Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das Original – seit 1997

Bier vor Ort

 

 

Bier vor Ort

 

– S – S – S – S – S – S – S – S – S – S –

 

 

 

Saimaan Panimo Oy

Brasserie de Saint-Pierre

Salm Bräu GmbH

Brasseurs Savoyards

Hotel SeesternAhlbecker Kellerbräu

Seligenstädter Kleines Brauhaus

Kommunbrauhaus Seßlach

Brauhaus Alte Bürgerstube / Brauhaus im Siebengebirge

Siebenstern Bräu

Siegburger Brauhaus „Zum Roten Löwen“

Brauerei Hermann Sigwart KG

Brauhaus Sion

Gamla Slottskällans Bryggeri AB

Brauhaus Sonneborn – Röhr Bräu

Sonnenbrauerei Ewald Maier

Brauhaus in Spandau

Spårakoff Pub Tram

Spendrup’s Bryggeri AB

Brauereigasthof Sperber Bräu

Spessart Brauerei GmbH

Brauerei Spezial Christian Merz

Mini Browar i Restauracja Spiż Katowice

Hausbrauerei Am Sudhang

Brauhaus Südstern

Gebr. Sünner GmbH & Co. KG Brauerei und Brennerei

Suomenlinnan Panimo

De Bekeerde SusterBeiaard Groep Nederland B.V.

Švyturio Alaus Darykla

 

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

 

Saimaan Panimo Oy

 

Saimaan Panimo Oy

Meijerinkatu 4

53 500 Lappeenranta

Finnland

 

14. Juni 2010. Verzweifeltes Herumkurven durch ein unattraktives und völlig verbautes Industriegebiet in Lappeenranta. Nach einer Viertelstunde und mit Hilfestellung durch Passanten an einer Betonhalle das Schild gefunden: Hier residiert die Saima-Brauerei. Keine Braukessel sind zu sehen, keine Menschen, nur Beton. Lagerhallenatmosphäre.

 

Weiter in die Stadt. In der Fußgängerzone in einer Bierkneipe ein Saimaan-Bier aus der Flasche probiert. Gut gekühlt und noch lange haltbar. Trotzdem pappenartig und oxidiert.

 

Hm. Wohl ein weniger erfolgreiches Brauerei-Spotting.

 

Impressionen: Saimaan Panimo Oy

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brasserie de Saint-Pierre

 

Brasserie de Saint-Pierre

30, rue Principale

67 140 Saint-Pierre

Frankreich

 

Am 21. September 2009 führte mich meine Reise durch das Elsass, und nur wenige hundert Meter von der Autobahn entfernt entdeckte ich in dem kleinen Weiler Saint-Pierre die Brasserie de Saint-Pierre, eine etwa acht Jahre alte, kleine Brauerei, die eine große Auswahl an verschiedenen Bieren herstellt und offensichtlich auch gerne mit Gewürzen und Früchten herumexperimentiert.

 

Ein schlichtes, aber nicht ungemütliches, in hellem Holz gehaltenes Restaurant liegt direkt an der Hauptstraße, davor auf weißem Kies ein paar Sitzgarnituren für schönes Wetter. Drinnen sieht man vom Restaurantbereich über die Theke hinweg durch eine Glasscheibe auf die Sudanlage: Ein Wunderwerk moderner Technik. Ganz aus Edelstahl, sehr gepflegt, und so passgenau in den verfügbaren Raum eingebaut, dass das Gewirr von Rohren, Leitungen und Ventilen den Betrachter ganz wirr im Kopf werden lässt. Alles wirkt so ordentlich und gepflegt, als sei es erst gestern in Betrieb genommen worden.

 

Die freundliche Bedienung schüttelt den Kopf: Nein, die Brauerei sei wirklich schon acht Jahre alt. Man gebe sich halt Mühe, alles in Ordnung zu halten.

 

Bedächtig sortiert sie aus dem beachtlichen Angebot von jeder Sorte eine Flasche für mich aus: Zwölf verschiedene Flaschen landen schließlich in meinem Einkaufskorb, zum Teil mit wunderlichen Namen wie zum Beispiel „Bière Blonde de l’Oncle Hansi“, und alle mit liebevoll gestalteten Etiketten. Eine schöne Ausbeute.

 

Und auch, wenn ich heute nicht einmal einen kleinen Schluck hatte probieren können, so fuhr ich doch mit einem sehr positiven Eindruck von dannen – alles blitzsauber, gut organisiert, adrett hergerichtet. Einfach nur ansehnlich.

 

Und wie die folgenden Tage zeigten, schmeckten die hier gekauften Biere auch ganz vorzüglich!

 

Impressionen: Brasserie de Saint-Pierre

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Salm Bräu GmbH

 

Salm Bräu GmbH

Rennweg 8

1030 Wien

Österreich

 

Am Rande des Schlosses Belvedere, noch inmitten uralten Gemäuers, haben wir am 29. Februar 2008 das Salm Bräu entdeckt – eine gar nicht mal so kleine Gasthausbrauerei, die sich aber so verwinkelt über mehrere Gaststuben und bis in den alten Gewölbekeller, den so genannten Klosterkeller, erstreckt, dass man gar nicht merkt, wie viele andere Gäste hier ebenfalls ihr Bier genießen. Es sei denn, man muss zur Toilette – dann macht man sich auf den weiten, durch alle Räume mäandrierenden Weg, der einen an allen Schanktheken und an der blitzblank polierten Sudanlage vorbeiführt. Eine anlassbezogene Brauereibesichtigung gewissermaßen, die dabei durchgeführt wird.

 

Wir genossen zu recht später Stunde die gemütliche Ecke im Klosterkeller, die guten und großen Essensportionen und natürlich das excellente, elegante und erfrischend gebraute Bier. Und auch die Bedienung war, trotz ihres unnahbaren, etwas spröden „Wiener Charmes“ schon soweit in Ordnung.

 

Dass das Salmbräu auch noch mit öffentlichen Verkehrmittel (Straßenbahnhaltestelle unmittelbar am Eingang) gut zu erreichen ist, macht es zu einem sicherlich mal wieder in Angriff zu nehmenden Anlaufpunkt für den Bierliebhaber.

 

Impressionen: Salm Bräu GmbH

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brasseurs Savoyards

 

Brasseurs Savoyards

124, Rue des Roseaux

74 330 Epagny

Frankreich

 

Eine große, rechteckige, dunkelblaue Wellblechkiste mitten in einem Gewerbegebiet am Rande von Epagny bei Annecy – so stellte sich die Brauerei „Brasseurs Savoyards“ am 1. Mai 2009 dar. Viel mehr war aber leider nicht zu sehen.

 

Normalerweise sollte von Montag bis Sonnabend täglich von 09:30 bis 19:00 Uhr der Verkauf geöffnet sein, aber heute war nun einmal Maifeiertag. Zwar prangte im Schaufenster ein riesiger Schmierzettel mit der Aufschrift „Ouvert“, aber dahinter waren die Rollläden heruntergefahren und fest verschlossen.

