Brunnenbräu Hausbrauerei – Das Original – seit 1997

Bier vor Ort

 

 

Bier vor Ort

 

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Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH

Waldkasino – Erfurter Brauereigaststätte

Brauhaus am Waldschlösschen

Wallbräu Schweinfurt

Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG

Warzelnia Piwa Bydgoszcz

Weib’s Brauhaus

Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

Weißes Brauhaus im Tal

Klosterbrauerei Weltenburg GmbH

1516 WestParkBräu GmbH

De Sint-Sixtusabdij van Westvleteren

Kurfürstliche Weyberbräu GmbH

Weyermann’sche Versuchsbrauerei

Brauerei-Gasthof Wichert KG

Wichtel Hausbrauerei Ditzingen / Ditzinger Wichtel GmbH & Co KG

Browar Widawa / Gospoda pod Czarnym Kurem

Bürgerliches Brauhaus Wiesen GmbH & Co. KG

Windesheimer Brauhaus GmbH

Brauhaus Wittenberg GmbH

Brauerei C. Wittmann oHG

Woinemer Hausbrauerei Hardt und Andreas oHG

Hofbrauhaus Wolters GmbH

 

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Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH

 

Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH

Waldhaus 1

79 809 Weilheim – Waldhaus

Baden Württemberg

Deutschland

 

Eine winzige Häusergruppe, bestehend aus der Brauerei, dem Brauereigasthof und vielleicht noch zwei oder drei weiteren Gebäuden, das ist das Dorf Waldhaus. Wäre es nicht direkt an der B 500 im Südschwarzwald gelegen, man würde es auf der Landkarte und in der Realität vermutlich vergeblich suchen.

 

Wir haben es am 31. Dezember 2009 aber problemlos gefunden. Durch große Glasscheiben grüßen kupfern glänzende Braukessel, und direkt daneben befindet sich der Brauereigasthof. Frisch renoviert, sehr schön eingerichtet und mit solider Handwerkskunst geschmückt: Holzarbeiten, die Gerstenähren und Hopfendolden zeigen, metallene Geländer, die ebenfalls Gerstenähren und Hopfendolden darstellen, und insgesamt eine warme einladende Atmosphäre.

 

Die Bierauswahl ist exzellent: Man bekommt sechs verschiedene Sorten vom Fass, darunter das unfiltrierte, naturtrübe Kellerbier „Ohne Filter“, würzig aromatisch, aber auch der saisonale helle Doppelbock, der gefährlich süffig und leicht herb die Kehle hinunterfließt, und schließlich das Schwarzwälder Weizen, ein wunderbar fruchtiges, intensiv bananiges Hefeweißbier. Mehr als diese drei Bierproben waren aber leider nicht drin, es lag noch ein langer Tag vor uns, aber es war klar: Ein Braumeister, der drei so unterschiedliche Biere jeweils so exzellent braut, der kann was!

 

Und der Küchenchef des Brauereigasthofes stand ihm in nichts nach. Die beiden herrlichen Salatteller, die wir gegessen haben, waren einfallsreich und exquisit, und auch an den Nachbartischen: Überall nur zufriedene Gesichter. Dazu eine freundliche, blitzschnelle und professionelle Bedienung – hier stimmte alles. Und so luden wir, bevor wir weiterfahren mussten, schnell noch den Kofferraum mit vielen Flaschen Waldhaus-Bier voll und merkten uns die Adresse gut!

 

Impressionen: Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH

 

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Waldkasino – Erfurter Brauereigaststätte

 

Waldkasino – Erfurter Brauereigaststätte

Waldkasino 2

99 096 Erfurt

Thüringen

Deutschland

 

Im sogenannten „Oberen Dichterviertel“ des Erfurter Stadtteils Löbervorstadt, einem von kleinen Häusern und viel Grün dominierten Stadtteils im Süden Erfurts liegt das Waldkasino, eine typische Ausflugsgaststätte. Insbesondere im Sommer ist es für die Erfurter eine gut gepflegte Tradition, hier hinaus zu fahren oder zu wandern und im großen Biergarten ein Bier zu genießen und eine Kleinigkeit zu essen. Und besonders schön ist dies natürlich, wenn das Bier sogar vor Ort gebraut wird.

