Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das
Original – seit 1997
Bier vor Ort

Bier vor Ort
– L – L – L – L – L
– L – L – L – L – L –
Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG
Lampl Brauerei – Handwerksmeister
Gerhard Stanglmayr
Rothenburger Landwehr Bier – Landwehr-Bräu Wörner
Erste Amönauer Hausbrauerei – Latzko Bier
Lech Browary – Kompania Piwowarska
Hotel und Gasthof zur Linde GmbH
Lindenbräu Berlin im Sonycenter
am Potsdamer Platz
Löwenbräu Buttenheim – Johann Modschiedler
Privater Brauereigasthof Zum Löwenbräu
Brauhaus am Lohberg zu Wismar / Gasthausbrauerei
Wismar GmbH
Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH
Lukullum Erlebnisgastronomie
Friedrichshafen
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Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG
Lahnsteiner Brauerei GmbH &
Co. KG
Sandstraße 1
56 112 Lahnstein / Rhein
Rheinland Pfalz
Deutschland
Eine leider oft
etwas unterschätzte, agile, kleine Brauerei, die unter Leitung des mittlerweile
wohl in der 10. Generation brauenden Juniorchefs, Dr. Markus Fohr, tapfer gegen die Großkonzerne und die Arroganz des
Kapitals der großen Brauereien ankämpft – so präsentierte sich die Lahnsteiner
Brauerei am 28. August 2005, als wir sie damals noch unter ihrem alten Namen
„Privatbrauerei St. Martin“ besuchten.
Ein unattraktives,
zweckmäßiges Gebäude mit einem nicht gerade sehr einladenden Hinterhof bildete
den zunächst enttäuschenden Rahmen für das jährlich im August stattfindende
Brauereifest. Aber wir merkten rasch, dass wir uns davon nicht abschrecken
lassen sollten. Das Ausschankpersonal war freundlich, das Wetter herrlich, und
die Brauereiführung, die Markus Fohr persönlich
durchführte, war sehr interessant. Die Brauereitechnik ist schon ein wenig
älter, aber das hier produzierte Bier ist lecker, und zielstrebig wird das
Angebot immer mal wieder um neue Spezialitäten erweitert, so dass dem
Biertrinker mittlerweile eine Auswahl von Pils und Weißbier (hell, dunkel, kristall), Zwickel und Export sowie (vom Fass) Alt und
Obergärigem (das hier in Lahnstein nicht „Kölsch“ heißen darf, aber genauso
schmeckt) angeboten werden kann. Dazu noch das leckere, malzige Bockbier und
ein paar Spezialitäten wie zum Beispiel Bierbrand, Bierpralinen, Bierkäse und
Bierlikör – und so verfügt die Brauerei über ein recht ordentliches – na wie
heißt es so schön neudeutsch? – genau: „Portfolio“.
Am 14. Juni 2008
hatten wir erneut die Gelegenheit, die Lahnsteiner Brauerei zu besichtigen –
diesmal unter fachkundiger und humoriger Führung durch den Seniorchef Dr.
Rainer Fohr. Ein echtes Erlebnis, das insbesondere
dadurch abgerundet wurde, dass der Pulverturm, der auf dem Gelände der Brauerei
steht, mittlerweile weitgehend renoviert ist und betreten werden kann. Ein
idealer Rahmen für eine Verkostung des Bierbrandes und Bierlikörs – und eine
herrliche Aussicht, die man von den Zinnen des Turmes genießen kann.
Mittlerweile, und
jetzt sprechen wir von Mitte 2011, hat sich die Lahnsteiner Brauerei mit ihren
regelmäßig stattfindenden Bierseminaren einen Namen in der Region gemacht.
Unter fachkundiger Leitung werden Themenabende veranstaltet, bei denen –
revolutionär noch – ungewöhnliche Biere verkostet werden, wie beispielsweise
ein auf Buchenholzrinde gereiftes, naturtrübes und ungefiltertes
„Rindenzwickel“. Vielversprechend!
Impressionen: Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG
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Lampl Brauerei – Handwerksmeister Gerhard Stanglmayr
Lampl Brauerei –
Handwerksmeister Gerhard Stanglmayr
Bründlweg 1
85 283 Larsbach
Bayern
Deutschland
Die Lampl-Brauerei, die wir am 9. Mai 2009 besucht haben, ist
erst vor zehn Jahren entstanden – eine der ganz wenigen Brauerei-Neugründungen,
die nicht als Gasthausbrauerei konzipiert sind, sondern von Beginn an den
„regulären“, das heißt klassischen Brauereibetrieb mit Fass- und
Flaschenabfüllung sowie Verkauf an Handel und Gastronomie im Fokus haben.
Nachdem wir die
kleine Nebenstraße in Larsbach gefunden hatten,
empfing uns der Brauer und Eigentümer, Herr Gerhard Stanglmayer,
persönlich und zeigte uns die Brauerei in allen Details. Die Sudanlage sei im
Wesentlichen von ihm selber geplant und mit viel Eigenarbeit auch in weiten
Teilen selbst gebaut worden, berichtete er. Das Ergebnis kann sich sehen lassen
– die kleine, aber schmucke Anlage war picobello, und auch in den Nebenräumen –
dort, wo sonst oft weniger Ehrgeiz auf Ordnung und Originalität gelegt wird –
war alles ordentlich und ansprechend hergerichtet. Insbesondere die
Treppengeländer wirkten originell, waren sie doch aus Platten eines
Plattenkühlers geschweißt.
Im Anschluss an den
Rundgang durch das kleine Brauereigebäude hatten wir die Gelegenheit, die drei
hier gebrauten Biere zu verkosten: Ein Weißbier, ein mildes Hopfenzupferbier
und ein richtig knackig gehopftes Pilsener. Daneben braut Herr Stanglmayer gelegentlich auch Saisonbiere, heute war aber leider
keine dieser seltenen Spezialitäten verfügbar.
Gleichwohl – auch
die drei „Standard“-Sorten begeisterten uns. Und noch mehr der Grill, des aus
einem alten 150 l Bierfass geschweißt war und bei Stanglmayers
auf der Terrasse stand. Die Augen der Hobbybrauer und Bierfanatiker leuchteten.