 

Mir blieb also ein weiteres Mal nichts anderes übrig, als mir ein paar Erinnerungsfotos zu schießen, und mich dann meines Weges zu trollen – in der Hoffnung, ein andermal hier vorbeizukommen und bei der Gelegenheit dann eine offene Brauerei vorzufinden.

 

Impressionen: Brasseurs Savoyards

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Hotel SeesternAhlbecker Kellerbräu

 

Hotel Seestern – Ahlbecker Kellerbräu

Seestraße 14

17 419 Seebad Ahlbeck

Mecklenburg Vorpommern

Deutschland

 

Direkt an der Strandpromenade in Ahlbeck, nur vielleicht hundert Meter von der berühmten Seebrücke entfernt, liegt das Hotel Seestern, das mit preiswerter, aber trotzdem ordentlicher, rustikaler Meeresküche auf sich aufmerksam macht. Ein eigenes Bier wird hier angeboten, und das ist natürlich auch der Grund gewesen, warum wir uns am 10. August 2010 hierher aufgemacht haben.

 

Abgesehen von der Reklame für das Kellerbräu deutet wenig auf eine Brauerei hin. Es gibt nur eine einzige Sorte, und die auch nur in kleinen, 0,25-l-Gläsern. Auch auf ausdrücklichen Wunsch nach einem großen Kellerbräu wird höflich verneint. Schade, denn das Bier schmeckt ausgezeichnet. Sehr herb und frisch, mit einer leichten, aber nicht störenden metallischen Note und einem etwas fruchtigen Duft (ein Hauch von Aprikose?), eine kräftige, schon fast ins Orange gehende Farbe, gleichmäßig hefetrüb, und mit einem kremigen, festen und lange haltbaren Schaum.

 

Gebraut wird dieses leckere Bier angeblich auf der winzigen Braxonia-Anlage, die im hintersten Winkel der Kellerbar zu bewundern ist. Vielleicht fünfzig Liter Ausschlagmenge, daneben ein paar winzige Fässer als „Lagertanks“ – soll das alles sein? Ich kann es nicht glauben. Der Durst der Gäste ist gewaltig, zahllose der kleinen Gläschen wurden alleine heute serviert – und so drängt sich mir der Verdacht auf, dass irgendwo auf einer etwas größeren Anlage brautechnisch unterstützt wird. Bestätigen konnte oder wollte mir das aber niemand.

 

Impressionen: Hotel Seestern – Ahlbecker Kellerbräu

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Seligenstädter Kleines Brauhaus

 

Seligenstädter Kleines Brauhaus

Eisenbahnstraße 6

63 500 Seligenstadt

Hessen

Deutschland

 

Das Seligenstädter Kleine Brauhaus kokettiert mit seinem Namen und dem des Inhabers, Klein: Kleines Brauhaus, das hochgestellte „e“ anstelle des sächsischen Genitiv-Apostrophs, so steht es an der Außenwand geschrieben, und auch auf den Biergläsern, -deckeln etc. Witzige Idee.

 

Wir besuchten das Brauhaus am 4. Februar 2006 – draußen lag noch Schnee, aber drinnen war es warm und gemütlich. Der Weihnachtsbock vom Vorjahr, von dem wir noch einen Rest ergatterten, wärmte und brachte die Wangen zum Glühen. Aber auch das Dunkle, das schäumende Weizen und das überragende, hopfige, aromatische und blumige Pils schmeckten hervorragend, und wir genossen den Abend und die freundliche Bedienung. Schön auch, dass wir die Biere in der Flasche mitnehmen konnten.

 

Aber am schönsten war es eigentlich, wie sich die Sudanlage und der Gärkeller präsentierten. Im kleinen Nebengebäude untergebracht, hinter schön großen Fenstern, romantisch beleuchtet und ein wenig dekoriert, glänzte das Kupfer. Auch die offenen Gärbottiche mit ihrer dicken Kräusenschicht erfreuten das Auge, und nicht zuletzt der wunderschön restaurierte Pferdewagen vor den Fenstern.

 

Impressionen: Seligenstädter Kleines Brauhaus

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Kommunbrauhaus Seßlach

 

Kommunbrauhaus Seßlach

Pfarrgasse 105

96 145 Seßlach

Bayern

Deutschland

 

Am 7. Mai 2010 habe ich im Rahmen der „Tour de Bier“ das Kommunbrauhaus in Seßlach besuchen können. Zwei Gasthäuser der kleinen, aber sehenswerten Stadt brauen hier ihr Bier und vergären es anschließend in eigenen Kellern, aber auch die Bürger der Stadt scheinen die Möglichkeit zu haben, sich die fertige Bierwürze hier abzuholen.

 

Von außen unter Erhalt der historischen Fassade und Bausubstanz sehr schön renoviert, wirkt das im Jahr 1892 erbaute und 1960 sowie 1981/1988 renovierte Brauhaus im Inneren deutlich moderner als man erwarten würde, fast schon drängt sich das Gefühl auf, es sei überrenoviert worden. Möglicherweise ein Tribut an Hygiene und Energieeffizienz, der hier zu zahlen war.

 

Der mit Ziegeln ummauerte Braukessel wird mit Ölfeuerung betrieben, die Würze auf einem großen Kühlschiff, das auch über einen schönen Hopfenseiher verfügt, im hinteren Teil des kleinen Brauhauses herunter gekühlt. Für das Herführen der Hefe stehen in einem kleinen Nebenraum zwei glänzende Edelstahlbehälter, und hier ist auch Platz für die übrigen Kleinutensilien, die beim Brauen benötigt werden. Im oberen Stockwerk steht die Malzschroterei, und im vorderen Teil des Brauhauses stechen die Verkehrsschilder ins Auge, mit denen an den Tagen, an denen Bierwürze abgeholt wird, Teile der Pfarrgasse gesperrt werden müssen, um dem Andrang Herr zu werden: „Frei nur für Bierabholer“ heißt es auf dem Zusatzschild.

 

In früheren Zeiten wurde die Bierwürze in auf dem Rücken getragenen Butten zu den beiden Gasthäusern transportiert und dort, kräftig schäumend, in die Gärfässer gegossen. Mittlerweile geschieht dies aber über eine Leitung, die verlegt wird, und die Butten stehen, langsam vor sich hin rottend, in einer Ecke des Brauhauses.

 

Auch wenn das Kommunbrauhaus von 1892 bei weitem nicht so alt ist wie das Braurecht der Stadt, das aus dem Jahre 1335 datiert, ist es doch ein Beleg für eine schöne und immer noch praktizierte Tradition.

