Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das Original – seit 1997

Bier vor Ort

 

 

Bier vor Ort

 

– K – K – K – K – K – K – K – K – K – K –

 

 

 

kadlez restaurant & brauerei

Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg Wörner GmbH & Co KG

Kaiserhof-Bräu

Kallholmens Maltbryggeri

Kalt-Loch-Bräu GmbH

Brauerei Schneider Weißenburg „Zur Kanne

Brauerei Karg GmbH & Co KG

Karl’s Brauhaus Chemnitz – Die Hausbrauerei

Browar Kasztelan

AB Kauno Alus

Kavalierhäuser Schloss Königs Wusterhausen

Brauerei Keesmann

Kellerbrauerei Mitterbucher & Söhne KG

Kircher Brauhaus GmbH

Kirner Privatbrauerei Ph. & C. Andres GmbH & Co KG

Klosterbräu Bamberg

Brauerei Johann Kneitinger e.K.

Hotel „Villa Knobelsdorff

König-Brauerei GmbH

Königsbacher Brauerei GmbH & Co. KG

Gasthausbrauerei König von Flandern

Hostinec a Minipivovar U Koníčka

Browar Konstancin Sp. z o.o.

De Dochter van de Korenaar

Browar Kormoran Sp. z o.o.

Biermanufaktur Korneuburg

Hausbrauerei Kornhus

Panimoravintola Koulu

Minibrowar Kowal

Kraft Bräu – 1. Trierer Hausbrauerei

Krajan Browary Kujawsko-Pomorskie

Brauerei Kraus

Kloster Kreuzberg

Kronberger Brauhaus

Brauerei und Gasthof „Zur Krone“ – F. Tauscher

Brauhaus Kühler Krug

Kuhstall Wohrenstorf – Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.

Kulmbacher Brauerei AG

KulturBrauerei AG

 

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kadlez restaurant & brauerei

 

kadlez restaurant & brauerei

Floridsdorfer Hauptstraße 9

1210 Wien

Österreich

 

Nach einer längeren Fahrerei mit Straßen- und U-Bahn erreichten wir am 21. März 2009 am Abend das Kadlez-Bräu. Kaum hatten wir Platz genommen, kam ein junger Mann zu uns an den Tisch: „Grüß Gott! Ich bin der Christian Schneider. Wenn’s Bier schmeckt, bin ich verantwortlich, wenn nicht, dann such‘ ich den Fehler in der Anlage!“

 

Mit der gleichen Fröhlichkeit und dem gleichen Humor begleitete uns Christian nun den ganzen Abend. Er zeigte uns alle Details seiner Brauerei, erzählte uns über die Geschichte des Betriebes, die Herkunft des Namens „Kadlez“ und seine Pläne, die Brauerei weiter zu entwickeln. Unter dem Motto „Bier 21“ hat Christian persönlich einen neuen Markenauftritt kreiert, der uns in Bezug auf grafische Gestaltung und Farbgebung überzeugt hat. Dezente Eleganz, gedeckte, aber trotzdem nicht altbacken wirkende Farben – sehr ansprechend!

 

Und auch zu jedem seiner Biere wusste Christian Schneider etwas zu erzählen, ob es nun das Zwickel, das Pils oder das Alt-Wiener Märzen war. Krönung war dann die Verkostung eines Bockbieres aus dem Vorjahr, von dem Christian noch einige, wenige Liter für wahre Bierkenner in der Hinterhand hatte – ein brauner Bock mit Lakritz- und Schwarze-Johannisbeer-Aromen, der förmlich über die Zunge schmolz.

 

Ein Brauereibesuch, bei dem die Zeit bei Fachsimpeleien geradezu verflog, bis uns die letzte Straßen- und U-Bahn vor der Nase weggefahren war und wir mit dem Taxi zurück ins Hotel mussten. Aber diesen zusätzlichen Preis war uns der Abend heute wert gewesen – unterhaltsam, lehrreich und nahrhaft.

 

Impressionen: kadlez restaurant & brauerei

 

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Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg Wörner GmbH & Co KG

 

Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg Wörner GmbH & Co KG

Breitäckerstraße 9

96 049 Bamberg

Bayern

Deutschland

 

Nach vielen Jahren und zahlreichen Besuchen in Bamberg ist es uns am 12. Dezember 2008 endlich gelungen, auch die am weitesten außerhalb liegende Brauerei Bambergs einmal zu besuchen – die Kaiserdom-Brauerei.

 

Das Brauereigelände selber beeindruckte durch seine schiere Größe – Kaiserdom scheint von der Kapazität her in einer anderen Liga zu spielen als die anderen Bamberger Brauer. Wirklich eindrucksvoll.

 

Der Brauerei-Ausschank liegt nur wenige hundert Meter weiter, an der Einfallsstraße in Richtung Bamberg. Ein ansprechendes Hotel mit gemütlicher Ausstrahlung, freundlichem Personal und heimeliger Einrichtung. Schade nur, dass ausgerechnet heute sämtliche Gasträume wegen einer geschlossenen Gesellschaft blockiert waren und wir lediglich für ein paar Minuten auf ein schnelles Bier „geduldet“ wurden. Wir suchten uns also ein gemütliches Eckchen im so genannten Ofenzimmer aus, entschieden uns aus der Liste der verfügbaren Fassbiere für das Schwarzbier und wurden wahrlich nicht enttäuscht. Serviert im stilvollen Tonkrug schmeckte dieses Schwarzbier hervorragend frisch, schön herb und sehr schlank. Das Ofenzimmer war recht gemütlich, und so fiel es uns recht schwer, pünktlich vor Beginn der geschlossenen Gesellschaft das Feld zu räumen.

 

Ach, aber einen Wermutstropfen gab es denn doch: Hatte ich auf dieser Reise, der Jahreszeit geschuldet, in jeder besuchten Brauerei einen Bock verkostet, hörte ich hier die enttäuschende Nachricht, dass Kaiserdom zur Weihnachtszeit leider keinen Bock anbieten würde – getreu dem Motto: „Ich hab’ keinen Bock!“

 

Impressionen: Kaiserdom Privatbrauerei Bamberg Wörner GmbH & Co KG

 

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Kaiserhof-Bräu

 

Kaiserhof-Bräu

Friesener Straße 1

96 317 Kronach

Bayern

Deutschland

 

Plant man seinen Besuch bei der Kaiserhof-Bräu in Kronach per Internet, stößt man auf eine Minimal-Homepage: Adresse, Telefonnummer, eMail-Adresse und die zwei Sätze „Der ‚Kaiserhöfer‘ ist eine traditionelle Familienbrauerei. Heute leiten Braumeister Thomas Kaiser und sein Bruder, Diplom-Betriebswirt Ulrich Kaiser, das mittelständische Unternehmen.“ – das ist alles, was man findet.

 

Man muss schon länger recherchieren, um wenigstens heraus zu bekommen, dass die Kaiserhof-Bräu 1879 gegründet worden ist und immer noch von der Familie Kaiser betrieben wird. Auf dem Grundstück der Brauerei, mitten in Kronach, befindet sich auch der Gasthof Kaiserhof, und den haben wir am 27. Dezember 2011 besucht.

 

Die Wirtschaft ist gemütlich, es gibt auch kleine Nischen für zwei Personen, in denen man herrlich sitzen und speisen kann, und die Getränke- und Speisekarte ist vielversprechend. Eine ziemliche lange Liste der hier gebrauten Biere – mindestens sieben oder acht Positionen – das klingt schon mal gut. Und eine spezielle Sorte fränkischen Humors findet man in der Karte ebenfalls: Wo sonst in der Welt würde ein Knöchla, also ein Eisbein, mit Sauerkraut und Brot als Speise „für den kleinen Hunger“ angeboten? Zweifelnd runzelte ich die Stirn, ob ich das richtig verstanden hätte, aber ich wurde bestätigt. Die große, oder eher normale Portion Eisbein beläuft sich nämlich laut Speisekarte auf zwei Stück!

 

Wenn die Gastwirtschaft auch richtig schön urig und gemütlich war, so schaffte es die kurz angebundene Bedienung doch, uns die Laune zu vermiesen. Auf die Frage, welches Bier denn empfehlenswert sei, wurden wir barsch auf die Karte verwiesen, die allerdings außer den Preisen keine weiteren Informationen zu den Biersorten liefern konnte, und auch die Bestellung des Essens lief leider nur „zackzack!“. Zu allem Überfluss war das naturtrübe Pils, das wir hier probierten, recht dumpf und muffig, so dass wir in der Summe die Brauereiwirtschaft doch recht enttäuscht verließen.

 

Impressionen: Kaiserhof-Bräu

 

If you are going to plan a visit of the Kaiserhof-Bräu in Kronach via internet, you will find a minimalistic homepage: address, phone number, email-Adress and only two sentences “The ‘Kaiserhöfer’ is a traditional family run brewery. As of today, brew master Thomas Kaiser and his brother, MSc Ulrich Kaiser, manage the middle-class company.” – that’s all you are going to find.

 

You have to investigate a bit mor to find out, that the Kaiserhof Brewery was founded in 1879, and since then is run by the Kaiser family. On the premises in the heart of the city of Kronach, you also find the brewery’s inn Kaiserhof, and that is the place we visited 27th December 2011.

 

It is warm and cozy inside the pub, one can find small corners for two to be comfortable seated and fed. The menu (food and beverages) is promising. It looks good to see a relatively long list of beers brewed in place – seven or eight position! And a special kind of Franconian humor can be found as well: Where on earth would you find a “Knöchla”, Franconian for pork knuckle, with sauerkraut and bread as a snack “for the small appetite”? I frowned for a moment, but then I was confirmed: According to the menu, the real portion of port knuckles includes two pieces!

 

In fact, the pub was quaint and comfortable; however, the waitress succeeded in spoiling our mood by being curt. Having been asked, which of the beers she might recommend, she harshly referred to the menu, which did not contain any further information than names and prices of the beers, though. And ordering the dishes was also executed in bang military manner. And adding to our mixed impressions, the natural turbid pilsner beer, which we tried, happened to be dull and musty. All in all we thus left the brewery a bit disappointed.

 

Impressions: Kaiserhof-Bräu

 

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Kallholmens Maltbryggeri

 

Kallholmens Maltbryggeri

Brädgårdsvägen 2

932 33 Skelleftehamn

Schweden

 

Am kleinen Yachthafen von Skelleftehamn finden sich mehrere große Hallen, in denen Boote eingelagert, gewartet und repariert werden, und in einer dieser Hallen hat sich in der ersten Jahreshälfte ein kleines, elegantes Restaurant etabliert, das nach einigen Anlaufschwierigkeiten seit Juni 2011 auch über eine eigene Brauerei verfügt.

