Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das
Original – seit 1997
Bier vor Ort

Bier vor Ort
– P – P – P – P – P
– P – P – P – P – P –
Brauerei Päffgen GmbH & Co. KG
Brauhaus im Kaiserlichen Postamt zu
Parchim – Parchimer Brauhaus GmbH
Paulaner Bräuhaus R&K Gastronomie GmbH
Paulaner Bräuhaus Sankt Petersburg
Perła – Browary
Lubelskie S.A.
Pfaffen-Brauerei Max Päffgen
GmbH & Co KG
Pfungstädter Brauerei Hildebrand GmbH & Co KG
Pivovaria – Restauracja,
Browar, Klub
Tampereen Panimoravintola Oy Plevna
Porin Oluttehdas
Oy / Sinebrychoff Oy
Brauhaus zur Post – Oberbeck
& Eschelbach Brauhaus GmbH
Post Brauerei Weiler Anton Zinth KG
Pott's Naturpark-Brauerei GmbH
Brauereigasthof Prösslbräu Adlersberg
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Brauerei Päffgen GmbH & Co. KG
Brauerei Päffgen
GmbH & Co. KG
Friesenstraße 64/66
50 670 Köln
Nordrhein Westfalen
Deutschland
Am 22. September 2005 besuchten
wir im Rahmen eines andernorts schon erwähnten Betriebsausflugs mit
Stadtführung durch Köln mit Schwerpunkt Kölsch und Kölsch-Kultur auch einen
Ausschank der Päffgen-Brauerei, das „Bierhaus en d’r Salzgass“.
Päffgen, nach meiner persönlichen
Meinung sicher eines der besseren, weil voller und aromatischer schmeckenden,
Bieren vom Typ Kölsch, wird nur in den wenigen brauereieigenen Kneipen
ausgeschenkt – und bis vor wenigen Jahren gab es Päffgen-Kölsch
noch „op d’r schäl Sick“ in
Deutz beim viel zu früh verstorbenen Lommi Lommerzheim in dessen Kult-Kneipe.
Wir sprangen aus Zeitgründen
heute nur kurz hinein ins „Bierhaus en d’r Salzgass“, erfreuten uns an der typischen Einrichtung, an
den bunten Malereien hinter der Theke, den farbenfrohen Fliesen im Fachwerk des
Gebäudes und – natürlich – auch am süffigen Päffgen-Kölsch.
Bess demnäx!
Impressionen: Brauerei Päffgen GmbH & Co.
KG
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‘T
Pakhuis
‘T Pakhuis
Vlaamse
Kaai 76
2000 Antwerpen
Belgien
Ein altes Warenlager, von außen
nicht gerade einladend, zumal an der Straßenfront auch verbretterte und
teilweise eingeschlagene Fensterscheiben von einer geschlossenen Kneipe zeugen
– das ist das erste, was der Besucher zu sehen bekommt, wenn er die Adresse Vlaamse Kaai 76 anfährt. Geht man
jedoch durch die Hofeinfahrt, und genau das taten wir natürlich am 6. März
2010, entdeckt man im Hinterhof den Eingang zu dieser Gasthausbrauerei und
sieht auch sofort die kupfern glänzenden Braukessel.
Wir drückten die Eingangstür auf
und bemerkten überrascht, dass wir zu dieser Zeit, viertel nach zwölf, die
einzigen Gäste waren. Uns wurde aber gleich deutlich signalisiert, dass die
Küche selbstverständlich offen habe, und so konnten wir sowohl das Mittagessen
als auch zwei leckere Biere hier genießen. Die Speisekarte ist recht
abwechslungsreich, die Gerichte allerdings nicht allzu preiswert. Gleichwohl
ging das Essen absolut in Ordnung. Von den vier angebotenen Bieren konnten wir
wegen noch zahlreicher vor uns liegender Kilometer leider nur zwei verkosten.
Zum einen das Antwerps Blond, ein helles,
ungefiltertes Bier, dessen Geschmack deutlich von frischem, grasigem Hopfen
dominiert wurde. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber mir gefiel es sehr
gut. Und das andere Bier war das saisonal angebotene Winterbier – dunkelbraun,
fast schwarz, etwas sämig und ebenfalls deutlich hopfig kam es daher. Ich
tippte auf Hopfen, der während der Lagerung hinzugegeben worden war
(„Hopfenstopfen“), aber die Bedienung erwies sich leider als ahnungslos.
Der Gesamteindruck des Pakhuis ist positiv – alte Ziegelwände, einige interessante
Brauereigerätschaften und viel Möbel aus dunklem Holz kontrastieren mit
Sichtbetondecken, großen Glasflächen und blitzendem Edelstahl der
Lagerbehälter. Ein seltsamer, aber durchaus ansprechender Stilmix.
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Braugasthof „Papiermühle”
Braugasthof „Papiermühle”
Erfurter Straße 102
07 743 Jena
Thüringen
Deutschland
Auf einer meiner zahlreichen
Reisen durch Deutschland sprang mir am 18. Juni 2008 in der Mittagszeit
plötzlich der Jenaer Braugasthof „Papiermühle“ vor das Auto. Ein wunderschöner alter
Hof, herrlich hergerichtet mit einem lauschigen Biergarten im Innenhof, der
mich in der Frühsommersonne natürlich ganz besonders lockte.
Eine Bier- und Speisekarte, die
über die angebotenen fünf Biersorten recht ausführlich informiert, findet man
nicht allzu oft – schon mal ein sehr positiver Einstieg. Leider musste ich mich
bei der Verkostung auf ein Bier beschränken, aber das schmeckte dafür umso
besser – ein dunkles Premium, stark gehopft, aber trotzdem
röstig-malzaromatisch, sehr lecker!
Auch das Essen erwies sich als
ausgezeichnet – ländliche, scheinbar rustikale Gerichte, aber mit sehr viel
Raffinesse zubereitet. Schön!
Und nachdem ich die relativ
günstigen Zimmerpreise hier gesehen habe, fing ich fast schon an, zu überlegen,
ob ich hier nicht mal für ein paar Tage herkommen sollte…
Impressionen: Braugasthof „Papiermühle”
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Brauhaus im
Kaiserlichen Postamt zu Parchim – Parchimer
Brauhaus GmbH
Brauhaus im Kaiserlichen Postamt
zu Parchim – Parchimer Brauhaus GmbH
Schuhmarkt 5
19 370 Parchim
Mecklenburg Vorpommern
Deutschland
Bummelt man durch die
westmecklenburgische Kleinstadt Parchim, so wie wir das am 1. Februar 2011
gemacht haben, so fällt sofort ins Auge, wie sehr das ehemalige Kaiserliche
Postamt die Innenstadt dominiert. Ein gewaltiger und prächtiger Bau,
wunderschön renoviert und beeindruckend. Und hinter seinen historischen Mauern
verbirgt sich das Parchimer Brauhaus, eine noch recht junge Gasthausbrauerei,
die auf einer wunderschönen Kaspar-Schulz-Brauanlage eine Reihe verschiedener
Biere braut.
Betritt man den Schankraum, läuft
man genau auf die dekorativen Kupferkessel des Sudwerks zu und kann sich dann
zwischen Raucher- (rechts) und Nichtraucherbereich (links) entscheiden.
Stilvoll und dennoch gemütlich sitzt man hier in den großen Hallen des
ehemaligen Postamts – wirklich schön und beeindruckend.
Schön auch, dass es neben dem
obligatorischen Brauhaus-Dreigestirn (Hell, Dunkel, Weizen) auch ein Saisonbier
im Angebot hat. Weniger schön, dass mit Ausnahme dieses Saisonbieres die Biere
leider unattraktiv waren… Das Helle sehr süßlich, süffig zwar, aber nahezu ohne
Hopfenherbe und Frische. Das Dunkle leicht röstig und malzig, aber sehr mastig
und zu süß, so dass man nach einem kleinen Glas schon ziemlich gesättigt ist.