 

Impressionen: Kommunbrauhaus Seßlach

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauhaus Alte Bürgerstube / Brauhaus im Siebengebirge

 

Brauhaus Alte Bürgerstube / Brauhaus im Siebengebirge

Dollendorfer Straße 384

53 639 Königswinter OT Heisterbacherrott

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Eine ganz normale Dorfkneipe – das war das Ambiente, das uns am 4. November 2005 empfing, als wir die Alte Bürgerstube in Heisterbacherrott betraten. Einrichtung, Atmosphäre, Publikum, alles war stimmig. Allerdings wenig Betrieb. Und die Frage: Wo soll hier denn eine Brauerei sein?

 

Wir fragten die freundliche Bedienung, und bekamen eine klitzekleine Hausbrauanlage gezeigt, die einfach so in den großen Saal, der für Festlichkeiten genutzt wird, hineingestellt worden war. Keine aufwändige Installation, kein eigenes Sudhaus, sondern tatsächlich wohl nur eine Art Hobbybrauerei, deren Produkte auch in der eigenen Wirtschaft ausgeschenkt werden.

 

Zur Feier des heutigen Tages, hier solle am Abend ein Bankett zur Silberhochzeit oder so stattfinden, war die Anlage ein wenig geschmückt worden, und ich durfte sie mir in aller Ruhe anschauen. Ein schönes Stück Technik, das für mich als Hausbrauer eine lustige Sache wäre. Für den kommerziellen Betrieb aber sicher nur als Gag brauchbar – nicht für eine wirtschaftliche Bierproduktion. Trotzdem nett, und man sollte sich viel mehr Wirte wünschen, die ihr Standardangebot an Bieren auf diese Art und Weise anreichern.

 

Doch halt! Vielleicht doch lieber nicht? Denn als wir uns nach der „Brauereibesichtigung“ ein Bier aus dieser Anlage einschenken ließen, stellten wir fest, dass es deutlich sauer war. Das ist allerdings keine so gute Werbung für das Hausbrauen, und macht auch verständlich, warum außer uns keiner der wenigen anderen Gäste das hiesige Bier getrunken hat…

 

Schade!

 

(Und als kleine Aktualisierung: Mittlerweile hat die Brauerei als „Brauhaus alte Bürgerstube“ geschlossen und wenig später mit neuem Besitzer unter dem Namen „Leddeköpp – Brauhaus und Weinbar“ neu eröffnet. Ich wünsche mehr Erfolg!“

 

Impressionen: Brauhaus Alte Bürgerstube / Brauhaus im Siebengebirge

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Siebenstern Bräu

 

Siebenstern Bräu

Siebensterngasse 19

1070 Wien

Österreich

 

Als wir uns am 27. Februar 2008 zu einem verlängerten Bier-Wochenende in Wien trafen, nahmen wir das Siebenstern Bräu als erste Anlaufstelle und Treffpunkt. Obwohl es ein ganz normaler Arbeitstag (Mittwoch!) war (und noch früh am Nachmittag), war die Gasthausbrauerei gut voll – und wir stellten rasch fest: Aus gutem Grund.

 

Zunächst zeigte uns der tschechische Braumeister Vlado Sedmak stolz seinen Arbeitsplatz und ließ uns sogar von seinen noch nicht ausgegorenen, für uns direkt aus dem Lagertank gezwickelten Spezialitäten, dem Oster-Rauchbock und dem fantastisch mit Magnum- und Cascade-Hopfen verfeinerten India-Pale-Ale, kosten. Erst danach widmeten wir uns dem Ausschankbereich.

 

Siebenstern – der Name ist Programm. Sieben verschiedene Biere sind im Angebot, von denen wohl das Helle, das Märzen, das Dunkle und ein Chilibier immer fest verfügbar sind, die anderen Sorten variieren je nach Saison. Insbesondere das Chilibier ist wirklich eine Besonderheit, und Vlado hat es vermocht, die Balance zwischen „zu fad“ und „zu scharf“ nahezu perfekt zu finden.

 

Mit dem Essen hingegen hatten wir ein wenig Pech – nach technischen Problemen in der Küche gab es nichts Fritiertes oder Gegrilltes…

 

Aber auch so war es ein gemütlicher, zum Wiederkehren einladender Besuch – die typische Bierkneipenatmosphäre, die vielen Gäste jeder Altersstufe und die große, gute Bierauswahl sind jederzeit wieder einen Abstecher in die Siebensterngasse wert.

 

(Und es ist kein Geheimnis, dass wir dieses Vorhaben bereits ein Jahr später in die Tat umgesetzt haben und am 20. März 2009 erneut im Siebenstern eingekehrt sind.)

 

Impressionen: Siebenstern Bräu

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Siegburger Brauhaus „Zum Roten Löwen“

 

Siegburger Brauhaus „Zum Roten Löwen“

Siegburger Abteibrauerei

Holzgasse 37-39

53 721 Siegburg

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Ja, ich gebe es unumwunden zu: Die Fotostrecke, mit der ich unseren Besuch im Siegburger Brauhaus am 14. Dezember 2005 dokumentiert habe, ist dürftig! Sehr dürftig!

 

Wir hatten in diesem Jahr unseren Betriebsausflug und die Weihnachtsfeier zusammengelegt, waren den ganzen Nachmittag über den historischen Weihnachtsmarkt in Siegburg gebummelt und zum krönenden Abschluss ins Siegburger Brauhaus eingerückt. Hier genossen wir das Kölsch (das zwar nicht Kölsch heißen darf, aber so schmeckt – und genauso gebraut wird) und die anderen Biersorten in größeren Mengen, ließen uns auch das reichliche Essen schmecken und hauten so richtig rein…

 

Zwar war es völlig überfüllt, weil wir nicht die einzigen waren, die auf die Idee gekommen waren, den Besuch des Weihnachtsmarkts mit einem Brauhausbesuch zu verbinden, aber die Qualität des Essens hat nicht darunter gelitten. Die der Bedienung schon – man war, wenn auch verständlicherweise, hektisch und kurz angebunden.

 

Aber ich erinnere mich anderer Gelegenheiten, die schon länger zurück liegen, als ich während eines Einkaufsbummels schnell mal ein Bier an der Theke zischte – da war die Freundlichkeit schon stärker ausgeprägt. Eine nette Kölsch-Kneipe, halt.

 

Die Bier-Qualität als solche war immer in Ordnung. Allerdings haben die unterschiedlichsten Sorten, die als Saison-Biere angeboten werden, immer einen gemeinsamen Grundgeschmack – soll heißen, man erkennt sofort, dass sie von hier sind. Ob das wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, sei dahingestellt…

 

Impressionen: Siegburger Brauhaus „Zum Roten Löwen“

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauerei Hermann Sigwart KG

 

Brauerei Hermann Sigwart KG

Roßmühle 10

91 781 Weißenburg

Bayern

Deutschland

 

Ein leider nur ganz kurzer Besuch am 5. Mai 2007 – es reichte gerade für ein gemütliches Bier im Gastgarten zwischen den Häusern. Bei schönem Sonnenschein saßen wir – um diese Tageszeit ganz alleine – im Biergarten, der junge Kellner war freundlich, das Bier recht ordentlich. Sowohl das Helle als auch das so genannte Kellers hatten aber eine leicht kratzige Bittere – nur ganz wenig, so dass es nicht störte, aber doch auffallend.

