Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das Original – seit 1997

Bier vor Ort

 

 

Bier vor Ort

 

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Schwarzer Rabe – Wiener Vorstadtgasthaus

Browar Zamkowy Racibórz

Gastro Betriebs GmbH Hausbrauerei Rampendahl

Michelstädter Rathausbräu GmbH Fam. Thomas Schwarz

Darmstädter Ratskeller Hausbrauerei

República da Cerveja

Brauhaus Rheinbach

Rheinhessen-Bräu

Zum Alten Brauhaus Rheinsberg

Ricklinger Landbrauerei „Zur Alten Försterei“

Schwetzinger Brauhaus zum Ritter GmbH & Co. KG

Brauerei und Abfüllzentrum Franz und Georg Rittmayer

Privatbrauerei Rogg

Stadsbrouwerij de Romein

Hanseatische Brauerei Rostock

Brauerei Roth GmbH

Badische Staatsbrauerei Rothaus AG

Route 66 Brewery & Restaurant

Kleine Rüsselsheimer Brauhaus Gaststättengesellschaft mbH

Rumpelstilz Back- und Brauscheune

Rupp-Bräu GmbH

 

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Schwarzer Rabe – Wiener Vorstadtgasthaus

 

Schwarzer Rabe – Wiener Vorstadtgasthaus

Ottakringer Straße 180

1160 Wien

Österreich

 

Als wir am 19. März 2010 um achtzehn Uhr, also pünktlich zur außen angeschlagenen Öffnungszeit, frohgemut vor dem „Raben“ standen, sollte es sich noch recht umständlich gestalten, bis wir dort wirklich ein Bier bekamen. Zunächst war alles noch verschlossen, und auf unser Klopfen hin ließ uns der Koch missmutig wissen, dass er auch nicht wisse, wo das Schankpersonal sei, er sei nur der Koch, und er könne und dürfe uns nichts servieren. Und rein lassen auch noch nicht.

 

Nach ein paar Minuten bekam er aber mit uns, die wir vor der Tür warteten, ein wenig Mitleid, öffnete und ließ uns hinein. Das nächste Hindernis: Er hatte keine Ahnung, wo die Lichtschalter des Schankraums seien, und Bierzapfen könne er auch nicht – weder mit, noch ohne Licht.

 

So saßen wir denn im Dunkeln, bis endlich eine junge Dame, die Kellnerin, kam, den Lichtschalter fand und uns ein „Rabenbräu“ zapfte. Leider kein hier vor Ort gebrautes – die Tanks waren leer, man hatte schon länger nicht mehr gebraut, und so kam das „Rabenbräu“ als Spezialsud aus der Brauerei in Villach. Uns schmeckte es trotzdem, und wir konnten die kleine „Brau-Lilly“ Anlage wenigstens bestaunen, wenn wir auch wussten, dass sie schon lange nicht mehr benutzt worden war.

 

Impressionen: Schwarzer Rabe – Wiener Vorstadtgasthaus

 

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Browar Zamkowy Racibórz

 

Browar Zamkowy Racibórz

ulica Zamkowa 2

47-400 Racibórz

Polen

 

Die Geschichte der Schlossbrauerei in Racibórz, die bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückreicht, ist in jüngerer Zeit geprägt vom ständigen Kampf mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Nach dem II. Weltkrieg wurde sie verstaatlicht und in wechselnden zentralisierten Strukturen bewirtschaftet, bis sie im Jahr 1991 nach der politischen Wende wieder ein Einzelbetrieb wurde, und zwar in staatlicher Hand unter dem Namen Górnośląskie Zakłady Piwowarskie. Im Jahr 1999 wurde sie geschlossen und die Brauhausausstattung wurde zum Teil verkauft.

 

Nachdem sich im Jahr 2003 ein Investor gefunden hatte, wurden die alten Brauereigebäude wieder mit einem Sudhaus ausgestattet, und ab 2004 wurde hier unter dem Namen „Browar Książęcy Racibórz“ wieder gebraut – allerdings nur, um 2008 erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten, den Braubetrieb im August 2009 einzustellen und ihn im Jahr 2010 unter dem Namen „Browar Zamkowy“ wieder aufzunehmen.

 

Wie es nun weitergeht? Wer weiß. Der persönliche Eindruck, den ich am 13. Februar 2011 – allerdings nur von außen – machen konnte, ist nicht umwerfend. Die Gebäude sind alt, und man sieht der Brauerei die wirtschaftlichen Schwierigkeiten an. Warten wir’s ab.

 

Impressionen: Browar Zamkowy Racibórz

 

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Gastro Betriebs GmbH Hausbrauerei Rampendahl

 

Gastro Betriebs GmbH Hausbrauerei Rampendahl

Hasestraße 35

49 074 Osnabrück

Niedersachsen

Deutschland

 

Im Stadtzentrum Osnabrücks, in einem der ältesten Siedlungsbereiche der Stadt – so die Homepage – befindet sich die Hausbrauerei Rampendahl. Ein großer, eindrucksvoller Giebel, unter dem man den großen und weitläufigen Gastraum betritt. Tagsüber und bei gutem Wetter eher nicht so gut besucht, abends, an Wochenenden und insbesondere bei schlechterem Wetter, wenn keine Biergartenkonkurrenz lockt, rappelvoll.

 

Zentral im Raum ein recht großer Thekenbereich, an den Wänden und im Raum zahlreiche Tische unterschiedlicher Größe, und im oberen Stockwerk noch einmal viele Sitzmöglichkeiten. An der einen oder anderen Stelle kleine, gemütliche Winkel, in denen gerade einmal drei oder vier Personen sitzen können und – obwohl mitten im Geschehen – trotzdem unter sich sein können. Im hinteren Bereich des Gebäudes die Sudanlage – eine kupferne Konstruktion, sehr sauber und gepflegt, aber offensichtlich schon etwas älter. Und noch nicht, wie es derzeit so modern ist, auf Ultrahochglanz poliert.

 

Ein insgesamt ansprechendes Ambiente, wenn auch nicht sonderlich originell.

