Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das
Original – seit 1997
Bier vor Ort

Bier vor Ort
– K – K – K – K – K
– K – K – K – K – K –
Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg Wörner GmbH
& Co KG
Brauerei Schneider Weißenburg
„Zur Kanne“
Karl’s Brauhaus Chemnitz – Die Hausbrauerei
Kavalierhäuser Schloss Königs Wusterhausen
Kellerbrauerei Mitterbucher
& Söhne KG
Kirner Privatbrauerei Ph. & C. Andres GmbH & Co KG
Brauerei Johann Kneitinger e.K.
Königsbacher Brauerei GmbH & Co. KG
Gasthausbrauerei König von Flandern
Hostinec a Minipivovar U Koníčka
Kraft Bräu
– 1. Trierer Hausbrauerei
Krajan Browary Kujawsko-Pomorskie
Brauerei und Gasthof „Zur Krone“ – F. Tauscher
Kuhstall Wohrenstorf
– Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.
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kadlez restaurant
& brauerei
Floridsdorfer Hauptstraße 9
1210 Wien
Österreich
Nach einer längeren Fahrerei mit
Straßen- und U-Bahn erreichten wir am 21. März 2009 am Abend das Kadlez-Bräu. Kaum hatten wir Platz genommen, kam ein junger
Mann zu uns an den Tisch: „Grüß Gott! Ich bin der Christian Schneider. Wenn’s
Bier schmeckt, bin ich verantwortlich, wenn nicht, dann such‘ ich den Fehler in
der Anlage!“
Mit der gleichen Fröhlichkeit und
dem gleichen Humor begleitete uns Christian nun den ganzen Abend. Er zeigte uns
alle Details seiner Brauerei, erzählte uns über die Geschichte des Betriebes,
die Herkunft des Namens „Kadlez“ und seine Pläne, die
Brauerei weiter zu entwickeln. Unter dem Motto „Bier 21“ hat Christian persönlich
einen neuen Markenauftritt kreiert, der uns in Bezug auf grafische Gestaltung
und Farbgebung überzeugt hat. Dezente Eleganz, gedeckte, aber trotzdem nicht
altbacken wirkende Farben – sehr ansprechend!
Und auch zu jedem seiner Biere
wusste Christian Schneider etwas zu erzählen, ob es nun das Zwickel, das Pils
oder das Alt-Wiener Märzen war. Krönung war dann die Verkostung eines
Bockbieres aus dem Vorjahr, von dem Christian noch einige, wenige Liter für
wahre Bierkenner in der Hinterhand hatte – ein brauner Bock mit Lakritz- und
Schwarze-Johannisbeer-Aromen, der förmlich über die Zunge schmolz.
Ein Brauereibesuch, bei dem die
Zeit bei Fachsimpeleien geradezu verflog, bis uns die
letzte Straßen- und U-Bahn vor der Nase weggefahren war und wir mit dem Taxi
zurück ins Hotel mussten. Aber diesen zusätzlichen Preis war uns der Abend
heute wert gewesen – unterhaltsam, lehrreich und nahrhaft.
Impressionen: kadlez restaurant
& brauerei
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Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg Wörner GmbH & Co KG
Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg
Wörner GmbH & Co KG
Breitäckerstraße 9
96 049 Bamberg
Bayern
Deutschland
Nach vielen Jahren und
zahlreichen Besuchen in Bamberg ist es uns am 12. Dezember 2008 endlich
gelungen, auch die am weitesten außerhalb liegende Brauerei Bambergs einmal zu
besuchen – die Kaiserdom-Brauerei.
Das Brauereigelände selber
beeindruckte durch seine schiere Größe – Kaiserdom scheint von der Kapazität
her in einer anderen Liga zu spielen als die anderen Bamberger Brauer. Wirklich
eindrucksvoll.
Der Brauerei-Ausschank liegt nur
wenige hundert Meter weiter, an der Einfallsstraße in Richtung Bamberg. Ein
ansprechendes Hotel mit gemütlicher Ausstrahlung, freundlichem Personal und
heimeliger Einrichtung. Schade nur, dass ausgerechnet heute sämtliche Gasträume
wegen einer geschlossenen Gesellschaft blockiert waren und wir lediglich für
ein paar Minuten auf ein schnelles Bier „geduldet“ wurden. Wir suchten uns also
ein gemütliches Eckchen im so genannten Ofenzimmer aus, entschieden uns aus der
Liste der verfügbaren Fassbiere für das Schwarzbier und wurden wahrlich nicht
enttäuscht. Serviert im stilvollen Tonkrug schmeckte dieses Schwarzbier
hervorragend frisch, schön herb und sehr schlank. Das Ofenzimmer war recht
gemütlich, und so fiel es uns recht schwer, pünktlich vor Beginn der
geschlossenen Gesellschaft das Feld zu räumen.
Ach, aber einen Wermutstropfen
gab es denn doch: Hatte ich auf dieser Reise, der Jahreszeit geschuldet, in
jeder besuchten Brauerei einen Bock verkostet, hörte ich hier die enttäuschende
Nachricht, dass Kaiserdom zur Weihnachtszeit leider keinen Bock anbieten würde
– getreu dem Motto: „Ich hab’ keinen Bock!“
Impressionen: Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg Wörner GmbH & Co KG
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Kaiserhof-Bräu
Kaiserhof-Bräu
Friesener Straße 1
96 317 Kronach
Bayern
Deutschland
Plant man seinen Besuch bei der
Kaiserhof-Bräu in Kronach per Internet, stößt man auf
eine Minimal-Homepage: Adresse, Telefonnummer, eMail-Adresse
und die zwei Sätze „Der ‚Kaiserhöfer‘ ist eine traditionelle Familienbrauerei.
Heute leiten Braumeister Thomas Kaiser und sein Bruder, Diplom-Betriebswirt
Ulrich Kaiser, das mittelständische Unternehmen.“ – das ist alles, was man
findet.
Man muss schon länger
recherchieren, um wenigstens heraus zu bekommen, dass die Kaiserhof-Bräu 1879 gegründet worden ist und immer noch von der
Familie Kaiser betrieben wird. Auf dem Grundstück der Brauerei, mitten in
Kronach, befindet sich auch der Gasthof Kaiserhof, und den haben wir am 27.
Dezember 2011 besucht.
Die Wirtschaft ist gemütlich, es
gibt auch kleine Nischen für zwei Personen, in denen man herrlich sitzen und
speisen kann, und die Getränke- und Speisekarte ist vielversprechend. Eine
ziemliche lange Liste der hier gebrauten Biere – mindestens sieben oder acht
Positionen – das klingt schon mal gut. Und eine spezielle Sorte fränkischen
Humors findet man in der Karte ebenfalls: Wo sonst in der Welt würde ein Knöchla, also ein Eisbein, mit Sauerkraut und Brot als
Speise „für den kleinen Hunger“ angeboten? Zweifelnd runzelte ich die Stirn, ob
ich das richtig verstanden hätte, aber ich wurde bestätigt. Die große, oder
eher normale Portion Eisbein beläuft sich nämlich laut Speisekarte auf zwei
Stück!
Wenn die Gastwirtschaft auch
richtig schön urig und gemütlich war, so schaffte es die kurz angebundene
Bedienung doch, uns die Laune zu vermiesen. Auf die Frage, welches Bier denn
empfehlenswert sei, wurden wir barsch auf die Karte verwiesen, die allerdings
außer den Preisen keine weiteren Informationen zu den Biersorten liefern
konnte, und auch die Bestellung des Essens lief leider nur „zackzack!“.
Zu allem Überfluss war das naturtrübe Pils, das wir hier probierten, recht
dumpf und muffig, so dass wir in der Summe die Brauereiwirtschaft doch recht
enttäuscht verließen.
If you are going to plan a visit of the Kaiserhof-Bräu
in Kronach via internet, you will find a minimalistic
homepage: address, phone number, email-Adress and
only two sentences “The ‘Kaiserhöfer’ is a
traditional family run brewery. As of today, brew master Thomas Kaiser and his
brother, MSc Ulrich Kaiser,
manage the middle-class company.” – that’s all you are
going to find.
You have to investigate a bit mor
to find out, that the Kaiserhof Brewery was founded
in 1879, and since then is run by the Kaiser family. On the premises in the
heart of the city of Kronach, you also find the
brewery’s inn Kaiserhof, and that is the place we
visited 27th December 2011.
It is warm and cozy inside the pub, one can find small corners for two
to be comfortable seated and fed. The menu (food and beverages) is promising. It
looks good to see a relatively long list of beers brewed in place – seven or
eight position! And a special kind of Franconian
humor can be found as well: Where on earth would you find a “Knöchla”, Franconian for pork
knuckle, with sauerkraut and bread as a snack “for the small appetite”? I
frowned for a moment, but then I was confirmed: According to the menu, the real
portion of port knuckles includes two pieces!
In fact, the pub was quaint and comfortable; however, the waitress
succeeded in spoiling our mood by being curt. Having been asked, which of the
beers she might recommend, she harshly referred to the menu, which did not
contain any further information than names and prices of the beers, though. And
ordering the dishes was also executed in bang military manner. And adding to
our mixed impressions, the natural turbid pilsner beer, which we tried,
happened to be dull and musty. All in all we thus left the brewery a bit
disappointed.
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Kallholmens
Maltbryggeri
Brädgårdsvägen
2
932 33 Skelleftehamn
Schweden
Am kleinen
Yachthafen von Skelleftehamn finden sich mehrere
große Hallen, in denen Boote eingelagert, gewartet und repariert werden, und in
einer dieser Hallen hat sich in der ersten Jahreshälfte ein kleines, elegantes
Restaurant etabliert, das nach einigen Anlaufschwierigkeiten seit Juni 2011
auch über eine eigene Brauerei verfügt.
Das Restaurant serviert für
durchaus faire Preise leckere Fisch- und Fleischgerichte, nichts Exotisches,
aber schmackhaft und wirklich ausgezeichnet zubereitet. Aus dem Restaurant
heraus blickt man auf die Segelboote und über einen erstaunlich großen
Biergarten hinweg, dreht man sich aber um 180°, dann sieht man durch zwei
kleinere Glasfenster die Brauerei. Zwei kupferne Kessel tschechischer Produktion
stehen dort, daneben die üblichen Gerätschaften, Kisten, Kästen und Eimer.
Alles wirkt eher wie auf Kleinproduktion zum Flaschenverkauf optimiert, man
legt wenig Wert auf attraktive Optik. Steht man als Restaurantbesucher an dem
kleinen Fenster und schaut den Brauern zu, wirkt alles eher wie in einer
Autowerkstatt.