 

Tja, und das ist auch schon alles, was es zu diesem kurzen Besuch zu sagen gibt…

 

Impressionen: Brauerei Hermann Sigwart KG

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauhaus Sion

 

Brauhaus Sion

Unter Taschenmacher 5 - 7

50 667 Köln

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Ein wenig verdrießlich stimmt es mich schon, trotz aller Freude am leckeren Bier und an der original wirkenden Atmosphäre im Brauhaus Sion, wenn ich feststellen muss, dass auch hier ein gutes Stück Kölscher Tradition nur mehr Fassade ist. Sion ist lediglich eine Kölsch-Marke im Radeberger Konzern, keine eigene Brauerei mehr (auch wenn der Name „Brauhaus“ vordergründig anderes suggeriert), und wo das – zugegebenermaßen leckere – Sion Kölsch überhaupt noch gebraut wird, wird auch unter der Internetadresse www.sion.de nicht preisgegeben. Es muss wohl, um nicht gegen die Kölsch-Konvention zu verstoßen, irgendwo im Großraum Köln sein, aber anstelle ordentlicher Information über das Bier bietet die Internetadresse dem interessierten Besucher vor allem irgendwelchen Schicki-Micki-Kram und lästige, weil nervige Animationen, die wahrscheinlich von einem Werbefuzzi erstellt worden sind, der zum Produkt keine richtige Beziehung hat. Wichtiger als das Bier, das doch eigentlich das Hauptprodukt einer Brauerei sein sollte, scheint der teilbare Bierkasten zu sein und die angeblich „heute so beliebten“ (Bei wem eigentlich? Ich kenne niemanden…) „Longneckflaschen“…

 

Ach ja, alberne Spielchen findet man auch.

 

Und einen Internet-Shop, der sich an ganz prominenter Stelle präsentiert und bei einem Klick nur den Schriftzug auftauchen lässt „Der Sion Shop folgt in wenigen Tagen“. Ist die verantwortliche Werbeagentur (oder wer auch immer diesen Netzauftritt verantwortet) eigentlich zu dumm oder zu arrogant, den Netzauftritt erst zu vollenden, bevor er frei geschaltet wird?

 

Oh je, eine Menge Grantelei, noch bevor ich überhaupt gedanklich dazu komme, unseren Besuch vor Ort vom 22. September 2005 zu beschreiben…

 

Nun denn, im Rahmen eines andernorts schon erwähnten Betriebsausflugs mit Stadtführung durch Köln mit Schwerpunkt Kölsch und Kölsch-Kultur besuchten wir auch das Brauhaus Sion. Ein gemütliches Ambiente, mit stolzem Hinweis auf eine Tradition seit 1318 (die aber wohl vor kurzem aus kommerziellen Gründen kurzerhand beendet wurde…), schöne Wappen, Fliesen, Glasarbeiten und nicht zuletzt das von kundigem Personal ohne Druck direkt aus dem Fass gezapfte, süffige Kölsch – eigentlich schon eine schöne Sache. Was auch tausende und abertausende Einheimische und Touristen so sehen – denn das Brauhaus Sion scheint immer gut gefüllt.

 

Wenn da doch nur nicht immer der Gedanke an die traditionslosen Werbefritzen durch meinen Hinterkopf sausen und mir den ungetrübten Genuss am Bier versaue(r)n würde…

 

Ach, ich geb’s auf – möge der interessierte Besucher sich lieber selbst ein objektiveres Bild vor Ort machen, mir will es nach dem Besuch der grässlichen Internetpräsentation der Kölschmarke Sion definitiv nicht mehr gelingen…

 

Impressionen: Brauhaus Sion

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Gamla Slottskällans Bryggeri AB

 

Gamla Slottskällans Bryggeri AB

Märstagatan 10-12

753 23 Uppsala

Schweden

 

Die Gamla Slottskällans Brauerei wurde im Jahr 1997 gegründet und braute im darauffolgenden Jahr das erste Bier. Laut eigenen Angaben wurde die Idee zu dieser Brauereigründung in den Vereinigten Staaten geboren, zu einer Zeit, als dort die Mikrobrauerei-Bewegung bereits volle Fahrt aufgenommen hatte, während dies in Schweden noch lange nicht der Fall war.

 

Es handelt sich allerdings nicht um eine Gasthausbrauerei, sondern um einen kleinen Industriebetrieb außerhalb des Stadtkerns von Uppsala, untergebracht in einem unattraktiven Firmengebäude. Gleichwohl verfügt die Slottskällans Brauerei über ein beeindruckendes Produktportfolio von mehr als zehn individuellen und charaktervollen Bieren.

 

Als ich am 7. August 2011, einem Sonntag, durch Uppsala fuhr, hatte der Betrieb natürlich geschlossen, und das „Zielfoto“ musste sich auf eine kurze Außenaufnahme beschränken.

 

Impressionen: Gamla Slottskällans Bryggeri AB

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauhaus Sonneborn – Röhr Bräu

 

Brauhaus Sonneborn – Röhr Bräu

Grießemer Straße 2 a

32 683 Barntrup OT Sonneborn

Deutschland

 

Am 14. September 2002 habe ich dieses Brauhaus besucht. Das Helle war schön aromatisch, das Dunkel vollmundig und würzig – beide Biere sehr lecker.

 

Das Brauhaus hat große Fensterflächen, die den Blick nach draußen, aber natürlich auch von draußen auf den Schankraum und die Brauanlage öffnen, und es ist direkt neben einer Sportstätte gelegen – fast wie ein Vereinslokal. Warum auch nicht? Bier ist als isotonisches und mineralstoffreiches, Vitamin-B-haltiges Getränk nach dem Sport die ideale Erfrischung!

 

Gegessen habe ich seinerzeit nichts – die Speisekarte war aber ganz interessant.

 

Update: Am 28. August 2010 bot sich im Rahmen der Haus- und Hobbybrauertage 2010 die Möglichkeit, das Brauhaus in Sonneborn erneut zu besuchen. Herr Röhr selbst zeigte uns die Sudanlage und gab einige Geschichten aus der Gründerzeit seiner kleinen Brauerei zum Besten, die wir aber nicht bis zum Ende hören konnten, da unser Ausflugsprogramm keinen längeren Aufenthalt erlaubte. Aber wenigstens gab dieser Besuch die Möglichkeit, die Fotostrecke ein wenig zu erweitern.

 

Impressionen: Brauhaus Sonneborn – Röhr Bräu

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Sonnenbrauerei Ewald Maier

 

Sonnenbrauerei Ewald Maier

Hohenzollernstraße 2

72 513 Hettingen Inneringen

Baden Württemberg

Deutschland

 

Schade, eine Brauerei, die offensichtlich nicht mehr braut, den Betrieb eingestellt hat… Als ich am 21. April 2010 hier vorbei kam, sah ich zwar noch die Beschriftung am Gasthof, aber alles war geschlossen, ein Lastwagen mit einem Gerüst stand davor, und niemand konnte mir irgendwelche Fragen beantworten.

