Oberpfalz halt.

 

Impressionen: Hösl & Co Brauhaus GmbH

 

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Hövels Hausbrauerei

 

Hövels Hausbrauerei

Hoher Wall 5 – 7

44 137 Dortmund

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Es war ein ungemütlicher, grauer und kalter Tag, als ich am 3. Januar 2009 in Dortmund Hövel’s Hausbrauerei besuchte – und genauso grau und wenig einladend war die Fassade des großen Gebäudes, in dem die Hausbrauerei untergebracht war. Hier befand sich früher also die Privatbrauerei Thier, wie man der großen Beschriftung des Gebäudes entnehmen konnte.

 

Zögerlich betrat ich die Hausbrauerei, wurde aber positiv überrascht: Eine gemütliche Einrichtung mit vielen alten Brau-Gerätschaften empfing mich. In einem der Gasträume waren die Deckenleuchten aus grünen Bierflaschen gestaltet, in einem anderen hingen kupferne Leuchten an perforierten Kupferrohren, die früher als drehbare Wasserberieselung beim Nachschwänzen verwendet worden waren. An der Wand eine alte elektrische Schalttafel, ein Motor und breite, lederne Transmissionsriemen, die das große Sudhaus mit mechanischer Energie versorgt haben, sowie ein historischer Flaschenfüller. Ansonsten der übliche Kleinkram: Holzfässchen, alte Bierkisten, aber natürlich auch moderne Reklamemittel – Pappaufsteller, beleuchtete Inschriften und große Poster.

 

Leider gab es – entgegen der Verheißungen der Getränkekarte – keine saisonale Bierspezialität, aber das angebotene Standardbier, das Dortmunder Zwickel, hat mich trotzdem überzeugt: Ein intensives, kräftiges Hopfenaroma, nicht zu blumig oder grasig, aber deutlich hopfig und bitter, wehte mir vom Glas entgegen. Und der erste Schluck offenbarte einen tollen Kontrast zwischen Hopfenbittere und malziger Süße – ein ganz hervorragendes Bier, bei dem zum Glück weder am falschen Ende, nämlich am Hopfen, gespart, noch auf den Geschmack der verweichlichten Massenkundschaft Rücksicht genommen wird. Endlich mal wieder ein Bier mit Charakter!

 

Die Speisekarte bot saisonal Wild- und Grünkohlspezialitäten an, und ich war mit der Kombination aus Grünkohl und Wildschweinbratwurst zufrieden. Dazu moderate Preise und freundliches Personal, prima!

 

Lediglich die Sudanlage könnte ein bisschen schöner präsentiert werden. Hinter verglasten Trennwänden fristet sie in einer Ecke ihr Dasein – nicht einmal ein paar Scheinwerfer hat man ihr spendiert, auf dass ihr Kupferglanz zur Geltung käme…

 

Impressionen: Hövels Hausbrauerei

 

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Staatliches Hofbräuhaus in München

 

Staatliches Hofbräuhaus in München

Hofbräuallee 1

81 829 München

Bayern

Deutschland

 

Am 22. März 2008 waren wir seit vielen, vielen Jahren mal wieder im Hofbräuhaus am Platzl in München. Eigentlich braucht man es ja nicht beschreiben. Jeder hat davon gehört, jeder glaubt, es zu kennen. Oktoberfest das ganze Jahr lang.

 

Stimmt einerseits.

 

Andererseits ist das Hofbräuhaus aber auch ganz anders: Freundliche Bedienungen, relativ günstige Preise, gutes Essen, hervorragende Stimmung. Natürlich spielt hier eine von den Amerikanern liebevoll so genannte Oompah-Band. Natürlich sitzen hier die Trachtler an ihren Stammtischen und granteln. Aber genauso natürlich schmeckt das Bier im Hofbräuhaus aus den Maßkrügen frisch, hervorragend gezapft und gepflegt.

 

Und so gehen Vorurteil und Genuss Hand in Hand.

 

(Und natürlich wissen wir alle, dass das Hofbräu schon lange nicht mehr hier am Platzl gebraut wird, sondern vor den Toren der alten Münchner Stadt, in Riem. Nur noch ein Brauereiausschank ist das Hofbräuhaus. Aber was für einer!)