Impressionen: Lampl Brauerei –
Handwerksmeister Gerhard Stanglmayr
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Landauer Brauhof Roth GmbH
Landauer Brauhof
Roth GmbH
Industriestraße 10
76 829 Landau
Baden Württemberg
Deutschland
Nach langer Zeit erlebten wir am
23. Februar 2008 wieder einen Lichtblick beim Besuch einer Gasthausbrauerei,
als wir in Landau im Brauhof auf der Durchreise
einkehrten. Zwar wenig einladend an einer größeren, verkehrsreichen Straße
gelegen und vom Anblick her eher an ein billiges „Matratzen-Outlet-Center“
(oder wie diese grässlichen Ramschläden heißen…) erinnernd, innen aber um so gemütlicher, empfing uns der Brauhof
mit einer wuselig-überladenen, aber genau deshalb
heimeligen Einrichtung.
Nachdem wir uns in eine der
dunkelsten Ecken der Gaststube verkrümelt hatten, brauchte die Bedienung zwar
einen Moment, bis sie uns registrierte, verwöhnte uns dann aber mit herzlicher
Freundlichkeit, mit leckerem, aromatisch-würzigem Bier, hervorragenden
Flammkuchen und den größten Schnitzeln, die ich je gesehen habe. Mir fehlt jede
Vorstellung, von welchem Landsäugetier die wohl stammen könnten – Schweine und
Rinder sind viiiel zu klein, als dass man solche
Fleischlappen aus ihnen herausschneiden könnte...
Die Brauanlage, mit der die
leckeren Biere gebraut werden, wirkt historisch original – ob sie es ist, weiß
ich nicht, aber sie schaut hübsch aus mit den ledernen Transmissionsriemen und
der rustikalen, grob wirkenden Technik. Die zahlreichen weiteren Braugerätschaften
tun das Ihrige, eine schöne Brauatmosphäre zu schaffen, in der das Bier ganz
besonders gut mundet.
Und wenn sich diese
Brauereibeschreibung jetzt fast wie ein Werbeprospekt liest – na, wenn schon!
Schön war's!
Impressionen: Landauer Brauhof Roth GmbH
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Brauerei Landsberg GmbH
Brauerei Landsberg GmbH
Bahnhofstraße 33
06 188 Landsberg
Sachsen Anhalt
Deutschland
Das kommt in Deutschland
mittlerweile nur noch recht selten vor – nämlich dass eine regionale Brauerei
nicht geschlossen, sondern gegründet wird. Eigentlich passiert das fast nur
noch mit Gasthausbrauereien, aber in Landsberg bei Halle in Sachsen Anhalt geschah
dieses „beinahe schon Wunder“ tatsächlich, und zwar im Jahr 1996. Im darauf
folgenden Jahr wurde das erste Landsberger Bier auf den Markt gebracht, und die
Brauerei hat es tatsächlich geschafft, bis zu unserem Besuch am 13. Mai 2011 zu
überleben. Fünfzehn Jahre Brauereigeschichte – das ist in unseren heutigen
Zeiten schon etwas.
Leider handelte es sich mal
wieder um keinen richtigen Brauereibesuch, haben wir doch erst morgens beim
Frühstück im Hotel, in dem wir zwischenübernachtet haben, von der Existenz
dieser Brauerei nur wenige hundert Meter weiter erfahren. In Eile fuhren wir
noch schnell vorbei, um wenigstens einmal dagewesen zu sein und einen Blick auf
die Brauerei geworfen zu haben.
Schön waren sie, die Malereien
auf der langen Mauer, die das Brauereigrundstück von der Straße trennt, und
sehnsüchtig blickten wir auf die Brauerstube, in der wir gestern Abend hätten
sitzen können, wenn wir doch nur gewusst hätten, dass…
Und all die verschiedenen,
bestimmt interessanten Biere…
Ach, manchmal hat man einfach nur
Pech.
Impressionen: Brauerei Landsberg GmbH
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Landshuter Brauhaus AG
Landshuter Brauhaus
Pulverturmstraße 6
84 028 Landshut
Bayern
Deutschland
Das Landshuter Brauhaus, das wir
am 25. März 2008 besuchten und von außen erkundeten, reiht sich leider ein in
die Gruppe der Brauereien, die in der Nähe des Produktionsbereichs keinen
eigenen Ausschank zu haben scheinen. Wir liefen einmal um die Brauerei herum,
schossen ein paar Erinnerungsfotos und stellten bekümmert fest, dass es auch
keine Möglichkeit gab, das Sudhaus näher zu besichtigen. Schade zwar, aber
vielleicht auch zu verstehen – im laufenden Betrieb ist für eine Individualbrauereiführung
weder die Zeit noch das Personal verfügbar.
Und so kauften wir uns das
hiesige Bier in Flaschen für daheim und ließen es für diesmal gut sein.
Impressionen: Landshuter Brauhaus
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Rothenburger
Landwehr Bier – Landwehr-Bräu
Wörner
Rothenburger Landwehr Bier –
Landwehr-Bräu Wörner
Reichelshofen 31
91 628 Steinsfeld
Bayern
Deutschland
Am 24. Juli 2006 haben wir uns im
Brauerei-Gasthof Landwehr-Bräu für eine paar Tage
eingemietet und einen wunderbar entspannenden Urlaub verbracht. Nur wenige
Kilometer von Rothenburg ob der Tauber entfernt gelegen bietet das Landwehr-Bräu einen hervorragenden und nicht zu teuren Hotelkomfort,
verbunden mit ausgezeichnetem Essen und einer für deutsche Verhältnisse
wirklich großen Auswahl an eigenen Bieren.
Das Landwehr-Bräu
ist mehr als nur eine Gasthausbrauerei – regional ist das Bier weit verbreitet
und die Produktionskapazität ist nicht zu verachten. Vom leckeren und würzigen Toppler-Pils über das Kellerbier bis zum Altfränkisch
Dunkel, jede der angebotenen Sorten hat Charakter und intensiven Geschmack. Nur
wenige Meter neben der Brauerei ist ein eigener Hopfengarten eingerichtet – der
Genießer kann hier zwischen den Hopfenreben spazieren und die verschiedenen
Hopfensorten, die hier verbraut werden, betrachten.