 

Nachdem dann auch eine Recherche im Internet ohne Ergebnis blieb, bleibt mir nichts übrig, als diesen Status zunächst mal hinzunehmen. Und vielleicht in Zukunft erneut zu verifizieren.

 

Impressionen: Sonnenbrauerei Ewald Maier

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauhaus in Spandau

 

Brauhaus in Spandau

Neuendorfer Straße 1

13 585 Berlin

Berlin

Deutschland

 

Gibt es eine bessere Möglichkeit, ein neues Jahr zu beginnen, als mit einem herrlichen Brunch in einer Brauerei? Wohl kaum, und deswegen haben wir genau das am 1. Januar 2011 im „Brauhaus in Spandau“ gemacht. Punkt zehn Uhr standen wir vor der Brauerei, und als wir drei Stunden später das Gebäude wieder verließen, hatten wir uns nicht nur an den beiden leckeren hiesigen Bieren gütlich getan, sondern wir hatten uns insbesondere durch eine riesige Menge leckerster Spezialitäten durchgefuttert.

 

Das „Brauhaus in Spandau“ ist in einem schönen, alten Ziegelbau untergebracht – ansprechende Industriearchitektur aus vergangenen Zeiten. Das Sudhaus, wie sich der zentrale Gastraum nennt, ist dominiert von der blitzblank polierten, kupferglänzenden Sudanlage der Firma Kaspar-Schulz, und ein leises Zischen erfüllt den Raum, wenn der Brauer – so wie heute – an allerlei Knöpfen der Schalttafel herum werkelt. Auf zwei Ebenen verteilen sich hier die Tische, und man sitzt gemütlich auf altem Gestühl – wenn man Glück hat, direkt oberhalb der Sudanlage, so dass man Kessel und Lagertanks ständig im Blick hat.

 

Neben einem ganzjährig erhältlichen hellen Bier, dem Spandauer Havelbräu, gibt es monatlich wechselnde Sonderbiere – heute war es noch das Weihnachtsbier von 2010. Das Helle schmeckte interessant – eine Kombination von malziger Süße mit feiner Hopfenherbe, die gleichwohl noch ein wenig unausgereift wirkte. Ob hier eine etwas längere, kühle Lagerung den Geschmack noch etwas abgerundet hätte? Das Weihnachtsbier mit seinen 13,5° Stammwürze wirkte etwas runder, süffiger, malziger, wenn ich mir persönlich vielleicht auch einen Hauch mehr Hopfenherbe oder etwas knackiges Röstmalz gewünscht hätte. Aber grundsätzlich waren schon beide Biere sehr lecker.

 

Gutes Bier, ein wirklich herrliches Büffet zum Brunch zu überraschend niedrigem Preis, ein gemütliches Ambiente und freundliche Bedienungen – als Start in ein neues Kalenderjahr war das heute rundum gelungen.

 

Impressionen: Brauhaus in Spandau

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Spårakoff Pub Tram

 

Spårakoff Pub Tram

Mikonkatu Haltestelle

Rautatientori

Helsinki

Finnland

 

Als angebliche einzige ihrer Art verkehrt die Spårakoff Pub Tram, eine zu einem Brauerei-Ausschank der Sinebrychoff-Brauerei umgebaute Straßenbahn, während der Sommermonate in Helsinki. Am Rautatientori-Platz, nicht weit vom Hauptbahnhof, startet die Tour, und dann geht es 40 Minuten lang gemütlich durch Helsinki, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, bis der rollende Pub nach einer eindrucksvollen Stadtrundfahrt wieder am Rautatientori ankommt.

 

Zum 175. Geburtstag der Brauerei wurde diese Straßenbahn im Jahr 1995 in Betrieb genommen und bekam konsequenterweise auch die Nummer 175. 35 Jahre lang war diese Bahn im regulären Straßenbahnbetrieb eingesetzt gewesen und hatte in dieser Zeit fast eine halbe Million Kilometer zurückgelegt. Nun wurde sie von Grund auf umgebaut und modernisiert und bietet nun als rollender Pub 30 gemütliche Sitzplätze.

 

Wir konnten diesen Luxus des rollenden Brauerei-Ausschanks am 13. August 2009 nahezu doppelt so lang genießen wie vorgesehen, da die Bahn durch eine Demonstration aufgehalten wurde und nur im Schritttempo dahin zockeln konnte. So genossen wir das frisch gezapfte Sinebrychoff-Bier und das gemütliche Interieur, das von Messing, Mahagoni und Samt dominiert ist, halt ein wenig länger.

 

Impressionen: Spårakoff Pub Tram

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Spendrup’s Bryggeri AB

 

Spendrup’s Bryggeri AB

Vårby Allé 39

143 03 Vårby

Schweden

 

1897 wurde die Spendrups Brauerei gegründet, und sie hat sich im Laufe der Jahre zu dem beherrschenden Getränkekonzern in Schweden entwickelt. Neben zahlreichen selbst gebrauten Bieren vertreibt Spendrups auch internationale Marken oder stellt sie sogar in Lizenz her.

 

An vier verschiedenen Braustätten wird Spendrups Bier hergestellt, und zwar am Stammsitz des Konzerns in Vårby und in Grängesberg, Hellefors und Visby.

 

Ich hatte am 9. August 2011 die Gelegenheit, den Großbetrieb in Vårby, etwa 12 Kilometer südwestlich von Stockholm kurz anzufahren, allerdings ohne jede Brauereibesichtigung oder ähnliches. Als großer und verkehrsgünstig direkt an der Autobahn gelegener, unattraktiver industrieller Großbetrieb zeigt sich Spendrups dort auf den ersten Blick; für einen zweiten reichte leider, wie so oft, die Zeit nicht.

 

Impressionen: Spendrup’s Bryggeri AB

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauereigasthof Sperber Bräu

 

Brauereigasthof Sperber Bräu

Rosenberger Straße 14

92 237 Sulzbach Rosenberg

Bayern

Deutschland

 

Am 15. Juni 2006 hatte ich die Gelegenheit, auf ein schnelles Bier den Brauereigasthof Sperber in Sulzbach Rosenberg zu besuchen.

 

Der Brauereigasthof liegt in der hübschen Innenstadt von Sulzbach Rosenberg und macht einen recht gemütlichen Eindruck. Die Bedienung ist freundlich, die Speisekarte umfangreich und die Liste der angebotenen Biere lang. Ich beschränkte mich darauf, das angebotene Zoigl zu probieren – ein sehr dunkles, aber leckeres, süffiges Bier.

 

Allerdings scheint der Name „Zoigl“ ein wenig irreführend zu sein – schließlich handelt es sich hier nicht um den Ausschank von Bier aus einem Kommunbrauhaus auf privatem Grund, sondern der Name scheint eher synonym zu „Kellerbier“ oder „Zwickl“ verwendet zu werden.