 

Impressionen: Staatliches Hofbräuhaus in München

 

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Privat-Brauerei Hohenfelder GmbH

 

Privat-Brauerei Hohenfelder GmbH

Wiedenbrücker Straße 155

33 449 Langenberg

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Direkt vor dem Ortseingang Langenbergs an der Bundesstraße 61 erhebt sich ein großes, klotziges Gebäude, die Hohenfelder Brauerei. Auf den ersten Blick ein unpersönlicher Neubau, ohne Geschichte, aber schaut man ein wenig näher hin, so sieht man, dass in diesen Zweckbau das historische Sudhaus integriert ist und die alten, kupfern glänzenden Braukessel dekorativ durch die Glasscheiben leuchten.

 

Mehr noch: Sieht man durch das Einfahrtstor links neben dem Produktionsgebäude, so fällt der Blick auf ein Verwaltungsgebäude, das eher wie eine Villa aussieht. Und vielleicht beherbergt es tatsächlich auch die Eigentümer-Familie? Ich weiß es nicht, denn leider war heute, am 24. April 2010, keine Tür offen. Ich habe auch keinen Brauerei-Ausschank auf dem Brauereigelände gefunden, und als ich das „Lappmann‘s Dunkel“, das Aushängeschild dieser Brauerei, im Nachbarort verkostet habe, konnte man mir über die Brauerei auch dort nichts erzählen.

 

Impressionen: Privat-Brauerei Hohenfelder GmbH

 

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Hohe Wart Haus

 

Hohe Wart Haus

Gabelsberger Straße 9

63 739 Aschaffenburg

Hessen

Deutschland

 

Ich glaube es nicht, dass es in Deutschland ohne Weiteres möglich ist, eine kleine Gasthausbrauerei noch abgelegener zu situieren, als es beim Hohe Wart Haus der Fall ist. Irgendwo im Spessart zwischen Bessenbach und Hessenthal sind wir am 6. Mai 2006 abgebogen und im Wald verschwunden. Mit zunehmender Wegstrecke wurde der Busfahrer immer nervöser – obwohl wir ihm versicherten, dass es ganz oben im Wald einen Bus-Wendeplatz gebe, war er kurz davor, aufzugeben und rückwärts wieder hinunter zu fahren…

 

Aber schließlich erreichten wir doch glücklich das Hohe Wart Haus, eine kleine Wirtschaft im Spessart mit eigener Brauerei. Biergarten, Waldlaube und Gaststube gehen ein wenig ineinander über, urgemütlich sitzt man hier, und auch bei schlechtem Wetter findet man Schutz.

 

Die Brauerei ist eine winzig kleine Anlage, sicherlich nicht auf technische Effizienz getrimmt und recht schwierig zu reinigen und instandzuhalten. Gleichwohl schmeckten die hier produzierten Biere ausgezeichnet, und der junge Wirt und Brauer freute sich schier ein Loch in den Bauch über unsere Begeisterung. Das Dunkle und das Helle schmeckten hervorragend, das Weizen war geschmacklich auch klasse, schäumte aber fürchterlich, so dass es ewig dauerte, bis ein Glas eingeschenkt war, und das Sator-Starkbier wurde uns schließlich als krönender Abschluss serviert.

 

Die Brotzeiten zum Bier waren ebenfalls hervorragend. Sättigend rustikal, qualitativ in Ordnung und gar nicht teuer.

 

Also, für denjenigen, der die Brauerei im Wald wiederfindet, mit Sicherheit eine tolle Adresse.

 

Impressionen: Hohe Wart Haus

 

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Brasserie Gilbert Holl

 

Brasserie Gilbert Holl

8, avenue Jacques Preiss

68 340 Riquewihr

Frankreich

 

Direkt vor einem wunderschönen Weinberg und inmitten des Weinortes Riquewihr im Elsass liegt die Ende 1998 gegründete Brasserie Holl, die ich am 24. September 2009 besuchte. Die Hofeinfahrt an der schmalen Durchgangsstraße bietet Platz für ein, zwei Autos. Ein kleines Geschäft, in dem die Bierspezialitäten, die hier gebraut werden, erworben werden können, aber auch zahlreiche andere, nette Produkte – insbesondere edle Brände aus der Distillerie des gleichen Besitzers nur wenige hundert Meter entfernt.