Dazu der Hotelbetrieb:
Unmittelbar neben dem Sudhaus das eigentliche Hotelgebäude mit
Brauereiausschank, gemütlicher Gaststube, sehr schönem Restaurant und hübschen,
gemütlichen Zimmern. Und genau gegenüber befindet sich noch ein zusätzliches
Gästehaus, etwas moderner, aber genauso gemütlich.
Aus unserer Sicht jederzeit
wieder für einen Kurzurlaub geeignet – schön gelegen, sehr gemütlich,
blitzsauber und sehr freundliches und hilfsbereites Personal.
Impressionen: Rothenburger Landwehr Bier – Landwehr-Bräu
Wörner
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Lapin
Kulta
/ Hartwall Oy
Lapin Kulta
/ Hartwall Oy
Lapinkullankatu
1
95400 Tornio
Finnland
Im
Jahre 1873 wurde in Tornio die Tornio Aktienbrauerei (Torneå Bryggeri
Aktiebolag) gegründet und im Jahr 1953 in Tornio Bier AG (Tornio Olut Oy)
umbenannt. Um
deutlicher auf ihre Lage hinzuweisen, wurde sie 1963 erneut in Lappland Bier AG
(Lapin Olut Oy) umbenannt, und das hier produzierte Bier in
Lappländisches Gold (Lapin Kulta).
Interessanterweise musste dazu ein kleines Bergbauunternehmen des gleichen
Namens aufgekauft werden. Unter der Bezeichnung Lapin
Kulta errang das Bier dann eine gewisse Berühmtheit
unter den europäischen Biertrinkern, obwohl es als einfaches, helles Lager kein
eigener Bierstil ist.
Die Hartwall-Brauerei
kaufte den Betrieb im Jahr 1980 und förderte den Export in das Ausland
erheblich – mit so viel Erfolg, dass man es wagen konnte, den Betrieb in Tornio am 31. August 2010 zu schließen und die Marke
Lappländisches Gold / Lapin Kulta
nun ohne echten Regionalbezug zu Lappland, da nunmehr in Lahti
gebraut, trotzdem erfolgreich weiter zu vermarkten.
Als wir am 2. August 2011 die –
ehemalige – Brauerei besuchten, stand der Schriftzug „Lapin
Kulta“ noch oben auf dem Gebäude und war quer über
den Tornio-Fluss zu sehen, auf der anderen Seite des Gebäudes,
wo ehemals das Haupteingangstor war, wurden aber die gewaltigen Gär- und
Lagertanks abgerissen, und auch das Straßenschild Lapinkullankatu
(„Lappengoldstraße“), die einstmals so stolze Adresse, existiert nicht mehr.
Impressionen: Lapin Kulta
/ Hartwall Oy
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Erste Amönauer Hausbrauerei – Latzko Bier
Erste Amönauer
Hausbrauerei – Latzko Bier
Harkauer Weg 5
35 083 Amönau
Hessen
Deutschland
Armin Latzko
hat den Sprung vom Hobbybrauer zum kommerziellen Brauer gemacht, ohne gleich
ein „richtiges Brauhaus“ aufzumachen. Im Keller seines Hauses im hessischen Amönau braut er auf einer selbstgebauten Sudanlage und
verkauft das hier produzierte Bier mit dem Segen des Hauptzollamtes an
Liebhaber besonderer Köstlichkeiten.
Am 2. Juni 2007 hat Armin die
Hausbrauer Nassauer Land während deren Jahrestreffens zu Gast gehabt und seine
Sudanlage vorgeführt, und natürlich wurde das Bier auch in größeren Mengen
verkostet. (Mehr zu diesem Jahrestreffen in der Rubrik Hausbrauer Nassauer Land.)
Zwei Jahre später, am 11. und 12.
Juli 2009, fand in Amönau aber ein wesentlich
bedeutenderes Ereignis statt, nämlich der erste Amönauer
Zoigl-Ausschank. Geduldig erklärte Armin Latzko
bereits in der Einladung, um was es sich bei einem Zoigl-Ausschank handelt –
immerhin ist dieser Brauch in Deutschland nahezu ausgestorben und findet sich
nur noch in wenigen Bereichen Frankens, der Oberpfalz und Thüringens. In Hessen
jedenfalls ist er völlig unbekannt. Und so lautete es in der eMail, mit der Armin informierte, wie folgt:
„Liebe
Bierfreunde,
am
11.07.2009 ab 15.00 Uhr und am 12.07.2009 ab 11.00 Uhr beehrt sich die
Hausbrauerei Latzko einen Zoigl-Ausschank auf Furrersch-Hof (Amönau, Fugergasse 2) bei Benedikt und Tina Terrahe
durchzuführen.
Geboten
werden an diesen beiden Tagen verschiedene Biere der Hausbrauerei Latzko zu den von anderen Veranstaltungen bekannten
Bierpreisen. Neben dem flüssigen Brot wird auch feste Nahrung vom Grill durch
den Geflügelzuchtverein Wetter in Zusammenarbeit mit der Metzgerei Junk aus
Wetter angeboten.
Für alle,
die sich unter dem Begriff Zoigl-Ausschank nichts vorstellen können, sei
angemerkt, dass es sich beim Zoigl um eine Darreichung der im eigenen Betrieb
erzeugten Produkte in einer zeitlich begrenzten Schankstätte handelt. In alten
Zeiten wurde der sogenannte Zoigl (Brauerstern oder Bierzeiger), wie er nebenan
zu sehen ist, als Zeichen eines momentan stattfindenden Ausschankes ausgehängt.
Freundlicherweise
haben Benedikt und Tina Terrahe ihren Hof als
Örtlichkeit für den Zoigl zur Verfügung gestellt. In Anlehnung an die in
fränkischen Wirtshäusern übliche Gepflogenheit, dass das Mitbringen von kleinen
kalten Speisen durch die Gäste durchaus nicht verboten ist, haben auch wir
nichts dagegen einzuwenden.
Wir hoffen,
Euch an den oben genannten Tagen in großer Anzahl begrüßen zu dürfen.
Eure
Hausbrauerei Latzko, der Geflügelzuchtverein Wetter
und Benedikt und Tina Terrahe
P.S.: An
beiden Tagen wird auf jeden Fall keine elektrisch verstärkte Musik dargeboten,
so daß verbale Kommunikation – im Gegensatz zu
üblichen Festveranstaltungen – möglich sein wird.