Das Weizen nicht unangenehm, aber ohne den Funken Spritzigkeit, der es
einzigartig machen könnte. Einzig das Saisonbier, der Püttsator,
ein ordentlicher Bock, sticht nach oben hervor: Ein heller, süffiger, malziger
Bock mit kräftigem Körper, ohne zu mastig und sättigend zu wirken.
Malzig-süßlich, kräftig und sehr aromatisch. Ein sehr leckeres Bier!
In der Speisekarte findet man
eine Reihe regionaler Gerichte aus der mecklenburgischen Küche, sehr preiswert,
übrigens. Und ebenfalls preiswert sind die Hotelzimmer, die hier ebenfalls
angeboten werden.
Auch wenn wir heute für über zwei
Stunden die einzigen Gäste in dem großen Schankraum waren, hat es uns doch sehr
gut gefallen. Und als wir gingen, erfuhren wir von der netten Bedienung noch
den Grund für unsere „Einsamkeit“: Nach einer mehrwöchigen Winterpause habe das
Brauhaus fünf Minuten, bevor wir die Tür geöffnet haben, überhaupt erst wieder
aufgemacht, und so würde der Betrieb sicherlich erst langsam wieder anlaufen,
hieß es.
Impressionen: Brauhaus im
Kaiserlichen Postamt zu Parchim – Parchimer Brauhaus GmbH
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Paulaner Bräuhaus R&K
Gastronomie GmbH
Paulaner Bräuhaus R&K
Gastronomie GmbH
Kapuzinerplatz 5
80 337 München
Bayern
Deutschland
Krachlederne münchnerische
Gemütlichkeit strahlt das Paulanerbräu von außen aus
und lockt uns am 24. März 2008 in die riesige, gleichwohl nicht ungemütliche,
weil sinnvoll unterteilte Schwemme. Eine bayerisch-gediegene Einrichtung und
kupferglänzende Sudkessel vervollständigen das Bild.
Die für Münchner Verhältnisse
angemessen freundlichen Bedienungen servieren uns ein qualitativ gutes,
allerdings recht teures Essen, und dazu gibt es die Möglichkeit (Achtung!
Ausnahme in deutschen Wirtshausbrauereien!), die drei hier servierten Biere in
kleinen 100-ml-Gläschen zu verkosten, bevor man sich für eine größere Menge
eines dieser Biere entscheidet. Für mich auf der Bierpirsch natürlich ideal.
Schade nur, dass alle drei Biere
letztendlich nichts Besonderes darstellten. Das Dunkle und das Hefeweizen waren
durchwachsen, aber gut trinkbar, das Thomas Zwickl
hingegen schmeckte sogar recht muffig-dumpf. Da waren dann 100 ml auch genug…
Gesamtwertung, stark von der
enttäuschenden Bierqualität beeinflusst: Durchschnitt. Der Vollzähligkeit
halber kann man mal da gewesen sein.
Impressionen: Paulaner Bräuhaus R&K Gastronomie GmbH
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Paulaner
Bräuhaus Sankt Petersburg
Paulaner Bräuhaus Sankt
Petersburg
Hotel
Park Inn
Pulskovskaya
1, Pl. Pobedy
196240 St. Petersburg
Russland
Im großen Hotel „Park Inn“ direkt
am Platz Pobedy liegt das Paulaner Bräuhaus Sankt
Petersburg, laut eigener Angabe das größte der Paulaner Bräuhäuser
weltweit.
Als wir hier am 12. Juni 2010
einkehrten, hatten wir nicht reserviert, es war Sonnabend, und in Sankt
Petersburg war die Zeit der Weißen Nächte. Klar, dass wir nur noch ein kleines
Tischchen für eine Stunde zugewiesen bekamen und dann den Platz wieder räumen
mussten. Pünktlich zu der Zeit, als die Lifeband
begann, Schmusemusik zu spielen.
Diese eine Stunde war aber auch
genug.
Genug, um die herrlich glänzende
Sudanlage im Zentrum der riesigen Schwemme zu bewundern.
Genug, das Lager (süffig und
lecker!) und das Weizen (sauer und fast ungenießbar!) zu verkosten.
Genug, um sich zu ärgern, dass es
kein Sonderbier gab, wie es doch in der Speisekarte versprochen war.
Und schließlich genug, um eine
Kleinigkeit zu essen. Teuer, aber geschmacklich in Ordnung.
Fazit: Wenn es hier bumsvoll ist, machen die Petersburger Party und es herrscht
schon eine Bombenstimmung. Aber das gilt für jede Kneipe während der Weißen
Nächte. Ansonsten muss man nur der Vollständigkeit halber mal
hier gewesen sein.
Impressionen: Paulaner Bräuhaus
Sankt Petersburg
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Pivovar Pegas
Jakubská 4
602 00 Brno
Tschechien
Wohl fünfzehn Jahre ist es her,
dass ich schon einmal in der Brünner Gasthausbrauerei „Pegas“
gewesen war, und zwar während einer beruflich veranlassten Reise, unter
Zeitdruck, und den Kopf leider nicht frei für mein Hobby.
Aber was lange währt, wird
endlich gut, und so konnte ich am 18. März 2010 das „Pegas“
erneut besuchen, und da es diesmal im Rahmen einer „Tour de Bier“ geschah, war
der Fokus dieses Besuchs auch klar.
Ein Mitglied der österreichischen
Kampagne für Gutes Bier, Karl Prochazka, hatte uns den Besuch organisiert und
sich auch als hervorragender Führer erwiesen. Unter seinem „Kommando“ sausten
wir durch die Gassen des frühlingswarmen Brünns und
erreichten das „Pegas“ pünktlich zur reservierten
Zeit. In einem Seitenraum setzten wir uns an einen großen Tisch und ließen uns
nicht nur die vier Biersorten (Hell, Weizen, Schwarzbier und Goldener Bock)
schmecken, sondern auch hervorragende Beispiele bodenständiger und trotzdem
gewitzter böhmischer Küche. Angesichts des Massenbetriebes hier ein lautes „Hut
ab!“ an die Küchenbrigade, die das Essen blitzschnell, appetitlich dekoriert
und angerichtet und vor allem außerordentlich schmackhaft auf den Tisch
brachte.
Die Biere hingegen überraschten
uns – zwar ist Diacetyl bei tschechischen Bieren sicher
kein Qualitätsmangel, aber in dieser Intensität, wie sie das Helle und der
Goldene Bock aufwies, war es doch schon gewöhnungsbedürftig. Und dass das frische, fruchtige Weizen leider mit einer
Zitronenscheibe serviert wurde, war auch eine Überraschung – leider der
negativen Art, denn das hervorragende Bier hätte dieser Art des geschmacklichen
Aufpeppens nicht bedurft. Und so gipfelte der Unmut darob
auch in der giftigen Bemerkung: „Ich habe ein Weizenbier bestellt, und keinen
Obstsalat mit Bierdressing!“
Trotzdem fühlten wir uns wohl,
und in der Summe schmeckte es ja auch hervorragend. Einer der Geschäftsführer
nahm sich noch die Muße und zeigte uns die Sudanlage und den Lagerkeller, und
fasziniert stellten wir fest, dass es sich bei dem Sudhaus – vermutlich, weil
es eine Art Pioniertat gewesen sein muss, als die Pegas-Brauerei
Anfang der 90er Jahre gegründet worden war – um ein einzigartiges
Gemeinschaftswerk der drei Konkurrenten Caspary,
Kaspar Schulz und Ziemann handelt. Stolz war diese Kollaboration auf dem
Typenschild der Brauerei vermerkt.