 

Jeder Gast bekommt zusätzlich zu seiner Bestellung erst einmal ein Holzbrettchen mit einem ordentlich großen und sehr leckeren Treberbrötchen und etwas Schmalz vorgesetzt – gewissermaßen eine Art Tapas der Hausbrauerei. Eine sehr nette (und schmackhafte!) Geste.

 

Als wir am 30. September 2011 hier einkehrten, gab es drei Biere zur Auswahl. Wenig überraschend: Hell, Dunkel, Weizen. Nicht sehr einfallsreich. Aber wenigsten kann man alle drei Sorten in kleinen Gläsern, das heißt in 0,25-l-Portionen bestellen, um sie der Reihe nach zu verkosten. Die freundliche Dame hinter der Theke erzählte noch ein wenig und zapfte die Biere (die man sich übrigens auch in große Bügelverschlussflaschen abfüllen lassen kann) sehr sorgfältig.

 

Trotz aller Sorgfalt und trotz aller Freundlichkeit aber maßlose Enttäuschung. Alle drei Biere hatten einen muffigen, erdigen Geruch und Beigeschmack, den ich irgendwo zwischen Isovaleriansäure und Anisol einordnen würde. Obwohl die drei Biere jeweils deutlich unterschiedlich im Charakter waren, verband diese unangenehme Note als Hausaroma alle drei Sorten. Vielleicht bin ich ein wenig überempfindlich, aber nach meinem Geschmack waren die Biere am Rande der Untrinkbarkeit. Sehr schade!

 

Die Homepage der Brauerei bietet ein paar brauchbare Informationen über Angebote und Büffets und eine Reihe schöne Bildergalerien. Über die Brauerei jedoch nur ein paar Hintergrundinformationen, genau wie über die Geschichte des Gebäudes: recht allgemein, und bezüglich des Gebäudes nur oberflächlich recherchiert. Zum Brauen selber nur das übliche allgemeine Bla-Bla über den Brauprozess. Doch halt, was liest man dort: „Bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius wird die Stärke aus dem Malz gekocht und wandelt sich in Zucker um.“ Hm. Ich fange an, nachzudenken. Habe ich das nicht irgendwie anders in Erinnerung?

 

Impressionen: Gastro Betriebs GmbH Hausbrauerei Rampendahl

 

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Michelstädter Rathausbräu GmbH Fam. Thomas Schwarz

 

Michelstädter Rathausbräu GmbH Fam. Thomas Schwarz

Mauerstraße 1 - 3

64 720 Michelstadt

Hessen

Deutschland

 

Inmitten der wunderschönen („pittoresken“, sagt man wohl…) Fachwerkhäuser findet in den Gassen von Michelstadt alljährlich ein wunderschöner und romantischer Weihnachtsmarkt statt, der eine ausführlichere Beschreibung verdient hätte – allerdings nicht unter der obigen Überschrift „Bier vor Ort“.

 

Während wir am 15. Dezember 2007 zwischen all den Büdchen umher bummelten und uns mit dem Gedanken an Glühwein nicht wirklich anfreunden konnten, entdeckten wir zu unserem Glück das Rathausbräu. Urgemütlich eingerichtet, am Sonnabend vor dem 3. Advent natürlich auch bumsvoll, aber mit ein wenig Glück eroberten wir uns noch ein Plätzchen.

 

Kuschelig warm war es, das Mälzerschnitzel mit einer Treberpanade schmeckte gut (wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass man an einem Schnitzel eh nicht allzu viel verkehrt machen kann…), und die Biere mundeten auch ordentlich. Der Weihnachtsbock war rund und malzig, schön sämig lief er die Kehle runter und ließ rasch die Wangen erröten. Das Märzen kam gut nach seinem Stil, wirkte aber nach dem Weihnachtsbock ein wenig schwach auf der Brust. Nur das Weizen war nicht so doll – es hatte einen Nachgeschmack, wie ich ihn selber immer dann in meinem Hausbräu finde, wenn ich billige Trockenhefe benutzt habe.

 

Das freundliche Personal mühte sich im überfüllten Brauhaus sichtlich motiviert ab, lediglich eine (Ober-?)Kellnerin stellte innerhalb von anderthalb Stunden dreimal lautstark fest, dass sie nun endlich aber mal eine Pause verdient habe, und setzte sich jeweils mit einer Tasse Kaffee oder Tee mitten in den Weg der anderen Bedienungen. Grins! So wird das alles nicht wirklich effizient. Und der einzige männliche Kellner im Obergeschoss (oder war’s der Chef persönlich?), dessen Benehmen gelegentlich ins leicht gockelhaft Wirkende abdriftete, ließ sie gewähren…

 

Trotzdem: Schön war’s, und wir kommen wieder!

 

Impressionen: Michelstädter Rathausbräu GmbH Fam. Thomas Schwarz

 

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Darmstädter Ratskeller Hausbrauerei

 

Darmstädter Ratskeller Hausbrauerei

Am Marktplatz 8

64 283 Darmstadt

Hessen

Deutschland

 

Eine gemütlich eingerichtete Gasthausbrauerei mit vielen Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz in der Fußgängerzone Darmstadts. Das am 23. September 2007 servierte Spezial war zu aromaintensiv für meinen Geschmack, sehr aufdringlich und sättigte ungeheuer – mehr als eins davon konnte ich nicht trinken. Dafür war das Hefeweizen („Das Bier der 1000 Perlen“) sehr lecker und hatte ein schönes Bananenaroma. In der herrlichen Sonne schmeckte auch das Wiener Schnitzel prima – auch wenn die Speisekarte insgesamt an Auswahl zu wünschen übrig lässt, war’s soweit in Ordnung.