Als Biere
werden vermutlich Pils, Lager und auf jeden Fall Weizenbier zum Ausschank
kommen. Für Leute, die kein Bier mögen, wird es auch alkoholfreie Getränke
geben. Wein wird es nicht geben, da es sich bei der Veranstaltung um einen
Zoigl und nicht um einen Heurigen handelt.“
Wir ließen uns die Gelegenheit
nicht entgehen und besuchten den Zoigl-Ausschank am 11. Juli 2009. Leider war
Petrus der Veranstaltung nicht wohlgesonnen – es regnete in Strömen, und nur ab
und zu lockerten die Wolken auf und die Sonne ließ sich für wenige Augenblicke
sehen.
Die ob des schlechten Wetters und
der frühen Nachmittagsstunde noch wenigen Gäste verloren sich im wunderschönen
Innenhof des herrlich renovierten Furrersch-Hofes.
Armin, wie immer die Ruhe selbst, strahlte gleichwohl Zuversicht und gute Laune
aus und bot Pils, Lager, Dunkles und Weizen aus eigener Produktion an. Die
Biere waren aromatisch und voller Kraft, und die dazu angebotenen Bratwürstchen
passten hervorragend dazu.
Unter den Zeltdächern konnten wir
uns vor den Regenschauern schützen und genossen das idyllische Ambiente.
Urgemütlich wurde es, als auf Akkordeon und Geige Volkslieder intoniert wurden
und im Nu alle Anwesenden mit fröhlichem Gesang einfielen.
Leider konnten wir nicht allzu
lange bleiben, aber wie mir später zugetragen wurde, kamen später noch
reichlich wasserfeste Gäste, denen der Regen nichts anzuhaben vermochte, so
dass der erste Amönauer Zoigl-Ausschank der Ersten Amönauer Hausbrauerei doch noch zu einem richtigen Erfolg
wurde.
Wünschen wir Armin, dass bei einer
eventuellen Wiederholung die Sonne kräftig scheinen möge und der
Zoigl-Ausschank vielleicht sogar zu einer festen Institution in Amönau wird!
Impressionen: Erste Amönauer Hausbrauerei – Latzko Bier
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Lautertaler Hausbrauerei
Lautertaler Hausbrauerei
Nibelungenstraße 735
64 686 Lautertal / Gadernheim
Hessen
Deutschland
Ein kurzer und frustrierender
Besuch am 26. Januar 2008. Das Navigationssystem ließ sich lautstark vernehmen
„Sie haben Ihren Bestimmungsort erreicht!“, aber was wir sahen, war nur eine
leer stehende Wirtschaft. Abgerissene Leuchtreklamen und Werbeschilder ließen
ahnen: „Hier war mal was!“
Schade, denn das „Drachenblut“-Bier,
das ich aus der Nachfüllflasche gelegentlich schon probiert hatte, schmeckte
sehr interessant und hatte die Neugier auf die Brauerei geweckt. Aber: Wer zu
spät kommt, den bestraft das Leben.
Wieder daheim, informierte ich
mich auf der Internetseite der Lautertaler Hausbrauerei. Verkauft wird das Bier
wohl noch im Edeka-Markt in Lautertal, aber produziert wird es seit Sommer 2007
(„mangels ausreichender Kapazitäten“, weiß die Internetseite zu behaupten) in
der Darmstädter Brauerei und der Woinemer Brauerei.
Ihr könnt mir viel erzählen, aber das ist dann für mich kein echtes Lautertaler
Bier mehr – egal, nach welchem Rezept, egal, wie es schmeckt.
Impressionen: Lautertaler Hausbrauerei
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Lech Browary – Kompania Piwowarska
Lech Browary
– Kompania Piwowarska
ulica
Szwajcarska 11
61-285 Poznań
Polen
Die grünen Halbliter-Bierdosen
der Lech-Browary haben viele Jahre hinweg die polnische
Bierszene bestimmt – eines der ersten Biere, das in den neunziger Jahren mit
gleichbleibenden Qualitätsstandards und unterstützt von professionellem
Marketing nach der Wende in großem Maßstab auf dem polnischen Markt auftauchte.
Heute, am 19. März 2011, habe ich
diese grünen Bierdosen erneut gesehen – aber diesmal waren es nicht
Halbliterdosen, sondern Dosen mit einem Fassungsvermögen von vielen
hunderttausend Litern, handelte es sich diesmal doch um die als Bierdosen
gestylten, gigantischen Lagertanks der Lech Browary
am südöstlichen Stadtrand Posens. Selbst die
Aufschrift „Ein halber Liter dieses Bieres enthält 25 g reinen Ethyl-Alkohol.
Selbst eine solche Menge schadet der Gesundheit von schwangeren Frauen und ist
gefährlich für Autofahrer.“ war sorgfältig auf die Lagertanks geschrieben
worden. Vor dem fantastisch blauen Himmel, den wir heute genießen durften, ein
wahrhaftig schöner Anblick, und er ließ für einen Moment vergessen, dass es
sich hier einerseits natürlich nicht um eine kleine, mittelständische und
jederzeit besuchenswerte Brauerei, sondern um eine riesige Bierfabrik handelte,
und dass andererseits selbst diese riesige Bierfabrik schon lange nicht mehr
unabhängig ist, sondern seit 1999 zur polenweit vertretenen Kompania
Piwowarska gehört, und diese wiederum zum weltweit
agierenden, derzeit wohl zweitgrößten Bierkonzern SAB Miller.
Dementsprechend wird hier auch
schon lange nicht mehr nur die Marke Lech hergestellt, sondern auch die Marken Tyskie (eigentlich mit dem Brauereibetrieb in Tychy
verbunden), Żubr (ursprünglich mal aus
Białystok), Pilsner Urquell (wie original ist das denn, wenn es nicht mehr
in Pilsen, sondern hier hergestellt wird…), Dębowe
sowie die Biermischgetränke der Reihe Redd’s.
Es hatte mit diesem kurzen, aber
beeindruckenden Blick aus der Ferne schon fast sein Bewenden, aber dann ergab
sich die Gelegenheit, dass uns im Besucherzentrum eine deutschsprachige Führung
nur für mich und meine Frau angeboten wurde – ein attraktives
Individualprogramm, zu dem wir natürlich nicht nein sagen konnten. Und so
spazierten wir dann fast anderthalb Stunden lang durch den gigantischen
Industriebetrieb.