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Ravintola Perho
Helsinki
Ravintola
Perho
Mechelininkatu
7
00100 Helsinki
Finnland
Am 16. Oktober 2007 standen wir
vor der Helsinki Culinary School. Hier werden Köche
ausgebildet, und die Schule verfügt über eine kleine Brauerei, deren Biere im
Restaurant Perho ausgeschenkt werden.
Der nette junge Mann hinter der
Theke im Restaurant freute sich riesig über unser Bierinteresse, musste aber
leider einräumen, dass im Moment kein selbstgebrautes Bier verfügbar sei, da
die Brauerei gerade erst renoviert worden sei und das frisch hergestellte Bier
noch reifen müsse.
Na, immerhin, eigentlich ein
gutes Zeichen: Lieber wird noch zugewartet und das Bier reifen lassen.
Andernorts wird in solch einer Situation unreifes, grünes Bier ausgeschenkt.
Spricht für die Betreiber der Brauerei!
Dann gab sich der junge Mann noch
alle Mühe, uns trotzdem zum Bleiben zu überreden. Das Restaurant sei doch
urgemütlich (was stimmte), die Speisekarte sei interessant und umfangreich (was
auch stimmte) und er hätte acht verschiedene, interessante skandinavische
Biersorten vom Fass (und auch das stimmte). Spricht ja auch für die Betreiber
der Brauerei!
Trotzdem blieben wir nicht – wir
hatten nämlich noch mehr Adressen von Brauereien in Helsinki im Notizbuch und wollten
unbedingt vor Ort gebrautes Bier trinken. Schließlich lautet der Titel dieser
Rubrik ja „Bier vor Ort“.
Aber wenn wir mal wieder da sein
werden, dann gehen wir da wieder hin und versuchen es erneut. Denn es sah
wirklich gepflegt und gemütlich aus – drinnen jedenfalls!
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Perła – Browary Lubelskie S.A.
Perła –
Browary Lubelskie S.A.
ulica Kunickiego
106
20-422 Lublin
Polen
Die Brauerei Perła
geht zurück auf eine Industriebrauerei, die unter dem Namen Lubelskie
Zakłady Piwowarsko-Słodownicze
im Jahr 1948 gegründet worden war. Während sich ihr Firmensitz in dem alten,
nicht mehr betriebenen Brauereigebäude in der ulica Bernadyńska befindet, findet die Produktion seit 2001
ausschließlich in der „Bierfabrik“ in der ulica Kunickiego statt. Eine große, mehrspurige Straße führt an
diesem Industriebetrieb vorbei und ermöglicht dem zufällig vorbeifahrenden
Besucher einen kurzen Blick auf die Gebäude und Lagertanks.
Nichts Besonderes, nichts
Attraktives, und so sahen wir am 23. April 2011 auch keinen Grund, lange
anzuhalten und um das Gelände herum zu laufen. Wir haben es von außen gesehen,
wir wissen, wie das Bier schmeckt, und damit hat es für diese Großbrauerei auch
sein Bewenden.
Impressionen: Perła –
Browary Lubelskie S.A.
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Pfaffen-Brauerei Max Päffgen
GmbH & Co KG
Pfaffen-Brauerei Max Päffgen GmbH & Co KG
Klasberg 2
53 797 Lohmar
Nordrhein Westfalen
Deutschland
Man erzählt sich so einiges in
Köln – Klatsch und Tratsch wurden hier schon immer groß
geschrieben. Und wenn es um die Pfaffen-Brauerei und ihren Ausschank
geht, dann gehen die Gerüchte in Richtung Familienkrach. Ein Päffgen gönne dem anderen nicht den Dreck unter dem
Fingernagel, heißt es. Rechtsstreitigkeiten führten zu dem Kompromiss, dass Max
Päffgen zwar einen Brauereiausschank am Heumarkt
eröffnen dürfe, aber nicht unter dem Namen „Päffgen“,
weil der in der Familie ja schon anderweitig belegt sei.
Nun, ich will mich nicht weiter zu
diesen Gerüchten äußern, es kann mir sowieso niemand sagen, was wirklich
stimmt, sondern will stattdessen von unserem Besuch am 22. September 2005 im
Ausschank am Heumarkt berichten, der im Rahmen eines andernorts schon erwähnten
Betriebsausflugs mit Stadtführung durch Köln mit Schwerpunkt Kölsch und
Kölsch-Kultur stattfand.
Wir näherten uns dem Ausschank
„von hinten“, seitens des Biergartens, und genossen ein kleines Gläschen Pfaffen-Kölsch
in der herrlichen Herbstsonne. Und was soll ich sagen – ein wirklich lecker
Kölsch. Auch wenn es vor den Toren der Stadt, in Lohmar, gebraut wird – was dem
einen oder anderen überzeugten Kölner vielleicht unangenehm aufstoßen möge – es
ist ein hervorragendes, würziges und gleichzeitig frisches Kölsch. Prima!
Dazu eine nette Bedienung, ein
helles, freundliches Ambiente im Brauhaus – fürs Erste wollen wir gar nicht
mehr. Und die Qualität der Speisen, die testen wir ein andermal.
Impressionen: Pfaffen-Brauerei Max Päffgen
GmbH & Co KG
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Brauerei Gasthof Pfister GmbH
Brauerei Gasthof Pfister GmbH
OT Weigelshofen
Eggerbachstraße 22
91 330 Eggolsheim
Bayern
Deutschland
Der Brauerei Gasthof Pfister in Weigelshofen, den wir am 26. März 2011 besuchten, ist im
Jahre 1848 gegründet worden; er blickt mithin auf eine über 150-jährige
Geschichte bester Familientradition zurück.
Als kleiner fränkischer Betrieb
hat er sich schon 1995 darauf spezialisiert, ökologische Biere zu brauen, und
ist seit diesem Jahr auch Mitglied im Bioland-Verband.
Alle vier Sorten, sei es das Landbier, das Schwarzbier, das Hefeweizen oder –
saisonal – das Bockbier schmecken ausgezeichnet und sind würdige Vertreter
ihres jeweiligen Bierstils.
Wenn unser Besuch sich auch
ausschließlich auf eine große Familienfeier im Gasthof konzentrierte und wir
daher keinerlei Brauereibesichtigung genießen konnten, so können wir doch
ruhigen Gewissens feststellen, dass sich ein Besuch hier in Weigelshofen
allein schon wegen des ausgezeichneten Bieres lohnt. Und wenn man dann nach
herzhaftem Genuss in den einfachen, aber gemütlichen Zimmern des
angeschlossenen Gästehauses übernachten kann, dann ist der fränkische
Kurzurlaub eigentlich schon perfekt.
Impressionen: Brauerei Gasthof Pfister GmbH
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Brauhaus Pforzheim GmbH
Brauhaus Pforzheim GmbH
St. Georgensteige 12
75 175 Pforzheim
Baden Württemberg
Deutschland
Auf historischem Grund steht das
Brauhaus Pforzheim, das ich am 2. Mai 2010 besucht habe. Es war ehemals das
Gelände des St. Georgen Klosters am Nordhang der Stadt Pforzheim, auf dem nun
seit über 100 Jahren das Brauhaus Pforzheim steht. Nur wenige hundert Meter von
der Fußgängerzone entfernt, ist es gut erreichbar und grüßt schon von weitem
durch eine auffällige Wandbemalung.
Hat man keinen
Besichtigungstermin, so ist das Brauhaus selber aber weniger interessant –
sieht man von außen doch nur die alten Gebäude. Weder
Kupferkessel noch sonst interessante Dinge sind von außen zu entdecken, noch
nicht einmal einen richtigen Brauereiausschank hat es auf dem Gelände der
Brauerei.