Gleichwohl – die hier
produzierten Biere waren zum Zeitpunkt unseres Besuches, am 4. August 2011,
ganz hervorragend. Unter Anleitung eines kleinen Teams aus Tschechien, das auch
die Brauanlage installiert hat, entwickelte Brauer Per Lundmark in den Wochen
vor Eröffnung der Brauerei drei Biere: Ljus Lager, Färsk Ale und Levande Lager. Das
erste und dritte jeweils im Stil eines klassischen, ungefilterten Pilsner, nur
unterschiedlich stark, und das Färsk Ale als
Britisches Ale, allerdings gefiltert. Jedes für sich schmeckte frisch,
aromatisch und recht ausdrucksstark und machte Lust auf mehr, aber der nette
Kellner machte auch ohne Umschweife darauf aufmerksam, dass man durchaus noch
in der Experimentierphase sei, und vielleicht würden die Biere sich in Zukunft
auch ein wenig anders entwickeln. Das hinge auch von den Rückkopplungen durch
die Besucher ab.
Impressionen: Kallholmens Maltbryggeri
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Kalt-Loch-Bräu GmbH
Kalt-Loch-Bräu
GmbH
Hauptstraße 201
63 897 Miltenberg
Bayern
Deutschland
Das Kalt-Loch-Bräu
in Miltenberg, dessen Brauerei-Ausschank wir am 6.
Mai 2006 besuchten, scheint seltsamerweise im Ansehen der örtlichen Bevölkerung
deutlich hinter der Brauerei Faust, die nur wenige hundert Meter weiter liegt, zurück
zu stehen. Egal, mit wem wir uns unterhielten – man verzog das Gesicht und
sagte, es sei besser beim Faust.
Wir wissen nicht, warum. Wir
saßen bei herrlichem Sonnenschein auf den Bierbänken vor dem Brauereiausschank
in der Fußgängerzone und ließen uns sowohl das dunkle Fränkische Landbier als
auch den ebenso dunklen Kalomator Doppelbock
schmecken. Beide Biere waren ausgezeichnet, die Bedienung war schnell und
freundlich – unser Eindruck war ausgezeichnet. Und auch am nächsten Tag, als
wir im Kloster Engelberg einkehrten und das dortige Klosterbier tranken, das
bei Kalt Loch gebraut wird, waren wir mit dem Bier absolut zufrieden.
Die Brauerei selber haben wir bei
unserem kurzen Besuch nicht gesehen, und auch in das Innere des
Brauereiausschanks haben wir nur einen schnellen Blick geworfen, aber dem
verkosteten Bier nach zu urteilen, gibt es hier nichts zu meckern. Genauso
wenig wie beim Faust.
Schön für die Miltenberger
– leckeres Bier aus zwei verschiedenen Brauereien!
Impressionen: Kalt-Loch-Bräu GmbH
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Brauerei Schneider Weißenburg „Zur Kanne“
Brauerei Schneider Weißenburg
„Zur Kanne“
Bachgasse 15
91 781 Weißenburg
Deutschland
Am 4. Mai 2007 besuchten wir im
Rahmen der „Tour de Bier 2007“ die Brauerei Schneider in Weißenburg / Bayern – sie stellte für die
drei Tage der Tour gewissermaßen unsere logistische Basis dar.
Die Biere waren durchweg sehr
lecker, das Personal freundlich und mit ganzem Herzen bei der Sache, und bei
der Besichtigung der Brauerei merkten wir, dass auch der Brauer in seinem Beruf
voll aufgeht. Zwar ist die Brautechnik schon ein wenig älter, aber sehr gut
gepflegt, topp in Schuss und blitzsauber. Prima! Wir fühlten uns bei der Tour
auch über Essen und Trinken hinaus sehr gut unterstützt, was auch an netten
Kleinigkeiten zu spüren war: Beispielsweise hatte die Brauerei extra anlässlich
unserer Tour einen Extra-Bierdeckel aufgelegt, und drückte jedem Tourteilnehmer eine Teilnahmeurkunde in die Hand, auf deren
Vorderseite der Bierdeckel noch einmal aufgeklebt war, und auf deren Rückseite
ein Rezept der Brauerei, heruntergerechnet auf die
für uns Hausbrauer typische Ausschlagmenge von 20 Litern, zum Nachbrauen
aufgedruckt war.
So fiel es denn auch nicht ins
Gewicht, dass die Brauerei Schneider unseren Appetit ein wenig unterschätzt
hatte und es beim Hausbrauerabend beim einen oder anderen Gericht zu einem
kleinen Engpass kam. Es gab genug Ausweichmöglichkeiten – niemand musste
hungern.
Und noch eine Besonderheit: Die Leipziger Gose, ein ganz besonderes Bier, eine
Spezialität, die es in dieser Rezeptur wohl nur ein einziges Mal in Deutschland
gibt (und das eines von an einer Hand abzählbaren
Bieren ist, das aus Traditionsgründen abweichend vom so genannten „Reinheitsgebot“ gebraut werden darf [zum Thema
„Reinheitsgebot“
an anderer Stelle mehr…]), wird hier nicht nur in der Flasche verkauft, sondern
sogar aus dem Fass angeboten. Das gibt’s sonst nur in Leipzig selbst, am
Bayrischen Bahnhof.
Und warum auch hier in
Weißenburg?
Na, der Braumeister vom
Bayrischen Bahnhof heißt Thomas Schneider.
Schneider?
Schneider!
Eben – derselbe Inhaber!
Impressionen: Brauerei Schneider Weißenburg „Zur Kanne“
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Brauerei Karg GmbH & Co KG
Brauerei Karg GmbH & Co KG
Untermarkt 27
82 418 Murnau am Staffelsee
Bayern
Deutschland
Zweimal mussten wir es heute, am
22. Februar 2009, versuchen, in den Brauereiausschank der Karg Brauerei hinein
zu kommen. Es war Karnevalssonntag, und während des ersten Versuchs stellten
wir fest, dass die Dorfkapelle und wohl auch fast alle anderen Mitglieder des
Fastnachtszuges hier eingekehrt waren – nicht einmal mehr ein Stehplatz wäre zu
kriegen gewesen.
Zwei Stunden später, nach einem
schönen Spaziergang, sah das schon anders aus. Die Helden waren müde geworden,
viele hatten sich getrollt. Und während der Rest zwar immer noch einen
Lautstärkepegel hielt wie auf Schalke in der Nordkurve, waren dann doch einige
Plätze frei geworden.
Die sichtlich gestresste und
erschöpfte Bedienung hielt sich tapfer und brachte uns eine hervorragende und
ungeheuer reichhaltige Brotzeitplatte. Sie war gedacht für eine Person, aber
selbst zu zweit mussten wir kämpfen, um sie aufzuessen. Dazu der diesjährige
Weizenbock – süffig und süßlich, das passte als leckerer Kontrast wunderbar.
Während sich um uns herum der Brauereiausschank leerte, gaben wir uns ganz
diesem Genuss hin.
Aufgrund der fortgeschrittenen
Stunde und des Heimwegs, der noch vor uns lag, blieb es zwar bei einem kurzen
Besuch mit nur einem Bier, aber in der Summe waren wir sehr zufrieden.
Impressionen: Brauerei Karg GmbH & Co KG
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Karl’s Brauhaus Chemnitz – Die
Hausbrauerei
Karl's Brauhaus – Die
Hausbrauerei
Brückenstraße 17
09 111 Chemnitz
Sachsen
Deutschland
Karl’s Brauhaus in Chemnitz stand am
14. September 2007 auf dem Plan. Ein wenig unattraktiv in einem schmucklosen
Betongebäude der 60er Jahre gelegen, innen aber urgemütlich. Eine uralt
wirkende Brauanlage, offensichtlich schon lange außer Betrieb. Dachten wir
jedenfalls – aber weit gefehlt! Unter der uralten Kupferhaube wird fleißig
gewerkelt und gesotten, und der Brauer macht stolz mit einer Leuchtreklame auf
seinen 1000. Sud vor wenigen Monaten aufmerksam. Leckeres Bier, preiswertes,
rustikal-leckeres Essen.
Und eine schlechte Nachricht, die
uns mit auf dem Weg gegeben wurde: Die Carlsberg-Brauerei
hat Karl’s Brauhaus wegen der angeblichen Ähnlichkeit
des Namens verklagt und den Rechtsstreit gewonnen. Bis Ende des Jahres 2007 muss
alles umbenannt werden. Ein Beispiel, wie der mündige Konsument mal wieder von
den großen Konzernen für dumm verkauft wird. Nicht nur die Namen sind deutlich
unterschiedlich – auch die Bierqualität. Der Biertrinker muss erst noch geboren
werden, der das Industriebräu von Carlsberg
mit den aromatischen Bieren aus Chemnitz verwechselt… Schade!
Muss Karl Marx, dessen x-Meter-hohe
Büste als spätsozialistisches Relikt dem Brauhaus genau gegenüber steht und der
daher auch Namensgeber für Karl’s Brauhaus war, jetzt
auch umbenannt werden?
Impressionen: Karl's Brauhaus – Die
Hausbrauerei
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Browar
Kasztelan
Browar
Kasztelan
ulica
Świętokrzyska 27
09-200
Sierpc
Polen
Die relativ große (800.000 hl
jährlich) Industriebrauerei Kasztelan in Sierpc sieht ihre Wurzeln unverdrossen bereits im
vierzehnten Jahrhundert, als man in Sierpc
nachweislich schon Bier braute – auch wenn die Kasztelan-Brauerei
selbst eigentlich erst im Jahr 1869 von Fryderyk Pehlke
gegründet worden ist, die heutige Anlage in den Jahren 1967 bis 1971 entstand
und 1972 das erste hier gebraute Bier auf den Markt kam. 1974 bis 1977 entstand
auf dem Brauereigelände eine betriebseigene Mälzerei, die bis heute betrieben
wird.
Heute gehört die Brauerei gemeinsam
mit der Stettiner Bosman-Brauerei und der Brauerei Okocim
in Brzesko zum dänischen Carlsberg-Konzern
und spielt in der Mittelstadt Sierpc eine bedeutende
ökonomische Rolle.
Als reine Industriebrauerei bot
sie uns am 20. April 2011, als wir hier vorbeikamen, nichts außer ihrer
Außenansicht und einen kleinen Kiosk gegenüber dem Haupteingang, an dem man das
Kasztelan-Bier kaufen konnte.