 

Gleichwohl, geschmeckt hat es, und das ist die Hauptsache!

 

Impressionen: Brauereigasthof Sperber Bräu

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Spessart Brauerei GmbH

 

Spessart Brauerei GmbH

Junkergasse 2

97 892 Kreuzwertheim

Bayern

Deutschland

 

„Brauerei-Ausschank“ – als solcher war der Brauereigasthof Stern in Kreuzwertheim avisiert, als wir am 8. Dezember 2008 hier Rast machten. Um so größer war unsere Überraschung, als wir im Innern ein Restaurant mit italienisch-sardischer Küche entdeckten, das uns einen sehr günstigen und leckeren Mittagstisch bot: Wo bekommt man heutzutage noch ein Drei-Gänge-Menü für 6,90 €? Wir genossen also unser Mittagessen von ganzem Herzen und freuten uns über eine außerordentlich freundliche und unaufdringlich-aufmerksame Bedienung.

 

Und das Bier?

 

Ach ja, das hätte ich dann doch lieber verdrängt… Das angebotene Pils und das Weizen, beide vom Fass, schienen mir keine Geschmacksfehler aufzuweisen, aber ein Genuss waren sie wirklich nicht. Lauwarm trinke ich Bier sonst immer nur bei Verkostungen… So viel zum Thema „Brauerei-Ausschank“.

 

Nur wenige Meter hinter dem Brauereigasthof liegt der eigentliche Braubetrieb, direkt am Mainufer. Ein zweckmäßiges, selbstbewusstes Industriegebäude mit einem riesigen Logo zum Main hin – auf das keines der vorüber ziehenden Schiffe die Brauerei verpassen möge. Ansonsten aber keine auffälligen Besonderheiten – lediglich ein alter, schon sehr dunkel gewordener Läutergrand stach mir an der Hofeinfahrt ins Auge, der hübsch mit Adventsgestecken dekoriert war. Eine nette Geste.

 

Impressionen: Spessart Brauerei GmbH

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauerei Spezial Christian Merz

 

Brauerei Spezial Christian Merz

Obere Königstraße 10

96 052 Bamberg

Bayern

Deutschland

 

Das war mal wieder so ein richtig wunderbarer Brauerei-Besuch, am 16. November 2007. Durchgefroren, nass, hungrig und durstig fielen wir im „Spezial“ in Bamberg ein – müde noch von der BrauBeviale. Und dann ein so uriges Brauhaus. Rappelvoll war es – mit viel Mühe konnten wir uns an einen eigentlich schon überfüllten Tisch mit ran quetschen. Und dann begann der Genuss:

 

Das herrliche Lager – mit leichter Rauchnote, schwach gespundet, ungemein süffig. Wunderbar! Ein Bier zum Hineinspringen und ganz langsam drin ertrinken! Dann der Bock – vor wenigen Tagen erst frisch angezapft. Kräftig, malzig, aromatisch, aber nur mit einer ganz schwachen Rauchnote. Und schließlich das Ungespundet. Tja, leider die falsche Reihenfolge. Nach den beiden mächtigen Bieren vorher wirkte es leider blass und flach. Muss ich unbedingt noch einmal probieren, wenn ich wieder hier bin. Dann aber als erstes, vor den starken Geschwistern.

 

Das Essen: Natürlich die gekochten Schweinsknöchla, als Spezialität des Hauses. Lecker mit Kraut und Erbsenpüree, eine hervorragende Grundlage für weitere Biere…

 

Insgesamt ein rundes, ein schönes, ein wunderbar gemütliches Erlebnis in diesem urigen, rumsvollen, kleinen Brauereiausschank. Bamberg halt. Für diese Stimmung ist die Stadt weltberühmt.

 

Und dass es so voll war, dass ich im Innern nicht in der Lage war, meinen Fotoapparat aus dem Rucksack zu fischen, hat die Stimmung natürlich nicht beeinträchtigt, ganz im Gegenteil. Wohl litt aber die umfassende Dokumentation.

 

Nachtrag: Im Dezember 2008 quetschten wir uns erneut in die wieder völlig überfüllte Gaststube. Das Weizen und – natürlich! – der Bock schmeckten wieder ausgezeichnet, und wir gaben uns völlig dem Genuss hin. So sehr, dass erneut keine fotografische Dokumentation des Innern stattfand…

 

Impressionen: Brauerei Spezial Christian Merz

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Mini Browar i Restauracja Spiż Katowice

 

Mini Browar i Restauracja Spiż Katowice

ulica Opolska 22

40-084 Katowice

Polen

 

Als ich am 18. Juni 2009 vor der Brauerei „Spiż“ in Katowice stand, musste ich feststellen, dass hier leider erst abends gegen acht Uhr geöffnet wird – mal wieder musste ich also von dannen ziehen, ohne die Brauerei betreten zu haben, und mich mit dem äußeren Eindruck zufrieden geben.

 

Den Öffnungszeiten und dem äußeren Anschein nach scheint es sich eher um eine Musikkneipe oder Diskothek mit zusätzlicher eigener Brauerei zu handeln, als um eine echte Gasthausbrauerei – soll heißen, der Brauereibetrieb ist nur ein Gag am Rande, aber nicht der Mittelpunkt des Geschäftsinteresses. Was bei einem weiteren Besuch sicherlich noch einmal zu verifizieren wäre.

 

Nachtrag: Zu diesem weiteren Besuch ist es nicht mehr gekommen. Stattdessen wurde Anfang 2012 im Internet bekanntgegeben, dass die Mini Browar Spiż in Katowice nach sieben Jahren geschlossen wurde: Spiż. Über die Gründe wurde im Internet viel spekuliert, aber es scheint, als ob das Konzept Hausbrauerei und Diskothek gemeinsam zu betreiben, auf Dauer nicht tragfähig ist. Die Biertrinker lieben vielleicht die laute Musik nicht, und die Diskothekenbesucher legen keinen Wert auf besondere Bierspezialitäten und suchen sowieso häufiger mal nach neuen „Locations“. Dass eine Diskothek unabhängig von ihrem Konzept nach einigen Jahren „out“ ist, ist eine völlig normale Erscheinung in dieser Szene.

 

Impressionen: Mini Browar i Restauracja Spiż Katowice

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Hausbrauerei Am Sudhang

 

Hausbrauerei Am Sudhang

Am Sudhang 7

92 224 Amberg

Bayern

Deutschland

 

Am 17. Mai 2008 hatte ich die Gelegenheit, die Hausbrauerei Am Sudhang in Amberg zu besuchen – eine Brauerei irgendwo auf halbem Wege zwischen Hausbrauer und kommerziellem Betrieb.