Aber das Bier ist gleichwohl
problemlos zu verkosten. Beginnend mit einer kleinen Eckkneipe gegenüber über
zahlreiche gutbürgerliche Restaurants und Wirtshäuser bis zur Szene-Gastronomie
findet man das Goldstadt-Bier überall in Pforzheim problemlos. Heute verkostete
ich das Goldstadt Hefeweizen in der ehemaligen Einnehmerei
und freute mich an seinem weichen, aber fruchtig-bananigen Aroma.
Impressionen: Brauhaus Pforzheim GmbH
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Pfungstädter Brauerei Hildebrand GmbH & Co KG
Pfungstädter Brauerei Hildebrand
GmbH & Co KG
Eberstädter Straße 89
64 319 Pfungstadt
Deutschland
Eigentlich wollten wir am 9. Juli
2005 gar nicht hierher – nur mehr oder weniger zufällig fuhren wir durch
Pfungstadt und entschlossen uns spontan, hier etwas zu trinken und zu essen.
Die Brauerei selber hatte ihre Pforten geschlossen, aber der nebenan gelegene
Brauereigasthof war geöffnet, und wir nutzten das gute Wetter, es uns auf der
Terrasse gemütlich zu machen.
Der erste Blick in die Speise-
bzw. Getränkekarte war sehr positiv – endlich einmal ein Brauereigasthof, der
ein Probegedeck der verfügbaren Biersorten zum Testen anbietet – von jeder
Sorte ein kleines Gläschen. Na also, es geht doch – selbst im nicht gerade
dienstleistungsbereiten Deutschland!
Aber schon musste ich ein Haar in
der Suppe finden – leider: Selbst im Brauereigasthof der Pfungstädter
Brauerei gibt es nur drei Biersorten vom Fass (obwohl die Brauerei ein wahrlich
größeres Sortiment hat!), und somit wurde das Probegedeck mit Radler und
Alkoholfreiem aufgefüllt – da man natürlich für die 100-ml-Gläschen keine ganze
Flasche guten Weißbiers oder ähnlichem öffnen wollte.
Na, da war er schon wieder
verflogen, der gute Eindruck…
Die ein wenig mürrische Bedienung
und das schon arg durchschnittliche Essen danach gaben uns dann den Rest. Für
einen Brauereigasthof war das keine gute Vorstellung.
Schade!
Und vor lauter Frustration habe
ich denn auch das Fotografieren vergessen – so ist halt nur ein punktueller
Eindruck vom Probegedeck verfügbar…
Impressionen: Pfungstädter Brauerei
Hildebrand GmbH & Co KG
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Brasserie du
Pintadier
Brasserie du
Pintadier
9, rue
Henri Baigue
25 000 Besançon
Frankreich
Einer der liebenswerten
Glücksgriffe, die einem im Leben manchmal widerfahren: Nur mit einer Adresse
aus dem Internet bewaffnet, zockelte ich am 23. September 2009 durch einen
Stadtteil Besançons, aber selbst, als ich direkt vor
der Einfahrt stand, sah ich noch nichts von einer Brauerei, sondern lediglich
ein recht hübsch gelegenes Wohnhaus inmitten eines etwas verwilderten Gartens.
Vorsichtig trat ich näher und sah
ein kleines Schild mit Öffnungszeiten. Neugierig tapste ich in den Garten
hinunter und entdeckte im Keller des Wohnhauses die kleine Brauerei. Eine
freundlich Dame, Isabelle Bafi, begrüßte mich als
ersten und einzigen Kunden des heutigen Tages, und teils auf Englisch, teil auf
Französisch unterhielten wir uns über Bier, die kleine Brauerei und die
Probleme des Alltags.
Die urige kleine Sudanlage ist in
den Keller hineingezwängt, auf kleinstem Raum werden KEGs und Flaschen von Hand
befüllt und etikettiert, nebenan im Treppenhaus steht ein Lagertank, in dem ein
Bier auf die Abfüllung wartet, daneben ein Gärbottich mit dem nächsten Sud.
Nette und ansprechende Improvisation.
Nach einiger Zeit kam auch der
Brauer, Gérôme Gloriot,
hinzu, und wir konnten nun zu dritt fachsimpeln. Es schien Ehrensache, dass ich
von den Bieren direkt aus dem Gärbottich und dem Lagertank probieren durfte,
aber auch eine frisch abgefüllte Flasche Blanche wurde extra für mich geöffnet.
Wir sprachen über Malzsorten, die
verschiedenen verwendeten Hopfensorten (Cascade, Fuggles, Styrian Goldings) und die Safbrew Hefe,
und im Nu verging die Zeit. Hätte ich nicht einige Kilometer noch fahren
müssen, hätten wir ohne Probleme den ganzen Abend klönen können…
Eine heimelige, winzige Brauerei,
irgendwo im betriebswirtschaftlichen Niemandsland zwischen Hobby und
kommerziellem Brauen – definitiv nicht genug, um ausschließlich davon leben zu
können, aber ein schönes Zubrot fällt sicherlich ab. Und zwei Menschen, die das
Brauen mit Liebe und Begeisterung betreiben, sich Zeit für den unverhofften
Besucher nehmen und ihm das Gefühl geben, mit dazu zu gehören.
Impressionen: Brasserie du Pintadier
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Pivovaria – Restauracja, Browar, Klub
Pivovaria –
Restauracja, Browar, Klub
ulica Moniuszki
26
26-600 Radom
Polen
Mit einem gewissen Stirnrunzeln
begann unser Besuch in dieser Gasthausbrauerei im Herzen Radoms, direkt am
Marktplatz, am 22. April 2011. Mit einem Stirnrunzeln, ja, denn angesichts des
herrlichen Wetters wollten wir eigentlich draußen vor der Brauerei an den
Tischen auf dem Bürgersteig sitzen und dort nicht nur die Biere verkosten,
sondern auch etwas essen – und der junge, etwas unsicher wirkende Kellner bat
uns zunächst, ob wir nicht lieber drinnen essen könnten. Das sei doch für uns
wie für ihn wesentlich bequemer.
Nun, wir setzten uns durch, er
brachte uns schließlich die Speisekarte nach draußen, und so saßen wir denn in
der Sonne, genossen unsere Schweineschnitzelchen mit Beilagen (ja, ja, ich
weiß, es war Karfreitag, aber es hat trotzdem geschmeckt…) und verkosteten die
vier hier angebotenen Biere. Angesichts unserer Hartnäckigkeit ließ sich der
Kellner sogar überreden, uns zunächst alle vier Biere in jeweils einem
Schnapsglas zu servieren, damit wir uns für das Beste entscheiden konnten, und
erst dann tranken wir den Bock und das Bernstein aus größeren Gläsern.
Die Brauerei Pivovaria
ist im Jahr 2008 eröffnet worden, und abgesehen von dem etwas eigenen, fast
schon albernen Namen macht sie einen sehr guten Eindruck. Im Restaurant im
Keller steht ein Zweigerätesudwerk der Firma Kaspar Schulz aus Bamberg, aus
hellem Kupfer und blitzblank poliert. Ein paar Dekoartikel
unter anderem der Mälzerei Weyermann stehen herum, und davor sitzen die Gäste
und speisen.
Die vier hier gebrauten Biere
waren allesamt sehr gut. Das Weizen (12,5°, 5,1%) war sämig, hefig und hatte
eine schöne fruchtige Nase, das Pils (12,0°, 5,0%) war frisch herb und
offensichtlich lange genug gelagert (was ja nicht in allen Gasthausbrauereien
eine Selbstverständlichkeit ist), das Koźlak /
Bockbier (16,3°, 7,5%) war überraschend wenig malzig, eher schlank und gut
ausgegoren, dabei erfrischend herb und trotzdem süffig, und das Bursztynowe / Bernstein (13,0°, 5,7%) hatte einen
Märzencharakter, war dabei aber ganz deutlich süßlich-karamellig, so dass ich
fast schon den Verdacht hatte, man habe etwas Karamelzucker
oder –sirup nach der Gärung hinzugegeben.