 

Impressionen: Darmstädter Ratskeller Hausbrauerei

 

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República da Cerveja

 

República da Cerveja

Parque das Nações

Passeio das TágidesPav. SS – 041990

1990–280 Lisboa

Portugal

 

Am 19. September 2008 bummelten wir in Lissabon durch den Park der Nationen (Parque das Nações), als wir völlig zufällig und ungeplant auf die „República da Cerveja“ stießen – nachdem Portugal ja eigentlich kein Bierland ist, hatte ich mir vorher noch nicht einmal eine Adressliste für den Eventualfall zusammengestellt…

 

Aber die Freude fiel genauso schnell wieder in sich zusammen, wie sie entstanden war. Erstens war die Wirtshausbrauerei gerade geschlossen, und kein Schild verriet uns, wann sie aufmachen würde, und zweitens verriet uns ein Spaziergänger, der sah, wie wir an der verschlossenen Tür rüttelten, dass es hier zwar einige leckere portugiesische Biere zu trinken gäbe, dass aber leider nicht mehr vor Ort gebraut würde, die Braukessel mithin nur noch zur Zierde dienten.

 

Schade. Und so erfassen wir wieder einmal eine Braustätte lediglich der Vollzähligkeit halber, ohne hier Bier getrunken zu haben, und insbesondere in dem Bewusstsein, dass auch hier einmal wieder mehr versprochen als gehalten worden ist.

 

Nachtrag: Am 23. Januar 2009 führten uns unsere Wege erneut in den Park der Nationen in Lissabon, und siehe da: Heute hatte die República da Cerveja geöffnet – also nix wie hinein. Wir fanden in der völlig leeren Gaststube ein schönes Plätzchen am Fenster und freuten uns, als wir die Speisekarte aufschlugen: Vier handwerklich gebraute Biere (und weitere zwei Saisonbiere, die aber derzeit nicht verfügbar waren), die zwar nicht direkt hier vor Ort gebraut werden, aber nach speziellem Rezept irgendwo (wo genau, wollte uns niemand verraten) und ausschließlich für die República da Cerveja entstehen.

 

Insofern hatte unser Spaziergänger vom letzten September schon recht, dass hier nicht mehr gebraut würde, aber die Qualität und die Auswahl haben uns trotzdem überzeugt: Das hier ist „Bier vor Ort“, wenn auch nur im etwas erweiterten Sinne…

 

Wir ließen es uns nun nicht nehmen, auch eine Kleinigkeit zu essen, und wurden rundum positiv überrascht: Interessante, raffinierte und recht preiswerte Speisen. Gebackener Ziegenkäse mit Honig und Walnüssen, begleitet von feinstem grünen Salat, süßlich mariniert. Hmm! Und eine lange Liste von fantastischen Desserts, bei denen uns schon beim Lesen der Karte das Wasser im Munde zusammenlief…

 

Die Biere dazu ebenfalls lecker und ausdrucksstark, wenn auch beispielsweise das Weiss eine schon sehr eigenwillige Interpretation eines Weißbieres was. Aber trotzdem erfrischend und lecker. Das Artesanal und das Puro Malte standen dem Weiss in ihrer Ausdrucksstärke und Eigenwilligkeit in nichts nach, und das Weihnachtsbier Natal, von dem wir eines der letzten Gläser erhaschen konnten, erwies sich als helles, blondes, frisches und angenehm herbes Bier, das seinen hohen Alkoholgehalt von acht Prozent wunderbar kaschierte. Hiervon ein oder zwei Halbe schnell gegen den Durst gezischt, und der Abend ist gelaufen. Wunderbar in der Tradition der starken, blonden Biere aus Belgien, wie zum Beispiel Duvel.

 

Abgerundet wurde das Ganze durch extrem freundliches Personal, hübsche junge Damen und Herren, die uns wieselflink und aufmerksam verwöhnten.

 

Fazit: Nachdem der Eindruck im September letzten Jahres doch recht negativ war, war die Überraschung diesmal umso schöner. Und wir werden mit Sicherheit wieder herkommen, wenn es irgendwie möglich ist!

 

Impressionen: República da Cerveja

 

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Brauhaus Rheinbach

 

Brauhaus Rheinbach

Wilhelmsplatz 1

53 359 Rheinbach

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

So oft waren wir schon hier gewesen, und so unterschiedlich waren die Eindrücke: Vom ausgezeichneten Essen und Bier, serviert von freundlicher, hübscher Bedienung, bis hin zum unfreundlichen muffeligen Kellner und umgeschlagenen, leicht sauren, dunklen Bier haben wir hier schon alles erlebt. Und nur ein einziges Mal hatten wir bisher die Kamera dabei gehabt – am 4. November 2005…

 

Das Brauhaus Rheinbach liegt zentral in der Innenstadt von Rheinbach, hat eine schöne Terrasse, die im Sommer trotz der Lage direkt an der Hauptverkehrsstraße gut frequentiert wird, und drinnen sitzt man auf zwei Etagen urgemütlich. Unterschiedliche Aktionswochen sorgen dafür, dass man hier sehr abwechslungsreich essen kann, und wir haben bisher immer gute Qualität der Speisen für angemessenes Geld vorgefunden.

 

Und wenn wir abends zum Essen gekommen sind, wurden wir auch immer freundlich bedient.

 

Tagsüber, und insbesondere Freitag nachmittags, sah das aber oft anders aus: Der Kellner zeigt sich muffelig und kurz angebunden, und wenn sich herausstellt, dass der Gast – in diesem Falle also ich – nur auf ein Bier hereinschaut und nicht für größeren Umsatz sorgt, steigert sich der Missmut signifikant. Unlustig wird das Glas mit dem Bier auf den Tisch geknallt, dass es nur so spritzt. Und wenn ich angesichts dieser Unlust kein Trinkgeld geben möchte, wird demonstrativ und lange in der Geldbörse nach Wechselgeld gekramt – wohl immer in der Hoffnung, dass ich als Gast die Geduld verliere und sage „Stimmt so!“

 

Sage ich in diesem Falle aber nicht – hier stimmt nämlich die Einstellung des Personals definitiv nicht. Jedenfalls nicht immer.

 

Und der Gipfel war am Nachmittag des 27. April 2007 bei herrlichem, warmem Frühlingswetter. Ich freute mich auf ein kühles und erfrischendes Dunkles, aber was mir serviert wurde, war leider nur ein handwarmes und schon deutlich sauer gewordenes, wohl ehemals bierähnliches Getränk.