Impressionen: Browar Kasztelan
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AB
Kauno Alus
AB Kauno
Alus
Savanorių
Prospektas 7
44255 Kaunas
Litauen
Nur etwa einen Kilometer
Luftlinie vom historischen Zentrum der zweitgrößten Stadt Litauens, Kaunas,
entfernt, direkt am Hang des Grünbergs, findet man die Brauerei Kauno Alus, einen alten, von außen schon recht
heruntergekommen wirkenden Betrieb. Außer einer nicht wirklich überwältigenden
Reklame sieht man nur wenige Hinweise darauf, dass es sich hier um eine
Brauerei handelt, und auch eine Fahrt einmal um den Block zeigt keine weiteren,
deutlichen Merkmale. Man vermarktet sich nicht. Jedenfalls nicht hier, an der
Brauerei.
In der Stadt schon. Dort ist das
Bier, wie wir uns am 25. Juli 2011 überzeugen konnten, überall zu bekommen,
fast alle Bars und Restaurants zeigen Stolz auf das hier in der Stadt gebraute
Produkt.
Wobei „das Produkt“ eigentlich
der falsche Ausdruck ist – eine ganze Reihe von durchaus nicht uninteressanten
Bieren wird hier gebraut, neben den obligatorischen Hellen und Dunklen auch ein
Bier mit Ingwer und eine Reihe von hellen und dunklen Starkbieren
einschließlich eines Baltischen Porters.
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Kavalierhäuser Schloss Königs
Wusterhausen
Kavalierhäuser Schloss Königs
Wusterhausen
Schlossplatz 1
15 711 Königs Wusterhausen
Brandenburg
Deutschland
Das Schloss Königs Wusterhausen
ist nicht nur Historikern bestens bekannt. Schön renoviert und in einer
einladend aufgeputzten Parkanlage steht es da und lädt zum Flanieren ein.
Weniger bekannt ist, dass sich in den Kavalierhäusern ein ausgezeichnetes
Restaurant befindet – mit zwar nur sehr wenig verschiedenen Gerichten auf der Speisekarte,
dafür aber einer hervorragenden Qualität. Und ganz unbekannt ist, dass hier
auch eine kleine Brauerei zum Restaurant dazugehört.
Hinter der Theke steht der
kupferverkleidete Kessel der Sudanlage und passt sich, obwohl modern und
metallisch, trotzdem gut in das historische Ambiente des Restaurants ein.
Als wir am 29. August 2010 hier
einkehrten gab es keine Saisonbiere zu verkosten, sondern nur das Helle und das
Dunkle Zwölfender. Zwölfender, weil 12° Stammwürze. Das Helle war
verhältnismäßig kräftig in der Farbe, schon eher im orangenen, kupferfarbenen
Bereich, und das Dunkle ausgeprägt braun. Beide Biere waren kräftig malzig und
mit einer ausgeprägten Restsüße, die nur beim Hellen durch entsprechende
Hopfenherbe ausbalanciert wurde. Schmackhaft, aber nicht umwerfend.
Wesentlich besser die Küche: Ob
es die Wachtelbrüstchen waren, das Straußensteak oder die Pesto-Spaghetti
mit Steinpilzen – hier war ein begabter und begeisterter Koch am Werk! Und auch
der junge Mann, der uns bediente, strahlte Begeisterung aus. So einen
freundlichen und aufmerksamen Service würden wir uns häufiger mal wünschen…
Impressionen: Kavalierhäuser
Schloss Königs Wusterhausen
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Brauerei Keesmann
Brauerei Keesmann
Wunderburg 5
96 050 Bamberg
Bayern
Deutschland
Edel, fast schon ein wenig kühl
und distanziert, elegant und für fränkische Verhältnisse geradezu hanseatisch
wirkend, empfängt uns die Brauerei Keesmann am 17.
November 2007. Nicht dass es ungemütlich wäre, aber im Gegensatz zu den anderen
engen, verrauchten, eher dunkel eingerichteten Brauereien in Bamberg fällt der
Unterschied sofort ins Auge.
Auch in den Biersorten deutlich
abgesetzt – wer bietet in Bamberg sonst schon ein „Herren Pils“ an?
Also ein Bamberger Brauhaus der
etwas anderen Art. Definitiv aber nicht schlechter als die anderen. Nur anders.
Wir genossen, ein wenig unter
Zeitdruck stehend, weil andere Termine drängten, das schon genannte Herren
Pils, ein elegantes und frisches Bier, gar nicht typisch fränkisch. Aber wir
ließen es uns auch nicht nehmen, das vollmundige, nicht zu malzige Sternla Lager und den frischen Bock zu probieren –
letzterer eher schlank und leicht herb, fast schon wie ein Maibock.
Wir waren zufrieden – ein kurzer,
aber schöner, für Bamberg fast schon untypischer, aber dennoch in Erinnerung
bleibender Brauereibesuch.
Impressionen: Brauerei Keesmann
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Kellerbrauerei Mitterbucher & Söhne KG
Kellerbrauerei Mitterbucher & Söhne KG
Am Kellerbräuberg
2
4910 Ried
Österreich
Eigentlich wollten wir am 31.
Juli 2004 zum Ausklang eines Ausflugs nur noch schnell in Ried ein paar
Einkäufe erledigen, als wir die Hinweise auf das Annenfest sahen: Jedes Jahr im
Sommer findet auf dem Annenberg auf dem Gelände der Kellerbrauerei Mitterbucher dieses große Brauereifest statt. Mit gutem
Essen, Trinken, folkloristischer Musik. Das konnten wir uns natürlich nicht
entgehen lassen.
Auch wenn wir es leider nicht
geschafft haben, auch die Brauerei selbst zu besichtigen – allein schon die
herrliche Atmosphäre im Biergarten, die leckeren, süffigen Biere und die gute
Stimmung allenthalben genügten, dass sich der Weg hierher gelohnt hat.
Impressionen: Kellerbrauerei Mitterbucher
& Söhne KG
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Kircher Brauhaus GmbH
Kircher Brauhaus GmbH
Brauhausstraße 42
03 116 Drebkau
Brandenburg
Deutschland
Eine der kleinen Brauereien mit
extrem reduzierten Öffnungszeiten – schade. Das Kircher Brauhaus ist nur an
Sonntagen und Feiertagen und für Familienfeiern nach Absprache geöffnet. Leider
zu restriktiv für einen zufällig daherkommenden Reisenden, der mit großen,
runden Augen vor dem Zaun stehen bleiben muss und durch die Gitterstäbe
lediglich ein Zielfoto schießen kann.
Trotzdem schön, dass es diese Brauerei
gibt! (So festgestellt am 13. Februar 2011.)
Impressionen: Kircher Brauhaus GmbH
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Kirner Privatbrauerei Ph. & C. Andres GmbH & Co KG
Kirner Privatbrauerei Ph. & C. Andres GmbH & Co KG
Kallenfelser Straße 2-4
55 606 Kirn
Deutschland
Die Kirner Brauerei veranstaltet
üblicherweise im Frühjahr ein Brauereifest mit Musik, bekannten (?) Moderatoren
aus dem Hörfunk und Vergnügungen für die ganze Familie. Am 5. Mai 2002 waren
wir auch dabei, verpassten jedoch im Gedränge irgendwie die Möglichkeit, die
Brauerei zu besichtigen.
Stattdessen nutzten wir aber
immerhin die Gelegenheit, nachdem wir uns im Hof der Brauerei mit Bratwurst und
Pommes eine ordentliche Grundlage geschaffen hatten, einige der Kirner Biere
brauereifrisch zu verkosten. Wie so oft war auch diesmal der Unterschied
beeindruckend. Während die Kirner Flaschenbiere ordentlich, aber letztendlich
nur durchschnittlich sind, schmeckte insbesondere das „1798“ frisch vom Fass
deutlich aromatischer als sein Flaschenpendant!
Tja, und gerade weil dieser
Unterschied so deutlich war, ärgerte es uns ein wenig, dass es lediglich das
„1798“, das „Pur“ und das „Pils“ vom Fass gab – alle anderen Sorten wurden nur
in Flaschen ausgeschenkt. Na, dann kann ich auch in den heimischen
Getränkemarkt gehen und brauche nicht nach Kirn zu fahren…
Impressionen: Kirner Privatbrauerei Ph. &
C. Andres GmbH & Co KG
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Klosterbräu Bamberg
Obere Mühlbrücke 1 - 3
96 049 Bamberg
Bayern
Deutschland
Tja, irgendwie ist es ja schon
schwierig, für die Qualität des Bieres, die Quantität der Speisen, die
Freundlichkeit des Personals und für das Preisniveau immer wieder neue
Superlative zu finden – aber wie soll ich es anders ausdrücken? Unser Besuch im
Klosterbräu Bamberg am 12. Dezember 2008 war nun
einmal rundum wunderschön und gelungen. Und in allen vier genannten Kategorien
eigentlich nicht zu übertreffen.
Wir betraten die alte, sehr
gepflegte und urgemütliche Gaststube pünktlich um 11:30 Uhr, als die Küche
aufmachte, und wir blieben hier – warum auch immer – für über eine Stunde die
einzigen Gäste. Der freundliche ältere Herr, der uns bediente, brachte uns in
Windeseile einen herrlich süffigen Bock und eine riesige, butterzarte
Schweinshaxe mit einer wunderbaren, knusprigen Kruste. Wir machten es uns auf
einem Sofa direkt am Kachelofen gemütlich und genossen das Essen. Als wir nach
der Haxe bei nur einem weiteren Bier, nämlich einem frisch-röstigen „Schwärzla“ (mehr erlaubte unsere weitere Tagesplanung
leider nicht…), unsere Zeitung auspackten und uns „häuslich einrichteten“,
ermunterte uns der Wirt noch, ruhig da zu bleiben, auch wenn wir nichts mehr
verzehren würden – „Ich werd’ Euch schon nicht rauswerfen!“
Und so verbrachten wir eine
wunderbare Mittagszeit, bei herrlichem Bier in behaglicher Atmosphäre, wie wir
es schon lange nicht mehr genießen konnten.
Und waren uns einig, dass wir bei
unserem nächsten Bamberg-Besuch die schon obligatorische Brauerei-Tour
definitiv hier beginnen werden!
Und am 25. September 2009 hatten
wir die Gelegenheit, an einer Brauereiführung teilzunehmen. Wir bestaunten die
teilweise recht alten Gerätschaften und waren zum wiederholten Male bestätigt
in unserer Überzeugung, dass hier in Franken das Bier um so besser schmeckt, je
älter das Sudhaus und die genutzte Technik ist.