Mittlerweile war der Kellner auch
ein wenig aufgetaut und bemühte sich sichtlich um uns, so dass wir nach guten
anderthalb Stunden mit einem guten Gefühl aufbrachen: Schön war’s gewesen!
Impressionen: Pivovaria – Restauracja,
Browar, Klub
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Tampereen
Panimoravintola Oy Plevna
Tampereen Panimoravintola Oy Plevna
Itäinenkatu 8
33 210 Tampere
Finnland
Der Schotte James Finlayson hat hier in Tampere vor fast 200 Jahren eine
Baumwollweberei gegründet. In der gewaltigen Webehalle, die als Ziegelbau den
Norden von Tamperes Stadtzentrum dominiert, befindet
sich nun unter anderem die Gasthausbrauerei Plevna.
1994 ist sie gegründet worden, und wenn sie als eine der ersten
Gasthausbrauereien Finnlands bis heute erfolgreich ist, dann muss das auch
seinen Grund haben.
Wir haben am 8. Juni 2010 das
Geheimnis des Erfolges sehr schnell gelüftet: Eine außerordentlich gemütliche
Atmosphäre, sowohl innen als auch außen auf der Terrasse, freundliches
Personal, gutes Essen und…
… dreizehn verschiedene Biere vom
Fass!
Jedes für sich exzellent für den
jeweiligen Stil, frisch, aromatisch und ausdrucksstark. Hier werkelt ein
Brauer, der sein Handwerk versteht und dem von der Geschäftsführung
offensichtlich zugestanden wird, nur beste Rohstoffe zu benutzen. Und davon
dann reichlich!
Wir gaben uns Mühe, die
angebotenen Sorten zu verkosten, strichen aber nach zehn verschiedenen
erschöpft die Segel. Was wir bis dahin getrunken hatten, konnte sich aber
geschmacklich sehen lassen:
Plevna’s Pils, ein sehr kräftig gehopftes
und würziges Pilsener. Plevna’s Dunkles Lager im
tschechischen Stil, würzig, süffig und röstig. Plevna’s
Bock, rund und süffig, herb, süßlich, ohne klebrig und mastig zu sein, und fast
schwarz. Severin Extra, ein India Pale Ale, so herb,
wie ein Bier nur sein kann. Pikkumusta, ein leicht
süßliches Schwarzbier im ostdeutschen Stil, leicht und süffig. Ein Weizenbier
mit kräftigem 4-Vinyl-Gujakol-Aroma. Tähti, ein eher
flaches, süffiges Helles, und damit das einzige uninteressante Bier heute. Fingerpori, ein hopfig-aromatisches, goldenes Lager. James,
ein tiefschwarzes Rauchbier mit mächtigem Charakter. Und schließlich Smörre, ein Roggenbier im Stil eines Imperial Pale Ale, ein
knackig bitteres Bier, das gleichzeitig eine fruchtige, zitronige
Frische aufwies wie von purer Zitronenmelisse – ein Traum von einem Bier.
Genug des Lobes für heute – aber
ein dicker Eintrag in der Liste der Brauereien, wo man unbedingt mal hin muss,
wenn es um gutes Bier geht!
Am 29. Juli 2011 hatten wir
erneut die Gelegenheit, hier einzukehren – und selbst mit einem Jahr Abstand
faszinierte mich insbesondere das James, das Rauchbier, erneut. Dagegen erscheinen
plötzlich all die berühmten Bamberger Produkte wie Waisenknaben! Man mag
geteilter Meinung sein, ob das noch schmeckt, aber mit diesem Savuolut (Rauchbier) setzt die Brauerei Plevna
Maßstäbe, was die Intensität anbelangt. Schon einmal an einer frisch geteerten
Eisenbahnschwelle geknabbert? Ein Stück Grillkohle gekaut? Den Kessel einer
Dampflokomotive ausgeleckt? James setzt allem die Krone auf. Ein wirklich
gewöhnungsbedürftiges Bier, und sicherlich keines für den täglichen Genuss, aber
getreu der finnischen Testosteron gesteuerten Biertrinkermentalität genau das
Richtige, um vor den Kumpels gut da zustehen…
Impressionen: Tampereen Panimoravintola
Oy Plevna
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Browar Hotel Płock
Browar Hotel Płock
ulica Jachowicza 38
09-400 Płock
Polen
Das von außen eher
durchschnittlich bis fast schon unansehnlich wirkende Hotel Płock an einer
der Hauptstraßen durch die gleichnamige Stadt birgt in seinem Inneren eine
kleine Brauerei, die man nur dann findet, wenn man auf die rote Leuchtreklame
achtet, die deutlich „Pub | Browar“ über einen
Seiteneingang schreibt. Als wir am 20. April 2011 die kleine Treppe in diesen
Pub hinunter gingen, war es gerade mal viertel nach vier am Nachmittag, und
dementsprechend waren wir die einzigen Gäste – wer geht auch sonst schon um
diese Uhrzeit in ein Pub, in dem außer Alkohol nichts im Angebot ist?
Direkt neben der Theke steht eine
kleine, ungewöhnlich aussehende, eher zweckmäßig denn schmuck wirkende Sudanlage,
und wir nahmen Platz. Wir fragten freundlich, ob wir von den vier hier
angebotenen Bieren denn zunächst kosten könnten, bevor wir uns für eins
entscheiden müssten, und der junge Mann hinter der Theke bejahte, uns
vorsichtig taxierend. Während ich die vier Proben, serviert in jeweils etwa
halb gefüllten Whisky-Gläsern sorgfältig verkostete, kamen wir langsam ins
Gespräch. Der junge Mann ist gleichzeitig auch der Brauer, und während wir uns
unterhielten, werkelte er ein wenig an der Steuerung der Brauerei herum und
füllte den Sudbericht für das zuständige Zollamt (urząd
akcyzowy) aus. Die Biere hießen Krakowskie,
erzählte er, aber nicht, weil es irgendeine Verbindung zur Stadt Krakau
(Kraków) gebe, sondern weil der Inhaber des Pubs Czesław
Krakowski hieße. Die Sudanlage sei von einer
belgischen Firma im Jahr 2006 hier installiert worden und habe eine Sudlänge von 250 Litern, erklärte er weiter. Gebraut werde
mit eigenem Brunnenwasser aus etwa 200 Metern Tiefe, und das Bier würde dann in
Gär- und Lagerbehältern in einem Nebenraum vergoren, gelagert und über eine
Schlauchleitung direkt im Pub verzapft. So würde es bis zum Ausschank nie mit
Luftsauerstoff in Berührung kommen und so immer frisch sein.
Inzwischen hatte ich mich durch
die vier Sorten durchprobiert: Das Helle (Jasne) war
ein erfrischendes, süßsäuerliches, fast schon obergärig-fruchtig wirkendes
Bier, das Dunkle (Ciemne) eigentlich nicht dunkel,
sondern gerade mal von der Farbe eines Märzens, dafür aber recht aromatisch.
Das Porter war zwar herb, man spürte auch eine gewisse alkoholische Wärme, aber
insgesamt wirkte es zu wässrig. Und das Starke Dunkle (Ciemne
Mocne) war für meinen Geschmack viel zu süßlich. Ich
entschied mich also für ein großes Glas Ciemne, und
der junge Mann erzählte weiter. Mit Trockenhefe von Safale
würde er brauen, und mit Saazer Aromahopfen. Daneben
käme auch noch Challenger zum Einsatz, und die
Lagerung würde in doppelwandigen, mit Wasser gekühlten Lagertanks erfolgen.