 

Im Waldkasino haben wir am 16. September 2007 die warme Spätsommersonne im Biergarten mit Blick über Erfurt genossen. Das Essen war rustikal, ließ aber leider ein bisschen Raffinesse vermissen. Dafür waren aber die riesengroßen Eisbecher einsame Spitze. Das Hausbräu war ordentlich, ohne besondere Höhepunkte, aber auch ohne Tiefen.

 

Kleines Manko: Die Bedienung war ein wenig langsam, und eines der Biergläser hatte Lippenstiftreste.

 

Insgesamt aber – trotz allem – ein durchaus angenehmer Nachmittag. Und eine seltene Kombination: Italienische Küche mit selbstgebrautem Bier gibt es in Deutschland meines Wissens nach nicht so oft.

 

Impressionen: Waldkasino – Erfurter Brauereigaststätte

 

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Brauhaus am Waldschlösschen

 

Brauhaus am Waldschlösschen

Am Brauhaus 8b

01 099 Dresden

Deutschland

 

Irgendwie hatte es das Brauhaus am Waldschlösschen gar nicht verdient, dass wir am 19. Juli 2007 hier müde und satt noch eingefallen sind. Wir waren den ganzen Tag unterwegs gewesen und hatten gerade vorher noch gut gegessen. Schwierige Bedingungen, auch für eine gute Brauerei: Wir saßen beim Bier, hatten keinen Hunger und sehnten uns nach einem Bett.

 

Und trotzdem war es schön. Das Weißbier schmeckte schön aromatisch und leicht kümmelig, das Dunkle war weich und mild, und das Helle glänzte mit einem runden, aromatischen Geschmack, zu dem in diesem Fall auch die leichte Diacetylnote passte, die sonst im Bier doch immer verpönt ist.

 

Gemütlich war’s und urig, und wir hatten eine recht nette Bedienung. Vom Biergarten kann man (noch…) über die Elbe in Richtung von Dresdens Innenstadt schauen und ganz entspannt das Leben genießen. Langsam geht die Sonne unter, taucht alles in warme Farben – ein schöner Moment, der noch lange in Erinnerung bleibt.

 

Das Fazit kann also nur lauten: Auch unter schwierigen Bedingungen ist die Prüfung bestanden!

 

(Und in der Historie der Brauerei findet sich eine nette Anekdote, aus der hervorgeht, dass am Waldschlösschen die Bedingungen gelegentlich ganz andere waren [zitiert nach Emil Ulischberger]: Ein wichtiger Tag für die Entwicklungsgeschichte der Dresdner Bierverhältnisse war der 26. März 1838, an welchem Tage die Sozietätsbrauerei auf dem Waldschlößchen für den öffentlichen Ausschank eröffnet wurde. Man vertilgte 5675 Krügel trotz der noch ziemlich rauhen Witterung. Es muß bei dem Gedränge nach dem edlen Naß schon etwas stürmisch hergegangen sein, denn es fanden sich am anderen Tag in dem Schanklokal verschiedene Hutkrempen, Krawattenschleifen, zerrissene Manschetten, Hutfutter, ein halbes Vorhemdchen, eine Mützenblende, mehrere Stückchen Tuch usw. vor. Sehr gut erinnerlich sind mir noch die Versuche, welche die vornehmen Kreise, namentlich die Damenwelt, mit diesem neuen Gebräu machten. Eine halbe Kanne Waldschlößchen wurde in Weingläsern verteilt, mit Vorsicht geschlürft, und erwartungsvoll harrte man der Folgen dieser Ausschweifung.)

 

Impressionen: Brauhaus am Waldschlösschen

 

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Wallbräu Schweinfurt

 

Wallbräu Schweinfurt

Am unteren Wall 1 bis 4

97 421 Schweinfurt

Bayern

Deutschland

 

Bis heute weiß ich nicht so recht, ob das Wallbräu Hartmann in Schweinfurt, das wir am 29. August 2008 besuchten, tatsächlich eine eigene Brauerei ist, oder nicht. Auf alle Fälle steht groß „Brauerei Hartmann“ an der lauschigen Gartenterrasse angeschrieben, und die junge Bedienung betont, es wäre ein „eigenes“ Bier.