 

Schade eigentlich. Und uneigentlich erst recht, als nämlich auf meine Reklamation die Antwort kam, das sei ein hausgebrautes Bier und schmecke daher völlig anders, als ich wohl erwarten würde!

 

Witzigerweise passierte mir so etwas immer nur, wenn ich allein unterwegs war. Meine Frau mag mir angesichts der gemeinsam erlebten vielen schönen Abende hier im Brauhaus Rheinbach gar nicht glauben, was mir schon alles widerfahren ist.

 

Wer sich lieber selbst einen eigenen Eindruck verschaffen möchte – bitte sehr! Aber wenn Sie freitagnachmittags gehen, sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!

 

Impressionen: Brauhaus Rheinbach

 

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Rheinhessen-Bräu

 

Rheinhessen-Bräu

Reiterweg 7

55 129 Mainz Ebersheim

Hessen

Deutschland

 

Nur ein winziges Sträßchen schlängelt sich durch das Wohngebiet von Ebersheim und endet unvermittelt vor einem Reiterhof. Im ersten Moment stutzt man: Hier soll eine Brauerei sein? Aber dann sieht man das kleine Sudhaus gegenüber vom großen Tor der Reithalle, Teil eines landwirtschaftlichen Betriebes. Außen noch nicht ganz verputzt, innen aber schon tipp topp eingerichtet. Ein blitzeblankes Sudwerk von Kaspar-Schulz, gegenüber ein uralter Flaschenfüller und eine Fasswaschanlage, und hinten dran die Kühlräume mit den Gär- und den Lagertanks.

 

Wir besuchten diese Brauerei am 5. Dezember 2009, klingelten während der Öffnungszeiten (Sonnabendvormittag von 10:00 bis 12:00 Uhr), und im Nu kam aus dem Haupthaus ein junger Mann geflitzt. Stolz zeigte er uns die Brauerei und ließ uns zwei der drei hier angebotenen Biersorten kosten, nämlich das Dunkle und das Weizen. Das Dunkle entpuppte sich als wunderbar aromatisches, süffiges und malzig-rundes Bier, das Weizen duftete herrlich fruchtig, mit süßem Aroma nach überreifen Bananen – wir waren sehr zufrieden. Das Helle hätten wir auch gerne probiert, wenn nicht gerade jetzt das Fass laut zischend signalisiert hätte, dass es leer war. So verkosteten wir stattdessen noch einen süßen Bierlikör und einen kräftigen Bierbrand – „Also, der ist schon hart!“ war der grinsende Kommentar unseres Gastgebers zu letzterem, und das stimmte auch. Hochalkoholisch, aber sehr schmackhaft.

 

Wir packten uns von jeder Sorte Bier eine große Flasche ein, erstanden zur Abrundung auch noch eine Flasche von dem Bierbrand und trollten uns wieder.

 

Eine kleine, unscheinbare Brauerei, gerade zwei Jahre alt, mit ausgezeichnetem Bier, die sich langsam einen kleinen, aber berechenbaren Markt rund um Ebersheim schafft. Drücken wir ihr die Daumen, dass sie viel Akzeptanz findet. Das leckere Bier hat es verdient, regional beachtet zu werden!

 

Impressionen: Rheinhessen-Bräu

 

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Zum Alten Brauhaus Rheinsberg

 

Zum Alten Brauhaus Rheinsberg

Rhinhöher Weg 1

16 831 Rheinsberg

Brandenburg

Deutschland

 

Das „Alte Brauhaus“ in Rheinsberg liegt nicht gerade zentral und verkehrsgünstig gelegen, so dass man entweder in der Region wohnen oder gezielt mit der Adresse im Handgepäck hierher fahren muss. Wir taten am 26. April 2010 Letzteres, fuhren über viele Kilometer durch die Einsamkeit der Heide- und Waldlandschaft im Norden Brandenburgs, bis wir schließlich auf den Hof des „Alten Brauhauses“ rollten.

 

Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Neben den beiden ausgezeichneten Bieren, nämlich dem Kronprinzen Pils und dem Dunklen, gibt es über ein Dutzend hervorragende Schnitzelvariationen für wenig Geld, dafür aber mit umso mehr Liebe zubereitet, zu verkosten. Wir hatten das Glück, fast die einzigen Gäste zu sein – die Mittagszeit war schon vorüber, und es war Ruhe eingekehrt im Brauhaus. Der Chef persönlich, Raik Wiedrich, bediente uns, unterhielt sich freundlich mit uns und verwöhnte uns nach Leibeskräften.

 

Wir genossen beide Biersorten – das Pils war wunderbar weich und aromatisch, und das Dunkle war röstig und würzig, aber ebenfalls weich und mild. Sehr schön. Ich nutzte noch die Gelegenheit, mir die Sudanlage etwas näher anzusehen, die kurz nach der Wende 1990 bereits installiert worden war, und hörte die Geschichte, dass Prinz Louis Ferdinand von Preußen höchstselbst im Jahre 1994 die Erlaubnis gegeben hat, das Kronprinzen Pils im Andenken an Kronprinz Friedrich, den späteren Preußenkönig Friedrich der Große, der im Schloss Rheinsberg seine Fürstliche Residenz hatte, nach diesem zu benennen. Schade nur, dass das Bier derzeit an anderer Stelle gebraut wird und die Sudanlage derzeit ungenutzt da steht. Aber vielleicht ändert sich das ja bald wieder.

 

Insgesamt ein schöner und harmonischer Besuch, und sollte uns – leider wohl wider Erwarten – unser Weg erneut einmal in die tiefste Einsamkeit Brandenburgs führen, werden wir mit Sicherheit hier wieder einkehren.