 

Der freundliche junge Mann, der mich hier bediente, erzählte mir in holprigem Deutsch, dass ein erheblicher Anteil der hier gebrauten Biere auf Fässer gezogen und in Restaurants in der Region verkauft würde, dass aber auch der Flaschenanteil in dem kleinen Lädchen nicht zu verachten sei. In einem etwas größeren Sudkessel von über 600 Litern würde das Standardbier produziert, wohingegen er Spezialitäten in einer kleineren Anlage mit etwas über 100 Litern brauen würde.

 

Gerne hätte ich mich noch ein wenig länger mit ihm unterhalten, aber die Arbeit rief. Neben dem Verkauf in dem Lädchen war der junge Mann fleißig damit beschäftigt, Bier auf Flaschen zu ziehen und zu etikettieren.

 

Ich nutzte die Gelegenheit, noch ein paar Fotos zu schießen, aber dann trollte ich mich mit meiner Beute: Vier Flaschen des hier gebrauten Bieres – originell etikettiert. Und zumindest eines dieser Biere stellt ein kleines Zugeständnis an die Region dar, in der es entstanden ist, war es doch mit Crémant, dem berühmten Schaumwein des Elsass, aromatisiert…

 

Impressionen: Brasserie Gilbert Holl

 

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Hirsch-Brauerei Honer GmbH & Co. KG

 

Hirsch-Brauerei Honer GmbH & Co. KG

Friedrichstraße 34

78 573 Wurmlingen

Baden Württemberg

Deutschland

 

Als ich am 17. April 2010 um Punkt neunzehn Uhr vor dem Brauereigasthof der Hirsch-Brauerei in Wurmlingen stand, war ich für einen kurzen Moment enttäuscht: „Heute ab 19:00 Uhr geschlossen!“ stand auf der Kreidetafel am Eingang. Aber der Schreck hielt nur kurz an, denn darunter war ganz klein vermerkt: „BierWelt geöffnet!“

 

Und so kam ich unverhofft in den Genuss, die BierWelt der Hirsch-Brauerei zu besuchen. Neben den alten Kupferkesseln der Brauanlage konnte ich sitzen, mit Blick durch die Glasfront auf den Biergarten unter mir, und vor allem mit der Option, die hier gebrauten Biere in kleinen 0,1-l-Gläsern zu verkosten. Zu jedem der Biere konnte mir der Kellner Details berichten – seien es Verkostungsbemerkungen, Interessantes zum Brauprozess oder – ein wenig als Eigenlob – die Anzahl der mit gerade diesem Bier gewonnenen nationalen oder internationalen Trophäen.

 

Eine regionale Brauerei, die in den vergangenen Jahren außerordentlich erfolgreich war und kräftig expandierte. Ein modernes Brauereigebäude direkt neben dem Brauereigasthof, große Hallen, viel Platz für Lastkraftwagen und ein professionell gemachter Auftritt. Ein interessanter Besuch.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass bei allem Erfolg die Verantwortlichen auf dem Teppich bleiben und sowohl die regionale Verankerung der Brauerei als auch die excellente Bierqualität nicht auf dem Altar der Umsatzzahlen opfern werden.

 

Impressionen: Hirsch-Brauerei Honer GmbH & Co. KG

 

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Hops & Barley

 

Hops & Barley

Wühlischstraße 22/23

10 245 Berlin

Berlin

Deutschland

 

Am 15. Januar 2011 besuchten wir die winzige Hausbrauerei Hops & Barley in Berlin. Sie entspricht so gar nicht den Vorstellungen, die man von den deutschen Gasthausbrauereien sonst so hat, sondern fällt vom Ambiente etwas aus dem Rahmen. Statt urdeutscher Gemütlichkeit findet man eine kleine Straßenkneipe, die eher an eine Tapas-Bar in einer der weniger touristisch frequentierten Seitenstraße in Madrid erinnert. Fliesenboden, weißblaue Fliesen auch an einigen Bereichen der Wände, große, unverkleidete Heizkörper, alte, einfache und schon abgearbeitete Tische und Stühle, große Flachbildschirme, auf denen Fußball läuft, und die Menschen stehen vor der Bar und schauen Bundesliga.

 

Die Theke befindet sich, klein, aber fein, mitten im vorderen Schankraum, und gleich daneben findet man das Sudwerk, eine winzige Anlage von geschätzt 50 Litern Ausschlagmenge. Hier muss doch bestimmt jede Nacht gebraut werden, um mit dem Nachschub nachzukommen...