 

Als reiner Hobbybrauer hat Arno Diener begonnen, aber dann 1985 den Schritt zur kommerziellen Brauerei gemacht, und zwar als einer der ersten Hausbrauer in Deutschland überhaupt. Seitdem stellt er für Nachbarn, Freunde und einen kleinen kommerziellen Kundenkreis sein Hausbier regelmäßig her. Wir merkten bei der Besichtigung der Brauerei schnell, dass hier nicht nur sein Herz für das Bier schlägt, sondern die ganze Familie ebenfalls hinter der Sache steht. Welche Ehefrau lässt denn sonst zu, dass der Familienvater für sein Hobby mal eben hier einen Mauerdurchbruch macht, mal eben dort das Haus ein wenig umbaut, um mehr Bier und mehr Flaschen lagern zu können, im Garten und auf der Terrasse Hopfen anbaut, die Garage als Malzlager benutzt und, und, und…

 

Das Resultat? Ein Märzen mit herrlich süffigem Geschmack und einem feinen Hopfenaroma. Gebraut aus Bio-Malz der Region und mit Hopfen aus dem winzigen Hopfengarten des Hopfenmuseums Illschwang in der Nähe von Amberg.

 

Ein außerordentlich interessanter Brauereibesuch – und mal ein Sudhaus einer völlig anderen Art.

 

Impressionen: Hausbrauerei Am Sudhang

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Brauhaus Südstern

 

Brauhaus Südstern

Hasenheide 69

10 967 Berlin

Berlin

Deutschland

 

In Berlin Kreuzberg, im Erdgeschoss eines langgezogenen, mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshaus und nur wenige Schritte von der U-Bahn-Station Südstern entfernt, findet man das Brauhaus Südstern.

 

Vor dem Haus ein kleiner Rauchergarten, durch eine Markise vor den Unbillen des Wetters geschützt, und nachdem man den Schankraum betritt, gleich auf der rechten Seite die etwas schmucklose, aber zweckmäßige Sudanlage – Edelstahl, ohne das sonst so schön ins Auge fallende Kupfer. Der Schankraum selber recht groß, durch Säulen aber optisch unterteilt und somit nicht so hallenartig und kahl wirkend. Am linken Rand eine Bühne, auf der auch regelmäßig Livemusik stattfindet. Ein paar Schritte weiter die Bar, und geht man noch ein Stück weiter, dann kommt man an der Küche vorbei auf der Rückseite des Gebäudes wieder heraus.

 

Junges, nettes Personal und eine recht ordentliche Auswahl an verschiedenen, hier gebrauten Bieren. Dazu preiswerte und sättigende Gerichte.

 

Als wir am 22. Januar 2011 hier waren, gab es neben den drei Standard-Bieren, dem Hellen („Heller Stern“, ordentlich gehopft und frisch), dem Dunklen („Dunkler Stern“, leider viel zu mastig) und dem Weißbier („Sternweisse“, sehr hefig und die Zunge stark belegend) noch den Weihnachtsbock vom Vorjahr (mit Honig gebraut, leicht süßlich, dunkel und aromatisch, 7,0% Alkohol und sehr wohlschmeckend) und schließlich das Weltrekordbier (auch XXL-Bier genannt, ein durch Ausfrieren bis auf 27,6% Alkohol hochgepuschtes Bier, das nur in Schnapsgläsern serviert wird). Eine schöne Auswahl, und offensichtlich werden hier im Laufe des Jahres auch zahlreiche weitere besondere Rezepte eingebraut, so dass ein erneutes Einkehren sich sicherlich lohnt.

 

Wir waren zufrieden, und freuten uns insbesondere daran, dass selbst das XXL-Bier noch gut trinkbar war – zwar eher eine Art Bierlikör, aber dennoch sehr lecker!

 

Impressionen: Brauhaus Südstern

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Gebr. Sünner GmbH & Co. KG Brauerei und Brennerei

 

Gebr. Sünner GmbH & Co. KG Brauerei und Brennerei

Kalker Hauptstr. 260

51103 Köln-Kalk

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Am 5. September 2009 besuchten wir die nach eigenen Angaben älteste noch produzierende Kölner Brauerei, die Sünner Brauerei. Zwar hatten wir keine echte Brauereibesichtigung gebucht, weil sich die Fahrt nach Köln wie so oft sehr kurzfristig ergeben hat, aber wir freuten uns zumindest auf den Biergarten, der, so jedenfalls der „CAMRA Good German Beer Guide“, der einzige Ausschank auf dem Brauereigelände sein sollte. Kurzer Blick in den Kalender und auf die Wetterkarte – ja, der Biergarten sollte geöffnet sein.

 

Umso größer war die Überraschung, als wir auf das Brauereigelände kamen und eine Kreidetafel sahen: „Bierkeller geöffnet“. Im April 2009 war der Keller unter dem denkmalgeschützten Brauereigebäude renoviert und neu eröffnet worden, und uns empfing ein großer Keller mit mehreren Räumen, urigem Ziegelgewölbe, vielen glattgescheuerten Holztischen und gemütlicher Ausstrahlung. So richtig zum Wohlfühlen. Auch das Personal war sehr freundlich und bemüht, vier Sorten Bier wurden angeboten und das Essen war rustikal, lecker und relativ preiswert.

 

Aber irgendetwas fehlte… Ja, genau: Die Gäste! Ob man es nun glauben mag, oder nicht, aber an einem Sonnabend in der Mittagszeit, gegen halb zwei, waren wir die einzigen Gäste. Da kamen wir uns in dem weitläufigen Gewölbe schon etwas verloren vor…

 

Wir genossen das Essen trotzdem und ließen uns auch die Biere schmecken. Das Sünner Kölsch vom Fass war überraschend bitter, sehr interessant. Das Sünner Hefeweizen hatte Körper, Fülle und fruchtiges Aroma, aber wies ebenfalls eine recht auffällige Bittere auf. Das Malz schmeckte rund und süffig, zum Glück wohl ohne Süßstoffe, wie es leider bei manchen anderen Produzenten gemacht wird, und das Bio-Colonia, ein ungefiltertes Öko-Bier, schmeckte deutlich grasig und blumig. Intensive Geranien-Aromen, die auch ein wenig an frisch geschnittene Blumenstängel erinnerten, erdrückten den eigentlichen Geschmack und waren mir zu aufdringlich.

 

Als wir gegen Ende der Mittagszeit den Sünner-Keller verließen, stellten wir fest, dass es mittlerweile draußen geregnet hatte. Dementsprechend war auch der Biergarten verwaist, und die Kellner langweilten sich in der Ausschank-Hütte in der Mitte. Befremdlich.

 

Hoffen wir mal, dass es nicht immer so einsam ist, sondern dass Biergartenbetrieb und Keller sich rechnen – es wäre schade um die sehr angenehme Atmosphäre, das leckere Essen und das interessante Bier, das man sonst woanders, außerhalb der Brauerei, trinken müsste.