 

Impressionen: Zum Alten Brauhaus Rheinsberg

 

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Ricklinger Landbrauerei „Zur Alten Försterei“

 

Ricklinger Landbrauerei „Zur Alten Försterei“

Grüner Weg 1

24 635 Rickling

Schleswig Holstein

Deutschland

 

Hoch oben im Norden Deutschlands, am Rande eines schmucken, kleinen Dörfchens im alten Forsthaus befindet sich die Landbrauerei Rickling, die wir am 2. August 2009 besuchten. Ein kleiner und gemütlicher Biergarten, nettes, wenn auch nicht sehr schnelles Personal und ein paar leckere, selbstgebraute Biere fanden wir vor. Es ist Hochsommer, und damit offensichtlich keine Saison für die Spezialitäten der Bierkarte, also das Porter, das Bockbier oder das Rauchbier. Aber es gibt ein Pils, ein Märzen und ein Dunkel. Immerhin.

 

Das Pils war recht sortentypisch und angenehm würzig-herb, das Märzen war süffig, hätte aber vielleicht noch einen Hauch vollmundiger sein können, und das Dunkle schmeckte wunderbar, rund, würzig, süffig – aber ein Dunkles war es nicht. Gerade mal eine Winzigkeit dunkler als das Märzen, aber den Unterschied konnte man nur sehen, wenn die beiden Gläser direkt nebeneinander standen. Na, wollen wir mal nicht so sein – schließlich zählt der Geschmack und nicht der Name, und von diesem Bier könnte ich mir gut und gerne mehrere hintereinander gönnen, wenn ich nur nicht fahren müsste…

 

Die Speisen waren nicht allzu teuer, einfach, rustikal und sehr kalorienreich…

 

Drinnen in der Landbrauerei stand eine beeindruckende Sammlung von 2-Liter-Biersiphons, und darunter saß der Brauer persönlich und blätterte in der Zeitung. Er gab sich wortkarg, aber sehr freundlich und ließ mich die Sudanlage anschauen, die von einer Apparatebaufabrik nach seinen Vorgaben gebaut worden war. Vier Stahlkessel in einer Reihe hintereinander, ein paar dicke Rohre und Schläuche nebst Pumpen, und das war es auch schon. Nichts für’s Auge, aber zweckmäßig.

 

Ein angenehmer Brauereibesuch, nichts Großes, was eine eigene Reise rechtfertigen würde, aber jederzeit wieder einen Abstecher wert, wenn wir erneut in der Nähe sein sollten.

 

Impressionen: Ricklinger Landbrauerei „Zur Alten Försterei“

 

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Schwetzinger Brauhaus zum Ritter GmbH & Co. KG

 

Schwetzinger Brauhaus zum Ritter GmbH & Co. KG

Schlossplatz 1

68723 Schwetzingen

Baden Württemberg

Deutschland

 

Es war ein wunderschöner Herbsttag, der 20. Oktober 2006. Vielleicht sollte es der letzte Tag bleiben, an dem die Sonne von einem wolkenlosen Himmel strahlte, und so setzten wir uns auf die Terrasse vor das Brauhaus, verzichteten auf den Anblick der blitzblank polierten Kupferkessel und auf das Ambiente der dichten Hopfenranken im Schankraum und auf die gemütliche Atmosphäre im Innern der Brauerei.

 

Wir genossen das wunderbar würzige Helle und das fruchtig-aromatische Weizen in der Mittagssonne, lasen in der Speisekarte, die hier als „Brauhaus-Zeitung“ daherkommt und wesentlich mehr Informationen bietet als nur das Speisen- und Getränkeangebot, und erfreuten uns an der imposanten Fassade des Schwetzinger Schlosses nur wenige Meter entfernt.

 

Ein herrliches Plätzchen für eine Brauerei – und ein guter Entschluss der Betreiber, hier, auf historischem Grund, erneut Bier zu brauen. Wenn auch die Produktauswahl nur die klassischen Sorten Hell, Dunkel, Weizen und Pils bietet und der Mut zu Experimenten fehlt, sind die Biere doch durchweg handwerklich hervorragend gebraut.

 

Impressionen: Schwetzinger Brauhaus zum Ritter GmbH & Co. KG

 

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Brauerei und Abfüllzentrum Franz und Georg Rittmayer

 

Brauerei und Abfüllzentrum Franz und Georg Rittmayer

An der Mark 1

91 352 Hallerndorf

Bayern

Deutschland

 

Mitten im kleinen Örtchen Hallerndorf liegt der Brauerei-Gasthof Rittmayer, klein, beschaulich, wunderschön und gemütlich eingerichtet und dekoriert. Und außerhalb des Ortes liegt das Abfüllzentrum, ein moderner Zweckbau an der Hauptstraße. Zwei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, und sie gehören dennoch zusammen.

 

Am 23. Oktober 2010 führte uns der Chef, Georg Rittmayer, mit seinem Betriebsleiter, Uwe Kraus, zunächst durch eben dieses moderne Abfüllzentrum. Man hat sich spezialisiert, und zwar auf Bügelverschluss-Flaschen aller üblichen Größen und Formate. Tanklastwagen kommen teilweise über mehr als hundert Kilometer und bringen Bier anderer Brauereien, um es hier abfüllen zu lassen. Aber auch eine Reihe selbstgebrauter Spezialitäten aus der eigenen Brauerei werden hier auf Bügelflaschen gezogen.

 

Uwe Kraus erläuterte uns geduldig, wie all die Technik im Detail funktioniert, und danach sammelte er aus all den verschiedenen Bierkästen eine beeindruckende Auswahl an Flaschen zusammen, packte eine Kiste mit Gläsern, und wir hockten uns auf ein paar Holzbänke in die Sonne, verkosteten und genossen das Leben. Vom Winterweizen, dem Bock, dem Lagerbier, dem FC-Bayern-Fanbier bis zum Whiskymalz-Bier „Smokey George“ verkosteten wir uns durch die Rittmayersche Produktwelt, und nebenbei erzählte uns Georg Rittmayer von der Geschichte seiner Brauerei, die bis ins Jahr 1422 zurückreicht.

 

Anschließend kehrten wir im Brauereigasthof noch ein und ließen uns die leckere fränkische Küche schmecken – und waren hochzufrieden, als wir entdeckten, wie man als guter Koch die fränkische Küche noch weiter veredeln kann. Hervorragend!