 

Was zählt in einer Gasthausbrauerei? Zuallererst das Bier. Und das war Spitze. Das Friedrichshainer Pilsner war hell, nur ganz leicht trüb, hatte einen sehr stabilen Schaum, und einen fantastischen, sehr herben Geschmack. Das Schwarze wies feine Röstnoten und einen bitteren und trotzdem leicht malzigen Geschmack auf und gefiel mir hervorragend. Und das Spezialbier war heute ein Wiener Lager - bernsteinfarben, und mit einem Hauch einer estrigen Fruchtnote noch frisch, klar und süffig. Könnte locker mit dem Ottakringer Roten aus Wien mithalten! Einziger Kritikpunkt war vielleicht das Weißbier – es schmeckte nicht unangenehm, hatte aber eine ganz leichte Säure im Geschmack, die dort nicht hingehörte.

 

Zum Essen gibt‘s Brot mit Wurst oder Käse und Bockwurst.

 

Also eine einfache Kneipe mit selbstgebrautem Bier und eigener Atmosphäre. Wenn ich in der Nähe bin, jederzeit wieder auf ein fantastische leckeres Bier auf die Schnelle, oder mit einer Gruppe von Freunden zu einem klassischen Kneipenzug. Eher nix für die Familie.

 

Impressionen: Hops & Barley

 

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Restaurant de la Brasserie „Le Houblon

 

Restaurant de la Brasserie „Le Houblon”

6, rue du Houblon

68 460 Lutterbach

Haut Rhin

Frankreich

 

Was für eine Enttäuschung, die uns der 19. Oktober 2006 brachte, als wir das Restaurant de la Brasserie „Le Houblon“ besuchten. Hatten wir doch bei unserer Internet-Recherche im Vorfeld zunächst einen vielversprechenden Text gefunden, der im Folgenden ausschnittsweise zitiert sei:

 

„Lutterbach: Ein Kurpfälzer braut köstlichen Gerstensaft in der ältesten und kleinsten Brauerei des Elsass. (…) Heute, gut 350 Jahre später, wird in der ehemaligen Abtei noch immer – und immer noch voller Stolz – auf traditionelle Art gebraut. Zwar hat sich in der Zwischenzeit viel getan. (…) Das Wunder geschah Ende der achtziger Jahre. Die Gemeinde erwarb das Grundstück und baute über den historischen Kellern ein neues Gebäude. Der Spagat zwischen moderner Architektur und dem Erhalt alter Elemente war gewagt und schwierig. Das Ergebnis kann sich – so fanden spätestens bei der Eröffnungsfeier im Jahre 1994 auch die vormals Misstrauischen – durchaus sehen lassen: Das Gebäude selbst ist hell und modern, der Gastraum befindet sich zum größten Teil in dem alten steingemauerten Kellergewölbe der ehemaligen Abtei, die Inneneinrichtung ist geschmackvoll-rustikal und urgemütlich. Die Mini-Brauerei ist teils im Keller, teils im Restaurant angesiedelt. Insgesamt ist eine äußerst gelungene und interessante Mischung aus Tradition und Moderne entstanden. Zudem sind Arbeitsplätze geschaffen worden. Im „Restaurant de la Brasserie“ lassen sich nicht nur Bierliebhaber aus ganz Frankreich und aus dem benachbarten Deutschland kulinarisch verwöhnen, auch die Einheimischen treffen sich hier gerne auf ein Glas. Die Küche bietet typische Elsässer Spezialitäten wie Flammakueche, Zwiebelkuchen, Choucroute, Baeckaoffa, Schieffala, Lawerknepfla, Fleischschnackas, Sürlawerla (Saure Leber), Carpes frites (in Bierteig gebackenen Karpfen) zu nicht übertriebenen Preisen. Zum Essen kann selbstverständlich – wir befinden uns schließlich in einem Weinland – auch roter oder weißer Rebensaft getrunken werden. Angesichts des Ambientes von glänzend polierten Kupferkesseln und sonstiger brautechnischer Accessoires in den „Caves“, den ehemaligen Abteikellern, wird der Bierliebhaber jedoch die seltene Gelegenheit wahrnehmen, in einer traditionsbehafteten Umgebung ein „Bière artisanale“, also ein Bier, das nach den -traditionellen Handwerksregeln hergestellt wurde, zu ordern. Der Unterschied zu industriell hergestelltem Bier ist nicht nur für den Kenner leicht zu schmecken. Ungefiltert und unpasteurisiert bewahrt es den aromatischen Eigengeschmack der einzelnen Zutaten. „Da weiß man wenigstens“, frei nach Thomas Mann, „was man verschluckt“! (…) Le Maître brasseur, der Braumeister also, hat das Brauer- und Mälzerhandwerk von der Pike auf gelernt – bei der Eichbaum-Brauerei in Mannheim. Nach einem anschließenden Studium der Getränketechnologie an der Technischen Universität in Berlin hat er sich für die Arbeit in der kleinsten und ältesten Ein-Mann-Brauerei im Elsass entschieden. Vorteil: Vom Einkauf über das Brauen bis zur Qualitätskontrolle, d.h. dem Verkosten: alles liegt in einer Hand. Vom Gerstenkorn und Hopfenpellet bis hin zum appetitlich gefüllten Bierglas mit perfekter Schaumkrone: der Werdegang des Produkts wird von einer einzigen Person verfolgt und ständig kontrolliert. Eine Arbeit, die Spaß macht und mit der man sich identifizieren kann. Kein Wunder, dass da neben der Herstellung des beliebten „La Lutter Bier“ noch genug Lust und Kreativität bleibt, andere, jahreszeitlich wechselnde Biere zu kreieren. Ob Bière de Mars (Märzenbier), Bière de Noel (Weihnachtsbier), ob dunkles oder helles Bier: die Lutterbacher und ihre Gäste sind‘s zufrieden! (…)“