Eine Theorie, über die wir in den
warmen Septembersonne auf der wunderschönen Klosterbräu-Terrasse
direkt am Fluss noch ein wenig nachdenken konnten…
Impressionen: Klosterbräu
Bamberg
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Brauerei Johann Kneitinger e.K.
Brauerei Johann Kneitinger e.K.
Kreuzgasse 7
93 047 Regensburg
Deutschland
Während einer Tour durch
Regensburg besuchten wir am 18. August 2003 natürlich auch die urige Brauerei Kneitinger. Das Bockbier ist in Regensburg und Umgebung und
unter Bierfreunden und -kennern so berühmt, das brauche ich wohl nicht
beschreiben, und die Atmosphäre in der Brauerei steht dem eigentlich auch nicht
nach…
Aber trotzdem, versuchen wir es
mal: Der Bock hat einen typischen, sehr malzigen, vollen Geschmack, sehr
sättigend und, tja, der hohe Alkoholgehalt ist gut zu spüren. Nicht beim
Trinken, aber später beim Aufstehen von der Bank, wenn man dem Kneitinger Bock ausgiebig zugesprochen hat…
Der Brauereiausschank ist urig,
verwinkelt, dunkel, niedrig, gemütlich, anheimelnd und von allerlei
wunderlichem Volk besucht, so dass es auch ohne viel zu trinken oder zu essen
äußerst interessant ist, hier zu sitzen und einfach nur die Menschen zu
beobachten.
Impressionen: Brauerei Johann Kneitinger e.K.
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Hotel „Villa Knobelsdorff“
Hotel
„Villa Knobelsdorff“
Ringstraße 121
17 309 Pasewalk
Mecklenburg Vorpommern
Deutschland
Irgendwo in Deutschland muss es
ein verborgenes Archiv geben, in dem Unmengen historischer Bierrezepte
schlummern. Denn wie oft habe ich es schon gehört, dass ein bestimmtes
Restaurant oder eine Kneipe, ein Hotel oder ein Verein, eine Brauerei oder eine
Wirtschaft ein Bier im Angebot hat, das von einer Brauerei in der Region getreu
einem alten, geheim gehaltenen Originalrezept nur und ausschließlich für diesen
einen Ausschank gebraut werde. Jedes Mal eine anrührende Geschichte. Und
trotzdem immer wieder schön.
Betrachten wir es nüchtern, so
kann das so arg geheimnisvoll nicht gewesen sein: Die Zutaten sind vom
Deutschen (R)Einheitsgebot seit fast 500 Jahren fest vorgegeben – Malz, Hopfen,
Wasser und die damals noch unbekannte und daher nicht explizit genannte Hefe.
Und wer weiß, dass die Temperaturmessung in unserer Urväter Zeiten entweder mit
dem Ellenbogen des Braumeisters vorgenommen wurde (so, wie Mütter das
Badewasser für ihre Säuglinge überprüfen) oder auf eine direkte Messung
verzichtet wurde, indem kochendes Wasser in einer bestimmten Menge zugegossen
wurde, der versteht, dass neben diesen vier Grundzutaten das exakte
Maischeprogramm keine Schlüsselrolle gespielt haben kann.
Wir kommen also zu dem Schluss,
dass in den beschriebenen, längst vergangenen Zeiten vermutlich kein Sud wie
der andere geschmeckt hat und das sogenannte geheime Originalrezept
letztendlich nur eine verhältnismäßig grobe Anleitung gewesen ist.
Die Glaubwürdigkeit der
Behauptung, man habe ein uraltes Originalrezept gefunden, auf dessen Basis man
nun braue beziehungsweise brauen lasse, ist also eine durchaus geringe.
Meistens handelt es sich bei diesen „unverwechselbaren Originalen“ doch nur um
ungefilterte Versionen der Standardbiere der nächstgelegenen regionalen
Brauerei.
Die Betreiber des Hotels „Villa Knobelsdorff“ in einer kleinen Nebenstraße unweit des
Stadtzentrums von Pasewalk mögen mir dieses Schwadronieren verzeihen, denn
ungeachtet der Tatsache, dass hier in der Speisekarte genau diese Geschichte
eines alten Rezepts wieder aufgetischt wird (es ist die Rede von den Pasewalker Kürassieren, die das hier kredenzte Bier „Pasenelle“ schon immer geschätzt hätten), so ist doch die
Atmosphäre im Bierkeller des Hotels eine ganz hervorragende.
Wir fühlten uns jedenfalls am 12.
März 2011 sofort wohl, als wir den Keller betraten. Nette und freundliche
Bedienungen kümmerten sich sofort um uns, wir fanden ein gemütliches Plätzchen,
die Einrichtung und Dekoration gefielen uns gut, und rein formal betrachtet,
bot die Getränkekarte zwei Biere an, die es unter dieser Bezeichnung sonst
nirgends zu verkosten gibt, das Pasenelle Pils und
das Pasenelle Zwickel. Ersteres kräftig herb, von
kupferner Farbe, aber mit deutlichen Melanoidin-Noten, die eigentlich nicht
ganz zur Kategorie „Pils“ passten. Gleichwohl war es ein leckeres, durchaus
charaktervolles Bier. Das zweite Bier, das Zwickel, war eher süffig und mild,
wies allerdings eine leichte, störende Säure auf. Ob hier das Fass schon zu
lange am Hahn hing oder gegebenenfalls die Leitung nicht ganz sauber war, der
Nachtwächter verzapft worden ist, oder ob es einen anderen Grund gehabt hat –
wir wissen es nicht und werden es vielleicht nie erfahren, aber zumindest hat
es unseren Genuss etwas gestört.
Gesamtwertung und Siegerehrung
daher für heute durchaus differenziert: Sehr angenehme Atmosphäre. Zwei Biere,
von denen wir nicht sicher sind, ob es nicht nur Etikettenbiere sind, und die
noch dazu geschmacklich nicht einwandfrei daher kommen. Und eine sehr
freundliche und aufmerksame Bedienung. Wir werden bei einem eventuellen
nächsten Besuch noch einmal sorgfältig hinein schmecken. (Und zum Essen sagen
wir jetzt nix, denn wir haben zwar große und appetitliche Portionen auf den
Tellern an den Nachbartischen gesehen, selbst aber nichts gegessen!)
Impressionen: Hotel „Villa Knobelsdorff“
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König-Brauerei GmbH
König-Brauerei GmbH
Friedrich Ebert Straße 255-263
47 139 Duisburg
Nordrhein Westfalen
Deutschland
Als großer Industriebetrieb
präsentierte sich die Königs-Brauerei am 6. November 2006, als ich die
Gelegenheit hatte, an einer Brauereiführung teilzunehmen. Mit allen Vor- und
Nachteilen, die das hat.
Zu den Vorteilen zählt sicherlich
die Großzügigkeit der Bewirtung: Neben dem obligatorischen Bier zur Verkostung
gab es eine große und wirklich ausgezeichnete Portion Grünkohl, serviert im
sehr ordentlichen Ambiente der Brauerstube in der Brauerei. Sehr freundlicher
und korrekter Service, hohe Qualität und – auch wenn es bei einer Großbrauerei
von manchen gerne geleugnet wird – auch ein ausgezeichnetes Bier. Nicht
originell – ein Pils bleibt ein Pils – aber definitiv von hervorragender
Qualität.
Aber ein Nachteil, eine
Bierfabrik statt einer kleinen handwerklichen Brauerei zu besichtigen, ist
sicher das große Geheimnis, das um den Produktionsprozess gemacht wird. Nicht
nur, dass keinerlei Informationen über Rasttemperaturen, Schüttung,
Hopfensorten und –menge gegeben werden, nein, es herrscht darüber hinaus auch
noch absolutes Fotografierverbot.
So bleibt
für die Dokumentation lediglich der Eindruck der Bierkastengebirge im
Einfahrtsbereich der Brauerei und natürlich das eine oder andere Bild von der
Bierverkostung.
Impressionen: König-Brauerei GmbH
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Königsbacher Brauerei GmbH
& Co. KG
Königsbacher Brauerei GmbH &
Co. KG
An der Königsbach 8
56 075 Koblenz
Rheinland Pfalz
Deutschland
Es war nicht unser erster Besuch
hier, als wir am 3. Mai 2008 in der Königsbacher Brauerei waren und den
diesjährigen Maibock im Biergarten verkosteten, aber es war wie immer:
Ordentlich, und ob der etwas ungünstigen äußeren Gegebenheiten sehr angemessen.
Die Königsbacher Brauerei liegt
als unansehnlicher, großer, grauer Klotz am Rheinufer, zwischen Bundesstraße,
Eisenbahnlinie und Fluss auf der einen Seite und dem Steilhang der letzten
Ausläufer des Hunsrücks auf der anderen. Ein ungemütlicher Platz, und abends
auch noch auf der Schattenseite. Aber man macht das Beste draus. In dem
hässlichen Betonklotz ein schönes Brauereirestaurant mit freundlichen
Bedienungen, gutem Essen und ordentlichem, gepflegtem Bier, und davor, im
Schatten großer Kastanien, mit Glas überdacht, ein recht uriger Biergarten, der
insbesondere von Radfahrern und Wanderern stark frequentiert wird. Das Glasdach
und die Kastanien halten den Straßenlärm fern, und wenn man über die Eisenbahnlinie
hinwegschaut, sieht man den Rhein, die Schiffe und
die gegenüberliegenden Berge des Westerwaldes – und direkt neben dem Biergarten
sieht man hinter großen Glaspanoramafenstern das kupferbetonte alte Sudhaus der
Brauerei.
Also, das Fazit: Aus der wirklich
ungünstigen, weil ungemütlichen Lage wird dennoch was ganz Ordentliches
gemacht!
Und die Biere sind durchweg gut.
Zwar schimpft der Koblenzer als solches immer über „sein“ Königsbacher (der
Prophet gilt halt im eigenen Lande am wenigsten…), aber die Zischke-Kellerbiere
sind dafür, dass es sich um im großen Maßstab produzierte naturtrübe Biere
handelt, sehr ordentlich, das Alt ist kräftig herb und aromatisch, und die
Bockbiere, insbesondere der Maibock, durchweg sehr stilecht und lecker.
Und was will man in einer
Brauerei eigentlich mehr als gutes Bier?!?