Ach, wir könnten es uns doch einfach ansehen, bemerkte er schließlich, und
führte uns in die Räume hinter der Theke, wo wir die Tanks, die Wasserenthärter
und sonstigen Apparaturen bewundern konnten.
Schade, dass uns die unerbittlich
vorrückenden Zeiger der Uhr mahnten, aufzubrechen – wir hatten noch über hundert
Kilometer bis Warschau vor uns. Gerade jetzt war das Eis gebrochen, und wir
hätten lange fachsimpeln können.
Aber auch so bleibt die
Erinnerung an einen sehr angenehmen und freundlichen Besuch in einer Brauerei,
die über eine schmucklose, aber zweckmäßige Sudanlage verfügt. Und die
Freundlichkeit und Herzlichkeit des Brauers half uns darüber hinweg, dass die
Biere zwar trinkbar, aber keine Offenbarung besonderer Braukunst waren. Schade
eigentlich…
Impressionen: Browar Hotel
Płock
The Microbrewery “Browar Hotel Płock” is located in a small Hotel at one of the main
streets through the city of Płock. It is easy to
miss – only the red sign “Pub | Browar” gives a hint
to the hidden pub in the hotel’s cellar. At a quarter past four on the
afternoon of the 20th of April 2011, we have been the only guests in
the pub – well, not really a surprise, that early in a pub which does not offer
anything but alcoholic drinks…
Located close to the bar, we can find the small, strange looking
brewery kettles. We took a seat at the bar and kindly asked the waiter, whether
it would be possible to try the four offered beers before ordering a full pint
of one of these. Carefully assessing our behavior, he
nodded his head and poured some tasters into whisky glasses. Whilst I was
degusting the beers, we slowly started some conversation. The young waiter
happened to be the brewer as well, and in parallel to our small talk, he
pottered around, turned some knobs, and filled in some data for the responsible
customs office (urząd akcyzowy).
The beers are called “Krakowskie”, he told us, but
not with any reference to the city of Kraków, but
because of the fact that the pub’s owner is called Czesław
Krakowski. The brewery is a Belgian construction,
installed in 2006 in this pub, and he could brew 250 l batches, he continued.
Water from an own water well, 200 m deep, would be used, and the beer would be
fermented and matured in tanks in the room just behind the bar. A direct
pipeline leads to the bar, so that the beer would always be fresh and never oxygenated.
Meanwhile, I had tasted all four styles: The light (jasne)
was a refreshing, sweet-sour, fruity and obviously top-fermented beer; the dark
(ciemne) not really dark, but rather amber coloured
and aromatic. The porter was quite bitter, one could feel the alcoholic warmth;
however, it provided an overall watery impression. And the dark strong (ciemne mocne) was way to sweet. I decided for a large
glass of Ciemne, and the young guy kept on talking.
He would use Safale dry yeast, he told us, and Saaz hops. Apart from that he would also use Challenger
hops, and the maturation would take place in double-walled, water cooled tanks.
Well, if we wanted, we could just walk around and have a look, he recommended,
and led us into the rooms behind the bar, where we visited the tanks, the water
softener, and other gadgets.
Too sad that the clock reminded us to leave – we still had some hundred
kilometres to drive to Warsaw. But what remains, are some nice memories of a
very warm and friendly visit in a brewery that disposes of an undecorated, but
functional small brewery. And the brewer’s openness and cordiality balanced the
fact that the beers have been not too bad, but not a revelation, either.
Impressions: Browar Hotel Płock
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Plutzer
Bräu
Plutzer Bräu
Schrankgasse 2 / Ecke Stiftgasse
1070 Wien
Österreich
Eigentlich ist das Plutzer Bräu –
wie viele andere „Bräus“ in Wien – keine echte
Brauerei, sondern lediglich ein Bierlokal, dass seine „Hausbiere“ an anderer
Stelle produzieren lässt und sie als eigene Marke verkauft.
Wir besuchten das Plutzer Bräu am
20. März 2010 und genossen die Hausbiere Hell, Dunkel und Stout (jeweils von
der Stadtbrauerei Schwarzenberg produziert) sowie die gigantischen
Fleischplatten.
Wenn auch der Ober ein wenig
schusselig war und es am Schluss schier eine Ewigkeit dauerte, bis er zum
Kassieren kam, so war es aber doch trotzdem ein angenehmer Besuch.
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Porin Oluttehdas
Oy / Sinebrychoff Oy
Porin Oluttehdas
Oy / Sinebrychoff Oy
Hallituskatu 18
28101 Pori
Finnland
Im Jahr 1853 war die Brauerei Porin Oluttehdas in Pori gegründet worden, fusionierte 1928 mit einer zweiten
Brauerei im Ort und fiel schließlich im Jahr 1972 an den Sinebrychoff-Konzern.
Im Rahmen von dessen wirtschaftlicher Optimierung wurde die Bierproduktion nach
und nach an den Standort Kerava verlegt und im Jahr
2007 beschlossen, die Brauerei in Pori zu schließen.
Heftige Bürgerproteste,
Boykottaufrufe gegen die Koff-Produkte und eine
Beschwerde der Stadt Pori, dass sie noch
Investitionen unterstützt habe, kurz bevor diese Entscheidung getroffen wurde,
bewirkten nicht mehr als einen kurzen Aufschub, und im September 2009 wurde die
Produktion endgültig eingestellt. Die zu diesem Zeitpunkt noch 31 Mitarbeiter
bekamen innerhalb des Sinebrychoffs-Konzerns andere
Stellen angeboten.
Am 30. Juli 2011 standen wir vor
der geschlossenen Brauerei und fotografierten den einst stolzen Schriftzug Porin Olut, wie er von ferne
schon über den kleinen Stadtstrand hinweg zu sehen ist.
Impressionen: Porin Oluttehdas Oy
/ Sinebrychoff Oy
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Cervejaria Portvgália
Belém
Avenida
Brasilia Edifício Espelho
de Água
1400-038 Lisboa
Portugal
Traumhaft gelegen, am Ufer des Tejo, inmitten eines kleinen Teiches, direkt neben dem
weltberühmten Auswandererdenkmal, nur wenige Meter neben dem Torre de Belém und
mit Blick auf das Hieronymus-Kloster von Belém – so präsentiert sich dieser
Brauereiausschank der Brauerei Sagres. Die Marke Portvgália existiert seit 1925, gehört mittlerweile aber
zum Sagres-Konzern, also zur Sociedade
Central de Cervejas e Bebidas,
S.A.
Unter der Bezeichnung Portvgália betreibt dieser Konzern nun eine Reihe von
Bierhäusern (Cervejarias), die als Brauereiausschank
gelten können. Frisch und gut gezapft gibt es hier Portvgália
Lager und Stout und eine Reihe von Sagres-Flaschenbieren.
Wir besuchten diesen Ausschank am
5. November 2009 erstmalig und waren rundum zufrieden. Eine interessante
Einrichtung, rund, um eine zentrale Säule, von der ausgehend zahlreiche Reihen
von Bierkrügen vor durchgehenden Leuchtenleisten für
eine indirekte Beleuchtung sorgten.
Das Essen war gut und preiswert,
die Kellner freundlich, und auch wenn wir zunächst zu recht früher Stunde die
einzigen Gäste im Restaurant waren, war es doch schön und gemütlich. Und nach
einer halben Stunde begann das Lokal auch, sich zu füllen.