 

Das Restaurant serviert für durchaus faire Preise leckere Fisch- und Fleischgerichte, nichts Exotisches, aber schmackhaft und wirklich ausgezeichnet zubereitet. Aus dem Restaurant heraus blickt man auf die Segelboote und über einen erstaunlich großen Biergarten hinweg, dreht man sich aber um 180°, dann sieht man durch zwei kleinere Glasfenster die Brauerei. Zwei kupferne Kessel tschechischer Produktion stehen dort, daneben die üblichen Gerätschaften, Kisten, Kästen und Eimer. Alles wirkt eher wie auf Kleinproduktion zum Flaschenverkauf optimiert, man legt wenig Wert auf attraktive Optik. Steht man als Restaurantbesucher an dem kleinen Fenster und schaut den Brauern zu, wirkt alles eher wie in einer Autowerkstatt.

 

Gleichwohl – die hier produzierten Biere waren zum Zeitpunkt unseres Besuches, am 4. August 2011, ganz hervorragend. Unter Anleitung eines kleinen Teams aus Tschechien, das auch die Brauanlage installiert hat, entwickelte Brauer Per Lundmark in den Wochen vor Eröffnung der Brauerei drei Biere: Ljus Lager, Färsk Ale und Levande Lager. Das erste und dritte jeweils im Stil eines klassischen, ungefilterten Pilsner, nur unterschiedlich stark, und das Färsk Ale als Britisches Ale, allerdings gefiltert. Jedes für sich schmeckte frisch, aromatisch und recht ausdrucksstark und machte Lust auf mehr, aber der nette Kellner machte auch ohne Umschweife darauf aufmerksam, dass man durchaus noch in der Experimentierphase sei, und vielleicht würden die Biere sich in Zukunft auch ein wenig anders entwickeln. Das hinge auch von den Rückkopplungen durch die Besucher ab.

 

Impressionen: Kallholmens Maltbryggeri

 

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Kalt-Loch-Bräu GmbH

 

Kalt-Loch-Bräu GmbH

Hauptstraße 201

63 897 Miltenberg

Bayern

Deutschland

 

Das Kalt-Loch-Bräu in Miltenberg, dessen Brauerei-Ausschank wir am 6. Mai 2006 besuchten, scheint seltsamerweise im Ansehen der örtlichen Bevölkerung deutlich hinter der Brauerei Faust, die nur wenige hundert Meter weiter liegt, zurück zu stehen. Egal, mit wem wir uns unterhielten – man verzog das Gesicht und sagte, es sei besser beim Faust.

 

Wir wissen nicht, warum. Wir saßen bei herrlichem Sonnenschein auf den Bierbänken vor dem Brauereiausschank in der Fußgängerzone und ließen uns sowohl das dunkle Fränkische Landbier als auch den ebenso dunklen Kalomator Doppelbock schmecken. Beide Biere waren ausgezeichnet, die Bedienung war schnell und freundlich – unser Eindruck war ausgezeichnet. Und auch am nächsten Tag, als wir im Kloster Engelberg einkehrten und das dortige Klosterbier tranken, das bei Kalt Loch gebraut wird, waren wir mit dem Bier absolut zufrieden.

 

Die Brauerei selber haben wir bei unserem kurzen Besuch nicht gesehen, und auch in das Innere des Brauereiausschanks haben wir nur einen schnellen Blick geworfen, aber dem verkosteten Bier nach zu urteilen, gibt es hier nichts zu meckern. Genauso wenig wie beim Faust.

 

Schön für die Miltenberger – leckeres Bier aus zwei verschiedenen Brauereien!

 

Impressionen: Kalt-Loch-Bräu GmbH

 

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Brauerei Schneider Weißenburg „Zur Kanne

 

Brauerei Schneider Weißenburg „Zur Kanne“

Bachgasse 15

91 781 Weißenburg

Deutschland

 

Am 4. Mai 2007 besuchten wir im Rahmen der „Tour de Bier 2007“ die Brauerei Schneider in Weißenburg / Bayern – sie stellte für die drei Tage der Tour gewissermaßen unsere logistische Basis dar.

 

Die Biere waren durchweg sehr lecker, das Personal freundlich und mit ganzem Herzen bei der Sache, und bei der Besichtigung der Brauerei merkten wir, dass auch der Brauer in seinem Beruf voll aufgeht. Zwar ist die Brautechnik schon ein wenig älter, aber sehr gut gepflegt, topp in Schuss und blitzsauber. Prima! Wir fühlten uns bei der Tour auch über Essen und Trinken hinaus sehr gut unterstützt, was auch an netten Kleinigkeiten zu spüren war: Beispielsweise hatte die Brauerei extra anlässlich unserer Tour einen Extra-Bierdeckel aufgelegt, und drückte jedem Tourteilnehmer eine Teilnahmeurkunde in die Hand, auf deren Vorderseite der Bierdeckel noch einmal aufgeklebt war, und auf deren Rückseite ein Rezept der Brauerei, heruntergerechnet auf die für uns Hausbrauer typische Ausschlagmenge von 20 Litern, zum Nachbrauen aufgedruckt war.

 

So fiel es denn auch nicht ins Gewicht, dass die Brauerei Schneider unseren Appetit ein wenig unterschätzt hatte und es beim Hausbrauerabend beim einen oder anderen Gericht zu einem kleinen Engpass kam. Es gab genug Ausweichmöglichkeiten – niemand musste hungern.

 

Und noch eine Besonderheit: Die Leipziger Gose, ein ganz besonderes Bier, eine Spezialität, die es in dieser Rezeptur wohl nur ein einziges Mal in Deutschland gibt (und das eines von an einer Hand abzählbaren Bieren ist, das aus Traditionsgründen abweichend vom so genannten „Reinheitsgebot“ gebraut werden darf [zum Thema „Reinheitsgebot“ an anderer Stelle mehr…]), wird hier nicht nur in der Flasche verkauft, sondern sogar aus dem Fass angeboten. Das gibt’s sonst nur in Leipzig selbst, am Bayrischen Bahnhof.

 

Und warum auch hier in Weißenburg?

 

Na, der Braumeister vom Bayrischen Bahnhof heißt Thomas Schneider.

 

Schneider?

 

Schneider!

 

Eben – derselbe Inhaber!

 

Impressionen: Brauerei Schneider Weißenburg „Zur Kanne“

 

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Brauerei Karg GmbH & Co KG

 

Brauerei Karg GmbH & Co KG

Untermarkt 27

82 418 Murnau am Staffelsee

Bayern

Deutschland

 

Zweimal mussten wir es heute, am 22. Februar 2009, versuchen, in den Brauereiausschank der Karg Brauerei hinein zu kommen. Es war Karnevalssonntag, und während des ersten Versuchs stellten wir fest, dass die Dorfkapelle und wohl auch fast alle anderen Mitglieder des Fastnachtszuges hier eingekehrt waren – nicht einmal mehr ein Stehplatz wäre zu kriegen gewesen.

 

Zwei Stunden später, nach einem schönen Spaziergang, sah das schon anders aus. Die Helden waren müde geworden, viele hatten sich getrollt. Und während der Rest zwar immer noch einen Lautstärkepegel hielt wie auf Schalke in der Nordkurve, waren dann doch einige Plätze frei geworden.

 

Die sichtlich gestresste und erschöpfte Bedienung hielt sich tapfer und brachte uns eine hervorragende und ungeheuer reichhaltige Brotzeitplatte. Sie war gedacht für eine Person, aber selbst zu zweit mussten wir kämpfen, um sie aufzuessen. Dazu der diesjährige Weizenbock – süffig und süßlich, das passte als leckerer Kontrast wunderbar. Während sich um uns herum der Brauereiausschank leerte, gaben wir uns ganz diesem Genuss hin.

 

Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und des Heimwegs, der noch vor uns lag, blieb es zwar bei einem kurzen Besuch mit nur einem Bier, aber in der Summe waren wir sehr zufrieden.

 

Impressionen: Brauerei Karg GmbH & Co KG

 

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Karl’s Brauhaus Chemnitz – Die Hausbrauerei

 

Karl's Brauhaus – Die Hausbrauerei

Brückenstraße 17

09 111 Chemnitz

Sachsen

Deutschland

 

Karl’s Brauhaus in Chemnitz stand am 14. September 2007 auf dem Plan. Ein wenig unattraktiv in einem schmucklosen Betongebäude der 60er Jahre gelegen, innen aber urgemütlich. Eine uralt wirkende Brauanlage, offensichtlich schon lange außer Betrieb. Dachten wir jedenfalls – aber weit gefehlt! Unter der uralten Kupferhaube wird fleißig gewerkelt und gesotten, und der Brauer macht stolz mit einer Leuchtreklame auf seinen 1000. Sud vor wenigen Monaten aufmerksam. Leckeres Bier, preiswertes, rustikal-leckeres Essen.

 

Und eine schlechte Nachricht, die uns mit auf dem Weg gegeben wurde: Die Carlsberg-Brauerei hat Karl’s Brauhaus wegen der angeblichen Ähnlichkeit des Namens verklagt und den Rechtsstreit gewonnen. Bis Ende des Jahres 2007 muss alles umbenannt werden. Ein Beispiel, wie der mündige Konsument mal wieder von den großen Konzernen für dumm verkauft wird. Nicht nur die Namen sind deutlich unterschiedlich – auch die Bierqualität. Der Biertrinker muss erst noch geboren werden, der das Industriebräu von Carlsberg mit den aromatischen Bieren aus Chemnitz verwechselt… Schade!

 

Muss Karl Marx, dessen x-Meter-hohe Büste als spätsozialistisches Relikt dem Brauhaus genau gegenüber steht und der daher auch Namensgeber für Karl’s Brauhaus war, jetzt auch umbenannt werden?

 

Impressionen: Karl's Brauhaus – Die Hausbrauerei

 

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Browar Kasztelan

 

Browar Kasztelan

ulica Świętokrzyska 27

09-200 Sierpc

Polen

 

Die relativ große (800.000 hl jährlich) Industriebrauerei Kasztelan in Sierpc sieht ihre Wurzeln unverdrossen bereits im vierzehnten Jahrhundert, als man in Sierpc nachweislich schon Bier braute – auch wenn die Kasztelan-Brauerei selbst eigentlich erst im Jahr 1869 von Fryderyk Pehlke gegründet worden ist, die heutige Anlage in den Jahren 1967 bis 1971 entstand und 1972 das erste hier gebraute Bier auf den Markt kam. 1974 bis 1977 entstand auf dem Brauereigelände eine betriebseigene Mälzerei, die bis heute betrieben wird.

