Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das
Original – seit 1997
Bier vor Ort

Bier vor Ort
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Brouwerij ‘t IJ
Brouwerij ‘t IJ
Funenkade 7
1018 AL Amsterdam
Niederlande
Von ferne grüßen schon die
rotierenden Flügel der Windmühle, unter der sich die Brauerei ‘t IJ befindet, die
wir am 12. September 2009 besucht haben.
Direkt am Fuß der Windmühle und
nur wenige Meter vom Wasser entfernt befindet sich das Ziegelgemäuer, das das
Proevlokal der Brauerei ‘t IJ beherbergt. Täglich von 15:00 bis 20:00 Uhr kann
man die hier produzierten Biere verkosten und dazu ein paar Kleinigkeiten, aber
wirklich nur Kleinigkeiten, essen. Ein paar Brocken Käse, ein paar Stückchen
Wurst – gerade mal für den hohlen Zahn und um den Biergeschmack
auszubalancieren.
Draußen auf der Terrasse stehen
zahlreiche Bierbänke unter kleinen, nur wenig Schatten spendenden Bäumen, und
bei halbwegs gutem Wetter sind sie auch alle voll besetzt. Drinnen ist es eng,
urig, nicht unbedingt sehr sauber, aber es hat Atmosphäre. Die Wände sind
vollgestellt mit alten Bierflaschen aus aller Herren Länder – vergilbte
Etiketten und dicke Staubschichten grüßen den Besucher.
Neben der Theke kann man durch
eine Glastür auf die Sudanlage schauen – schmuckloser, zweckmäßiger Edelstahl.
Nix für’s Auge, aber geschickt konstruiert für den täglichen Betrieb.
Die beiden Biere, die wir
verkosten konnten (es lag leider, wie so oft, eine lange Autofahrt vor uns…)
schmeckten ein wenig enttäuschend. Das IJwit, ein mit 7% Alkohol überraschend
starkes Witbier, schmeckte zwar nicht unangenehm, wirkte aber kantig und rau,
ließ eine gewisse gefällige Milde vermissen und wirkte dadurch auch nicht so
fein erfrischend wie andere Witbiere. Das fünfprozentige Plzen war hell, aber
nicht wirklich goldfarben, sondern wies einen gewissen Graustich auf, der das
Auge enttäuschte. Es war kräftig gehopft, aber unausgewogen und kratzig. Neben der Hopfenbittere war noch eine deutliche Hefebittere zu
schmecken. Trotz des Namens also kein echtes tschechische Pilsener.
Trotzdem waren beide Biere
interessant, und die Atmosphäre, die urigen Typen, die hier saßen, die Stimmung
und allein die Tatsache, hier an der Windmühle und am Wasser sitzen zu können,
das Bier ohne großes Aufhebens trinken zu können und sich auch wirklich fast
ausschließlich auf das Bier konzentrieren zu können, wogen vieles auf, so dass
der Besuch im IJ sicherlich trotzdem zu den gelungenen zählt. Und so wollen wir
auch würdigen, dass hier, im IJ, eine recht große Auswahl individueller Biere
gebraut und angeboten wird – solche Lust an der Vielfalt und der Individualität
würden wir uns bei vielen anderen Gasthausbrauereien auch wünschen.
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Mikrobryggeri Irish Pub
Mikrobryggeri Irish Pub
Nybrogatan 16
852 31 Sundsvall
Schweden
Die seinerzeit im Wesentlichen
aus Holzhäusern bestehende Stadt Sundsvall in Schweden ist im Jahr 1888
komplett niedergebrannt. Als reiche Industrie- und Handelsstadt verfügte sie über
genug Geld für einen unmittelbaren Wiederaufbau – diesmal aber in Stein.
Entstanden ist die liebevoll so genannte „Stenstaden“ (Steinstadt) als Altstadt
Sundvalls. In einem der alten Steinhäuser befindet sich der Irish Pub, der
gleichzeitig auch eine Mikrobrauerei ist.
Die Einrichtung ist so, wie man
es von einem Irish Pub rund um den Globus erwartet – dunkelgrüne Ledersofas,
viel dunkles Holz, alte Brauereischilder, schwere, geradezu barocke
Gemütlichkeit. Und an der Theke ein paar Handpumpen für Real Ale – die hier
allerdings drei vor Ort gebraute Biere ausschenken.
Zum Zeitpunkt unseres Besuches,
am 5. August 2011, waren dies ein Golden Ale namens „Blondinen“ (etwa 4,5%
Alkoholgehalt, kräftig gehopft mit deutlich zitrusartigem Geruch), ein Stout namens
„Svarta Katten“ (vier Prozent, kräftig röstig und bitter, mit vollem Körper und
Geschmack – man merkte ihm den niedrigen Alkoholgehalt nicht an) und ein Bitter
namens „Guldgrävaren“ (etwa 4,5%, mit kräftigen, erdigen Hopfennoten). Jedes
für sich ein ausgezeichneter Vertreter seiner Kategorie. Daneben gibt es noch
für diejenigen, die dem englischen Bier wirklich nichts abgewinnen können, zwei
oder drei „normale“ schwedische Lagerbiere vom Fass, darunter auch das lokal
sehr beliebte Zeunerts aus Sollefteå.
Zu Essen gibt es einige wenige
Gerichte, in erster Linie viel Fleisch (Entrecôte), oder typische Barsnacks von
Erdnüssen bis Nachos. Angenehm leise Musik spielt im Hintergrund. Gemütlich!
Impressionen: Mikrobryggeri Irish Pub
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Irseer Klosterbräu
Irseer Klosterbräu
87 660 Irsee im Allgäu
Bayern
Deutschland
Das Irseer Klosterviertel – mehr
als nur eine Brauerei. Auf ein relativ großes Areal und mehrere Gebäude
verteilt findet sich hier natürlich der Klosterkomplex selber mit Kirche,
Pfarramt und so weiter, aber auch ein Hotel, ein Braugasthof und ein
Brauereimuseum.
Die Brauerei und der Braugasthof
blicken nach eigenen Angaben auf eine jahrhundertelange Tradition zurück, und
sitzt man urgemütlich im alten Klostergewölbe, so wie wir das am 19. März 2008
taten, kann man sich das leckere Klosterbier vor dem offenen Kamin schmecken
lassen. Draußen wütete Petrus mit offensichtlich schlechter Laune, drinnen
genossen wir die wohlige Wärme hinter den Klostermauern und das deftige,
gleichwohl raffinierte Essen.
Der Kloster Urtrunk und das
Kloster Urweisse mundeten wie schon lange kein Bier mehr – die Irseer
Klosterbiere scheinen, wenn sie in Flaschen verkauft werden, oftmals doch
schlecht gelagert zu werden oder unter den langen Transportwegen zu leiden. So
ein deutlicher Unterschied zwischen „Bier vor Ort“ und Bier sonstwo aus der
Flasche ist mir selten begegnet.
Im Anschluss nutzten wir noch die
Gelegenheit, das oberhalb des Sudhauses gelegene Brauereimuseum zu besichtigen.
Ein Sammelsurium alter Brau-Utensilien, Bierflaschen und Biergläser – man
müsste Zeit haben, hier stundenlang herumzustöbern…
Und für denjenigen, der nicht auf
eigene Faust zwischen all den Exponaten umherirren möchte, besteht die
Möglichkeit, eine offizielle Brauereiführung zu machen – diese schließt einen
Rundgang durch das Museum (und natürlich die obligatorische Bierverkostung) mit
ein.
Impressionen: Irseer Klosterbräu
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