 

Und hier, im Brauereigasthof, erfuhren wir dann auch von den Zukunftsplänen der Brauerei. Während die alte Brauerei am Ufer der Aisch auf instabilem, sandigen Untergrund steht und nicht mehr erweitert werden kann, wächst die Nachfrage nach gutem Hallerndorfer Bier weiter. Und so plant Georg Rittmayer mit seinem Brauer Uwe Kraus einen nagelneuen Betrieb unweit des Abfüllzentrums. Ultramodern und effizient soll hier gebraut werden, aber gleichzeitig auch traditionell mit offener Gärung. Ein kleines Modell dieser Brauerei steht schon im Gasthof, und es wirkt beeindruckend. Wir sind gespannt, und in ein paar Jahren kommen wir bestimmt erneut vorbei, um dann den neuen Betrieb zu besichtigen.

 

Impressionen: Brauerei und Abfüllzentrum Franz und Georg Rittmayer

 

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Privatbrauerei Rogg

 

Privatbrauerei Rogg

Bonndorfer Straße 61

79 853 Lenzkirch

Baden Württemberg

Deutschland

 

Die kleine Regionalbrauerei Rogg liegt ziemlich abgelegen und relativ hoch im Südschwarzwald, am Rande des kleinen Ortes Lenzkirch. Als wir sie am 1. Januar 2010 am späten Nachmittag besuchten, hatten wir auf der Fahrt das Gefühl, die einzigen zu sein, die auf den Nebenstraßen unterwegs waren.

 

Brauerei und Brauereigasthof befinden sich im selben Gebäudekomplex, alles schaut von außen ein wenig verwinkelt und über viele, viele Jahrzehnte organisch gewachsen aus – einladend und authentisch. Die Front des Brauereigasthofes ist sehr schön geschmückt und lockt auch den zufällig vorbeikommenden Reisenden. Wenn doch nur…

 

… ja, wenn doch nur geöffnet hätte. Alles war dunkel, die Eingangstür verschlossen, und nirgends fanden wir irgendwelche Hinweise auf Öffnungszeiten. Alles wirkte, als würde jeden Moment jemand um die Ecke kommen, Licht anmachen und die Türe aufschließen, aber nichts geschah. Schade!

 

Zum Glück steht aber direkt hinter dem Brauereigasthof ein zweiter, nicht minder einladender Gasthof, der Kreuzhof, und hier brannte auch Licht. Wir betraten die Gaststube und freuten uns, dass wir hier die Biere der Lenzkirchener Rogg-Brauerei probieren konnten. Vom würzigen, runden und gefährlich süffigen Weihnachtsbier über ein klares, frisches Pils und ein würziges Dunkel bis zu einem bananig-fruchtigen, sämigen Hefeweizen reichte die Palette der Fassbiere, die wir verkosten konnten. Durchweg Biere hoher Qualität!

 

Und als wir ein paar Stunden später vom Hof fuhren, sahen wir, dass mittlerweile auch im Brauereigasthof wieder Licht brannte.

 

Leider zu spät!

 

Impressionen: Privatbrauerei Rogg

 

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Stadsbrouwerij de Romein

 

Stadsbrouwerij de Romein

Pancratiusplein 46

6411 JZ Heerlen

Niederlande

 

Am 27. Mai 2009 hatte ich nach einem anstrengenden Arbeitstag ein Zeitfenster, in Heerlen in der südniederländischen Provinz Limburg die Stadsbrouwerij de Romein zu besuchen – auf ein Feierabendbier, mehr nicht.

 

Die Brauerei liegt zentral in der Stadtmitte, am Pankratiusplatz in einem recht unattraktiven Neubau, verfügt aber über reichlich Korbstühle an der frischen Luft, um bei schönem Wetter die Einkaufsbummler zu beherbergen. Gemütliche Kneipenatmosphäre empfing mich im Inneren, nur leicht getrübt dadurch, dass ich zu dieser noch recht frühen Stunde der einzige Gast war. Aber es ging schon in Ordnung – vier junge Kellner bemühten sich um mich, erklärten mir die angebotenen Biersorten (neben zwei eigenen Sorten gibt es weitere 35 Biere zu verkosten, etwa zehn davon vom Fass) und zeigten mir die 250-l-Brauanlage.

 

Die einzige Sorte, die ich heute verkosten konnte (natürlich musste ich mal wieder fahren), war das hiesige Heëlesj Blond, ein extrem blumiges, süßliches Exportbier, dass mich sehr stark an den einen oder anderen Hausbräu-Sud erinnerte, bei dem ich im Maischprogramm extrem in Richtung unvergärbarer Mehrfachzucker gegangen war. Aber sehr schmackhaft und charakterstark.

 

Ich nutzte noch die Zeit, die überall in den Regalen stehenden, teilweise uralten und bestimmt schon wertvollen Bierflaschen zu betrachten und kam zu dem Fazit: Hier komme ich bestimmt wieder her, um dann ein paar mehr Biersorten zu verkosten.

 

Impressionen: Stadsbrouwerij de Romein

 

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Hanseatische Brauerei Rostock

 

Hanseatische Brauerei Rostock

Doberaner Straße 27

18 057 Rostock

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Das Brauen blickt in Rostock zurück bis ins 13. Jahrhundert, und dennoch ist die Hanseatische Brauerei Rostock verhältnismäßig jung – wurde sie doch erst am 28. März 1878 von Georg Mahn und Friedrich Ohlerich als „Mahn & Ohlerich Bierbrauerei GmbH“ gegründet. Beide Weltkriege setzten der Brauerei schwer zu, und 1945 wurde das gesamte Sudwerk demontiert und in die Sowjetunion verbracht.

 

Beginnend 1947 wurde erneut Bier produziert, und als Volkseigener Betrieb (VEB) war die Rostocker Brauerei durchaus erfolgreich. Selbst die Folgen eines Großbrandes im Jahr 1967, der große Teile des Gebäudes einschließlich des Sudhauses, des Kühlhauses und des Flaschenkellers zerstörte, konnten überwunden werden. Nach Wende wurde die Rostocker Brauerei zunächst von Beck’s aus Bremen übernommen, gehört mittlerweile aber seit 2004 zur Radeberger Gruppe.