 

Heute gehört die Brauerei gemeinsam mit der Stettiner Bosman-Brauerei und der Brauerei Okocim in Brzesko zum dänischen Carlsberg-Konzern und spielt in der Mittelstadt Sierpc eine bedeutende ökonomische Rolle.

 

Als reine Industriebrauerei bot sie uns am 20. April 2011, als wir hier vorbeikamen, nichts außer ihrer Außenansicht und einen kleinen Kiosk gegenüber dem Haupteingang, an dem man das Kasztelan-Bier kaufen konnte.

 

Impressionen: Browar Kasztelan

 

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AB Kauno Alus

 

AB Kauno Alus

Savanorių Prospektas 7

44255 Kaunas

Litauen

 

Nur etwa einen Kilometer Luftlinie vom historischen Zentrum der zweitgrößten Stadt Litauens, Kaunas, entfernt, direkt am Hang des Grünbergs, findet man die Brauerei Kauno Alus, einen alten, von außen schon recht heruntergekommen wirkenden Betrieb. Außer einer nicht wirklich überwältigenden Reklame sieht man nur wenige Hinweise darauf, dass es sich hier um eine Brauerei handelt, und auch eine Fahrt einmal um den Block zeigt keine weiteren, deutlichen Merkmale. Man vermarktet sich nicht. Jedenfalls nicht hier, an der Brauerei.

 

In der Stadt schon. Dort ist das Bier, wie wir uns am 25. Juli 2011 überzeugen konnten, überall zu bekommen, fast alle Bars und Restaurants zeigen Stolz auf das hier in der Stadt gebraute Produkt.

 

Wobei „das Produkt“ eigentlich der falsche Ausdruck ist – eine ganze Reihe von durchaus nicht uninteressanten Bieren wird hier gebraut, neben den obligatorischen Hellen und Dunklen auch ein Bier mit Ingwer und eine Reihe von hellen und dunklen Starkbieren einschließlich eines Baltischen Porters.

 

Impressionen: AB Kauno Alus

 

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Kavalierhäuser Schloss Königs Wusterhausen

 

Kavalierhäuser Schloss Königs Wusterhausen

Schlossplatz 1

15 711 Königs Wusterhausen

Brandenburg

Deutschland

 

Das Schloss Königs Wusterhausen ist nicht nur Historikern bestens bekannt. Schön renoviert und in einer einladend aufgeputzten Parkanlage steht es da und lädt zum Flanieren ein. Weniger bekannt ist, dass sich in den Kavalierhäusern ein ausgezeichnetes Restaurant befindet – mit zwar nur sehr wenig verschiedenen Gerichten auf der Speisekarte, dafür aber einer hervorragenden Qualität. Und ganz unbekannt ist, dass hier auch eine kleine Brauerei zum Restaurant dazugehört.

 

Hinter der Theke steht der kupferverkleidete Kessel der Sudanlage und passt sich, obwohl modern und metallisch, trotzdem gut in das historische Ambiente des Restaurants ein.

 

Als wir am 29. August 2010 hier einkehrten gab es keine Saisonbiere zu verkosten, sondern nur das Helle und das Dunkle Zwölfender. Zwölfender, weil 12° Stammwürze. Das Helle war verhältnismäßig kräftig in der Farbe, schon eher im orangenen, kupferfarbenen Bereich, und das Dunkle ausgeprägt braun. Beide Biere waren kräftig malzig und mit einer ausgeprägten Restsüße, die nur beim Hellen durch entsprechende Hopfenherbe ausbalanciert wurde. Schmackhaft, aber nicht umwerfend.

 

Wesentlich besser die Küche: Ob es die Wachtelbrüstchen waren, das Straußensteak oder die Pesto-Spaghetti mit Steinpilzen – hier war ein begabter und begeisterter Koch am Werk! Und auch der junge Mann, der uns bediente, strahlte Begeisterung aus. So einen freundlichen und aufmerksamen Service würden wir uns häufiger mal wünschen…

 

Impressionen: Kavalierhäuser Schloss Königs Wusterhausen

 

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Brauerei Keesmann

 

Brauerei Keesmann

Wunderburg 5

96 050 Bamberg

Bayern

Deutschland

 

Edel, fast schon ein wenig kühl und distanziert, elegant und für fränkische Verhältnisse geradezu hanseatisch wirkend, empfängt uns die Brauerei Keesmann am 17. November 2007. Nicht dass es ungemütlich wäre, aber im Gegensatz zu den anderen engen, verrauchten, eher dunkel eingerichteten Brauereien in Bamberg fällt der Unterschied sofort ins Auge.

 

Auch in den Biersorten deutlich abgesetzt – wer bietet in Bamberg sonst schon ein „Herren Pils“ an?

 

Also ein Bamberger Brauhaus der etwas anderen Art. Definitiv aber nicht schlechter als die anderen. Nur anders.

 

Wir genossen, ein wenig unter Zeitdruck stehend, weil andere Termine drängten, das schon genannte Herren Pils, ein elegantes und frisches Bier, gar nicht typisch fränkisch. Aber wir ließen es uns auch nicht nehmen, das vollmundige, nicht zu malzige Sternla Lager und den frischen Bock zu probieren – letzterer eher schlank und leicht herb, fast schon wie ein Maibock.

 

Wir waren zufrieden – ein kurzer, aber schöner, für Bamberg fast schon untypischer, aber dennoch in Erinnerung bleibender Brauereibesuch.

 

Impressionen: Brauerei Keesmann

 

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Kellerbrauerei Mitterbucher & Söhne KG

 

Kellerbrauerei Mitterbucher & Söhne KG

Am Kellerbräuberg 2

4910 Ried

Österreich

 

Eigentlich wollten wir am 31. Juli 2004 zum Ausklang eines Ausflugs nur noch schnell in Ried ein paar Einkäufe erledigen, als wir die Hinweise auf das Annenfest sahen: Jedes Jahr im Sommer findet auf dem Annenberg auf dem Gelände der Kellerbrauerei Mitterbucher dieses große Brauereifest statt. Mit gutem Essen, Trinken, folkloristischer Musik. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

 

Auch wenn wir es leider nicht geschafft haben, auch die Brauerei selbst zu besichtigen – allein schon die herrliche Atmosphäre im Biergarten, die leckeren, süffigen Biere und die gute Stimmung allenthalben genügten, dass sich der Weg hierher gelohnt hat.

 

Impressionen: Kellerbrauerei Mitterbucher & Söhne KG

 

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Kircher Brauhaus GmbH

 

Kircher Brauhaus GmbH

Brauhausstraße 42

03 116 Drebkau

Brandenburg

Deutschland

 

Eine der kleinen Brauereien mit extrem reduzierten Öffnungszeiten – schade. Das Kircher Brauhaus ist nur an Sonntagen und Feiertagen und für Familienfeiern nach Absprache geöffnet. Leider zu restriktiv für einen zufällig daherkommenden Reisenden, der mit großen, runden Augen vor dem Zaun stehen bleiben muss und durch die Gitterstäbe lediglich ein Zielfoto schießen kann.

 

Trotzdem schön, dass es diese Brauerei gibt! (So festgestellt am 13. Februar 2011.)

 

Impressionen: Kircher Brauhaus GmbH

 

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Kirner Privatbrauerei Ph. & C. Andres GmbH & Co KG

 

Kirner Privatbrauerei Ph. & C. Andres GmbH & Co KG

Kallenfelser Straße 2-4

55 606 Kirn

Deutschland

 

Die Kirner Brauerei veranstaltet üblicherweise im Frühjahr ein Brauereifest mit Musik, bekannten (?) Moderatoren aus dem Hörfunk und Vergnügungen für die ganze Familie. Am 5. Mai 2002 waren wir auch dabei, verpassten jedoch im Gedränge irgendwie die Möglichkeit, die Brauerei zu besichtigen.

 

Stattdessen nutzten wir aber immerhin die Gelegenheit, nachdem wir uns im Hof der Brauerei mit Bratwurst und Pommes eine ordentliche Grundlage geschaffen hatten, einige der Kirner Biere brauereifrisch zu verkosten. Wie so oft war auch diesmal der Unterschied beeindruckend. Während die Kirner Flaschenbiere ordentlich, aber letztendlich nur durchschnittlich sind, schmeckte insbesondere das „1798“ frisch vom Fass deutlich aromatischer als sein Flaschenpendant!

 

Tja, und gerade weil dieser Unterschied so deutlich war, ärgerte es uns ein wenig, dass es lediglich das „1798“, das „Pur“ und das „Pils“ vom Fass gab – alle anderen Sorten wurden nur in Flaschen ausgeschenkt. Na, dann kann ich auch in den heimischen Getränkemarkt gehen und brauche nicht nach Kirn zu fahren…

 

Impressionen: Kirner Privatbrauerei Ph. & C. Andres GmbH & Co KG

 

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Klosterbräu Bamberg

 

Klosterbräu Bamberg

Obere Mühlbrücke 1 - 3

96 049 Bamberg

Bayern

Deutschland

 

Tja, irgendwie ist es ja schon schwierig, für die Qualität des Bieres, die Quantität der Speisen, die Freundlichkeit des Personals und für das Preisniveau immer wieder neue Superlative zu finden – aber wie soll ich es anders ausdrücken? Unser Besuch im Klosterbräu Bamberg am 12. Dezember 2008 war nun einmal rundum wunderschön und gelungen. Und in allen vier genannten Kategorien eigentlich nicht zu übertreffen.

 

Wir betraten die alte, sehr gepflegte und urgemütliche Gaststube pünktlich um 11:30 Uhr, als die Küche aufmachte, und wir blieben hier – warum auch immer – für über eine Stunde die einzigen Gäste. Der freundliche ältere Herr, der uns bediente, brachte uns in Windeseile einen herrlich süffigen Bock und eine riesige, butterzarte Schweinshaxe mit einer wunderbaren, knusprigen Kruste. Wir machten es uns auf einem Sofa direkt am Kachelofen gemütlich und genossen das Essen. Als wir nach der Haxe bei nur einem weiteren Bier, nämlich einem frisch-röstigen „Schwärzla“ (mehr erlaubte unsere weitere Tagesplanung leider nicht…), unsere Zeitung auspackten und uns „häuslich einrichteten“, ermunterte uns der Wirt noch, ruhig da zu bleiben, auch wenn wir nichts mehr verzehren würden – „Ich werd’ Euch schon nicht rauswerfen!“

 

Und so verbrachten wir eine wunderbare Mittagszeit, bei herrlichem Bier in behaglicher Atmosphäre, wie wir es schon lange nicht mehr genießen konnten.