Das Sudhaus begrüßte uns mir
riesigen, kupfernen Sud- und Maischepfannen, und während in den meisten großen
Industriebrauereien diese Pfannen nur noch als Museum dienen und moderne
Edelstahlanlagen direkt nebenan aus dem Boden wachsen, hat man hier in Posen
einen anderen Weg gewählt: Die ansprechenden Kupferhauben wurden den modernen
Stahlinstallationen gewissermaßen übergestülpt, so dass unter dem historisch
wirkenden „Deckel“ sich modernste Edelstahl-Sudwerk-Technik verbirgt, ohne dass
dies unmittelbar sichtbar wird. Erst wenn man die Kupferhaube öffnet, die
Abdeckung an die Seite schiebt, werden die Edelstahlinstallationen darunter sichtbar.
Eine originelle Lösung.
Während der folgenden Abschnitte
des Brauereirundgangs durch die Gär- und Lagerabteilung, den Filterkeller und
die Flaschen- und Dosen-Abfüllung galt leider ein Fotografierverbot, gleichwohl
waren wir beeindruckt. Insbesondere der Anblick einer Abfülllinie, die unter
Volllast läuft und bis zu 60.000 Flaschen beziehungsweise 100.000 Dosen pro
Stunde befüllt, ist doch immer wieder beeindruckend.
Zurückgekehrt zum Besucherzentrum
unterlagen wir natürlich keinem Fotografierverbot mehr; durften uns noch den
obligatorischen Werbefilm ansehen und anschließend das Lech-Bier verkosten. Und
zwar, interessanterweise, die Version Lech Pils, die sich vom Lech Premium
durch einen etwas höheren Alkoholgehalt und etwas ausgeprägtere Hopfenbittere
unterscheidet und im Gegensatz zum Premium auch nur regional im Posener Raum
vertrieben wird. Vom Fass durchaus eine, nun ja, Rarität, wenn man bei einer
Großbrauerei diesen Begriff überhaupt verwenden darf…
Impressionen: Lech Browary –
Kompania Piwowarska
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Familien-Brauhaus Leikeim
Familien-Brauhaus Leikeim
Gewerbegebiet 4
96 264 Altenkunstadt
Bayern
Deutschland
Am 16. Oktober 2010 besuchten wir
die Familienbrauerei Leikeim in Altenkunstadt.
Die 1887 von Johann Leikeim gegründete Brauerei
befindet sich bis heute im Familienbesitz. Das Sudhaus liegt unweit des
Dorfzentrums in der Langheimer Straße 14, und man
kann bereits von außen durch die großen Glasscheiben die Würzepfanne
sehen.
Was man erst auf den zweiten
Blick erkennen kann, das sind der zylinderförmige Aufsatz an der Würzepfanne und der kleine Kran darüber. Diese wunderliche
Konstruktion, die es sonst wohl in keiner anderen Brauerei in dieser Form gibt,
dient der Produktion des legendären Steinbiers, bei dem glühende Granitsteine
in die heiße Würze gelassen werden und dort unter gewaltiger Dampfentwicklung
zum Heizen beitragen, mehr noch aber zum guten Geschmack, denn an der heißen
Oberfläche karamellisiert der Malzzucker aus der Würze und verleiht dem Bier
ein ganz besonderes Aroma.
Im Rahmen einer Brauereiführung
erläuterte uns der Brauer im Detail, wie er mit Versuch und Irrtum Schritt für
Schritt den Brauprozess optimiert hat und schließlich mit den richtigen
Steinen, der richtigen Temperatur und nach dem richtigen Umbau des Braukessels
das Steinbier brauen konnte.
Die Gär- und Lagertanks befinden
sich direkt neben und hinter dem Sudhaus, und wir konnten die Gelegenheit
nutzen, ein Hefeweizen direkt aus dem Lagertank zu zwickeln.
Die Abfüllerei der Brauerei liegt
aber knapp einen Kilometer Luftlinie vom Stammsitz entfernt im Gewerbegebiet
des Ortes. Die alten Gebäude an der Langheimer Straße
waren zu klein geworden. Nun verbindet eine 900 m lange Bierpipeline die beiden
Liegenschaften, und das gereifte Bier wird über diese bis in das Abfüllzentrum
gepumpt. Eine spannende Sache, insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass in
diesen 900 m etwa 56 hl Bier enthalten sind – eine Katastrophe, wenn hier ein
Schalter falsch bedient würde, und 5600 l Bier statt in Flaschen im Abfluss
landen würden…
Impressionen: Familien-Brauhaus Leikeim
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Brauhaus Lemke am Schloss
Brauhaus Lemke am Schloss
Luisenplatz 1
10 585 Berlin – Charlottenburg
Berlin
Deutschland
Am Sonntagvormittag um eine
Minute nach elf Uhr betraten wir als die ersten Gäste das Brauhaus Lemke am
Schloss, schräg neben dem Schloss Charlottenburg gelegen – Luftlinie vielleicht
70 m entfernt. Die Dekoration war bayerisch – weiß-blaue Rauten deuteten
unmissverständlich darauf hin, dass ein paar hundert Kilometer weiter in
München das Oktoberfest noch in vollem Gange war, schließlich hatten wir gerade
den 3. Oktober 2010.
Die kupfernen Sudkessel stehen in
der rechten Hälfte des Gastraums, gut einzusehen, aber nicht so, dass sie
unmäßig viel Platz wegnehmen würden. Zahlreiche weiße Malzsäcke mit dem
bekannten Logo von Weyermann, die bereitgestellt worden waren, zeugten davon,
dass heute noch gebraut werden würde.