 

Nach wie vor befindet sich die Brauerei an ihrem Stammsitz in der Doberaner Straße mitten in der Stadt. Der große Ziegelbau lässt herrschaftlichen Prunk vermissen, ist eher zweckmäßig und sicherlich kein Schmuckstück für die Stadt – gleichwohl gibt man sich aber Mühe und hat die Außenmauer mit ansprechenden Malereien, die Phasen des Brauprozesses darstellen, verziert – ein kleiner Farbtupfer im ansonsten eher grauen Rostock des 19. Novembers 2011.

 

Impressionen: Hanseatische Brauerei Rostock

 

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Brauerei Roth GmbH

 

Brauerei Roth GmbH

Obere Straße 24

97 421 Schweinfurt

Bayern

Deutschland

 

Eigentlich schon satt, eigentlich schon genug Bier intus – aber hätten wir uns diese Gelegenheit entgehen lassen sollen? Wann werden wir wohl das nächste Mal in Schweinfurt sein? Also enterten wir am 29. August 2008 die Brauerei Roth.

 

Ein schmaler Gang zwischen zwei Gebäuden, vollmundig als Biergarten bezeichnet, gab uns Gelegenheit, unter freiem Himmel das Bier zu genießen – deri exzellente Sorten vom Fass: Hefeweizen, Pils und Schwarzbier. Jedes Bier für sich sehr lecker – und auch, wenn das Pils eine leichte Diacetylnote aufwies, mir hat es ausgezeichnet geschmeckt.

 

Am Nachbartisch eine Gruppe Iren, dem Lärm nach mindestens ein Dutzend, in Wirklichkeit aber nur zu dritt, waren offensichtlich der gleichen Meinung. Lautstark und angeheitert fanden sie kein Ende, die Qualität des hier servierten Bieres zu preisen.

 

Und was soll ich sagen? Sie hatten recht!

 

Impressionen: Brauerei Roth GmbH

 

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Badische Staatsbrauerei Rothaus AG

 

Badische Staatsbrauerei Rothaus AG

Rothaus 1

79 865 Grafenhausen Rothaus

Baden Württemberg

Deutschland

 

Das Tannenzäpfle, ein Bier, das wohl jeder Besucher des Schwarzwaldes schon irgendwann einmal getrunken hat. Hier in Rothaus, bei der Badischen Staatsbrauerei, ist seine Heimat. Mitten im Schwarzwald, nach einigen Kilometern geduldiger Rumkurverei, findet man das altrosa gestrichene Gebäude, und zunächst einmal ist man überrascht: So ein riesiger Betrieb, und so abgelegen!

 

Als wir am 31. Dezember 2009 am späten Nachmittag hier vorbeikamen, rechneten wir nicht damit, viel sehen zu können. An Silvester sei bestimmt alles geschlossen, dachten wir. Aber wir behielten nur teilweise recht. Der gesamte Gebäudekomplex lässt sich auch von außen durch große Glasscheiben beziehungsweise mittels lebensgroßer Darstellungen entlang des sogenannten Zäpfle-Wegs erkunden. Kupfern glänzen die Sudkessel, ruhig und still liegt heute die Abfüllstraße, lässt sich dafür aber umso genauer anschauen, und selbst eine Videovorführung in einem ruhigen und komfortablen Raum neben dem (geöffneten!) Souvenirshop konnten wir uns anschauen. Insgesamt eine Brauerei, die zwar auf eine lange, zweihundertjährige Geschichte zurückblicken kann, die sich aber gleichzeitig modern und tipp topp darstellt, mit einem nagelneuen Sudhaus, modernster Technik und zeitgemäßer Infrastruktur und Logistik.

 

Das einzige, was wirklich geschlossen hatte, war der Brauereigasthof, der sich auf den Ansturm der Silvestergäste heute Abend vorbereiten musste. Und so haben wir hier vor Ort das Bier zwar nicht verkosten können, aber seine Herstellung doch recht genau sehen können. Und die Verkostung, die holten wir problemlos ein paar Stunden später nach – gibt es das Rothaus-Bier doch nahezu in jedem Gasthof in 50 km Umkreis.

 

Impressionen: Badische Staatsbrauerei Rothaus AG

 

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Route 66 Brewery & Restaurant

 

Route 66 Brewery & Restaurant

Union Station

1820 Market Street

St. Louis

Missouri 63103

U.S.A.

 

Am 5. Dezember 2003 hatte ich die Gelegenheit, diese Gasthausbrauerei inmitten der berühmten und quirligen Union Station in St. Louis zu besuchen. Inmitten einer typisch bunten und in der Vorweihnachtszeit kitschigen US-amerikanischen Einkaufsmall gelegen (denn nichts anderes ist der Bahnhof Union Station mittlerweile) gab sie mir einen Moment zum Entspannen in gemütlicher, nicht so quietschig aufdringlicher Atmosphäre. Leger an die Bar gelümmelt konnte ich ein ausgezeichnetes, herrlich aromatisches Red Ale probieren. Leider machte das Scotch Ale anschließend diesen hervorragenden Eindruck wieder zunichte. Mit 10% Alkohol viel zu stark, zog es mir fast die Schuhe aus, und der nach Milchzucker schmeckende, süßlich-schleimige Geschmack ließ mich enttäuscht abwinken.

 

Himmel und Hölle so nah beieinander…

 

Mittlerweile hat die Brauerei geschlossen (seit 2005). Schade, denn inmitten der Hektik der Einkaufsmall stellte sie eine schöne Oase der Ruhe dar.