 

Und waren uns einig, dass wir bei unserem nächsten Bamberg-Besuch die schon obligatorische Brauerei-Tour definitiv hier beginnen werden!

 

Und am 25. September 2009 hatten wir die Gelegenheit, an einer Brauereiführung teilzunehmen. Wir bestaunten die teilweise recht alten Gerätschaften und waren zum wiederholten Male bestätigt in unserer Überzeugung, dass hier in Franken das Bier um so besser schmeckt, je älter das Sudhaus und die genutzte Technik ist.

 

Eine Theorie, über die wir in den warmen Septembersonne auf der wunderschönen Klosterbräu-Terrasse direkt am Fluss noch ein wenig nachdenken konnten…

 

Impressionen: Klosterbräu Bamberg

 

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Brauerei Johann Kneitinger e.K.

 

Brauerei Johann Kneitinger e.K.

Kreuzgasse 7

93 047 Regensburg

Deutschland

 

Während einer Tour durch Regensburg besuchten wir am 18. August 2003 natürlich auch die urige Brauerei Kneitinger. Das Bockbier ist in Regensburg und Umgebung und unter Bierfreunden und -kennern so berühmt, das brauche ich wohl nicht beschreiben, und die Atmosphäre in der Brauerei steht dem eigentlich auch nicht nach…

 

Aber trotzdem, versuchen wir es mal: Der Bock hat einen typischen, sehr malzigen, vollen Geschmack, sehr sättigend und, tja, der hohe Alkoholgehalt ist gut zu spüren. Nicht beim Trinken, aber später beim Aufstehen von der Bank, wenn man dem Kneitinger Bock ausgiebig zugesprochen hat…

 

Der Brauereiausschank ist urig, verwinkelt, dunkel, niedrig, gemütlich, anheimelnd und von allerlei wunderlichem Volk besucht, so dass es auch ohne viel zu trinken oder zu essen äußerst interessant ist, hier zu sitzen und einfach nur die Menschen zu beobachten.

 

Impressionen: Brauerei Johann Kneitinger e.K.

 

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Hotel „Villa Knobelsdorff

 

Hotel „Villa Knobelsdorff

Ringstraße 121

17 309 Pasewalk

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Irgendwo in Deutschland muss es ein verborgenes Archiv geben, in dem Unmengen historischer Bierrezepte schlummern. Denn wie oft habe ich es schon gehört, dass ein bestimmtes Restaurant oder eine Kneipe, ein Hotel oder ein Verein, eine Brauerei oder eine Wirtschaft ein Bier im Angebot hat, das von einer Brauerei in der Region getreu einem alten, geheim gehaltenen Originalrezept nur und ausschließlich für diesen einen Ausschank gebraut werde. Jedes Mal eine anrührende Geschichte. Und trotzdem immer wieder schön.

 

Betrachten wir es nüchtern, so kann das so arg geheimnisvoll nicht gewesen sein: Die Zutaten sind vom Deutschen (R)Einheitsgebot seit fast 500 Jahren fest vorgegeben – Malz, Hopfen, Wasser und die damals noch unbekannte und daher nicht explizit genannte Hefe. Und wer weiß, dass die Temperaturmessung in unserer Urväter Zeiten entweder mit dem Ellenbogen des Braumeisters vorgenommen wurde (so, wie Mütter das Badewasser für ihre Säuglinge überprüfen) oder auf eine direkte Messung verzichtet wurde, indem kochendes Wasser in einer bestimmten Menge zugegossen wurde, der versteht, dass neben diesen vier Grundzutaten das exakte Maischeprogramm keine Schlüsselrolle gespielt haben kann.

 

Wir kommen also zu dem Schluss, dass in den beschriebenen, längst vergangenen Zeiten vermutlich kein Sud wie der andere geschmeckt hat und das sogenannte geheime Originalrezept letztendlich nur eine verhältnismäßig grobe Anleitung gewesen ist.

 

Die Glaubwürdigkeit der Behauptung, man habe ein uraltes Originalrezept gefunden, auf dessen Basis man nun braue beziehungsweise brauen lasse, ist also eine durchaus geringe. Meistens handelt es sich bei diesen „unverwechselbaren Originalen“ doch nur um ungefilterte Versionen der Standardbiere der nächstgelegenen regionalen Brauerei.

 

Die Betreiber des Hotels „Villa Knobelsdorff“ in einer kleinen Nebenstraße unweit des Stadtzentrums von Pasewalk mögen mir dieses Schwadronieren verzeihen, denn ungeachtet der Tatsache, dass hier in der Speisekarte genau diese Geschichte eines alten Rezepts wieder aufgetischt wird (es ist die Rede von den Pasewalker Kürassieren, die das hier kredenzte Bier „Pasenelle“ schon immer geschätzt hätten), so ist doch die Atmosphäre im Bierkeller des Hotels eine ganz hervorragende.

 

Wir fühlten uns jedenfalls am 12. März 2011 sofort wohl, als wir den Keller betraten. Nette und freundliche Bedienungen kümmerten sich sofort um uns, wir fanden ein gemütliches Plätzchen, die Einrichtung und Dekoration gefielen uns gut, und rein formal betrachtet, bot die Getränkekarte zwei Biere an, die es unter dieser Bezeichnung sonst nirgends zu verkosten gibt, das Pasenelle Pils und das Pasenelle Zwickel. Ersteres kräftig herb, von kupferner Farbe, aber mit deutlichen Melanoidin-Noten, die eigentlich nicht ganz zur Kategorie „Pils“ passten. Gleichwohl war es ein leckeres, durchaus charaktervolles Bier. Das zweite Bier, das Zwickel, war eher süffig und mild, wies allerdings eine leichte, störende Säure auf. Ob hier das Fass schon zu lange am Hahn hing oder gegebenenfalls die Leitung nicht ganz sauber war, der Nachtwächter verzapft worden ist, oder ob es einen anderen Grund gehabt hat – wir wissen es nicht und werden es vielleicht nie erfahren, aber zumindest hat es unseren Genuss etwas gestört.

 

Gesamtwertung und Siegerehrung daher für heute durchaus differenziert: Sehr angenehme Atmosphäre. Zwei Biere, von denen wir nicht sicher sind, ob es nicht nur Etikettenbiere sind, und die noch dazu geschmacklich nicht einwandfrei daher kommen. Und eine sehr freundliche und aufmerksame Bedienung. Wir werden bei einem eventuellen nächsten Besuch noch einmal sorgfältig hinein schmecken. (Und zum Essen sagen wir jetzt nix, denn wir haben zwar große und appetitliche Portionen auf den Tellern an den Nachbartischen gesehen, selbst aber nichts gegessen!)

 

Impressionen: Hotel „Villa Knobelsdorff

 

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König-Brauerei GmbH

 

König-Brauerei GmbH

Friedrich Ebert Straße 255-263

47 139 Duisburg

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Als großer Industriebetrieb präsentierte sich die Königs-Brauerei am 6. November 2006, als ich die Gelegenheit hatte, an einer Brauereiführung teilzunehmen. Mit allen Vor- und Nachteilen, die das hat.

 

Zu den Vorteilen zählt sicherlich die Großzügigkeit der Bewirtung: Neben dem obligatorischen Bier zur Verkostung gab es eine große und wirklich ausgezeichnete Portion Grünkohl, serviert im sehr ordentlichen Ambiente der Brauerstube in der Brauerei. Sehr freundlicher und korrekter Service, hohe Qualität und – auch wenn es bei einer Großbrauerei von manchen gerne geleugnet wird – auch ein ausgezeichnetes Bier. Nicht originell – ein Pils bleibt ein Pils – aber definitiv von hervorragender Qualität.

 

Aber ein Nachteil, eine Bierfabrik statt einer kleinen handwerklichen Brauerei zu besichtigen, ist sicher das große Geheimnis, das um den Produktionsprozess gemacht wird. Nicht nur, dass keinerlei Informationen über Rasttemperaturen, Schüttung, Hopfensorten und –menge gegeben werden, nein, es herrscht darüber hinaus auch noch absolutes Fotografierverbot.

 

So bleibt für die Dokumentation lediglich der Eindruck der Bierkastengebirge im Einfahrtsbereich der Brauerei und natürlich das eine oder andere Bild von der Bierverkostung.

 

Impressionen: König-Brauerei GmbH

 

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Königsbacher Brauerei GmbH & Co. KG

 

Königsbacher Brauerei GmbH & Co. KG

An der Königsbach 8

56 075 Koblenz

Rheinland Pfalz

Deutschland

 

Es war nicht unser erster Besuch hier, als wir am 3. Mai 2008 in der Königsbacher Brauerei waren und den diesjährigen Maibock im Biergarten verkosteten, aber es war wie immer: Ordentlich, und ob der etwas ungünstigen äußeren Gegebenheiten sehr angemessen.

 

Die Königsbacher Brauerei liegt als unansehnlicher, großer, grauer Klotz am Rheinufer, zwischen Bundesstraße, Eisenbahnlinie und Fluss auf der einen Seite und dem Steilhang der letzten Ausläufer des Hunsrücks auf der anderen. Ein ungemütlicher Platz, und abends auch noch auf der Schattenseite. Aber man macht das Beste draus. In dem hässlichen Betonklotz ein schönes Brauereirestaurant mit freundlichen Bedienungen, gutem Essen und ordentlichem, gepflegtem Bier, und davor, im Schatten großer Kastanien, mit Glas überdacht, ein recht uriger Biergarten, der insbesondere von Radfahrern und Wanderern stark frequentiert wird. Das Glasdach und die Kastanien halten den Straßenlärm fern, und wenn man über die Eisenbahnlinie hinwegschaut, sieht man den Rhein, die Schiffe und die gegenüberliegenden Berge des Westerwaldes – und direkt neben dem Biergarten sieht man hinter großen Glaspanoramafenstern das kupferbetonte alte Sudhaus der Brauerei.

 

Also, das Fazit: Aus der wirklich ungünstigen, weil ungemütlichen Lage wird dennoch was ganz Ordentliches gemacht!