Impressionen: Königsbacher Brauerei GmbH & Co. KG
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Gasthausbrauerei König von Flandern
Gasthausbrauerei König von
Flandern
Erste Augsburger
Gasthaus-Brauerei Betriebs GmbH
Karolinenstraße 12
86 150 Augsburg
Bayern
Deutschland
Wir standen am 28. Februar 2009
direkt vor dem Eingang, und sahen sie nicht – die Gasthausbrauerei König von
Flandern in Augsburg. Wir sahen lediglich die Schaufenster der Buchhandlung
links und rechts, und erst nachdem wir noch einmal einen Schritt zurück gemacht
hatten, sahen wir den kleinen Eingang der in die Kellerräume unterhalb der
Buchhandlung führte.
Hat man aber erst einmal die
kleine Treppe gefunden und ist hinunter in die Brauerei mit ihren gemütlichen
Schankräumen und Speisesälen gegangen, ist der Gedanke an anspruchsvolle
Literatur schnell vergangen. Viel zu schön ist es hier unten. Eine urige und
gemütliche Einrichtung, mittendrin die kupferglänzende Sudanlage, hübsche und
außerordentliche freundliche Bedienungen und ein hervorragendes Bier.
Wir testeten das Helle (herrlich
aromatisch und würzig), das Dunkle (leider zu mild, zu süßlich, geradezu
zuckrig), den Doppelbock namens Alligator (dunkel, schwer, stark, aber nicht
malzig klebrig und mastig, sondern kräftig und würzig – sehr gut!) und den Festtrank
(mittelbraun und aromatisch rund). Auf nüchternen Magen ging das natürlich
nicht, und so gönnten wir uns dazu eine Brotzeitplatte vom Feinsten. Zum
herrlichen Treberbrot gab es Wurst, Schinken,
Kassler, Schweinebauch, Käse, Schmalz, herrlich krosses Haxenfleisch,
Leberwurst, Leberkäse, Sülze – es war einfach fantastisch.
Das Ganze zu wirklich fairen
Preisen und in unserem Fall serviert von einer jungen Dame namens Christina,
die mit ihrer ansteckenden Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Frische eine wunderbare
Atmosphäre schuf. Einer der Fälle, wo wir uns bemüßigt fühlten, unsere
Zufriedenheit auch im Nachhinein per eMail an den
Chef der Brauerei auszudrücken (und eine ebenfalls sehr freundliche Antwort bekamen).
Hier werden wir mit Sicherheit
einmal wieder einkehren – der König von Flandern ist, zumindest dem heutigen
Eindruck nach, definitiv eine Reise wert!
Impressionen: Gasthausbrauerei König von Flandern
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Hostinec a Minipivovar U Koníčka
Hostinec a Minipivovar U Koníčka
Vojkovice cp.
10
739 51 Dobrá
Tschechische Republik
Nur wenige Kilometer von der
polnisch-tschechischen Grenze entfernt liegt in einem kleinen tschechischen
Dörfchen die 2006 gegründete Minibrauerei Hostinec a Minipivovar U Koníčka.
Steigt man am Bahnhof in Vojkovice aus, sieht man
zunächst nur offene Felder – kein Dorf, keine Brauerei. Erst nach einem
Fußmarsch von einem Kilometer sieht man den kleinen Hof, in dem sich nun die
Brauerei befindet.
Eine große Schankstube mit vielen
einfachen und rustikalen Tischen, eine kleine Theke in der Ecke, ein offener
Kamin und ein Wintergarten für die Raucher. Simpel, aber gemütlich. Drei
frische Biere zur Auswahl – ein Helles, ein Halbdunkles und ein Dunkles.
Daneben soll es auch noch gelegentlich Saisonbiere geben – heute, am 12.
Februar 2011, aber leider nicht.
Die Bedienungen sind nett und
schnell, die Speisekarte bietet rustikale und leckere tschechische Küche, und
die drei Biere sind – jedes für sich – ausgezeichnet. Das Ryzák,
ein elfgrädiges ungefiltertes Helles, ist würzig und frisch, mit einer
ordentlichen Portion Hopfen. Das Vraník hat zwölf
Grad Stammwürze, ist dunkel, fast schwarz, und hat einen samtigen, leicht
röstigen, trotzdem aber sehr süffigen Charakter. Mein persönlicher Favorit war
das Halbdunkle, das Grošák mit vierzehn Grad
Stammwürze. Nicht zu bitter, nicht zu malzig, war es sehr ausgewogen, mit einer
ausgeprägten Würze und Frische – obwohl es das stärkste der drei angebotenen
Biere war, war es auch das süffigste.
Nach einem deftigen Essen hatten
wir noch die Gelegenheit, die Brauerei im kleinen Nebengebäude, einer ehemaligen
Stallung, anzuschauen. Einfachste Technik, mit offenlaufenden Riemen
angetriebene Rührwerke und eine Konstruktion, die es erlaubt, zwei Sude
zeitlich leicht versetzt anzusetzen. Und separat der Kühlraum mit den offenen
Gärbottichen. Ungeschützt vergärt das Bier unter einer dicken Kräusendecke,
ohne das sichtbare, übertriebene Hygiene waltet. Ganz im Gegenteil – das
Sudwerk wirkte sogar ein wenig ungepflegt. Dort, wo das Bier oder die Würze mit
dem Metall in Kontakt kommt, war alles ganz sauber, aber überall sonst war es
schon ein wenig schmuddelig. Ein Problem? Sicher nicht, denn der Geschmack des
Bieres war einwandfrei – und darauf kommt es an. Stolz hängen an der Wand
diverse Auszeichnungen für erste Plätze bei Bierverkostungen!
Krönung des Brauereirundgangs war
der tiefe Zug aus einem großen metallenen Krug, in den frisch gezwickeltes Bier
abgefüllt worden war. Herrlich und erfrischend!
Impressionen: Hostinec a Minipivovar
U Koníčka
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Browar
Konstancin Sp. z o.o.
Browar
Konstancin Sp. z o.o.
Obory 11a
05-520 Konstancin
Jeziorna
Polen
Die Brauerei Konstancin
wurde im Jahr 1992 gegründet, und es dauerte bis zum Januar 1994, bis die
ersten Biere aus der Produktion auf den Markt kamen. Trotz annehmbarer Qualität
und der Nähe zur Hauptstadt Warschau – die Brauerei liegt gerade einmal 25 km
vom Stadtzentrum entfernt inmitten eines Naturschutzgebietes – hatte sie von
Anfang an mit enormen Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Die nicht immer
gleichbleibende Qualität des Bieres mag hierzu beigetragen haben. Trotz des
Versuchs, durch zahlreiche verschiedene Marken, insbesondere auch Starkbiere,
den Umsatz zu vergrößern, krebste die Brauerei mühsam vor sich hin.
Mit einem Wechsel des Eigentümers
im Jahr 2007 änderte sich manches. Einige Investitionen in die Technik und die
Entscheidung, auf nicht pasteurisierte Biere zu setzen sowie echte
Spezialitäten zu produzieren, wirken sich offensichtlich aus. Unter
Bierliebhabern in Polen erarbeitete sich die Brauerei nun rasch einen recht
guten Ruf – insbesondere die Biere aus ungewöhnlichen oder nur selten verwendeten
Getreidesorten wie Roggen oder Dinkel sind sehr beliebt und laut Umfragen sehr
erfolgreich, wenn auch das Distributionsnetz immer noch nicht so gut
kontrolliert wird, dass tatsächlich eine gleichbleibende Bierqualität vom
Produzenten bis zum Endkonsumenten sichergestellt werden kann.
Als wir am 22. April 2011 in Obory vorbeifuhren, fanden wir einen kleinen, unauffällig
und von außen etwas heruntergekommen wirkenden Betrieb vor, der keinerlei Wert
darauf legt, sich als Produktionsstätte zu präsentieren. Alles ist durch hohe
Zäune und Hecken abgeschirmt, und so mussten wir uns auf zwei „Zielfotos“
beschränken.
Impressionen: Browar Konstancin
Sp. z o.o.
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De Dochter van de Korenaar
De Dochter
van de Korenaar
Pastoor de Katerstraat 24
2387 Baarle-Hertog
Belgien
Der 27. März 2010 führte uns zu
einer winzig kleinen Brauerei, die erst vor zweieinhalb Jahren gegründet worden
ist, in einem Dörfchen, dass wohl weltweit als Unikum gelten darf: Baarle – ein Dorf, das aus zwei Gemeinden besteht, nämlich Baarle-Hertog in Belgien und Baarle-Nassau
in den Niederlanden.
Nun, das ist noch nicht
ungewöhnlich, dass ein Dorf oder eine Gemeinde beidseits einer Staatsgrenze
liegt. Ungewöhnlich ist vielmehr, dass Baarle
eigentlich einige Kilometer weg von Belgien liegt, Teile der Ortschaft aber
mehrere belgische Enklaven in den Niederlanden bilden. Und als ob das noch
nicht genug sei, gibt es auch mehrere niederländische Enklaven innerhalb der
belgischen Enklaven innerhalb der Niederlande.
Ob die Brauerei De Dochter van de Koorenaar nun
tatsächlich in Gänze in Belgien liegt, oder ob Teile des Gebäudes vielleicht in
den Niederlanden stehen, oder ob die Grenze das Gebäude gleich mehrfach teilt –
wer weiß…
Was ich aber weiß ist, dass das
kleine Gebäude nicht nur von außen urig und gemütlich aussieht, sondern auch
drinnen rustikal und urig ist, und dass der Brauer mit Begeisterung von seinen
Bieren und seiner kleinen Brauanlage zu erzählen weiß. Wie in einem kleinen
Hexenhäuschen stehen die Biere und die Sudanlage in kleinen Räumen, eng und
verwinkelt.
Begeistert deckte ich mich mit
den heute hier angebotenen Bierspezialitäten ein – nicht nur mit den vier
offiziell zum Verkauf stehenden Sorten Noblesse, Bravoure,
Embrasse und Courage, sondern auch mit dem Tripel
Finesse, das zwar schon auf Flaschen gezogen war, aber noch reifen sollte und
noch gar nicht etikettiert war. Herrlich!
Impressionen: De Dochter van de Korenaar
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Browar
Kormoran Sp. z o.o.
Browar
Kormoran Sp. z o.o.