 

Impressionen: Route 66 Brewery & Restaurant

 

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Kleine Rüsselsheimer Brauhaus Gaststättengesellschaft mbH

 

Kleine Rüsselsheimer Brauhaus Gaststättengesellschaft mbH

An der Wied 1

65 428 Rüsselsheim / Alt Haßloch

Hessen

Deutschland

 

Als wir am 5. Januar 2004 dieses Brauhaus das erste Mal besuchen wollten, gurkten wir ewig lang kreuz und quer durch Rüsselsheim – jeder, den wir fragten, wies uns in eine andere Richtung, bis wir schließlich inmitten eines lauschigen Fachwerkeckchens der Stadt in verkehrsberuhigter Zone das Rüsselsheimer Brauhaus fanden.

 

Völlig außerhalb jeglicher Saison und noch früh am Abend war das Brauhaus ziemlich leer, aber es war trotzdem gemütlich, das Bier (Helles, Dunkles, Weizen) schmeckte recht gut und die Bedienung war aufmerksam und flott. Das Essen rustikal – brauhaustypisch halt.

 

Fast vier Jahre waren seit diesem ersten Besuch vergangen, als wir am 30. Dezember 2007 noch einmal hierher fuhren. Dank Navigationsgerät diesmal deutlich zügiger…

 

Erneut zu ungünstiger Zeit – erneut schienen wir den Saal für uns alleine zu haben. Aber wieder war es trotzdem gemütlich; das Helle und das Weizen schmeckten sehr aromatisch und der Weihnachtsbock eigentlich auch, hätte er nicht irgendwie einen leicht säuerlichen Stich gehabt. Zuviel Sauermalz genommen? Oder doch schon kurz vorm Umkippen?

 

Als angenehm empfanden wir die rauchfreie Atmosphäre bei unserem zweiten Besuch. Im großen Saal ist hinter Glaswänden ein Raucherbereich abgetrennt (von manchen Besuchen geringschätzig „Affenkäfig“ genannt), und viele andere Raucher machen es sich im Innenhof unter dem Vordach gemütlich – kuschelig erwärmt von einem Gasstrahler.

 

Insgesamt ein schönes Brauhaus – nicht zuletzt auch wegen des urig gemütlichen Fachwerkhauses, in dem es untergebracht ist.

 

Impressionen: Kleine Rüsselsheimer Brauhaus Gaststättengesellschaft mbH

 

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Rumpelstilz Back- und Brauscheune

 

Rumpelstilz Back- und Brauscheune

Dorfstraße 19

18 442 Krummenhagen

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Mittwoch.

 

Heute ist Mittwoch.

 

Mittwoch, der 2. Februar 2011.

 

Bis ans gefühlte Ende der Welt sind wir gefahren, über klitzekleine Feldwege und Betonplattenpfade bis ins Ökodorf Krummenhagen. Und dann standen wir vor der Back- und Brauscheune, sahen auch von außen im Innern der Scheune ein großes, weißes Kunststoff-Gärfass, und vor allem sahen wir ein Schild am Eingang: Freitags ist abends geöffnet und Sonnabend und Sonntag tagsüber und abends.

 

Und heute ist Mittwoch.

 

Impressionen: Rumpelstilz Back- und Brauscheune

 

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Rupp-Bräu GmbH

 

Rupp-Bräu GmbH

Feggendorfer Straße 10

31 867 Lauenau

Niedersachsen

Deutschland

 

Eine kleine, gemütliche Brauerei im Weserbergland, zwischen Deister und Süntel, in einem winzigen Flecken namens Lauenau – schon oft habe ich dieses Bier getrunken und auch immer mal wieder die herzhafte, leckere Küche genossen, zuletzt am 15. August 2005.

 

Die Biere sind von durchgängig hoher Qualität und insbesondere das Bockbier ist immer wieder ein Genuss. Speziell zu einer leckeren Haxe schmeckt es fantastisch. Und: Rupp ist eine der wenigen kleinen Gasthausbrauereien, die auch ein Leichtbier anbieten. Den meisten Kleinbrauern fehlt dafür der Mut, denn es ist ja nicht ganz einfach, ein leichtes und trotzdem geschmackvolles Bier zu brauen. Nun, hier gelingt es, so dass auch der Autofahrer die Chance hat, wenigstens ein kleines Gläschen mit reinem Gewissen zu genießen.

 

Wenn ich jetzt auch noch die gemütliche Einrichtung lobe und den schönen Blick auf die kupferglänzenden Braukessel, dann bleibt eigentlich nur ein winziger Wermutstropfen: Zum Mitnehmen füllt Rupp das eigene Bier nur in die brauereieigenen Zwei-Liter-Siphons ab, man befüllt keine Fremdflaschen. Und zwingt so den vielgereisten Besucher, sich eine weitere teure Pfandflasche zuzulegen, die dazu verdammt ist, nach ein- oder höchstens zweimaligem Gebrauch auf dem Dachboden zu verstauben. Schade eigentlich. Schließlich kann ich auf Reisen nicht auf Verdacht alle meine Flaschen ständig dabei haben, um genau die passende gerade füllen können zu lassen…

 

Nachtrag vom 2. Januar 2009 (unerfreulich):

 

Nach langer Zeit bot sich endlich mal wieder die Gelegenheit, in Lauenau vorbei zu fahren, ein Rupp-Bräu zu genießen und vielleicht auch ein Eisbein zu essen. Schnell ein Blick ins Internet, nicht dass wir aus Versehen am Ruhetag vor verschlossenen Türen stehen. Nein, dort steht ausdrücklich: Kein Ruhetag. Na prima, große Vorfreude, schnell rein ins Auto, eine halbe Stunde Fahrt, auf geht’s!

 

Und dann?

 

Große Enttäuschung! Vom 2 bis zum 8. Januar 2009 geschlossen. Ein Zettel an der Eingangstür. Na toll! Und im Internet kein einziger Hinweis. Über eine Stunde Zeit und ‘zig Kilometer Fahrerei umsonst investiert. Herzlichen Dank!

 

Nachtrag vom 8. Januar 2009 (etwas erfreulicher):

 

Nach einer freundlichen Entschuldigung durch Herrn Rupp per eMail wollen wir mal nicht so sein und beim nächsten Mal, wenn wir in der Nähe sind, doch wieder hier einkehren. Das leckere Bier lockt halt doch…

 

Impressionen: Rupp-Bräu GmbH

 

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