 

Tja, so hatten wir es erhofft, betraten wohlgemut das Restaurant und wurden relativ rasch beschieden: Nein, ein Bière artisanale gäbe es derzeit nicht. Es sei schon eine Weile her, dass das letzte Mal gebraut worden sei, das sei schließlich auch viel Aufwand, die Mühe könne man sich nicht so häufig machen.

 

Wir bekamen den Eindruck, als sei die Begeisterung, die in dem oben zitierten Artikel noch deutlich zu spüren war, einer ausgeprägten Lustlosigkeit gewichen.

 

Um nicht völlig umsonst angereist gewesen zu sein, tranken wir wenigstens ein kommerzielles Bier vom Fass, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte, und trollten uns anschließend enttäuscht unseres Weges.

 

Impressionen: Restaurant de la Brasserie „Le Houblon”

 

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Hübner Bräu

 

Hübner Bräu

Steinfeld 69

96 187 Stadelhofen

Bayern

Deutschland

 

Am 23. April 2005, dem „Tag des Deutschen Bieres”, besuchten wir diese urige Kleinbrauerei im Stadelhofener Ortsteil Steinfeld. Eine kleine Gaststube, geprägt durch einen Kanonenofen in der Mitte des Raumes, dessen glühendheißes Ofenrohr im Winter schon so manchem unvorsichtigen Gast ein lange haltbares Andenken eingebrannt haben soll, ein kleiner Balkon als Biergartenersatz außerhalb der Saison und ein herrliches, ein wunderbares Landbier, stilecht im Tonkrug serviert.

 

Otto-Bier nennt sich dieses Bier der Hübner Bräu in Kreisen der Stammgäste, benannt nach dem Wirt – einem Original, wie es heute nur noch selten zu finden ist. Immer freundlich, immer zuverlässig, und immer mit Mütze. Wir haben jedenfalls niemanden getroffen, der Otto schon einmal ohne seine Schottenmütze gesehen hätte…

 

Etwas abseits gelegen, aber jederzeit wieder einen Besuch wert – ein echtes fränkisches Traditionserlebnis. Originalität und Ursprünglichkeit zum Anfassen.

 

Impressionen: Hübner Bräu

 

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Brauerei-Gaststätte Hummel

 

Brauerei-Gaststätte Hummel

Lindenstraße 9

96 117 Memmelsdorf-Merkendorf

Bayern

Deutschland

 

Was für eine tolle Überraschung! Der 10. Dezember 2008 wird wohl noch lange in meiner Erinnerung bleiben! Was eigentlich nur als kleiner Zwischenstopp für ein preiswertes Mittagessen geplant war, erwies sich als bierkulinarischer Glücksgriff!