 

Wie dem auch sei, es war urgemütlich auf der Terrasse, und das Bier schmeckte.

 

Impressionen: Wallbräu Schweinfurt

 

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Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG

 

Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG

Domring 4 - 10

59 581 Warstein

Nordrhein Westfalen

Deutschland

 

Routiniert, professionell und effizient, so lief die Besichtigung der Warsteiner Brauerei am 16. November 1987 ab. In einem kleinen Bähnchen wurden wir durch die Produktionsanlagen dieser Bierfabrik gefahren, über Lautsprecher liefen die Erläuterungen ab, und am Ende der Rundfahrt wurden wir rasch noch auf einen kleinen Imbiss und Freibier eingeladen sowie mit Prospekten eingedeckt.

 

Tja, irgendwie unpersönlich, und eher der Faszination der Technik als der des guten Geschmacks erlegen. Gleichwohl, es war ein interessantes Erlebnis – und eines muss man auch dieser großen Brauerei lassen: Man mag über den Geschmack der Industriebiere geteilter Meinung sein, aber es ist nicht einfach, diesen Geschmack ohne spürbare Abweichungen auch bei diesen Produktionsmengen und über lange Zeiträume, also über Jahre hinweg unverändert zu halten.

 

(Obwohl ich sie schon wieder höre, die lästernden Stimmen, die sagen, dass dort, wo kein Geschmack sei, es auch keine Schwierigkeiten bereite, dessen Abwesenheit zu verstetigen…)

 

Impressionen: Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG

 

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Warzelnia Piwa Bydgoszcz

 

Warzelnia Piwa Bydgoszcz

ul. Poznańska 8

85-129 Bydgoszcz

Polen

 

Das Bromberger Venedig, oder polnisch Bydgoska Wenecja ist ein Gebäudekomplex am Ufer des kleinen Flüsschens Młynówka, das die Mühleninsel (Wyspa Młyńska) im Zentrum von Bydgoszcz umspült. In dem steinernen Gebäude „Willa Wenecja“ aus dem neunzehnten Jahrhundert befindet sich seit April 2011 eine Gasthausbrauerei unter dem Namen „Warzelnia Piwa Bydgoszcz“. Auf einer 3,2 hl Anlage der Firma Dreher entstehen hier mehrere verschiedene, mit der Saison wechselnde Biersorten, von denen jeweils vier gleichzeitig im Ausschank sind.

 

Neben selbstgebrautem Bier rühmt sich die Gastronomie der Willa Wenecja mit indischer Küche und einem Weinhandel mit einer riesigen Auswahl. Dieses Weinangebot wird auch im Restaurant für einen fairen Preis ausgeschenkt: Geschäftspreis (Straßenverkaufspreis) plus eine Korkengebühr von 12 polnischen Złoty, etwa drei Euro. Deutlich attraktiver als in den meisten anderen Restaurants.

 

Doch zurück zur Brauerei: Als wir am 23. Juli 2011 die Warzelnia Piwa besuchten, staunten wir zunächst über die großzügige Anlage. –die dritte Dimension spielt in der Architektur eine wichtige Rolle. Auf mehreren Ebenen kann man sitzen, speisen und die Biere verkosten, und zum Ufer der Młynówka hinunter findet sich ein Biergarten auf einer großen Terrasse, der ebenfalls über mehrere Ebenen geht und einen idyllischen Blick auf das Flüsschen und die Mühleninsel bietet.

 

Die Sudanlage greift das Thema „Dritte Dimension“ auf – einer der beiden Kessel ist übertrieben hoch konstruiert und präsentiert sich über zwei Stockwerke hinweg. Das polierte Kupfer harmoniert gut mit den Glas- und Ziegelelementen, die die Schankräume dominieren. Lediglich die Beleuchtung ist so extrem auf modern und technisch dominiert getrimmt, dass es ein wenig an Gemütlichkeit und behaglicher Geborgenheit mangelt.