Aleja
Generała Władisława Sikorskiego 2
10-057
Olsztyn
Polen
Nach eigener Werbeaussage ist die
Brauerei Kormoran aus alter Tradition eng mit ihrer Heimat, dem Land der
tausend Seen Masurens, verbunden, und man bemüht
sich, sein kleines Vaterland würdig zu repräsentieren. Mit traditioneller
Braukunst und alten Brautechniken möchte man die Lücke zwischen den winzigen
Gasthausbrauereien und den seelenlosen Imperien der Brauindustrie schließen und
Biere brauen, die nicht für jedermann bestimmt sind.
Folgt man den Aktivitäten der
Brauerei auf ihrer Website und liest insbesondere die zum Nachdenken anregenden
Reflexionen des Paweł Błażewicz,
so kann man dem sicherlich nur zustimmen. Und auch die Tatsache, dass die Browar Kormoran bereits 2010 das erste fördernde Mitglied
der noch jungen Polnischen Hausbrauervereinigung PSPD war, unterstreicht die
Verbundenheit der Brauerei mit der Bierszene Polens. Nicht blanker Kommerz,
sondern das Interesse am Bier steht im Vordergrund.
Umso ärgerlicher war es, dass ich
ausgerechnet am 24. Juli 2011, an einem frühen Sonntagmorgen, nur auf der
Durchreise durch Olsztyn war und so der Brauerei keinen wirklichen Besuch
abstatten konnte. Zwar war die unscheinbare, nicht gerade schmucke
Produktionshalle in dem Industriegebiet schnell gefunden, aber natürlich war Sonntag
in der Frühe alles menschenleer und verschlossen, und mein Besuch musste sich
auf ein paar schnell geschossene „Zielfotos“ beschränken. Schade!
Impressionen: Browar Kormoran Sp. z o.o.
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Biermanufaktur Korneuburg
Biermanufaktur Korneuburg
Brückenstraße 8 (2. Hof)
2100 Korneuburg
Österreich
Nur wenige Gehminuten vom Bahnhof
der österreichischen Rattenfänger-Stadt Korneuburg entfernt, residiert die
Biermanufaktur Korneuburg auf etwa 100 m² Nutzfläche in einem Gewerbegebiet.
Keine Restauration, kein richtiger Bierausschank oder Biergarten, aber eine
kleine, feine handwerkliche Brauerei, die seit ihrer Gründung im Sommer 2010
(das 5-hl-Sudwerk wurde am 1. Juli 2010 installiert) fleißige Missionsarbeit
betreibt. Der ausgebildete Biersommelier Bernhard Bugelmüller
hat es sich auf die Fahnen geschrieben, in stetiger und geduldiger Arbeit die
Biertrinker der Region zu wahren Geschmacksexperten zu erziehen, weg vom
österreichischen Einheitsmärzen hin zum aromatischen und geschmacksintensiven
Bier.
Mit dem Korneuburger
Original liegt das Standardbier der Biermanufaktur zwar noch relativ nahe am
Märzen, aber die etwas dunklere Farbe, die leichte Trübe und der rundere,
vollere Geschmack lassen schon ahnen, in welche Richtung die Geschmacksreise
gehen wird: Das Jubiläumsbier zum 875. Jubiläum der Stadt Korneuburg ist schon
wesentlich gehaltvoller, und die in eher „kleiner Auflage“ gebrauten Sude eines
Strong Ale, einer Black Mamba und eines Red Tiger
warten mit spannenden Ingredienzen und Gewürzen, sowie mit etwas höherem
Alkoholgehalt auf.
Am 24. März 2011 hatte ich die
Gelegenheit, einen kurzweiligen und unterhaltsamen Brauereibesuch mit
Degustation in Korneuburg mitzumachen. Garniert wurde die Verkostung mit
Bernhard Bugelmüllers humoriger Schilderung der –
noch kurzen – Geschichte der Brauerei und seiner Pläne für die Zukunft. Und da
parallel zu unserer Verkostung auch gerade die Abfüllung des aktuellen Suds auf
Fässer stattfand, bekamen wir nicht nur eine statische Brauereiführung, sondern
auch einen Einblick in das aktive Tagesgeschäft.
Eine kleine, feine Brauerei, die
in ihrer noch kurzen Existenz aber schon erheblich auf die Bierszene in
Österreich eingewirkt hat. Positiv natürlich.
Impressionen: Biermanufaktur Korneuburg
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Hausbrauerei Kornhus
Hausbrauerei Kornhus
Marktstraße 13
31 848 Bad Münder
Niedersachsen
Deutschland
In der Fußgängerzone von Bad
Münder steht ein altes, ehemals als Getreidespeicher genutztes Gebäude, in dem
die Hausbrauerei Kornhus untergebracht ist. Die
Atmosphäre dieses alten Hauses, die Bruchstein- und Sandsteinmauern, die alten
Holzbalken und -treppen werden von der gemütlichen und mit allerlei alten Gerätschaften
dekorierten Einrichtung aufgenommen und in einen schönen Gesamteindruck
integriert.
Während unseres Besuches am 11.
August 2007, in der Mittagszeit, war das Kornhus fast
leer – trotzdem schmeckte das Essen prima, und das Bier war frisch. Hier wurden
also trotz des geringen Betriebs die Speisen nicht ewig warm gehalten, und auch
beim Zapfen gab es keinen abgestandenen Nachtwächter aus der warmen
Bierleitung. Sehr schön!
Alle drei Biersorten, das Helle,
das Dunkle und das Weizen, waren für ihren jeweiligen Stil sehr gut –
insbesondere das Weizen stach deutlich heraus.
Spritzig im Antrunk, rund und aromatisch im Geschmack und mit einem leichten,
etwas kümmeligen Aroma war es eine erfrischende
Freude für den Gaumen an diesem heißen Sommertag.
Hartnäckig halten sich in der
Region um Bad Münder aber die Gerüchte, dass hier gar nicht mehr gebraut würde,
sondern das angebliche Hausbräu in einer befreundeten Hausbrauerei hergestellt
würde. Die nette Bedienung zeigte sich ahnungslos, und auch den Braukesseln war
nicht anzusehen, wann sie das letzte Mal benutzt worden waren.
Aber die enge, auch auf der
Netzrepräsentanz beschworene Zusammenarbeit mit der Hausbrauerei Rampendahl in
Osnabrück und die Tatsache, dass auch die Biergläser deren Aufdruck trugen,
verleiht dem Gerücht natürlich Nahrung.
Impressionen: Hausbrauerei
Kornhus
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Panimoravintola
Koulu
Panimoravintola
Koulu
Eerikinkatu
18
20 100 Turku
Finnland
Der
9. August
2009 führte uns nach Turku, etwa 150 km westlich von Helsinki. Hier, ziemlich
im Stadtzentrum, liegt die Gasthausbrauerei Koulu.
Ein altes Schulgebäude, auf Finnisch „Koulu“, wurde
hergerichtet – in den ehemaligen Klassenzimmern befinden sich nun verschiedene
Nebenräume des Bar- und Restaurantbetriebes. Teilweise mit alten und
urgemütlichen Sofas und Ledersitzgruppen ausgestattet, teilweise auch mit
modernem Bargestühl, aber immer findet sich auch ein Bezug zur ehemaligen
Nutzung des Gebäudes als Schule: Wandtafeln hängen an der Stirnseite des
Raumes, alte Schulpulte und Schulbänke werden als Mobiliar für die Gäste
genutzt, Overheadprojektoren und Lehrtafeln stehen herum.
Geht man aus dem Hinterausgang
des Schulgebäudes, so kommt man auf den ehemaligen Schulhof, der jetzt in einen
Biergarten umfunktioniert worden ist – und interessanterweise ist der Ausgang
nach hinten groß auf Deutsch beschriftet: „Biergarten“! Besonders gemütlich ist
der Biergarten allerdings nicht – insbesondere liegt viel Dreck herum, die
Tische und Stühle sind schmutzig und niemand kümmert sich um die Ordnung.
In krassem Gegensatz dazu die
Qualität des Essens – zwar relativ teuer (aber das ist in Finnland normal),
jedoch qualitativ und vom Arrangement her hervorragend! Wir waren
hochzufrieden.
Und das Bier? Heute waren –
leider! – nur zwei Sorten im Angebot, ein Dunkles („Maisteri“)
und ein Helles („Lehtori“). Das Helle war lecker und
würzig aromatisch, das Dunkle aber flach, uninteressant und völlig ohne Schaum.
Von den auf der Internetseite und im Hausprospekt versprochenen Saisonbieren
leider keine Spur.
Trotzdem waren wir zufrieden. Das
Essen war ganz einfach spitze, die Bedienung freundlich, und nachdem wir uns
mit dem Schmutz im Biergarten ein wenig arrangiert hatten, saßen wir dort auch
bequem und genossen die Hochsommersonne.
Zwei Jahre später, am 28. Juli
2011, waren wir erneut in Turku und kehrten natürlich wieder in der Panimoravintola Koulu ein –
allein schon aufgrund der wunderbaren Einrichtung ist diese Brauerei immer
wieder einen Besuch wert. Und diesmal hatten wir auch mehr Glück mit den Bieren
– drei Stück standen zur Auswahl, und alle drei waren diesmal würdige Vertreter
ihrer jeweiligen Gattung: Das „Juhla Aura“ als
herrlich hopfenaromatisches Pils mit einer großen Portion Saazer
Hopfen, das „Kesäolut“ als frisches und spritziges,
helles Sommerbier und schließlich das „Lehtori“, ein
süffiges Helles.
Impressionen: Panimoravintola Koulu
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Minibrowar
Kowal
Minibrowar
Kowal
ulica
Grunwaldzka 1A
75-241 Koszalin
Polen
Koszalin, oder auf Deutsch Köslin, blickt zurück auf eine Jahrhunderte alte
Brauereitradition – allerdings war von all den kleinen und mittleren Betrieben
nur noch der große Braubetrieb Brok übrig, der als
eine Braustätte unter vielen im Konzern Royal Unibrew
Polska sein Dasein fristete.
Seit 2008 jedoch ist in den
beeindruckenden Ziegelbrau der alten Koszaliner
Brauerei eine kleine Gasthausbrauerei eingezogen, die Minibrowar
Kowal. Von außen sieht man den Schriftzug „Kowal“ über einer dicken Holztür, aber das war es dann auch
schon fast. Zieht man die schwere Holztür auf, so öffnet sich der Blick in
einen großen Saal mit vielen Tischen und Bänken, und am gegenüberliegenden
Ende, kupferglänzend und auf einem Podest präsentiert, ein Sudwerk der Firma
Kaspar Schulz.