 

Wir hielten vor dem schlichten Brauereigebäude und betraten die ebenso schlichte, zweckmäßige und schon etwas „abgewohnte“ Gaststube pünktlich zur Mittagszeit. Als die Bedienung kam und uns fragte, was wir denn trinken wollten, und ich wie immer die Gegenfrage stellte, welche Biersorten es denn gebe, erntete ich ein breites, fast schon spöttisches Grinsen. „Suchen’s sich was aus – zwölf Sorten dürften schon langen!“ hieß es, und ich bekam ein Holzständerchen mit zwölf Flaschenetiketten vor die Nase gestellt.

 

Nun, ich machte mich an die Arbeit… Während wir – eher nebenbei… – unser Mittagessen zu uns nahmen, kämpfte ich mich tapfer durch die Liste der angebotenen Biere. Ein herrliches, mittelstark geräuchertes „Räucherla“ Märzen, ein runder, fruchtig aromatischer Weizenbock, ein heller und süffiger Leonhardi Bock, ein dunkler, kräftiger Winterbock. Dann das Kellerbier, ausdrucksstark und würzig, das grasig-herbe Pils, und ich spürte, wie meine Kondition langsam nachließ. Das Feixen meiner Frau spornte mich noch einmal an, aber nach dem hellen, bananigen und vollmundigen Weißbier und dem süffigen, goldenen Festbier war unwiderruflich Schluss. Ich kapitulierte.

 

Ein Bier war besser als das andere gewesen – ich war von einem Geschmackserlebnis in das nächste gestürzt, und es fiel mir schwer, nach zwei Dritteln der Strecke aufzugeben. Bestimmt hätten auch die noch fehlenden Biere den bereits getrunkenen in nichts nachgestanden – es war ein paradiesisches Erlebnis gewesen.

 

Und mindestens genauso schön war das Erlebnis, nach vier langen Stunden, nach einem reichhaltigen Mittagessen mit Dessert und Salat, nach Kaffee und Kuchen als Rahmenprogramm und all diesen vielen verkosteten Bieren eine Rechnung zu bekommen, die mindestens um die Hälfte niedriger war als erwartet. Neidisch schaute ich mich in der Nachbarschaft um, als ich aus der Gaststube heraus stolperte – hier müsste man wohnen und jeden Tag diese wunderbaren Biere genießen können!

 

Impressionen: Brauerei-Gaststätte Hummel

 

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Panimoravintola Huvila

 

Panimoravintola Huvila

Puistokatu 4

57 100 Savonlinna

Finnland

 

Eine Brauerei mit eigenem Bootsanleger – die Gasthausbrauerei „Huvila“ in Savonlinna, die wir am 15. Juni 2010 besucht haben.

 

Wir standen auf dem Bootssteg, machten Bilder von dem hellen Holzgebäude, in dem die Brauerei untergebracht ist, und als wir vor dem aufziehenden Regen ins Trockene flüchten wollten, um unser erstes Bier zu verkosten, stellten wir fest: Heute geschlossene Gesellschaft.

 

Mist!

 

Aber das Brauereipersonal hatte Erbarmen mit uns: Trotz der arbeitsreichen Vorbereitungen für die große Feier ab 18:00 Uhr durften wir in den Schankraum und uns an die Theke setzen. So konnten wir denn wenigstens die drei verfügbaren Biersorten vom Fass verkosten. Das Joutsen, ein Goldenes Ale, sehr rund und süffig, malzbetont mit nur wenig blumigem Hopfen. Das Pale Ale, ein scharf gehopftes American Ale mit viel C-Hopfen und einer mächtigen Bitterkeit, dabei nur 4,2% stark – fantastisch! Und das E.S.B., ein mit Goldings-Hopfen gewürztes, kräftig bitteres, mittelbraunes Bitter. Alle drei Biere exzellent, wenn auch das Pale Ale für meinen Geschmack mit seiner fruchtigen Note und der frischen Bittere deutlich nach oben herausstach.

 

Angesichts dieser wunderbaren Geschmackserlebnisse und der freundlichen Bedienung konnten wir es auch verschmerzen, dass wir heute hier weder etwas essen noch die Sudanlage betrachten konnten.

 

Impressionen: Panimoravintola Huvila

 

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