 

Die Speisekarte ist dreigeteilt – ein Teil „Gerichte zum Wein“, ein Teil „Gerichte zum Bier“ und ein Teil „Indische Küche“. Die Gerichte zum Bier entsprechen den Klassikern, wie man sie fast überall in den Gasthausbrauereien antrifft. Und die indische Küche lässt leider ein wenig zu wünschen übrig. Klassisch europäische Küche mit ein paar exotischen Gewürzen ist noch nicht gleich indisch. Auch wenn das Essen gut schmeckt – es hat den selbst gestellten Anspruch verfehlt.

 

Die vier Biere, die heute angeboten wurden, konnte man in einem kleinen Tester bestellen: vier mal 0,125 Liter. Sehr schön, vor allem, wenn man schon mittags da ist und sich nicht gleich in den alkoholischen Orbit beamen möchte. Das „Venediger Pils“ machte seine Sache gut – ordentlich gehopft, frisch und aromatisch kam es stimmig daher. Etwas aufdringlich, aber dennoch lecker das dunkle Honigbier, dem der Honig aber offensichtlich erst nach der Endvergärung zugesetzt worden war. Das englische Ale unter dem Namen „Ale Budegac“ ist angeblich doppelt gehopft, seine Bittere war aber nicht sehr fein, sondern breit, die Zunge belegend und kratzig. Schade. Und zum Weizen sage ich lieber nicht viel. Faulig wirkte es und war leider untrinkbar. Von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ war also alles dabei.

 

Die Bedienungen waren durchweg schnell, sehr aufmerksam und wirklich rundum freundlich, so dass wir trotz des abgrundtief schlechten Weißbiers nicht unzufrieden gingen. Hoffen wir, dass die Qualität der Biere sich im Laufe der Zeit noch stabilisieren wird und dass das Personal so angenehm bleibt.

 

Impressionen: Warzelnia Piwa Bydgoszcz

 

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Weib’s Brauhaus

 

Weib’s Brauhaus

Untere Schmiedgasse 13

91 550 Dinkelsbühl

Bayern

Deutschland

 

Wohl jeder kennt die wunderschöne Altstadt von Dinkelsbühl, in der der Besucher sich in einer Zeitreise zurück ins Mittelalter versetzt fühlt – herrlich renovierte Altbauten so ganz ohne die sonst leider allgegenwärtige, bunte und kitschige Reklame. Und so ist auch Weib’s Brauhaus nur dezent mit dem entsprechenden Schriftzug bemalt und fällt zunächst gar nicht auf.

 

Wir hatten am 9. Mai 2010 leider das Pech, nur an einem Nachmittag ein Stündchen Zeit zur Einkehr zu haben, und genau in diesem Zeitfenster war die Küche des Brauhauses geschlossen, die Schankstube gähnend leer. Wir setzten uns trotzdem für einen Moment hinein, verkosteten die beiden angebotenen Biere und machten ein wenig Pause.

 

Das Helle schmeckte sehr mild, fast schon süßlich, war aber angenehm und süffig. Das Weizen hingegen roch ein wenig käsig und schmeckte auch so – das war nicht mein Fall.

 

Wir schauten uns noch die mitten in der Gaststube stehende, kupfern glänzende Sudanlage an und erspähten hinter einem großen Glasfenster auch die Lagertanks und die offenen Gärbottiche aus Edelstahl. Schön präsentiert, und auch die Bedienungen waren nett und freundlich.

 

Impressionen: Weib’s Brauhaus

 

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Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

 

Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

Alte Akademie 2

85 354 Freising / OT Weihenstephan

Bayern

Deutschland

 

Der 9. Mai 2009 brachte mir die Gelegenheit, die älteste Brauerei der Welt, die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan zu besuchen. Viel hatte ich vorher schon davon gehört, wenn auch die meisten Geschichten und Erzählungen sich um die Fakultät für Brauwesen der Technischen Universität München rankten und weniger die Brauerei selber betrafen.

 

Der Bus brachte uns bis fast vor den Eingang des Bräustüberls, und hier ließen wir uns zunächst ein ordentliches Mittagessen schmecken. Das Essen war prima, die Bierkarte sehr umfangreich, und so konnten wir hier einige leckere Biere vom Fass verkosten. Und zusätzlich aus der Flasche einen hervorragenden Weizenbock, den Vitus.