Was uns gefreut hat, war, dass
man hier von den angebotenen Bieren eine „Bierprobe“ bestellen kann, und man erhält
für wenig Geld von allen vier Sorten 0,1 l zum Verkosten. Die Gläser sind
reichlich eingeschenkt, und man bekommt sogar noch ein Schüsselchen mit
knusprigen Malzkörnern zum Knabbern. Die heute angebotenen Biere waren sehr
unterschiedlich: Das Lemke Original war knackig herb und aromatisch, und hat
mir sehr gut gefallen. Das Pils hatte eine säuerliche Note, die hier definitiv
nicht hinein gehörte. Das Hefeweizen schmeckte
interessant, hatte aber eine kleine Note in Aroma und Geschmack, die mich eher
an Brettanomyces denn an Weißbierhefe denken ließ – Orval lässt grüßen. Ist’s Absicht, oder Infektion? Ich weiß
es nicht. Das Festbier – Oktoberfestbier darf es ja wegen Markenschutz nicht
genannt werden – war dann aber wieder sehr lecker. Mit deutlicher Melanoidin-Note
und sehr würzigem Geschmack gefiel es mir gut.
Nachdem auch die Bedienung sehr
freundlich war, das Essen lecker und für Berliner Verhältnisse angemessen
preiswert, kamen wir zu dem Fazit: Mal wieder Glück gehabt. Schön war’s!
Impressionen: Brauhaus Lemke am
Schloss
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Lido Recreation Centre
Lido
Recreation Centre
Krasta
Iela 76
1019 Rīga
Lettland
Lido ist gewissermaßen die
lettische Antwort auf McDonalds. Eine Kette von Schnellrestaurants mit
lettischer Küche, Selbstbedienung am Büffet und rustikaler Einrichtung. Aber,
im Unterschied zu den Schnellimbissen amerikanischer Prägung, mit eigenem Bier.
Das Bier wird landesweit in allen Filialen ausgeschenkt, aber zentral im Lido Recreation Centre in Riga
gebraut.
Wir haben das Lido-Bier am 26.
Juli 2011 in der Filiale in der Rigaer Altstadt verkostet – das Speciālais und das Medalus,
beides mit 4,5% Alkohol. Beide sehr süßlich und süffig – das eine sehr hellgelb
und fast blank, das andere eher bernsteinfarben und trüb.
Neugierig geworden, haben wir
dann das Lido Recreation Centre
ostwärts der Innenstadt am nächsten Morgen, dem 27. Juli 2011, besucht. Es ist
in einem riesigen Holzblockbau mit Windmühle untergebracht. Zu Volksmusik
(allerdings nicht live) werden unzählige lettische Speisen und Gerichte
angeboten, und im Keller findet man auch die Braukessel, eine kupfern glänzende
Anlage der Firma Sahm, die man sich gerne auch aus der Nähe anschauen darf. Das
Malzlager (Malz aus Lahti / Finnland) und die
zahlreichen Edelstahl-Gär- und –Lagertanks stehen allerdings hinter Glas. Bis
zu 900 Liter Lido-Bier werden hier täglich gebraut und dann entweder vor Ort ausgeschenkt
oder an die Lido-Filialen ausgeliefert.
Wir bummelten ein wenig durch die
Disneyland-artige Anlage, probierten auch die eine oder andere lettische
Spezialität und stellten uns vor, wie hier an einem Sommerabend der Bär tobt.
Eine ganz eigene Atmosphäre, die ein wenig dem zu entsprechen scheint, was
herauskommt, wenn Letten das in Innenarchitektur umsetzen, was ihnen von
Amerikanern über bayerische Gemütlichkeit berichtet wird!
Impressionen: Lido Recreation Centre
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Brauerei-Gasthof Lieberth
Brauerei-Gasthof Lieberth
Forchheimer Straße 2
91 352 Hallerndorf
Bayern
Deutschland
Wir wanderten am 23. Oktober 2010
durch Hallerndorf und hatten eine andere Brauerei zum
Ziel, bei der wir fest verabredet waren. Dadurch war leider keine Zeit, hier
auch nur ein einziges Bier zu trinken. Vorerst bleiben also erstens nur ein
paar Bilder von außen, zweitens das Gefühl, zumindest schon einmal hier
gestanden zu haben, und schließlich, drittens, der Vorsatz, so bald wie möglich
erneut nach Hallerndorf zu kommen, um die Erkundung
der Brauerei Lieberth abzuschließen.
Impressionen: Brauerei-Gasthof Lieberth
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Hotel und Gasthof
zur Linde GmbH
Hotel und Gasthof zur Linde GmbH
Dorfstraße 20
18 586 Middelhagen
Mecklenburg Vorpommern
Deutschland
Nach eigenen Angaben der älteste
Gasthof auf der Insel Rügen – idyllisch im Südosten gelegen. Und mit
hauseigener Brauerei, wie es bereits über der Eingangstür stolz vermerkt ist.
Wir besuchten die „Linde“ am 3.
Februar 2011 und erfreuten uns am urigen, gemütlichen Ambiente und am leckeren
Essen. Die freundliche und schnelle Bedienung servierte uns das Essen, den
heißen Sanddornsaft und das hier gebraute, dunkle Landbier, das – ihren Worten
zufolge – auf einer kleinen Brauanlage direkt im Hof gebraut würde.
Leider konnten wir die Brauanlage
nicht besichtigen und noch nicht einmal von weitem betrachten, da das Tor zum
Hof abgeschlossen war. Und mindestens genauso leider schmeckte das Landbier
auch nicht, denn es hatte schon einen leicht säuerlichen Stich.
Schade, aber so verzichteten wir
denn auch darauf, von diesem Bier noch eine Literflasche als Wegzehrung
mitzunehmen. Wirklich schade.
Impressionen: Hotel und Gasthof zur Linde GmbH
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Lindenbräu Berlin im Sonycenter am
Potsdamer Platz
Lindenbräu Berlin im Sonycenter am Potsdamer Platz
Bellevuestraße 3
10 785 Berlin
Deutschland
Überraschend eine berufliche
bedingte Kurzreise nach Berlin, ein nicht ganz freier Abend, nur ein
Zeitfenster von zwei Stunden – das war der 15. Dezember 2005. Genügend Zeit
aber, um zum Potsdamer Platz zu fahren und im Sonycenter
das Lindenbräu aufzusuchen, ein paar leckere Biere zu
zischen und eine Kleinigkeit zu essen.
Die Atmosphäre? Großstadttypisch.
Das, was der Berliner sich wohl unter zeitgemäßer Gemütlichkeit vorstellt.
Recht kurz angebundenes, aber nicht unhöfliches Personal. Zeitdruck. Blitzschnelle,
leicht ungeduldige Bedienung. Laut. Hektisch.