Impressionen: Cervejaria
Portvgália Belém
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Cervejaria Portvgália Rio
Cervejaria
Portvgália Rio
Rua Cintura
1200-109 Lisboa
Portugal
Rollt man mit dem Vorortbähnchen
von Cascais nach Lissabon in den Endbahnhof in Cais du Sodre ein, so sieht man
nur wenige Meter neben den Bahngleisen einen großen, kupfernen Braukesseln
direkt am Ufer des Tejo stehen. Wenn das nicht
neugierig macht…
Schnell waren alle Pläne für den
heutigen Tag, den 6. November 2009, geändert, und wir gingen zunächst auf
Erkundung. Seit Februar 2009 steht er da, dieser Braukessel, und macht auf eine
weitere Niederlassung der Cervejaria Portvgália aufmerksam – ein weiterer Brauereiausschank der Sociedade Central de Cervejas e Bebidas, S.A. also.
Auch hier gibt es das Lager und
das Stout unter dem Markennamen Portvgália und
daneben den ganzen Reigen der Sagres-Biere. Dazu ein
leckeres, nicht zu teures Essen, eine außerordentlich freundliche und schnelle
Bedienung, und durch die Glasfenster einen wunderschönen Blick auf den Tejo und das gegenüberliegende Ufer. Herz, was willst Du
mehr.
Von sechzehn bis achtzehn Uhr ist
hier in der Cervejaria Portvgália
Rio Happy Hour, und so kosten zwei frisch gezapfte Lagerbiere zusammen nur 1,35
€. Dementsprechend voll war es an der Theke – viele Berufstätige sammeln sich
hier noch zu einem Arbeitsabschlussbier, bevor es heim zur Familie geht. Ein
attraktiver und gemütlicher Treff für den Genießer.
Keine Brauerei im strengen Sinne,
aber als Brauereiausschank definitiv der Erwähnung und einen Besuch wert!
Impressionen: Cervejaria Portvgália
Rio
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Brauhaus zur Post – Oberbeck & Eschelbach
Brauhaus GmbH
Brauhaus zur Post – Oberbeck & Eschelbach
Brauhaus GmbH
Neumayerring 45
67 227 Frankenthal (Pfalz)
Rheinland Pfalz
Deutschland
Das Brauhaus zur Post in
Frankenthal trägt seinen Namen zu Recht – es residiert in dem ehemaligen
Postgebäude, direkt neben dem Frankenthaler Bahnhof. Ein wuchtiger,
überdimensionierter, altmodischer Bau, der aber so eingerichtet wurde, dass es
im Inneren trotzdem gemütlich ist: Betritt man den Schankraum, so geht man auf
die Theke im Inneren zu, hat rechter und linker Hand gemütliche und
unterschiedlich arrangierte Sitzgruppen zur Verfügung und kann es sich
natürlich auch an der Theke direkt gemütlich machen. Die Verkleidung der Theke
ist recht originell: Zwischen Glasplatten ist eine dünne Schicht Braumalz
gefüllt – und durch unterschiedliche Malzsorten ziehen sich Ornamente an der
ganzen Theke entlang.
Im Hinterhof findet sich noch
eine Terrasse und ein Biergarten, die nicht ungemütlich wirken, aber das letzte
Quäntchen an uriger, einladender Heimeligkeit vermissen lassen.
Die kupferne Sudanlage der Firma
Jacob Carl aus Göppingen im großen Schankraum hat eine überraschend große
Ausschlagmenge von 15 hl, was man ihr von außen gar nicht ansieht. Zehn Meter
weiter steht – ebenfalls aus Kupfer – eine Destillieranlage für den hier
angebotenen Bierschnaps.
Als ich am 28. Mai 2010 hier
einkehrte, war ich einerseits freudig überrascht, dass ich hier einen Biertest mit vier kleinen 0,1-l-Gläschen bestellen konnte,
andererseits aber auch ein wenig enttäuscht, dass es kein (in der Speisekarte
versprochenes) Saisonbier gab und ich stattdessen das Dunkle doppelt bekam. Und
auch die Herzlichkeit der Bedienung ließ zu wünschen übrig – sie erweckte den
Eindruck, immer recht froh zu sein, wenn sie den Gast „abgearbeitet“ hatte.
Das Weizen schmeckte sehr ausgeprägt
nach 4-Vinyl-Gujakol, wirkte aber gleichzeitig ein wenig dünn, wässrig und
wenig vollmundig. Das Helle war sehr süßlich und noch lange nicht ausgereift –
hier hätte eine deutlich längere Lagerung dem Geschmack sicherlich noch gut
getan. Das Dunkle hingegen war prima – rund, röstig und melanoidinig. Ein
geschmacklich sehr ausgeprägtes Bier – bei dem ich mir aber denke, dass man es
seiner rasch überdrüssig werden könnte. Ein schöner und intensiver, aber auch
recht aufdringlicher Geschmack.
Impressionen: Brauhaus zur Post –
Oberbeck & Eschelbach
Brauhaus GmbH
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Post Brauerei Weiler Anton Zinth
KG
Post Brauerei Weiler Anton Zinth KG
Käsgasse 17
88 171 Weiler im Allgäu
Bayern
Deutschland
Am 20. März 2008 kamen wir an der
Post Brauerei Weiler im Allgäu vorbei und nutzten die Gelegenheit für einen
kurzen Zwischenstopp. Die Brauerei selber schauten wir uns nur schnell von
außen an, viel zu sehen gab es da nicht, und dann gingen wir in den nur wenige
hundert Meter weiter im Ortszentrum gelegenen Brauereigasthof.
Von außen wunderschön anzusehen,
mit eindrucksvollen Malereien, innen dann eher auf dezente Eleganz statt auf
Allgäuer Barock getrimmt, ließ der Gasthof irgendwie das Tüpfelchen auf dem „i“
der Gemütlichkeit vermissen. Wir diskutierten lange, woran es denn läge, kamen
aber zu keinem Ergebnis, was konkret der Grund sein könnte. Formal war alles in
Ordnung, die Einrichtung war farblich und stilistisch stimmig, aber irgendwie
lud sie nicht zum Verbleiben ein, wirkte etwas unnahbar, fast steril.
Das Essen war soweit in Ordnung,
das Weißbier schmeckte lecker und fruchtig, aber mit dem Pils hatte ich
zunächst Pech: Die Bedienung servierte mir einen ungenießbaren Nachtwächter,
erst der zweite Anlauf war trinkbar. Und so etwas in einem Brauereigasthof… Das
darf eigentlich nicht passieren!
Interessanterweise bekamen wir
auch noch vom Nachbartisch mit, dass sich dort ein Stammgast beklagte, seit dem
noch nicht lange zurückliegenden Wechsel des Pächters sei das Essen teurer,
aber weniger und der Service schlechter geworden. Wir dachten uns unseren Teil…
Impressionen: Post Brauerei Weiler Anton Zinth
KG
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Pott's Naturpark-Brauerei GmbH
Pott's Naturpark-Brauerei
GmbH
In der Geist 120
59 302 Oelde
Nordrhein Westfalen
Deutschland
Am 15. August 2005 hatte ich die
Gelegenheit, während einer längeren Autofahrt die Autobahnabfahrt Oelde in
Westfalen zu nehmen und eine kleine Rast in der Pott’s-Brauerei
einzulegen.
Schon von der Autobahn aus sieht
man die Brauereigebäude, ordentlich und sauber, zweckmäßig und trotzdem recht
einladend. Der Ausschank an der Brauerei wirkt zwar eher wie eine Imbissstube,
aber das ausgeschenkte Bier schmeckt gut – wenn ich mir auch eine größere
Auswahl an Fassbier gewünscht hätte. Flaschenbier kann ich mir schließlich auch
im Getränkemarkt holen…
An die Brauerei angegliedert ist
das Biermuseum von Georg Lechner, eine wahrhaftig beeindruckende Sammlung von
Gläsern, Flaschen, Krügen, Fässern und allen möglichen Werkzeugen,
Gerätschaften und Sonstigem. Sogar Georg Lechners berühmtes Bett im Bierfass
ist hier zu sehen.