 

Wir hatten das Glück, dass wir von einer aufmerksamen und blitzschnellen jungen Dame bedient wurden (Herzlichen Dank, Barbara!), denn in anderen Bereichen herrschte offensichtlich ein recht unorganisiertes Treiben. Die Terrasse, obwohl noch lange nicht voll besetzt, wurde mit der Begründung, es wäre überfüllt, geschlossen, und eine Kellnerin erdreistete sich sogar, einen Reisebus aus Slowenien wieder fortzuschicken – es gäbe keine Plätze mehr.

 

In Wirklichkeit war das Bräustüberl bei weitem nicht ausgereizt – wohl aber die Organisation der Bedienung. Ein heilloses Durcheinander herrschte, und wenn zum wiederholten Mal von unterschiedlichen Kellnern am gleichen Tisch gefragt wird, ob man schon bestellt habe, zeugt das von zwar motivierten Kellnern, aber wirklich schlechtem Management.

 

Wahrlich kein Aushängeschild für eine der berühmtesten Brauereien der Welt…

 

Nach dem Essen beschränkten wir die Brauereibesichtigung auf ein paar kurze Blicke von außen – angesichts des Durcheinanders im Bräustüberl war uns die Lust vergangen, und wir hatten mit einem detaillierten Rundgang durch die Räumlichkeiten der Fakultät für Brauwesen wahrlich Besseres vor. Aber das ist dann eine andere Geschichte…

 

Impressionen: Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

 

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Weißes Brauhaus im Tal

 

Weisses Brauhaus im Tal

Im Tal 7

80 331 München

Bayern

Deutschland

 

Wird hier überhaupt noch gebraut? Wohl nicht. Aber als Brauereiausschank der Schneider Weißbierbrauerei aus Kelheim zählt das Weiße Brauhaus im Tal allemal.

 

Insbesondere, da es hier eine Bierspezialität gibt, von der sich Kenner (fälschlicherweise, allerdings) mit verschwörerischer Miene zuraunen, es gäbe sie nur hier und im Mutterhaus in Kelheim. Und auch nicht das ganze Jahr über. Und selbst, wenn es sie gäbe, rücke das Personal sie nur äußerst ungern heraus…

 

Wovon die Rede ist? Vom Schneider Aventinus Weizen Eisbock. 28 % Stammwürze und 12 % Alkoholgehalt sind die Eckdaten. Jede Flasche einzeln durchnummeriert. Ein Traum.

 

Ein Traum, den ich am 22. März 2008 vor Ort zu verkosten die Gelegenheit hatte.

 

Und ich schließe mich in vollem Umfang der schwärmerischen Beschreibung dieses Kronjuwels unter den Weizenböcken an – wörtlich so, wie es in der Getränkekarte verzeichnet steht:

 

„Mahagonifarben, fast schwarz, erinnert der Eisbock im Geruch an würzige Pflaumen mit einem Hauch von Bittermandel und Marzipan. Das Geschmackerlebnis beginnt mit einer ausgewogenen, cremigen Süße, die in ein Feuerwerk aus Bananen, Nelkenaroma und getrockneten Feigen übergeht und mit einem feinen Schokoladeneindruck ausklingt. Die komplexe Geschmacksvielfalt hinterlässt ein angenehm mildes und erwärmendes Gefühl auf dem Gaumen.“

 

Und so führen wir das urige, typisch münchnerische, rustikale Weiße Brauhaus hier in der Rubrik „Bier vor Ort“ mal so auf, als sei es eine „echte“ Brauerei. Wert ist es das allemal.

 

Impressionen: Weisses Brauhaus im Tal

 

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Klosterbrauerei Weltenburg GmbH

 

Klosterbrauerei Weltenburg GmbH

93 309 Kelheim

Bayern

Deutschland

 

Die älteste Klosterbrauerei der Welt – eine starke Aussage! Ein Kloster, dessen Vorläufer aus dem Jahre 617 stammen, und eine Brauerei, die 1050 gegründet worden ist – mithin fast 1000 Jahre alt ist. Trotz dieser schier unendlich langen Historie aber dennoch eine Brauerei, die sich dem Fortschritt nicht verschließt und die auch Tradition zugunsten wirtschaftlichen Denkens und Handelns über Bord wirft – wird doch mittlerweile ein gehöriger Anteil der Biere, die unter der Marke „Weltenburger“ beworben werden, nicht mehr in der Klosterbrauerei selbst, sondern nach „Original Rezept“ an anderer Stelle, nämlich bei der Brauerei Bischofshof in Regensburg, gebraut.