Die Wappen auf den Biergläsern
lassen die Verbindung zum Hofbräuhaus Traunstein erkennen – ach ja, irgendwann
einmal habe ich die Formulierung „Brauen unter der Patronanz des Hofbräuhauses Traunstein“ gelesen. Liege ich falsch, wenn
ich glaube, dass dort, in Traunstein, Gemütlichkeit anders definiert wird?
Das Essen – passend zur
Atmosphäre. Objektiv wenig zu bemängeln. Trotzdem nichts Besonderes.
Hauptsache, der Gast ist schnell satt und meckert nicht – das reicht. Preiswert
war’s nicht gerade.
Bleibt das Bier.
Na endlich, der Lichtblick.
Großes Lob! Das Hefeweizen, das Pils, das Dunkel, das Zwickel – durch die Bank excellent. Ausdrucksstark. Aromatisch. Würzig. Das lasse
ich mir gefallen.
Der Vorsatz für das nächste Mal:
Kantinenessen gibt’s auch woanders, aber das Bier werde ich hier genießen!
Impressionen: Lindenbräu Berlin im Sonycenter am Potsdamer Platz
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Löwenbräu Buttenheim –
Johann Modschiedler
Löwenbräu Buttenheim – Johann Modschiedler
Marktstraße 8
96 155 Buttenheim
Bayern
Deutschland
Der Löwenbräu in Buttenheim ist
die kleinere der beiden bekannten Buttenheimer Brauereien, die einträchtig
direkt nebeneinander gelegen sind. Seit 1880 befindet sie sich in
Familienbesitz, und wenn man das Sudhaus von außen sieht, hat man zunächst den
Eindruck, hier sei seit vielen Jahren nichts mehr erneuert oder renoviert
worden.
Als wir am 22. Oktober 2010 die
Brauerei besichtigten, merkten wir aber schnell, dass dieser Eindruck definitiv
nicht richtig war. Zwar ist die Hülle des Sudwerks alt, Fliesen, deren Farbe
schon lange aus der Mode gekommen sind, bröckeln vor sich hin, und eine uralte
marmorne Schalttafel zeugt genauso wie der urige Läutergrand von längst
vergangenen Zeiten. Aber Läutergrand und Schalttafel sind stillgelegt und durch
moderne Steuerungstechnik ersetzt, hinter den bröckelnden Fliesen werkelt
moderne Sudhaus-Technik mit Gasfeuerung, die Wasserenthärtung mit Umkehrosmose
funktioniert hervorragend, und selbstverständlich ist auch das riesige
Kühlschiff oben unter dem Dach nur mehr Dekoration, gekühlt wird mit einem
modernen Plattenkühler.
Das Bier schmeckt wie eh und je –
ganz hervorragend. Ein süffiges und leckeres Kellerbier, wie es eben nur die
Franken zu brauen verstehen. Dazu eine hervorragende und preiswerte Küche,
freundlich und familiär betrieben. Eine Brauerei und eine Wirtschaft, in die
man gerne einkehrt.
Impressionen: Löwenbräu
Buttenheim – Johann Modschiedler
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Privater Brauereigasthof Zum Löwenbräu
Privater Brauereigasthof Zum
Löwenbräu
Neuhauser Hauptstraße 3
91 325 Adelsdorf – Neuhaus
Bayern
Deutschland
Ein kleiner Gasthof mit eigener
Brauerei, der nach eigenen Angaben auf eine mehr als 250jährige Geschichte
zurückblicken kann, und der insbesondere in den letzten Jahren mit seinen
Bieren sehr erfolgreich auf internationalen Wettbewerben abgeschnitten hat –
von 2005 bis 2009 war die Brauerei immer mit mindestens einem Bier in den
Medaillenrängen qualifiziert, sei es in der Kategorie „Bernsteinfarbenes
Hefeweizen“ oder „Kellerbier Dunkel“.
Insgesamt sechs verschiedene
Biersorten werden hier gebraut, und für den Gast, der wirklich alle vor Ort
verkosten möchte, bietet der komfortable und gemütliche, dabei aber noch
preiswerte Hotelbetrieb schöne Übernachtungsmöglichkeiten an.
Als ich hier am 15. Juni 1997
übernachtete, hatte ich leider keine Kamera dabei, und auch die Mobiltelefone
mit eingebauter Kamera gab es damals noch nicht – so dass sich die
Dokumentation dieses Brauereibesuchs leider auf eine Ansichtskarte und ein
Bieretikett beschränken muss.
Impressionen: Privater Brauereigasthof Zum Löwenbräu
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Brauhaus am Lohberg zu Wismar / Gasthausbrauerei
Wismar GmbH
Brauhaus am Lohberg
zu Wismar / Gasthausbrauerei Wismar GmbH
Kleine Hohe Straße 15
23 966 Wismar
Mecklenburg Vorpommern
Deutschland
Nach einem abwechslungsreichen
und anstrengenden Urlaubstag kehrten wir am 13. April 2004 mit einem
Mordskohldampf im Brauhaus am Lohberg ein – voller
Hoffnung auf große und rustikale Portionen und ein leckeres, würziges Bier. Und
wir wurden nicht enttäuscht.
Im windschiefen und uralten
Fachwerkhäuschen saßen wir fast allein in der Gaststube – eigentlich
überraschend für den frühen Abend Für einen Moment stutzten wir, ist doch eine
leere Gaststube meist kein Qualitätszeichen einer Gasthausbrauerei. Hier und
heute schienen wir aber nur einen ungewöhnlichen Moment erwischt zu haben. Das
reichhaltige Essen, das aromatische Bier und die urige Atmosphäre dieses
Brauhauses verdienen eigentlich nur Lob, und auch wenn die Bedienung nicht
gerade durch Fachkenntnisse über das ausgeschenkte Bier glänzte, war sie doch
nett und freundlich.
Und die tief stehende
Frühlingssonne, die durch die kleinen Fensterchen schien und alles in ein
warmes Licht tauchte, tat ihr Übriges dazu, dass wir uns wohl fühlen konnten.