 

Und die Biere sind durchweg gut. Zwar schimpft der Koblenzer als solches immer über „sein“ Königsbacher (der Prophet gilt halt im eigenen Lande am wenigsten…), aber die Zischke-Kellerbiere sind dafür, dass es sich um im großen Maßstab produzierte naturtrübe Biere handelt, sehr ordentlich, das Alt ist kräftig herb und aromatisch, und die Bockbiere, insbesondere der Maibock, durchweg sehr stilecht und lecker.

 

Und was will man in einer Brauerei eigentlich mehr als gutes Bier?!?

 

Impressionen: Königsbacher Brauerei GmbH & Co. KG

 

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Gasthausbrauerei König von Flandern

 

Gasthausbrauerei König von Flandern

Erste Augsburger Gasthaus-Brauerei Betriebs GmbH

Karolinenstraße 12

86 150 Augsburg

Bayern

Deutschland

 

Wir standen am 28. Februar 2009 direkt vor dem Eingang, und sahen sie nicht – die Gasthausbrauerei König von Flandern in Augsburg. Wir sahen lediglich die Schaufenster der Buchhandlung links und rechts, und erst nachdem wir noch einmal einen Schritt zurück gemacht hatten, sahen wir den kleinen Eingang der in die Kellerräume unterhalb der Buchhandlung führte.

 

Hat man aber erst einmal die kleine Treppe gefunden und ist hinunter in die Brauerei mit ihren gemütlichen Schankräumen und Speisesälen gegangen, ist der Gedanke an anspruchsvolle Literatur schnell vergangen. Viel zu schön ist es hier unten. Eine urige und gemütliche Einrichtung, mittendrin die kupferglänzende Sudanlage, hübsche und außerordentliche freundliche Bedienungen und ein hervorragendes Bier.

 

Wir testeten das Helle (herrlich aromatisch und würzig), das Dunkle (leider zu mild, zu süßlich, geradezu zuckrig), den Doppelbock namens Alligator (dunkel, schwer, stark, aber nicht malzig klebrig und mastig, sondern kräftig und würzig – sehr gut!) und den Festtrank (mittelbraun und aromatisch rund). Auf nüchternen Magen ging das natürlich nicht, und so gönnten wir uns dazu eine Brotzeitplatte vom Feinsten. Zum herrlichen Treberbrot gab es Wurst, Schinken, Kassler, Schweinebauch, Käse, Schmalz, herrlich krosses Haxenfleisch, Leberwurst, Leberkäse, Sülze – es war einfach fantastisch.

 

Das Ganze zu wirklich fairen Preisen und in unserem Fall serviert von einer jungen Dame namens Christina, die mit ihrer ansteckenden Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Frische eine wunderbare Atmosphäre schuf. Einer der Fälle, wo wir uns bemüßigt fühlten, unsere Zufriedenheit auch im Nachhinein per eMail an den Chef der Brauerei auszudrücken (und eine ebenfalls sehr freundliche Antwort bekamen).

 

Hier werden wir mit Sicherheit einmal wieder einkehren – der König von Flandern ist, zumindest dem heutigen Eindruck nach, definitiv eine Reise wert!

 

Impressionen: Gasthausbrauerei König von Flandern

 

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Hostinec a Minipivovar U Koníčka

 

Hostinec a Minipivovar U Koníčka

Vojkovice cp. 10

739 51 Dobrá

Tschechische Republik

 

Nur wenige Kilometer von der polnisch-tschechischen Grenze entfernt liegt in einem kleinen tschechischen Dörfchen die 2006 gegründete Minibrauerei Hostinec a Minipivovar U Koníčka. Steigt man am Bahnhof in Vojkovice aus, sieht man zunächst nur offene Felder – kein Dorf, keine Brauerei. Erst nach einem Fußmarsch von einem Kilometer sieht man den kleinen Hof, in dem sich nun die Brauerei befindet.

 

Eine große Schankstube mit vielen einfachen und rustikalen Tischen, eine kleine Theke in der Ecke, ein offener Kamin und ein Wintergarten für die Raucher. Simpel, aber gemütlich. Drei frische Biere zur Auswahl – ein Helles, ein Halbdunkles und ein Dunkles. Daneben soll es auch noch gelegentlich Saisonbiere geben – heute, am 12. Februar 2011, aber leider nicht.

 

Die Bedienungen sind nett und schnell, die Speisekarte bietet rustikale und leckere tschechische Küche, und die drei Biere sind – jedes für sich – ausgezeichnet. Das Ryzák, ein elfgrädiges ungefiltertes Helles, ist würzig und frisch, mit einer ordentlichen Portion Hopfen. Das Vraník hat zwölf Grad Stammwürze, ist dunkel, fast schwarz, und hat einen samtigen, leicht röstigen, trotzdem aber sehr süffigen Charakter. Mein persönlicher Favorit war das Halbdunkle, das Grošák mit vierzehn Grad Stammwürze. Nicht zu bitter, nicht zu malzig, war es sehr ausgewogen, mit einer ausgeprägten Würze und Frische – obwohl es das stärkste der drei angebotenen Biere war, war es auch das süffigste.

 

Nach einem deftigen Essen hatten wir noch die Gelegenheit, die Brauerei im kleinen Nebengebäude, einer ehemaligen Stallung, anzuschauen. Einfachste Technik, mit offenlaufenden Riemen angetriebene Rührwerke und eine Konstruktion, die es erlaubt, zwei Sude zeitlich leicht versetzt anzusetzen. Und separat der Kühlraum mit den offenen Gärbottichen. Ungeschützt vergärt das Bier unter einer dicken Kräusendecke, ohne das sichtbare, übertriebene Hygiene waltet. Ganz im Gegenteil – das Sudwerk wirkte sogar ein wenig ungepflegt. Dort, wo das Bier oder die Würze mit dem Metall in Kontakt kommt, war alles ganz sauber, aber überall sonst war es schon ein wenig schmuddelig. Ein Problem? Sicher nicht, denn der Geschmack des Bieres war einwandfrei – und darauf kommt es an. Stolz hängen an der Wand diverse Auszeichnungen für erste Plätze bei Bierverkostungen!

 

Krönung des Brauereirundgangs war der tiefe Zug aus einem großen metallenen Krug, in den frisch gezwickeltes Bier abgefüllt worden war. Herrlich und erfrischend!

 

Impressionen: Hostinec a Minipivovar U Koníčka

 

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Browar Konstancin Sp. z o.o.

 

Browar Konstancin Sp. z o.o.

Obory 11a

05-520 Konstancin Jeziorna

Polen

 

Die Brauerei Konstancin wurde im Jahr 1992 gegründet, und es dauerte bis zum Januar 1994, bis die ersten Biere aus der Produktion auf den Markt kamen. Trotz annehmbarer Qualität und der Nähe zur Hauptstadt Warschau – die Brauerei liegt gerade einmal 25 km vom Stadtzentrum entfernt inmitten eines Naturschutzgebietes – hatte sie von Anfang an mit enormen Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Die nicht immer gleichbleibende Qualität des Bieres mag hierzu beigetragen haben. Trotz des Versuchs, durch zahlreiche verschiedene Marken, insbesondere auch Starkbiere, den Umsatz zu vergrößern, krebste die Brauerei mühsam vor sich hin.

 

Mit einem Wechsel des Eigentümers im Jahr 2007 änderte sich manches. Einige Investitionen in die Technik und die Entscheidung, auf nicht pasteurisierte Biere zu setzen sowie echte Spezialitäten zu produzieren, wirken sich offensichtlich aus. Unter Bierliebhabern in Polen erarbeitete sich die Brauerei nun rasch einen recht guten Ruf – insbesondere die Biere aus ungewöhnlichen oder nur selten verwendeten Getreidesorten wie Roggen oder Dinkel sind sehr beliebt und laut Umfragen sehr erfolgreich, wenn auch das Distributionsnetz immer noch nicht so gut kontrolliert wird, dass tatsächlich eine gleichbleibende Bierqualität vom Produzenten bis zum Endkonsumenten sichergestellt werden kann.

 

Als wir am 22. April 2011 in Obory vorbeifuhren, fanden wir einen kleinen, unauffällig und von außen etwas heruntergekommen wirkenden Betrieb vor, der keinerlei Wert darauf legt, sich als Produktionsstätte zu präsentieren. Alles ist durch hohe Zäune und Hecken abgeschirmt, und so mussten wir uns auf zwei „Zielfotos“ beschränken.

 

Impressionen: Browar Konstancin Sp. z o.o.

 

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De Dochter van de Korenaar

 

De Dochter van de Korenaar

Pastoor de Katerstraat 24

2387 Baarle-Hertog

Belgien

 

Der 27. März 2010 führte uns zu einer winzig kleinen Brauerei, die erst vor zweieinhalb Jahren gegründet worden ist, in einem Dörfchen, dass wohl weltweit als Unikum gelten darf: Baarle – ein Dorf, das aus zwei Gemeinden besteht, nämlich Baarle-Hertog in Belgien und Baarle-Nassau in den Niederlanden.

 

Nun, das ist noch nicht ungewöhnlich, dass ein Dorf oder eine Gemeinde beidseits einer Staatsgrenze liegt. Ungewöhnlich ist vielmehr, dass Baarle eigentlich einige Kilometer weg von Belgien liegt, Teile der Ortschaft aber mehrere belgische Enklaven in den Niederlanden bilden. Und als ob das noch nicht genug sei, gibt es auch mehrere niederländische Enklaven innerhalb der belgischen Enklaven innerhalb der Niederlande.

 

Ob die Brauerei De Dochter van de Koorenaar nun tatsächlich in Gänze in Belgien liegt, oder ob Teile des Gebäudes vielleicht in den Niederlanden stehen, oder ob die Grenze das Gebäude gleich mehrfach teilt – wer weiß…

 

Was ich aber weiß ist, dass das kleine Gebäude nicht nur von außen urig und gemütlich aussieht, sondern auch drinnen rustikal und urig ist, und dass der Brauer mit Begeisterung von seinen Bieren und seiner kleinen Brauanlage zu erzählen weiß. Wie in einem kleinen Hexenhäuschen stehen die Biere und die Sudanlage in kleinen Räumen, eng und verwinkelt.

 

Begeistert deckte ich mich mit den heute hier angebotenen Bierspezialitäten ein – nicht nur mit den vier offiziell zum Verkauf stehenden Sorten Noblesse, Bravoure, Embrasse und Courage, sondern auch mit dem Tripel Finesse, das zwar schon auf Flaschen gezogen war, aber noch reifen sollte und noch gar nicht etikettiert war. Herrlich!

 

Impressionen: De Dochter van de Korenaar

 

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Browar Kormoran Sp. z o.o.

 

Browar Kormoran Sp. z o.o.