 

Trotzdem lohnt sich ein Besuch des Klosters und der Brauerei direkt hinter dem Donaudurchbruch jederzeit – die wunderschöne Lage des Biergartens nur wenige Schritte vom Kiesstrand der Donau entfernt lässt das leckere Bier gleich doppelt gut schmecken!

 

Zum ersten Mal habe ich die Brauerei am 20. August 2003 besucht – auf der anderen Seite der Donau geparkt, mit dem Boot übergesetzt, und schon empfing uns der herrliche Biergarten, in dem wir das leckere und rustikale Essen und das – trotz allem – immer noch sehr gute Bier genossen haben.

 

Fast acht Jahre später hatte ich im Rahmen der Tour de Bier 2011 erneut die Möglichkeit, die Brauerei Weltenburg zu besuchen, und diesmal sogar mit Besichtigung:

 

Bereits am frühen Vormittag des 14. Mai 2011 waren wir mit einem der ersten Schiffe durch den Donaudurchbruch gefahren und haben am Kloster Weltenburg angelegt. Der Biergarten in der noch nicht zu warmen Sonne war bereits in Betrieb, aber es waren noch viel Plätze frei, so dass wir es uns hier problemlos gemütlich machen und bei einem ersten Bier auf die Brauereibesichtigung warten konnten.

 

Leider hatte es irgendwo bei der Planung ein Missverständnis gegeben, so dass wir statt gegen elf Uhr erst gegen halb zwei mit der Brauereibesichtigung beginnen konnten – aber besser spät, als nie. Zwar ist das Sudhaus angesichts der Bekanntheit der Marke Weltenburger überraschend klein – aber da ja ein großer Teil des Weltenburger Produktportfolios zur Bischofshof-Brauerei ausgelagert ist, stellt dies kein Problem dar.

 

Überraschend hingegen die Tatsache, dass wir im Rahmen der Brauereibesichtigung zwar die Möglichkeit bekamen, drei Weltenburger Biere zu verkosten, dass diese aber aus der Flasche ausgeschenkt wurden – sehr ungewöhnlich. Geschmeckt haben sie trotzdem, insbesondere nach dem freundlichen Hinweis unseres Führers, dass wir die hübschen Probiergläser als Souvenir behalten dürften.

 

Impressionen: Klosterbrauerei Weltenburg GmbH

 

The oldest monastery brewery in the world – what a strong statement! A monastery, whose precursor dates from the year 617, and whose brewery was founded in 1050, about 1000 years ago! Despite this seemingly endless history, the brewery does not exclude progress, and is even prone to throw overboard its old traditions when it comes to economic thoughts and action: It is a significant part of the beer portfolio, which is not brewed on the Weltenburg premises anymore, but in the Bischofshof Brewery in Regensburg and sold under the trademark of Weltenburger.

 

Nevertheless, a visit to the monastery is still worth the effort, and the brewery with its nice beer garden is perfectly located at the pebble beach of the Danube – a place where the beer tastes twice as good as everywhere else!

 

For the first time, I visited the brewery on 20th August 2003. We just left the car at the other side of the Danube, crossed over by boat, and then entered the wonderful beer garden, where we enjoyed the rustic, but delicious food and the very good beer.

 

It was almost eight years later, when during the Tour de Bier 2011 I had the opportunity to visit the brewery a second time – and this time the visit included a brewery tour.

 

Already in the early morning of 14th August 2011, we arrived with one of the first ships going through the Danube Gorge this day. The beer garden was already open, but not too many people have been sitting in the warm morning sun, yet. Plenty of seats were available, so we could find a comfortable place, have a beer and wait for the brewery tour...

 

... which in fact, due to some misunderstandings, took place at half past one instead of eleven o’clock – but better late, than never! Given the notoriety of the Weltenburger brand, the brew house is surprisingly small – a large portion of the portfolio is outsourced to Bischofshof Brewery in Regensburg.