Impressionen: Brauhaus am Lohberg zu Wismar /
Gasthausbrauerei Wismar GmbH
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Mecklenburgische
Brauerei Lübz GmbH
Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH
Eisenbeissstraße 1
19 386 Lübz
Mecklenburg Vorpommern
Deutschland
Die größte Brauerei
Mecklenburg-Vorpommerns, eine eher uninteressante Industriebrauerei am Rande
des kleinen Örtchens Lübz, das ohne diese Brauerei
vermutlich niemand kennen würde. Ein solides Pilsener, dem Massengeschmack
angepasst, ohne Ecken und Kanten, wird hier gebraut. Und zwar in wirklich
großem Maßstab.
Als wir am 1. Februar 2011 durch Lübz fuhren, rochen wir die Brauerei schon von weitem, und
statt auf das Navigationsgerät konnten wir uns wirklich auf unsere Nase
verlassen. Von weitem schon sieht man an der Einfahrt das Brauereiwappen, aber
auch neben der Lübzer und der Mecklenburger Fahne die
Fahne mit der Aufschrift „Duckstein“, und daneben den grünen Schriftzug der
Eigentümer dieser Brauerei: „Carlsberg“ aus Dänemark.
Der Lübzer
Shop, in dem man rein theoretisch Souvenirs aus dieser Brauerei hätte kaufen
können sollen, war nicht nur geschlossen, sondern – wie man bei einem Blick
durch das Schaufenster sehen konnte – komplett leer geräumt. Was immer dies uns
auch bedeuten wollte…
Und natürlich gibt es auch keinen
Brauereiausschank hier im Industriegebiet – den findet man dann in der Mitte
des Ortes, im Restaurant „Alter Amtsturm“, das sich
zwar einladend so nennt, aber leider nur neben, und nicht in dem alten,
wunderschönen Ziegelturm untergebracht ist.
Impressionen: Mecklenburgische Brauerei Lübz
GmbH
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Lukullum Erlebnisgastronomie Friedrichshafen
Lukullum Erlebnisgastronomie
Friedrichshafen
Friedrichstraße 21
88 045 Friedrichshafen
Baden Württemberg
Deutschland
Also, einerseits und streng
genommen handelt es sich bei der Lukullum
Erlebnisgastronomie in Friedrichshafen, die ich am 11. Februar 2006 besuchte,
ja nicht um eine Brauerei – das behauptet auch der Name der Lokalität nicht.
Aber andererseits freue ich mich natürlich jedesmal
wieder darüber, wenn eine Gastwirtschaft die Initiative ergreift und
Bierspezialitäten anbietet, die auf ihre Art einzigartig sind.
Hier, im Falle des Lukullum, handelt es sich um fünf verschiedene Hausmarken,
von denen freimütig berichtet wird, wo sie gebraut werden (nämlich in der
Brauerei Max Leibinger GmbH in Ravensburg) – aber es sind angeblich Hausbiere,
die es so anderswo nicht gibt. Nun, ich habe mir die Zeit genommen, vier der
fünf Sorten zu verkosten, und ich muss sagen, wenn das das übliche Niveau von
Hausmarken sein soll, dann will ich wohl zufrieden sein. Durchweg solide,
sortentypische und ausdrucksstarke Biere, ordentlich gezapft. Das Personal war
freundlich, es bemühte sich auch um zusätzliche Hintergrundinformationen
(suchte mir beispielsweise die Adresse der Brauerei Leibinger raus), und die
Atmosphäre, in der das Bier serviert wurde, stimmte.
Einziger Wermutstropfen: Die
Biere wurden nur in großen Gläsern serviert, was der Verkostung nach der
vierten Sorte ein natürliches Ende setzte. Kleine Probiergläser oder wenigstens
die Chance, einen kleinen Schluck der letzten noch fehlenden Sorte zu bekommen,
wären das Tüpfelchen auf dem „i“ gewesen.
Trotzdem – eine Aufnahme in die
Kolumne „Bier vor Ort“ ist das Lukullum wert.
Impressionen: Lukullum Erlebnisgastronomie
Friedrichshafen
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Cervejeira
Lusitana
Avenida
do Forte no 9
2795-505 Carnaxide
Oeiras
Portugal
Das war mal wieder einer dieser
schönen Zufallsfunde. Hungrig stromerten wir am 23. Januar 2009 durch das
Einkaufszentrum am Lissaboner Expo-Gelände, dem Parque
das Nações, als wir den Wegweiser an der Rolltreppe
sahen: „Beer Deck“. Es bedurfte keiner Frage, es war klar, dass wir hier
hochgehen würden.
Im obersten Stockwerk, mit
herrlichem Ausblick über das Parkgelände und einer schönen Terrasse, auf der
man heute bei milden 19°C auch gut sitzen konnte, fanden wir die Cervejeira Lusitana. Eigentlich
nicht ganz eine echte Hausbrauerei, denn die handwerklich gebrauten Biere
stammen aus einem Mutterhaus, einer Brauanlage in Oeiras,
westlich von Lissabon, und werden in einer Reihe von kleinen Restaurants
ausgeschenkt. Trotzdem eine Gelegenheit, „Bier vor Ort“ zu erleben, denn nur in
den Cervejeira Lusitana
Restaurants wird dieses Bier ausgeschenkt.
Die Speisekarte sah
vielversprechend aus, die Kellner waren freundlich, und die Bierauswahl mit
fünf „artisanalen“ Bieren sehr ordentlich. Leider
waren aber fast alle angebotenen Gerichte gerade ausverkauft, leider waren die
netten Kellner zwar lustig und fröhlich, aber unbeholfen und völlig
unorganisiert, leider waren die wenigen Gerichte, die verfügbar waren, schon
arg rustikal und billig zubereitet…
Aber wenigstens die Biere waren
recht interessant. Wer hätte denn gedacht, dass es ausgerechnet in Portugal
sowohl helles als auch dunkles Weizen gibt? Wenn sie auch nicht ganz stilecht
waren, schmeckten sie doch interessant und erfrischend. Auch das Stout gab sich
nicht ganz stilsicher, schmeckte trotzdem recht gut, und das Pils schließlich
versöhnte mich. Das war einfach nur lecker und aromatisch.
Trotzdem, angesichts des
miserablen Essens und der nachlässigen Bedienung blieb doch eine ordentliche
Portion Unzufriedenheit.
Impressionen: Cervejeira Lusitana
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