Aleja Generała Władisława Sikorskiego 2

10-057 Olsztyn

Polen

 

Nach eigener Werbeaussage ist die Brauerei Kormoran aus alter Tradition eng mit ihrer Heimat, dem Land der tausend Seen Masurens, verbunden, und man bemüht sich, sein kleines Vaterland würdig zu repräsentieren. Mit traditioneller Braukunst und alten Brautechniken möchte man die Lücke zwischen den winzigen Gasthausbrauereien und den seelenlosen Imperien der Brauindustrie schließen und Biere brauen, die nicht für jedermann bestimmt sind.

 

Folgt man den Aktivitäten der Brauerei auf ihrer Website und liest insbesondere die zum Nachdenken anregenden Reflexionen des Paweł Błażewicz, so kann man dem sicherlich nur zustimmen. Und auch die Tatsache, dass die Browar Kormoran bereits 2010 das erste fördernde Mitglied der noch jungen Polnischen Hausbrauervereinigung PSPD war, unterstreicht die Verbundenheit der Brauerei mit der Bierszene Polens. Nicht blanker Kommerz, sondern das Interesse am Bier steht im Vordergrund.

 

Umso ärgerlicher war es, dass ich ausgerechnet am 24. Juli 2011, an einem frühen Sonntagmorgen, nur auf der Durchreise durch Olsztyn war und so der Brauerei keinen wirklichen Besuch abstatten konnte. Zwar war die unscheinbare, nicht gerade schmucke Produktionshalle in dem Industriegebiet schnell gefunden, aber natürlich war Sonntag in der Frühe alles menschenleer und verschlossen, und mein Besuch musste sich auf ein paar schnell geschossene „Zielfotos“ beschränken. Schade!

 

Impressionen: Browar Kormoran Sp. z o.o.

 

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Biermanufaktur Korneuburg

 

Biermanufaktur Korneuburg

Brückenstraße 8 (2. Hof)

2100 Korneuburg

Österreich

 

Nur wenige Gehminuten vom Bahnhof der österreichischen Rattenfänger-Stadt Korneuburg entfernt, residiert die Biermanufaktur Korneuburg auf etwa 100 m² Nutzfläche in einem Gewerbegebiet. Keine Restauration, kein richtiger Bierausschank oder Biergarten, aber eine kleine, feine handwerkliche Brauerei, die seit ihrer Gründung im Sommer 2010 (das 5-hl-Sudwerk wurde am 1. Juli 2010 installiert) fleißige Missionsarbeit betreibt. Der ausgebildete Biersommelier Bernhard Bugelmüller hat es sich auf die Fahnen geschrieben, in stetiger und geduldiger Arbeit die Biertrinker der Region zu wahren Geschmacksexperten zu erziehen, weg vom österreichischen Einheitsmärzen hin zum aromatischen und geschmacksintensiven Bier.

 

Mit dem Korneuburger Original liegt das Standardbier der Biermanufaktur zwar noch relativ nahe am Märzen, aber die etwas dunklere Farbe, die leichte Trübe und der rundere, vollere Geschmack lassen schon ahnen, in welche Richtung die Geschmacksreise gehen wird: Das Jubiläumsbier zum 875. Jubiläum der Stadt Korneuburg ist schon wesentlich gehaltvoller, und die in eher „kleiner Auflage“ gebrauten Sude eines Strong Ale, einer Black Mamba und eines Red Tiger warten mit spannenden Ingredienzen und Gewürzen, sowie mit etwas höherem Alkoholgehalt auf.

 

Am 24. März 2011 hatte ich die Gelegenheit, einen kurzweiligen und unterhaltsamen Brauereibesuch mit Degustation in Korneuburg mitzumachen. Garniert wurde die Verkostung mit Bernhard Bugelmüllers humoriger Schilderung der – noch kurzen – Geschichte der Brauerei und seiner Pläne für die Zukunft. Und da parallel zu unserer Verkostung auch gerade die Abfüllung des aktuellen Suds auf Fässer stattfand, bekamen wir nicht nur eine statische Brauereiführung, sondern auch einen Einblick in das aktive Tagesgeschäft.

 

Eine kleine, feine Brauerei, die in ihrer noch kurzen Existenz aber schon erheblich auf die Bierszene in Österreich eingewirkt hat. Positiv natürlich.

 

Impressionen: Biermanufaktur Korneuburg

 

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Hausbrauerei Kornhus

 

Hausbrauerei Kornhus

Marktstraße 13

31 848 Bad Münder

Niedersachsen

Deutschland

 

In der Fußgängerzone von Bad Münder steht ein altes, ehemals als Getreidespeicher genutztes Gebäude, in dem die Hausbrauerei Kornhus untergebracht ist. Die Atmosphäre dieses alten Hauses, die Bruchstein- und Sandsteinmauern, die alten Holzbalken und -treppen werden von der gemütlichen und mit allerlei alten Gerätschaften dekorierten Einrichtung aufgenommen und in einen schönen Gesamteindruck integriert.

 

Während unseres Besuches am 11. August 2007, in der Mittagszeit, war das Kornhus fast leer – trotzdem schmeckte das Essen prima, und das Bier war frisch. Hier wurden also trotz des geringen Betriebs die Speisen nicht ewig warm gehalten, und auch beim Zapfen gab es keinen abgestandenen Nachtwächter aus der warmen Bierleitung. Sehr schön!

 

Alle drei Biersorten, das Helle, das Dunkle und das Weizen, waren für ihren jeweiligen Stil sehr gut – insbesondere das Weizen stach deutlich heraus. Spritzig im Antrunk, rund und aromatisch im Geschmack und mit einem leichten, etwas kümmeligen Aroma war es eine erfrischende Freude für den Gaumen an diesem heißen Sommertag.

 

Hartnäckig halten sich in der Region um Bad Münder aber die Gerüchte, dass hier gar nicht mehr gebraut würde, sondern das angebliche Hausbräu in einer befreundeten Hausbrauerei hergestellt würde. Die nette Bedienung zeigte sich ahnungslos, und auch den Braukesseln war nicht anzusehen, wann sie das letzte Mal benutzt worden waren.

 

Aber die enge, auch auf der Netzrepräsentanz beschworene Zusammenarbeit mit der Hausbrauerei Rampendahl in Osnabrück und die Tatsache, dass auch die Biergläser deren Aufdruck trugen, verleiht dem Gerücht natürlich Nahrung.

 

Impressionen: Hausbrauerei Kornhus

 

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Panimoravintola Koulu

 

Panimoravintola Koulu

Eerikinkatu 18

20 100 Turku

Finnland

 

Der 9. August 2009 führte uns nach Turku, etwa 150 km westlich von Helsinki. Hier, ziemlich im Stadtzentrum, liegt die Gasthausbrauerei Koulu. Ein altes Schulgebäude, auf Finnisch „Koulu“, wurde hergerichtet – in den ehemaligen Klassenzimmern befinden sich nun verschiedene Nebenräume des Bar- und Restaurantbetriebes. Teilweise mit alten und urgemütlichen Sofas und Ledersitzgruppen ausgestattet, teilweise auch mit modernem Bargestühl, aber immer findet sich auch ein Bezug zur ehemaligen Nutzung des Gebäudes als Schule: Wandtafeln hängen an der Stirnseite des Raumes, alte Schulpulte und Schulbänke werden als Mobiliar für die Gäste genutzt, Overheadprojektoren und Lehrtafeln stehen herum.

 

Geht man aus dem Hinterausgang des Schulgebäudes, so kommt man auf den ehemaligen Schulhof, der jetzt in einen Biergarten umfunktioniert worden ist – und interessanterweise ist der Ausgang nach hinten groß auf Deutsch beschriftet: „Biergarten“! Besonders gemütlich ist der Biergarten allerdings nicht – insbesondere liegt viel Dreck herum, die Tische und Stühle sind schmutzig und niemand kümmert sich um die Ordnung.

 

In krassem Gegensatz dazu die Qualität des Essens – zwar relativ teuer (aber das ist in Finnland normal), jedoch qualitativ und vom Arrangement her hervorragend! Wir waren hochzufrieden.

 

Und das Bier? Heute waren – leider! – nur zwei Sorten im Angebot, ein Dunkles („Maisteri“) und ein Helles („Lehtori“). Das Helle war lecker und würzig aromatisch, das Dunkle aber flach, uninteressant und völlig ohne Schaum. Von den auf der Internetseite und im Hausprospekt versprochenen Saisonbieren leider keine Spur.

 

Trotzdem waren wir zufrieden. Das Essen war ganz einfach spitze, die Bedienung freundlich, und nachdem wir uns mit dem Schmutz im Biergarten ein wenig arrangiert hatten, saßen wir dort auch bequem und genossen die Hochsommersonne.

 

Zwei Jahre später, am 28. Juli 2011, waren wir erneut in Turku und kehrten natürlich wieder in der Panimoravintola Koulu ein – allein schon aufgrund der wunderbaren Einrichtung ist diese Brauerei immer wieder einen Besuch wert. Und diesmal hatten wir auch mehr Glück mit den Bieren – drei Stück standen zur Auswahl, und alle drei waren diesmal würdige Vertreter ihrer jeweiligen Gattung: Das „Juhla Aura“ als herrlich hopfenaromatisches Pils mit einer großen Portion Saazer Hopfen, das „Kesäolut“ als frisches und spritziges, helles Sommerbier und schließlich das „Lehtori“, ein süffiges Helles.

 

Impressionen: Panimoravintola Koulu

 

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Minibrowar Kowal

 

Minibrowar Kowal

ulica Grunwaldzka 1A

75-241 Koszalin

Polen

 

Koszalin, oder auf Deutsch Köslin, blickt zurück auf eine Jahrhunderte alte Brauereitradition – allerdings war von all den kleinen und mittleren Betrieben nur noch der große Braubetrieb Brok übrig, der als eine Braustätte unter vielen im Konzern Royal Unibrew Polska sein Dasein fristete.

 

Seit 2008 jedoch ist in den beeindruckenden Ziegelbrau der alten Koszaliner Brauerei eine kleine Gasthausbrauerei eingezogen, die Minibrowar Kowal. Von außen sieht man den Schriftzug „Kowal“ über einer dicken Holztür, aber das war es dann auch schon fast. Zieht man die schwere Holztür auf, so öffnet sich der Blick in einen großen Saal mit vielen Tischen und Bänken, und am gegenüberliegenden Ende, kupferglänzend und auf einem Podest präsentiert, ein Sudwerk der Firma Kaspar Schulz.