 

Impressionen: Gebr. Sünner GmbH & Co. KG Brauerei und Brennerei

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Suomenlinnan Panimo

 

Suomenlinnan Panimo

Suomenlinna

Rantakasarmi

00 190 Helsinki

Finnland

 

Die Festungsinsel Suomenlinna liegt vor den Toren Helsinkis, gerade einmal 15 Minuten mit der häufig fahrenden Fähre entfernt. Verlässt man den Fähranleger, dann läuft man auf die ersten eindrucksvollen Mauern der alten Festung zu – und da liegt sie auch schon: Die Gasthausbrauerei Suomenlinnan Panimo. Integriert in die alten Gemäuer, mit etwas altmodischer Einrichtung, aber eine ganz besondere Gemütlichkeit ausstrahlend.

 

Im Stil eines englischen Pubs holt man sich sein Bier direkt am Tresen – und es ist schön, dass auch die Möglichkeit besteht, alle vier hier angebotenen Sorten in einem kleinen Probierrondell zu bestellen und zu verkosten. Das Höpken Pils schmeckte angenehm mild, nur wenig herb, das Spithead Bitter erwies sich als ausgezeichneter und sortentypischer Vertreter seiner Zunft, das Amphion Ale überzeugte mit angenehm fruchtigen Noten, und nur das Helsinki Portteri enttäuschte ein wenig. Schwer und malzig, ziemlich bitter, aber ohne jede Spundung, ohne Schaum und auch ohne Röstaroma. Trotzdem, insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Bier-Angebot. Neben den vier Hausbieren wies die Getränkekarte noch zahlreiche andere nationale und internationale Biere auf, man hätte gut und gerne noch ein paar Stunden dort sitzen können.

 

Heute, es war Sonnabend, der 8. August 2009, wurde auch ein reichhaltiges Mittagsbüffet angeboten – ob es das jeden Tag gibt, weiß ich aber nicht.

 

Und ganz am Ende des Festungsgebäudes befindet sich noch eine Art Biergarten, eine Terrasse mit Selbstbedienung, die an diesem hochsommerlich warmen Tag auch sehr gut frequentiert war.

 

Der einzige Punkt, der ein bisschen schade war: Ein paar Tische und Bänke zum Wasser hin, so dass man das Bier mit Blick über die Ostsee auf Helsinki genießen könnte, wären ein Traum gewesen…

 

Impressionen: Suomenlinnan Panimo

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

De Bekeerde SusterBeiaard Groep Nederland B.V.

 

De Bekeerde SusterBeiaard Groep Nederland B.V.

Kloveniersburgwal 6

1012 CT Amsterdam

Niederlande

 

Mitten in Amsterdam, nur wenige Meter vom Nieuwmarkt entfernt und direkt am Ufer des Kloveniersburgwal, liegt die kleine Brauerei „De Bekeerde Suster“ der Beiaard Groep Nederland, die wir am 6. Juni 2009 besuchten. Die Beiaard Groep betreibt eine Reihe von Bierlokalen in Amsterdam und anderen Städten, und hier, am Kloveniersburgwal, auch eine kleine Gasthausbrauerei.

 

Ein urgemütlicher Schankraum, der heute, bei warmem Frühsommerwetter, natürlich leer stand, und eine kleine Terrasse zum Wasser hin empfingen uns. Wir setzten uns zu den anderen Gästen raus auf eine Holzbank, genossen den Blick auf die Gracht, und beschlossen, nicht eher wieder weg zu gehen, als bis wir alle hier gebrauten Biersorten durchprobiert hatten. Das war allerdings leichter erledigt, als gedacht, denn die freundliche, wenn auch recht langsame Bedienung musste unsere Erwartungen etwas enttäuschen: Von den vielen im Internet und auf der Speisekarte erwähnten Bieren gäbe es derzeit nur das Blonde Ros und das Witte Ros. Ersteres ein blumiges, aromatisches und malziges Helles, und das Zweite ein Belgisches Wit, also ein Weizenbier mit Koriander und anderen Gewürzen. Nun, junge Frau, dann also diese beiden, alstublieft!

 

Beide Biere hielten, was die Beschreibung versprochen hatte, und auch wenn das Wit die Zunge schon sehr nachhaltig mit einer hefigen Bittere belegte, waren wir nicht unzufrieden.

 

Dazu gab es recht leckeres Essen, den typischen Amsterdamer Stilmix zwischen internationaler und surinamesischer Küche. Und für Amsterdamer Verhältnisse durchaus preiswert.

 

Zur Abrundung des Besuchs schaute ich mir die auf Hochglanz polierte kupferne Brauanlage etwas genauer an, bestaunte den auffälligen kupfernen Trichter an einem der Bottiche, und dann zog es uns allerdings auch schon weiter, weiteren touristischen „Abenteuern“ entgegen…

 

Impressionen: De Bekeerde SusterBeiaard Groep Nederland B.V.

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)

 

 

 

Švyturio Alaus Darykla

 

Švyturio Alaus Darykla

Kūlių Vartų Gatvé 7

91250 Klaipėda

Litauen

 

Immer der Nase nach – das ist das einfachste Rezept, wenn man von der Altstadt Klaipėdas aus die Brauerei Švyturis finden möchte. Wenn die Braukessel unter Dampf sind, dann zieht der Geruch der Maische und des Hopfens in dicken Schwaden durch die Gassen.

 

Zwar heißt „Švyturis“ Leuchtturm, aber einen Leuchtturm wird man auf dem Gelände der Brauerei vergeblich suchen. Stattdessen findet man riesige, seelenlose und recht verfallen wirkende Industriegebäude. Am Nebengebäude, offensichtlich einem Sendeturm der litauischen Staatspost, sieht man eine viele Meter hohe Reklame des Švyturis-Bieres, das ist aber auch schon alles. Aber durch diesen Sendeturm wird wenigstens eine Minimalassoziation zum Leuchtturm hergestellt.

 

Neben der Reklame und dem Geruch ist der einzige Hinweis auf die Brauerei die ordentliche Beschriftung des Eingangs, natürlich nicht ohne den Zusatz, dass es sich hier um einen Betrieb der Carlsberg Group handelt. Der Gründer der Brauerei, der Memeler Händler J. W. Reincke, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was aus seinem kleinen Familienbetrieb aus dem Jahr 1784 geworden ist.

 

Während die Brauerei, trotz ihrer langen Geschichte, also völlig unattraktiv ist (und heute, am 25. Juli 2011, auch noch im Eingangsbereich renoviert wird), sind die Biere – obwohl kommerzielle Massenprodukte – gar nicht schlecht. Man findet sie nicht nur in Klaipėda, sondern überall in Litauen, und es gibt beileibe nicht nur ein schwach gehopftes Helles, sondern auch Weizen, Dunkles, Unfiltriertes, Bock und ein Memelbräu – letzteres wahrscheinlich für die vielen deutschen Urlauber, und insbesondere die unverbesserlich Gestrigen, gebraut.

 

Impressionen: Švyturio Alaus Darykla

 

nach oben (Übersicht Buchstabe „S“)

 

zurück (Rubrik „Bier vor Ort“)