Gleichzeitig bietet die Brauerei
durch die großen verglasten Wände die Möglichkeit, jederzeit individuell den
Brau- und Abfüllvorgang zu beobachten, ohne den Ablauf zu stören. Das Glas hält
den Lärm ab, lässt den Besucher nicht vom Wege abkommen und bietet trotzdem
eine hervorragende Übersicht. Zwar ersetzt dieser Rundgang entlang der
„Riesenschaufenster“ keine echte Brauereibesichtigung, aber eine zweckmäßige
Lösung ist es schon, um auch dem unangemeldeten Besucher einen Einblick zu
ermöglichen.
Insgesamt war’s ein netter
Besuch, und beim nächsten Mal werde ich mit Sicherheit mehr Zeit mitbringen.
Impressionen: Pott's Naturpark-Brauerei GmbH
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Brouwerij
de Prael
Oudezijds Voorburgwal
30
1012 GD Amsterdam
Niederlande
Gegen Mittag des 6. Juni 2009
stolperten wir durch die Baustelle am Oudezijds Voorburgwal in Amsterdam, um zur Brouwerij
de Prael zu gelangen und hier hoffentlich neben ein
paar interessanten Bieren auch etwas Leckeres zum Essen zu bekommen. Groß war unser
Erstaunen, als sich die Brauerei als exklusiver Bierhandel, aber ohne eigenen
Ausschank und Bewirtung entpuppte.
Der freundliche, dunkelhäutige
junge Mann, der uns begrüßte, erzählte uns, dass es für den regelmäßigen
Ausschank und einen Restaurantbetrieb leider noch keine Lizenz gebe, und dass
das Bier also nur bei einer Brauereibesichtigung verkostet werden könne. Zu
allem Überfluss seien heute aber die beiden einzigen Führungen durch die
Brauerei von großen Gruppen privat gebucht – ob wir nicht ein Andermal wieder
kommen wollten. Aber Flaschenbier könnten wir schließlich heute schon jede
Menge mitnehmen – sechs eigene Sorten und ‘zig andere von befreundeten
Kleinbrauern.
Wir blickten uns kurz um, dachten
daran, wie weit wir heute noch durch Amsterdam laufen wollten, und lehnten
zunächst mal ab. Wir kämen so kurz vor Geschäftsschluss noch einmal vorbei,
dann bräuchten wir die Beute nicht so lange durch die Stadt tragen, versprachen
wir.
Gesagt, getan, und am späten
Nachmittag, zehn Minuten vor Schluss, kamen wir tatsächlich wieder zurück. „Hej, back again!“, hieß es, und
wir kauften nun von jeder hier gebrauten Sorte eine Flasche. Schnörkellose,
aber schön bunte Etiketten, und Namen, die auf bekannte holländische
Schlagerstars hinweisen: Johnny, Mary, Willy und Willeke,
André und – natürlich! – Heintje! Letzteres natürlich als klassisch deutsches
Weißbier, weil Heintje in Deutschland noch berühmter war und ist als in den
Niederlanden.
Wir amüsierten uns, witzelten
noch ein bisschen mit dem netten Verkäufer herum und versprachen, irgendwann
einmal wieder zu kommen, um dann auch die Brauerei etwas näher zu besichtigen.
Impressionen: Brouwerij de Prael
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Plzeňský Prazdroj
a.s.
U Prazdroje
7
304 97 Plzeň
Tschechien
Um fünf Minuten verpasst hatte
ich am 21. Juni 2009 nachmittags den Termin der letzten Führung durch die
Brauerei Prazdroj in Pilsen, und so musste ich mich
am Morgen des folgenden Tages damit begnügen, das berühmte Portal am Eingang zu
fotografieren. Auf ein Andermal!
Wofür die Zeit allerdings noch
reichte, war ein Besuch im Brauereimuseum, von dem ich mir hier, in der Stadt,
die letztlich die Wiege des modernen Lagerbieres ist, allerdings etwas mehr
erhofft hatte. Zwar waren die Ausstellungstücke, beginnend mit den
handbetriebenen Flaschenabfüllern über die alte Malzdarre bis hin zu den
Werkzeugen einer Büttnerei, außerordentlich interessant, aber der Bezug zur
Geschichte des Pilsener Bieres wurde letztendlich nur einem Ausstellungsraum
unmittelbar hergestellt. Was mich allerdings begeisterte, war das
funktionsfähige Modell einer Industriebrauerei, ganz aus Metall gebastelt, in
dem tatsächlich wenige Liter Bier gebraut werden könnten, wollte man sich nur
die Mühe machen, das Modell mit ähnlichem Aufwand in Betrieb zu setzen, wie es
auch bei einer „richtigen“, also kommerziellen Brauerei der Fall wäre.
Nachdem das Museum dann pünktlich
um achtzehn Uhr seine Pforten geschlossen hatte, kehrte ich noch im nach dem
„Na Špilce“ zweitberühmtesten Brauereiausschank ein,
dem „Na Parkáně“. Das
hier servierte unfiltrierte Pilsner Urquell schmeckte ganz einfach fantastisch,
und auch das halbdunkle Master 13° und das schwarze Master 19° waren prima.
Ganz im Gegensatz zum Essen, das billigste touristische Massenware war. Nur der
Preis versöhnte: Die Mahlzeit einschließlich dreier Gläser Bier kostete
umgerechnet nur 7,50 €. Ein preiswerter, wenn auch qualitativ fraglicher Ersatz
für eine richtige Brauereibesichtigung.
Impressionen: Plzeňský Prazdroj a.s.
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Brauereigasthof Prösslbräu Adlersberg
Brauereigasthof Prösslbräu Adlersberg
Dominikanerinnenstraße 2 – 3
93 186 Pettendorf
– Adlersberg
Bayern
Deutschland
Ab dem 17. August 2003 hatten wir
uns im Brauereigasthof Prösslbräu in Pettendorf-Adlersberg einquartiert, um ein paar Tage lang
die Gegend um Regensburg zu erkunden.
Der Biergarten ist urig und
allabendlich voll besetzt – aus weitem Umkreis kommen die Liebhaber des hier
gebrauten Bieres und genießen die schöne Stimmung im Innenhof des Anwesens.
Auch uns gefiel der Biergarten sehr – hier konnten wir abwechslungsreiche Tage
geruhsam ausklingen lassen. Das Bier, insbesondere das Jubiläumsdunkel, ist
süffig und passt zu der heimeligen Atmosphäre – die langen Schlangen an der
Selbstbedienungstheke unterstreichen dies nachhaltig.
Die Unterkunft machte uns weniger
Freude. Zwar preiswert und ruhig gelegen, war das Zimmer jedoch schon arg
abgewohnt. Auch bei wenig schwungvollem Zubettgehen sanken wir tief in die
durchgelegene Matratze und sackten bis fast auf den Fußboden durch. Und die
Schranktür wurde nur noch von einem einzigen Scharnier halbwegs am Platz
gehalten. Normales Öffnen und schließen ging nicht, sondern es blieb uns nur
ein vorsichtiges Herausbalancieren der Spanplatte
(denn mehr war die Schranktür eigentlich nicht) und wieder Einsetzen an der
vorgesehenen Platz, ohne das verbleibende Scharnier endgültig aus dem Holz zu
reißen.
In diesem Familienbetrieb
scheinen aber von der Enkelin bis zur uralten Oma alle noch nach Leibeskräften
mit anzufassen und geben sich mit Herz viel Mühe, so dass trotz objektiver
Mängel der Unterkunft irgendwie keine rechte Unzufriedenheit aufkommen wollte.
Na, und dann soll es auch damit sein Bewenden haben.
Impressionen: Brauereigasthof Prösslbräu Adlersberg
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