 

Obwohl der Saal wirklich riesig ist, wirkt er durch seine ansprechende Dekoration und seine urgemütliche Einrichtung sofort einladend und heimelig. Von nahezu allen Plätzen aus hat man einen schönen Blick auf das Sudwerk und auf die lange Bar mit den Zapfhähnen und Kühlschränken.

 

Vier Biere sind im Angebot – Helles, Dunkles, Honigbier (Miodowe) und saisonal wechselnd im Sommer ein Weizen, im Winter ein Bockbier. Nicht sehr einfallsreich, aber zumindest die beiden Biersorten, die wir am 23. Oktober 2011 verkostet haben, waren ausgezeichnet: Das Weizen von kräftiger, fast schon orange leuchtender Farbe, mit einem Geruch nach Bananen, Aprikosen und einem Hauch von Gewürzen, vielleicht ein wenig Kümmel, und von einer herrlichen, sämigen Vollmundigkeit. Ein wirklich gutes Weizen, wie man es in Gasthausbrauereien leider nur selten findet. Und das Dunkle ein richtig schönes Schwarzbier. Leichte Röstaromen in der Nase, und ein satter, röstiger, aber nicht brenzliger Antrunk. Auf der Zunge würzig und aromatisch, und im Abgang sehr schlank und frisch herb. Serviert in einem Pokal, der schon sehr an das Glas des Köstritzer Schwarzbieres erinnert, kommt es diesem Bier nicht nur gleich, sondern übertrifft es sogar deutlich an Aroma und Charakter. Das Weizen hat 2009 und das Schwarzbier 2011 jeweils den zweiten Platz beim Wettbewerb der polnischen Gasthausbrauereien in Żywiec errungen – und das wohl zu recht!

 

Die Qualität des Essens und die Freundlichkeit der jungen Kellner standen dem Biererlebnis in nichts nach. Ob es überbackene und mit Pfifferlingen gefüllte Naleśniki waren, oder ein würziges Schaschlik mit knusprigen Bratkartoffeln – das Essen war noch preiswert und qualitativ ausgezeichnet. Mit Freundlichkeit und Humor wurde serviert, aufmerksam und blitzschnell. Und diese gute Laune und ihr Engagement verloren die Kellner auch nicht, als eine Busladung voller deutscher Rentner das Lokal eroberte und alle verfügbaren Sitzplätze einnahm. Getreu deutscher Unsitte wurden Minibestellungen aufgegeben, noch dreimal wieder geändert und nachgebessert, und am Schluss wollte jeder seinen Betrag separat bezahlen. Natürlich hatte niemand Kleingeld, die meisten noch nicht einmal polnische Złoty, aber zum Ausgleich dafür hatten einige der alten Damen und Herren die Chuzpe, ihre mitgebrachten Stullen auszupacken und im Restaurant zu verzehren. Ein Grund zum Fremdschämen, und Hut ab vor der Souveränität des Kowal-Personals.

 

Ein Brauereibesuch, bei dem es nichts auszusetzen gab – ein rundum schönes Erlebnis.

 

Impressionen: Minibrowar Kowal

 

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Kraft Bräu – 1. Trierer Hausbrauerei

 

Kraft Bräu – 1. Trierer Hausbrauerei

Blesius-Garten

Olewiger Straße 135

54 295 Trier

Deutschland

 

Ein gediegenes, fast schon edles Ambiente am Fuße der Weinberge im Hotel Blesius-Garten – die 1. Trierer Hausbrauerei Kraft Bräu empfängt den Gast in einer untypischen, aber sehr angenehmen Atmosphäre.

 

Seit 1998 werden hier auf einer auf Hochglanz polierten kleinen Sudanlage drei reguläre Biere gebraut, und zwar Hell, Dunkel und Weizen. Nicht innovativ (insbesondere die Namen der Biere nicht), aber grundsolide. Daneben gibt es Sonderbiere, entweder als Saisonbier oder aber auf Wunsch auch einzelne Sude für Firmen oder andere Auftraggeber. Besonders stolz ist die Brauerei darauf, in der Brauereiküche beziehungsweise dem Hotelrestaurant das eigene Bier auch als Zutat zu nutzen – und mittlerweile gibt es zusätzlich auch eine Reihe von Kraft Bräu Produkten wie Essig-Balsam oder Senf vor Ort zu kaufen.

 

Am 29. Dezember 2003 hatten wir leider nur wenig Zeit und schauten uns nur kurz um, gleichwohl probierten wir aber die vier gerade verfügbaren Biersorten: Das Dunkle, das Helle, das Altbier und das Weizen. Alle vier für ihren jeweiligen Stil typisch, handwerklich ordentlich gebraut und sehr lecker. Und vom Weihnachtsbock, den es nicht vom Fass gab, nahmen wir uns eine Flasche mit heim. Wir verkosteten ihn ein paar Tage später, und wir waren mit ihm genauso zufrieden, wie mit den Fassbieren. Ein Beweis, dass auch in einer Weinregion sehr gutes Bier gebraut werden kann. Wenn man nur will!

 

Wir nahmen uns also fest vor, bei nächster Gelegenheit mal wieder dorthin zu fahren, etwas mehr Zeit mitzubringen, auch das Essen zu genießen, und vielleicht sogar dort zu übernachten.

 

Und bei diesem Vorsatz ist es bis heute geblieben. Leider!

 

Impressionen: Kraft Bräu – 1. Trierer Hausbrauerei

 

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Krajan Browary Kujawsko-Pomorskie

 

Krajan Browary Kujawsko-Pomorskie

Trzeciewnica

ulica Browarna 1

89-100 Nakło nad Notecią

Polen

 

Die kleine Krajan-Brauerei, die sich nur wenige Meter von der Hauptverbindungsstraße Szczecin – Bydgoszcz entfernt befindet, wurde im Jahr 1993 gegründet und produzierte ihr erstes Bier im Januar 1994. In erster Linie auf dem lokalen Markt präsent, konzentriert sich die Brauerei auf Produkte ohne allzu große Experimentierfreude. Gleichwohl gelang es ihr, im Jahr 2007 die Auszeichnung „Bier des Jahres“ für ihr Bier „Irlandzkie Mocne“ zu erringen – verliehen von der Bractwo Piwne.

 

Als wir am 20. April 2011 hier mehr oder weniger zufällig vorbeikamen, hatten wir keinen längeren Besuch geplant, und es hätte sich sicherlich auch keiner ergeben, da wir schon beim Aussteigen aus dem Auto recht misstrauisch vom Pförtner beäugt wurden. Wir machten also lediglich unsere obligatorischen Zielfotos und amüsierten uns über die alten Lokomotiven, die vor dem Einfahrtstor zur Brauerei auf verrosteten Geleisen vor sich hingammeln.

 

Impressionen: Krajan Browary Kujawsko-Pomorskie

 

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Brauerei Kraus

 

Brauerei Kraus

Luitpoldstraße 11

96 144 Hirschaid

Bayern

Deutschland

 

Am 22. Oktober 2010 hatten wir das Vergnügen, den Brauereigasthof Kraus in Hirschaid zu besuchen und hier auch zu übernachten. Eine urige Gaststube im Hauptgebäude, und dahinter viele weitere Gebäude und Hallen, die alle zum Betrieb dazugehören. Eine eigene Metzgerei, die Brauerei selbst natürlich, ein Kinderspielplatz, ein Biergarten, mehrere Nebengebäude mit weiteren Gästezimmern (eines dieser Gebäude, das auch zur Brauerei gehört,, das Jagdhaus, liegt auf der anderen Straßenseite, zweihundert Meter entfernt) – insgesamt ist die Brauerei Kraus ein recht großer Betrieb, der diesen Teil des Ortes geradezu dominiert.

 

Herrliche Biere und leckere, preiswerte fränkische Küche gibt es hier. Neben dem obligatorischen Hellen Lager, das herrlich süffig und aromatisch schmeckt, probierten wir ein Weizen mit kräftigem Hefegeschmack, ein eher elegantes und blumiges Pils und den dunklen Hirschtrunk, ein typisch fränkisches Rauchbier mit kräftigem, leckerem, aber gewöhnungsbedürftigem Rauchgeschmack.

 

Dazu gab es – natürlich – fränkische Schäufala zu einem unschlagbar günstigen Preis, und mit einer herrlich krossen Schwarte – wunderbar!

 

Es wurde uns recht schnell deutlich: Hier haben wir einen Familienbetrieb, in dem jeder irgendwo mit eingespannt ist, und wo gerade dadurch rundum für das leibliche Wohl des Gastes gesorgt werden kann. Schade nur, dass die Seniorchefin, hier im Ort immer nur „die Wilde Hilde“ genannt, durch ihre doch schon sehr aufdringlich dominante Art die Wohlfühl-Atmosphäre etwas eintrübte.

 

Impressionen: Brauerei Kraus

 

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Kloster Kreuzberg

 

Kloster Kreuzberg

Kreuzberg 2

97 653 Bischofsheim / Rhön

Bayern

Deutschland

 

Das Kloster Kreuzberg liegt auf dem gleichnamigen Berg in der Rhön in Unterfranken. Seit 1731 gibt es hier nachgewiesen eine alte Brauerei, und bis heute wird hier vor Ort Bier gebraut. Mittlerweile nicht mehr auf der alten Sudanlage, sondern auf einer modernen Anlage, die Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts in das 1954 bereits erneuerte Brauhaus eingebaut wurde.

 

Drei Sorten Bier werden hier gebraut: Helles, Dunkles und Weizen. Nicht originell, aber sehr schmackhaft, und die jährlichen Besucherzahlen sprechen für sich.

 

Insofern hätten wir es ja vorher wissen können – es war der 31. August 2008, ein Sonntag im Spätsommer, herrliches Wetter, wie es schöner nicht sein kann. Es war also rappelvoll…

 

Mit viel Glück ergatterten wir ein Plätzchen im Biergarten, nach schier ewig langem Warten in der Schlange hatten wir dann auch endlich ein herrliches Krüglein Klosterbier (Hell) in der Hand, und nach noch mal so langem Warten dann endlich auch eine Bratwurst...

 

Trotzdem war es schön – das Klosterbier war wirklich ausgezeichnet, herrlich aromatisch, frisch und kühl.

 

Aber um das Bier wirklich in Ruhe genießen zu können und vielleicht ein wenig mehr als nur den Biergarten zu sehen kommen wir das nächste Mal halt unter der Woche!