Obwohl der Saal wirklich riesig
ist, wirkt er durch seine ansprechende Dekoration und seine urgemütliche
Einrichtung sofort einladend und heimelig. Von nahezu allen Plätzen aus hat man
einen schönen Blick auf das Sudwerk und auf die lange Bar mit den Zapfhähnen
und Kühlschränken.
Vier Biere sind im Angebot –
Helles, Dunkles, Honigbier (Miodowe) und saisonal
wechselnd im Sommer ein Weizen, im Winter ein Bockbier. Nicht sehr einfallsreich,
aber zumindest die beiden Biersorten, die wir am 23. Oktober 2011 verkostet
haben, waren ausgezeichnet: Das Weizen von kräftiger, fast schon orange
leuchtender Farbe, mit einem Geruch nach Bananen, Aprikosen und einem Hauch von
Gewürzen, vielleicht ein wenig Kümmel, und von einer herrlichen, sämigen
Vollmundigkeit. Ein wirklich gutes Weizen, wie man es in Gasthausbrauereien
leider nur selten findet. Und das Dunkle ein richtig schönes Schwarzbier.
Leichte Röstaromen in der Nase, und ein satter, röstiger, aber nicht brenzliger
Antrunk. Auf der Zunge würzig und aromatisch, und im Abgang sehr schlank und
frisch herb. Serviert in einem Pokal, der schon sehr an das Glas des Köstritzer Schwarzbieres erinnert, kommt es diesem Bier
nicht nur gleich, sondern übertrifft es sogar deutlich an Aroma und Charakter.
Das Weizen hat 2009 und das Schwarzbier 2011 jeweils den zweiten Platz beim
Wettbewerb der polnischen Gasthausbrauereien in Żywiec
errungen – und das wohl zu recht!
Die Qualität des Essens und die
Freundlichkeit der jungen Kellner standen dem Biererlebnis in nichts nach. Ob
es überbackene und mit Pfifferlingen gefüllte Naleśniki
waren, oder ein würziges Schaschlik mit knusprigen Bratkartoffeln – das Essen
war noch preiswert und qualitativ ausgezeichnet. Mit Freundlichkeit und Humor
wurde serviert, aufmerksam und blitzschnell. Und diese gute Laune und ihr
Engagement verloren die Kellner auch nicht, als eine Busladung voller deutscher
Rentner das Lokal eroberte und alle verfügbaren Sitzplätze einnahm. Getreu
deutscher Unsitte wurden Minibestellungen aufgegeben, noch dreimal wieder
geändert und nachgebessert, und am Schluss wollte jeder seinen Betrag separat
bezahlen. Natürlich hatte niemand Kleingeld, die meisten noch nicht einmal
polnische Złoty, aber zum Ausgleich dafür hatten
einige der alten Damen und Herren die Chuzpe, ihre mitgebrachten Stullen
auszupacken und im Restaurant zu verzehren. Ein Grund zum Fremdschämen, und Hut
ab vor der Souveränität des Kowal-Personals.
Ein Brauereibesuch, bei dem es
nichts auszusetzen gab – ein rundum schönes Erlebnis.
Impressionen: Minibrowar Kowal
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Kraft Bräu – 1. Trierer Hausbrauerei
Kraft Bräu
– 1. Trierer Hausbrauerei
Blesius-Garten
Olewiger Straße 135
54 295 Trier
Deutschland
Ein gediegenes, fast schon edles
Ambiente am Fuße der Weinberge im Hotel Blesius-Garten
– die 1. Trierer Hausbrauerei Kraft Bräu empfängt den Gast in einer untypischen, aber sehr angenehmen
Atmosphäre.
Seit 1998 werden hier auf einer
auf Hochglanz polierten kleinen Sudanlage drei reguläre Biere gebraut, und zwar
Hell, Dunkel und Weizen. Nicht innovativ (insbesondere die Namen der Biere
nicht), aber grundsolide. Daneben gibt es Sonderbiere, entweder als Saisonbier
oder aber auf Wunsch auch einzelne Sude für Firmen oder andere Auftraggeber.
Besonders stolz ist die Brauerei darauf, in der Brauereiküche beziehungsweise
dem Hotelrestaurant das eigene Bier auch als Zutat zu nutzen – und mittlerweile
gibt es zusätzlich auch eine Reihe von Kraft Bräu
Produkten wie Essig-Balsam oder Senf vor Ort zu kaufen.
Am 29. Dezember 2003 hatten wir
leider nur wenig Zeit und schauten uns nur kurz um, gleichwohl probierten wir
aber die vier gerade verfügbaren Biersorten: Das Dunkle, das Helle, das Altbier
und das Weizen. Alle vier für ihren jeweiligen Stil typisch, handwerklich
ordentlich gebraut und sehr lecker. Und vom Weihnachtsbock, den es nicht vom
Fass gab, nahmen wir uns eine Flasche mit heim. Wir verkosteten ihn ein paar
Tage später, und wir waren mit ihm genauso zufrieden, wie mit den Fassbieren.
Ein Beweis, dass auch in einer Weinregion sehr gutes Bier gebraut werden kann.
Wenn man nur will!
Wir nahmen uns also fest vor, bei
nächster Gelegenheit mal wieder dorthin zu fahren, etwas mehr Zeit
mitzubringen, auch das Essen zu genießen, und vielleicht sogar dort zu
übernachten.
Und bei diesem Vorsatz ist es bis
heute geblieben. Leider!
Impressionen: Kraft Bräu – 1. Trierer
Hausbrauerei
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Krajan Browary
Kujawsko-Pomorskie
Krajan
Browary Kujawsko-Pomorskie
Trzeciewnica
ulica
Browarna 1
89-100
Nakło nad Notecią
Polen
Die kleine Krajan-Brauerei,
die sich nur wenige Meter von der Hauptverbindungsstraße Szczecin – Bydgoszcz
entfernt befindet, wurde im Jahr 1993 gegründet und produzierte ihr erstes Bier
im Januar 1994. In erster Linie auf dem lokalen Markt präsent, konzentriert
sich die Brauerei auf Produkte ohne allzu große Experimentierfreude. Gleichwohl
gelang es ihr, im Jahr 2007 die Auszeichnung „Bier des Jahres“ für ihr Bier „Irlandzkie Mocne“ zu erringen –
verliehen von der Bractwo Piwne.
Als wir am 20. April 2011 hier
mehr oder weniger zufällig vorbeikamen, hatten wir keinen längeren Besuch
geplant, und es hätte sich sicherlich auch keiner ergeben, da wir schon beim
Aussteigen aus dem Auto recht misstrauisch vom Pförtner beäugt wurden. Wir
machten also lediglich unsere obligatorischen Zielfotos und amüsierten uns über
die alten Lokomotiven, die vor dem Einfahrtstor zur Brauerei auf verrosteten
Geleisen vor sich hingammeln.
Impressionen: Krajan Browary
Kujawsko-Pomorskie
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Brauerei Kraus
Brauerei Kraus
Luitpoldstraße 11
96 144 Hirschaid
Bayern
Deutschland
Am 22. Oktober 2010 hatten wir
das Vergnügen, den Brauereigasthof Kraus in Hirschaid
zu besuchen und hier auch zu übernachten. Eine urige Gaststube im Hauptgebäude,
und dahinter viele weitere Gebäude und Hallen, die alle zum Betrieb
dazugehören. Eine eigene Metzgerei, die Brauerei selbst natürlich, ein
Kinderspielplatz, ein Biergarten, mehrere Nebengebäude mit weiteren
Gästezimmern (eines dieser Gebäude, das auch zur Brauerei gehört,, das
Jagdhaus, liegt auf der anderen Straßenseite, zweihundert Meter entfernt) –
insgesamt ist die Brauerei Kraus ein recht großer Betrieb, der diesen Teil des
Ortes geradezu dominiert.
Herrliche Biere und leckere,
preiswerte fränkische Küche gibt es hier. Neben dem obligatorischen Hellen
Lager, das herrlich süffig und aromatisch schmeckt, probierten wir ein Weizen
mit kräftigem Hefegeschmack, ein eher elegantes und blumiges Pils und den
dunklen Hirschtrunk, ein typisch fränkisches Rauchbier mit kräftigem, leckerem,
aber gewöhnungsbedürftigem Rauchgeschmack.
Dazu gab es – natürlich –
fränkische Schäufala zu einem unschlagbar günstigen
Preis, und mit einer herrlich krossen Schwarte – wunderbar!
Es wurde uns recht schnell
deutlich: Hier haben wir einen Familienbetrieb, in dem jeder irgendwo mit
eingespannt ist, und wo gerade dadurch rundum für das leibliche Wohl des Gastes
gesorgt werden kann. Schade nur, dass die Seniorchefin, hier im Ort immer nur
„die Wilde Hilde“ genannt, durch ihre doch schon sehr aufdringlich dominante
Art die Wohlfühl-Atmosphäre etwas eintrübte.
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Kloster Kreuzberg
Kloster Kreuzberg
Kreuzberg 2
97 653 Bischofsheim / Rhön
Bayern
Deutschland
Das Kloster Kreuzberg liegt auf
dem gleichnamigen Berg in der Rhön in Unterfranken. Seit 1731 gibt es hier
nachgewiesen eine alte Brauerei, und bis heute wird hier vor Ort Bier gebraut.
Mittlerweile nicht mehr auf der alten Sudanlage, sondern auf einer modernen
Anlage, die Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts in das 1954 bereits
erneuerte Brauhaus eingebaut wurde.
Drei Sorten Bier werden hier
gebraut: Helles, Dunkles und Weizen. Nicht originell, aber sehr schmackhaft,
und die jährlichen Besucherzahlen sprechen für sich.
Insofern hätten wir es ja vorher
wissen können – es war der 31. August 2008, ein Sonntag im Spätsommer,
herrliches Wetter, wie es schöner nicht sein kann. Es war also rappelvoll…
Mit viel Glück ergatterten wir
ein Plätzchen im Biergarten, nach schier ewig langem Warten in der Schlange
hatten wir dann auch endlich ein herrliches Krüglein
Klosterbier (Hell) in der Hand, und nach noch mal so langem Warten dann endlich
auch eine Bratwurst...
Trotzdem war es schön – das
Klosterbier war wirklich ausgezeichnet, herrlich aromatisch, frisch und kühl.
Aber um das Bier wirklich in Ruhe
genießen zu können und vielleicht ein wenig mehr als nur den Biergarten zu
sehen kommen wir das nächste Mal halt unter der Woche!