 

Impressionen: Kloster Kreuzberg

 

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Kronberger Brauhaus

 

Kronberger Brauhaus

Katharinenstraße 4

61 476 Kronberg im Taunus

Hessen

Deutschland

 

Jahrelang haben wir das Kronberger Brauhaus schon besuchen wollen, aber immer, wenn wir zufällig in der Gegend waren, scheiterten wir an den Öffnungszeiten. Es war immer gerade zu der Uhrzeit geschlossen, zu der wir vor der Tür standen. Beim vorletzten Mal haben wir uns dann die Öffnungszeiten ganz gezielt aufgeschrieben, und am 12. Januar 2008 fuhren wir exakt auf eine passende Uhrzeit nach Kronberg.

 

Tja! Nur um festzustellen, dass das Brauhaus nicht mehr existiert… Die Leuchtreklame und alle Hinweisschilder sind abmontiert, auch auf der Tür klebt kein Hinweis auf eine vorübergehende Schließung oder etwas Vergleichbares – nichts! Einfach weg! Nur die Netzrepräsentanz der Brauerei existiert nach wie vor – da hat wohl jemand vergessen, die Seite abzuschalten.

 

Und so bleibt als Erinnerung nur ein „Screenshot“ der Internetseite und die Erinnerung an ein hier gebrautes Bier, das wir allerdings im Idsteiner Brauhaus GmbH „Alte Feuerwache“ getrunken hatten – beide Brauhäuser hatten seinerzeit beim Weißbier miteinander kooperiert.

 

Impressionen: Kronberger Brauhaus

 

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Brauerei und Gasthof „Zur Krone“ – F. Tauscher

 

Brauerei und Gasthof „Zur Krone“ – F. Tauscher

Bärenplatz 7

88 069 Tettnang

Baden Württemberg

Deutschland

 

Seit 1847 ist die Brauerei „Zur Krone“ im Besitz der Familie Tauscher, mittlerweile – nach eigenen Angaben – in der siebten Generation. Sie liegt zentral in der Ortsmitte und dominiert mit dem dazugehörigen, eigenen Hotelbetrieb den Bärenplatz.

 

Seit fast zwanzig Jahren, genauer gesagt, seit 1993, braut man hier neben den „normalen“ Produkten auch Bio-Biere – zunächst ein Keller-Pils, später dann auch ein Weizen. Sowohl die Bio-Biere als auch das weitere Sortiment werden, logischerweise, mit reichlich Tettnanger Aromahopfen gebraut, der den Bieren einen sehr typischen Geruch und Geschmack verleiht.

 

Zusammen mit einigen weiteren Brauern der Region ist die „Krone“ im Zusammenschluss der „Brauer mit Leib und Seele“ (http://www.die-brauer-mit-leib-und-seele.de) aktiv und ist darüber hinaus auch gegenüber Besuchern mit Besichtigungswünschen sehr offen.

 

Ich hatte am 5. August 2006 im Rahmen der Haus- und Hobbybrauertage der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer in Deutschland e.V. die Möglichkeit, die Brauerei zu besuchen und an einer langen und detaillierten Brauereiführung unter Leitung von Herrn Tauscher selbst teilzunehmen.

 

Geduldig wurden uns das Sudhaus und alle angrenzenden Räumlichkeiten gezeigt, und wir konnten auch verschiedene Biersorten verkosten – insbesondere das „See-Weizen“ genannte Bio-Weizen erwies sich als ganz hervorragendes Bier mit eigenständigem Charakter.

 

Impressionen: Brauerei und Gasthof „Zur Krone“ – F. Tauscher

 

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Brauhaus Kühler Krug

 

Brauhaus Kühler Krug

Wilhelm Baur Straße 3a

76 135 Karlsruhe

Baden Württemberg

Deutschland

 

Der 17. Oktober 2006, ein herrlicher Herbsttag – Sonnenschein lockt die Karlsruher in die Grünanlagen und damit auch in das Brauhaus Kühler Krug. Recht idyllisch am Park gelegen, mit einem Biergarten direkt am Ufer eines kleinen Bachlaufs, und auch die breite Durchgangsstraße mit extrem viel Verkehr stört kaum, ist sie doch durch dichte Busch- und Baumreihen optisch und akustisch abgetrennt.

 

Freundliches Personal serviert leckeres Essen und aromatisches Bier, es herrscht eine unkomplizierte Atmosphäre und ein ständiges Kommen und Gehen.

 

Neben den drei Standard-Bieren (hell, dunkel, Weizen) gibt es gelegentlich auch ein paar andere Sorten, natürlich auch zum Mitnehmen. Und für denjenigen, der nicht mitnehmen, sondern vor Ort trinken möchte, gibt es auch die Möglichkeit, einfach, aber preiswert zu übernachten.

 

Das Gasthaus „Kühler Krug“, so wie es heute da steht, ist 1973 gebaut worden, und seit 2000 befindet sich in diesem Gasthaus auch die kleine Brauerei.

 

Insgesamt eine angenehme Brauerei, die ich schon mehrfach besucht, aber leider immer noch nicht umfassend fotografisch dokumentiert habe.

 

Impressionen: Brauhaus Kühler Krug

 

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Kuhstall Wohrenstorf – Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.

 

Kuhstall Wohrenstorf – Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.

Dorfstraße 8

18 195 Wohrenstorf

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Tja, ist das nun eine Brauerei, oder ist es keine? Als wir am 2. Februar 2011 nur mit einer Adresse bewaffnet (Wohrenstorf 8 in der Nähe von Tessin bei Rostock) hier vorbeigefahren sind, haben wir keinerlei Hinweis auf eine Brauerei gefunden. Die vielleicht zehn Häuser in einer winzigen Nebenstraße, die das Dorf Wohrenstorf bilden, waren alle dunkel, verschlossen, kein Mensch war zu sehen, den wir hätten fragen können. Kein Hinweisschild, nichts. Auch kein Gebäude, das irgendwie nach Brauerei oder Hausbrauerei ausgesehen hätte.

 

Wir trollten uns also.

 

Und entdeckten etwas später, bei gezielter Nach-Recherche im Internet, dass die große Scheune in Wohrenstorf, der sogenannte Kuhstall, vom Kultur- und Traditionsverein Recknitztal e.V. als eine Art Dorfgemeinschaftssaal hergerichtet worden ist. Und das in diesem Kuhstall neben dem üblichen Mobiliar und einer Theke auch eine Bierbrauanlage installiert worden ist, auf der der Verein für seine eigenen Veranstaltungen Bier herstellen kann.

 

Formal also eine Brauerei – offensichtlich kommerziell angemeldet. Wenn auch nur für vereinseigene Zwecke.

 

Statt Fotos also hier nur zwei Screenshots der Internetseite des Vereins http://kuhstall-wohrenstorf.de.

 

Impressionen: Kuhstall Wohrenstorf – Kultur-und Traditionsverein Recknitztal e. V.

 

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Kulmbacher Brauerei AG

 

Kulmbacher Brauerei AG

Lichtenfelser Straße 9

95 326 Kulmbach

Bayern

Deutschland

 

Ein Besuch im Bayerischen Brauereimuseum Kulmbach am 16. Oktober 2010 bot mir die Gelegenheit, bei einem kleinen Abstecher den Gebäudekomplex der Kulmbacher Brauerei AG anzufahren und zu fotografieren. Unter einem Dach vereint finden sich hier vier Marken, die in früherer Zeit selbständig waren: Kulmbacher, Kapuziner, Mönchshof und EKU.

 

Ein wenig Wehmut erfasst den Besucher, wenn er vor dem Gebäude den kupfern glänzenden Sudkessel sieht, neben dem die Flaggen dieser vier Marken wehen, war Kulmbach doch bis vor einigen Jahren noch geprägt durch eben diese Vielzahl verschiedener Brauereien. Ein aus ökonomischen Gründen durchgezogener Konzentrationsprozess ließ die Brauereien verschwinden, und auch wenn die Marken beibehalten worden sind, fehlen doch das Authentische und die historische Originalität. Und wo sind beispielsweise das Sandlerbräu und das Reichelbräu geblieben?

 

Vollends beängstigend wird es, wenn man sich klar macht, dass auch die Sternquellbrauerei in Plauen, Braustolz in Chemnitz, Scherdel in Hof und das Würzburger Hofbräu längst zu diesem Konzern gehören.

 

Impressionen: Kulmbacher Brauerei AG

 

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KulturBrauerei AG

 

KulturBrauerei AG

Leyergasse 6

69 117 Heidelberg

Baden Württemberg

Deutschland

 

Die KulturBrauerei ist eine kleine aber feine Gasthausbrauerei mit angeschlossenem Hotelbetrieb – direkt am Rande der Heidelberger Altstadt in den letzten Ausläufern der Fußgängerzone. Am 6. Mai 2009 hatte ich die Möglichkeit, sie zu besuchen, gut zu speisen und auch gleich hier zu übernachten.

 

Untergebracht ist die Brauerei in einem Ensemble alter und verwinkelter Häuschen in einer kleinen Seitengasse. Dickes Kopfsteinpflaster, nur 80 m bis zum Fluss – als Auswärtiger traut man sich mit dem Auto fast nicht in diesen Fußgängerzonenbereich rein, kann dann aber den Wagen in der hoteleigenen Tiefgarage abstellen.

 

Die recht großen, extrem auf Hochglanz polierten Kupferkessel grüßen, wenn man den Innenhof betritt. Der Restaurantbereich ist groß, mit einer riesigen Schankhalle zentral, aber auch mit gemütlicheren Ecken im Obergeschoss und einem urigen Biergarten direkt vor den Braukesseln. Serviert wurde heute der Jahreszeit entsprechend ein Maibock, der zwar süffig und lecker war, aber nicht ganz sortentypisch, da zu süß. Dann ein Hefeweizen, recht ausdrucksstark und relativ kräftig in der Farbe. Und schließlich das Kräusen – ein hervorragendes Bier! Würzig und rund, dabei aber kräftig gehopft und mit einer wunderbaren, aromatischen Herbe. Serviert in einem urigen Steinkrug – bei diesem Bier stimmte einfach alles.

 

Auch das Restaurant stand in der Qualität der Speisen dem Bier in nichts nach – allerdings sind die Preise doch schon relativ hoch. Angesichts des Qualitätsniveaus sicherlich noch gerechtfertigt, aber definitiv an der oberen Grenze.

 

Sei’s drum – die ganze Atmosphäre, das hervorragende Bier, das gute Essen und die unaufdringliche Freundlichkeit und Effizienz des Personals: Hier gibt es wirklich nichts zu meckern. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch hier!

 

Impressionen: KulturBrauerei AG

 

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