Impressionen: Kloster Kreuzberg
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Kronberger Brauhaus
Kronberger Brauhaus
Katharinenstraße 4
61 476 Kronberg im Taunus
Hessen
Deutschland
Jahrelang haben wir das Kronberger
Brauhaus schon besuchen wollen, aber immer, wenn wir zufällig in der Gegend
waren, scheiterten wir an den Öffnungszeiten. Es war immer gerade zu der
Uhrzeit geschlossen, zu der wir vor der Tür standen. Beim vorletzten Mal haben
wir uns dann die Öffnungszeiten ganz gezielt aufgeschrieben, und am 12. Januar
2008 fuhren wir exakt auf eine passende Uhrzeit nach Kronberg.
Tja! Nur um festzustellen, dass
das Brauhaus nicht mehr existiert… Die Leuchtreklame und alle Hinweisschilder
sind abmontiert, auch auf der Tür klebt kein Hinweis auf eine vorübergehende
Schließung oder etwas Vergleichbares – nichts! Einfach weg! Nur die
Netzrepräsentanz der Brauerei existiert nach wie vor – da hat wohl jemand
vergessen, die Seite abzuschalten.
Und so bleibt als Erinnerung nur
ein „Screenshot“ der Internetseite und die Erinnerung
an ein hier gebrautes Bier, das wir allerdings im Idsteiner Brauhaus GmbH „Alte
Feuerwache“
getrunken hatten – beide Brauhäuser hatten seinerzeit beim Weißbier miteinander
kooperiert.
Impressionen: Kronberger Brauhaus
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Brauerei und Gasthof „Zur Krone“ – F. Tauscher
Brauerei und Gasthof „Zur Krone“
– F. Tauscher
Bärenplatz 7
88 069 Tettnang
Baden Württemberg
Deutschland
Seit 1847 ist die Brauerei „Zur
Krone“ im Besitz der Familie Tauscher, mittlerweile – nach eigenen Angaben – in
der siebten Generation. Sie liegt zentral in der Ortsmitte und dominiert mit dem
dazugehörigen, eigenen Hotelbetrieb den Bärenplatz.
Seit fast zwanzig Jahren, genauer
gesagt, seit 1993, braut man hier neben den „normalen“ Produkten auch Bio-Biere
– zunächst ein Keller-Pils, später dann auch ein Weizen. Sowohl die Bio-Biere
als auch das weitere Sortiment werden, logischerweise, mit reichlich Tettnanger Aromahopfen gebraut,
der den Bieren einen sehr typischen Geruch und Geschmack verleiht.
Zusammen mit einigen weiteren
Brauern der Region ist die „Krone“ im Zusammenschluss der „Brauer mit Leib und
Seele“ (http://www.die-brauer-mit-leib-und-seele.de) aktiv und ist darüber hinaus
auch gegenüber Besuchern mit Besichtigungswünschen sehr offen.
Ich hatte am 5. August 2006 im
Rahmen der Haus- und Hobbybrauertage der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer
in Deutschland e.V. die Möglichkeit, die Brauerei zu besuchen und an einer
langen und detaillierten Brauereiführung unter Leitung von Herrn Tauscher
selbst teilzunehmen.
Geduldig wurden uns das Sudhaus
und alle angrenzenden Räumlichkeiten gezeigt, und wir konnten auch verschiedene
Biersorten verkosten – insbesondere das „See-Weizen“ genannte Bio-Weizen erwies
sich als ganz hervorragendes Bier mit eigenständigem Charakter.
Impressionen: Brauerei und Gasthof „Zur Krone“ – F. Tauscher
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Brauhaus Kühler Krug
Brauhaus Kühler Krug
Wilhelm Baur Straße 3a
76 135 Karlsruhe
Baden Württemberg
Deutschland
Der 17. Oktober 2006, ein
herrlicher Herbsttag – Sonnenschein lockt die Karlsruher in die Grünanlagen und
damit auch in das Brauhaus Kühler Krug. Recht idyllisch am Park gelegen, mit
einem Biergarten direkt am Ufer eines kleinen Bachlaufs, und auch die breite
Durchgangsstraße mit extrem viel Verkehr stört kaum, ist sie doch durch dichte
Busch- und Baumreihen optisch und akustisch abgetrennt.
Freundliches Personal serviert
leckeres Essen und aromatisches Bier, es herrscht eine unkomplizierte
Atmosphäre und ein ständiges Kommen und Gehen.
Neben den drei Standard-Bieren
(hell, dunkel, Weizen) gibt es gelegentlich auch ein paar andere Sorten,
natürlich auch zum Mitnehmen. Und für denjenigen, der nicht mitnehmen, sondern
vor Ort trinken möchte, gibt es auch die Möglichkeit, einfach, aber preiswert
zu übernachten.
Das Gasthaus „Kühler Krug“, so
wie es heute da steht, ist 1973 gebaut worden, und seit 2000 befindet sich in
diesem Gasthaus auch die kleine Brauerei.
Insgesamt eine angenehme
Brauerei, die ich schon mehrfach besucht, aber leider immer noch nicht
umfassend fotografisch dokumentiert habe.
Impressionen: Brauhaus Kühler Krug
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Kuhstall Wohrenstorf –
Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.
Kuhstall Wohrenstorf
– Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.
Dorfstraße 8
18 195 Wohrenstorf
Mecklenburg Vorpommern
Deutschland
Tja, ist das nun eine Brauerei,
oder ist es keine? Als wir am 2. Februar 2011 nur mit einer Adresse bewaffnet (Wohrenstorf 8 in der Nähe von Tessin bei Rostock) hier
vorbeigefahren sind, haben wir keinerlei Hinweis auf eine Brauerei gefunden.
Die vielleicht zehn Häuser in einer winzigen Nebenstraße, die das Dorf Wohrenstorf bilden, waren alle dunkel, verschlossen, kein
Mensch war zu sehen, den wir hätten fragen können. Kein Hinweisschild, nichts.
Auch kein Gebäude, das irgendwie nach Brauerei oder Hausbrauerei ausgesehen
hätte.
Wir trollten uns also.
Und entdeckten etwas später, bei
gezielter Nach-Recherche im Internet, dass die große Scheune in Wohrenstorf, der sogenannte Kuhstall, vom Kultur- und
Traditionsverein Recknitztal e.V. als eine Art
Dorfgemeinschaftssaal hergerichtet worden ist. Und das in diesem Kuhstall neben
dem üblichen Mobiliar und einer Theke auch eine Bierbrauanlage installiert
worden ist, auf der der Verein für seine eigenen Veranstaltungen Bier
herstellen kann.
Formal also eine Brauerei –
offensichtlich kommerziell angemeldet. Wenn auch nur für vereinseigene Zwecke.
Statt Fotos also hier nur zwei Screenshots der Internetseite des Vereins
http://kuhstall-wohrenstorf.de.
Impressionen: Kuhstall Wohrenstorf –
Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.
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Kulmbacher Brauerei AG
Kulmbacher Brauerei AG
Lichtenfelser Straße 9
95 326 Kulmbach
Bayern
Deutschland
Ein Besuch im Bayerischen
Brauereimuseum Kulmbach am 16. Oktober 2010 bot mir die Gelegenheit, bei einem
kleinen Abstecher den Gebäudekomplex der Kulmbacher Brauerei AG anzufahren und
zu fotografieren. Unter einem Dach vereint finden sich hier vier Marken, die in
früherer Zeit selbständig waren: Kulmbacher, Kapuziner, Mönchshof und EKU.
Ein wenig Wehmut erfasst den
Besucher, wenn er vor dem Gebäude den kupfern glänzenden Sudkessel sieht, neben
dem die Flaggen dieser vier Marken wehen, war Kulmbach doch bis vor einigen
Jahren noch geprägt durch eben diese Vielzahl verschiedener Brauereien. Ein aus
ökonomischen Gründen durchgezogener Konzentrationsprozess ließ die Brauereien
verschwinden, und auch wenn die Marken beibehalten worden sind, fehlen doch das
Authentische und die historische Originalität. Und wo sind beispielsweise das Sandlerbräu und das Reichelbräu
geblieben?
Vollends beängstigend wird es,
wenn man sich klar macht, dass auch die Sternquellbrauerei in Plauen, Braustolz
in Chemnitz, Scherdel in Hof und das Würzburger
Hofbräu längst zu diesem Konzern gehören.
Impressionen: Kulmbacher Brauerei AG
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KulturBrauerei AG
Leyergasse 6
69 117 Heidelberg
Baden Württemberg
Deutschland
Die KulturBrauerei
ist eine kleine aber feine Gasthausbrauerei mit angeschlossenem Hotelbetrieb –
direkt am Rande der Heidelberger Altstadt in den letzten Ausläufern der
Fußgängerzone. Am 6. Mai 2009 hatte ich die Möglichkeit, sie zu besuchen, gut
zu speisen und auch gleich hier zu übernachten.
Untergebracht ist
die Brauerei in einem Ensemble alter und verwinkelter Häuschen in einer kleinen
Seitengasse. Dickes Kopfsteinpflaster, nur 80 m bis zum Fluss – als Auswärtiger
traut man sich mit dem Auto fast nicht in diesen Fußgängerzonenbereich rein,
kann dann aber den Wagen in der hoteleigenen
Tiefgarage abstellen.
Die recht großen,
extrem auf Hochglanz polierten Kupferkessel grüßen, wenn man den Innenhof
betritt. Der Restaurantbereich ist groß, mit einer riesigen Schankhalle
zentral, aber auch mit gemütlicheren Ecken im Obergeschoss und einem urigen
Biergarten direkt vor den Braukesseln. Serviert wurde heute der Jahreszeit
entsprechend ein Maibock, der zwar süffig und lecker war, aber nicht ganz
sortentypisch, da zu süß. Dann ein Hefeweizen, recht ausdrucksstark und relativ
kräftig in der Farbe. Und schließlich das Kräusen –
ein hervorragendes Bier! Würzig und rund, dabei aber kräftig gehopft und mit
einer wunderbaren, aromatischen Herbe. Serviert in einem urigen Steinkrug – bei
diesem Bier stimmte einfach alles.
Auch das Restaurant
stand in der Qualität der Speisen dem Bier in nichts nach – allerdings sind die
Preise doch schon relativ hoch. Angesichts des Qualitätsniveaus sicherlich noch
gerechtfertigt, aber definitiv an der oberen Grenze.
Sei’s drum – die
ganze Atmosphäre, das hervorragende Bier, das gute Essen und die
unaufdringliche Freundlichkeit und Effizienz des Personals: Hier gibt es
wirklich nichts zu meckern. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch hier!
Impressionen: KulturBrauerei AG
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