 

Surprisingly however, the fact that during the brewery tour we got the opportunity to taste three of the great beers produced on the premises, but they were poured from the bottle – very unusual! Anyway, they tasted good, and it was a nice gesture from our tour guide to allow us to take the pretty glasses as a souvenir.

 

Impressions: Klosterbrauerei Weltenburg GmbH

 

Najstarszy browar klasztorny na świecie – silne potwierdzenie! Prekursor klasztoru pochodzi z roku 617go, a browar założono w 1050ym roku, prawie 1000 lat temu! Pomimo tego długiej historii, browar otwieral się do postępu i do ekonomicznego rozwoju, a nie zamyka się nawet do wyrzucenia tradycji. Znaczna część piw pod marką „Weltenburger” produkuje się już nie na miejscu w klasztorze, lecz w Browarze Bischofshof w Ratyzbonii.

 

Niemniej jednak, warto wizytować klasztor i browar – a pięknie lokalizowany ogród piwny zaledwie kilka kroków od kamienistej plaży Dunaju zaprasza na smaczne piwo!

 

Po raz pierwszym byłem na miejscu 20go sierpnia 2003go roku. Zaparkowałem samochód po drugiej stronie Dunaju, przekroczyłem rzeką łodzią, i już siedziałem w ogrodzie piwnym, w którym mieliśmy pyszne i rustykalne jedzenia i smaczne piwo.

 

Prawie osiem lat później, w ciągu Tour de Bier 2011 miałem możliwość ponownego zwiedzania browaru i klasztoru, a w tym przypadku nawet razem z wizytą samego browaru.

 

Już na przyranek 14go Maja 2011go roku jednym z pierwszych statków tego dnia dopływaliśmy przez wąwóz Dunaju do klasztoru Weltenburg. Słońce świeciło ciepło, a w ogrodzie piwnym o tej porze jeszcze dużo miejsc. Przy smacznym piwie czekaliśmy na zwiedzanie browaru, które niestety odbywało się o pół do drugiej zamiast umówionego terminu o jedenastej – ale lepiej późno niź w cale nie.

 

Biorąc pod uwagę słynność marki Weltenburger, warzelnia jest stosunkowo mała – ale to jest skutkiem tego, że dużą część portfelu produkuje się w browarze Bischofshof, a nie tutaj na miejscu.

 

Zaskakujący jednak fakt, że co prawda mieliśmy możliwość degustacji kilku piw, ale wylano je z butelki, a nie z beczki – bardzo nietypowy! Smakowały dobrze, a było to miły gest naszego przywódcy, że otrzymaliśmy piękne szklanki do degustacji jako prezent, jako pamiątkę.

 

Wrażenia: Klosterbrauerei Weltenburg GmbH

 

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1516 WestParkBräu GmbH

 

1516 WestParkBräu GmbH

Am Westpark 6

85 057 Ingolstadt

Bayern

Deutschland

 

Der Ingolstädter Westpark ist ein riesiges Einkaufszentrum und Gewerbegebiet südwestlich des Audi-Werks – und mittendrin befindet sich die Gasthausbrauerei WestParkBräu, die ich am 8. Mai 2009 besuchte.

 

Ein recht großes Wirtschafts- und Schankareal, sicherlich geeignet, an umsatzstarken Einkaufstagen hunderte von erschöpften Käufern zu verköstigen und wieder aufzupäppeln. Allerdings ist der Bereich durch unterschiedliche Fußböden, verschiedene Ebenen und Unterteilungen und durch die zentral gelegene Sudanlage so gegliedert, dass gar nicht auffällt, wie viele Menschen hier wirklich Platz finden können. Auch die Bühne, auf der regelmäßig Livemusik und komödiantische Darbietungen stattfinden, ist dezent in das Gesamtbild integriert.

 

Wir freuten uns über die hier angebotenen Fassbiere, wenn auch das „Gold ohne Filter“ sehr mild, geradezu zuckrig süß daherkam und noch nicht ganz ausgegoren wirkte. Dafür war der etwas dunklere „Grüne Gerstensaft“, ein Bio-Bier, wesentlich besser. Zwar ebenfalls mild, aber ausgegoren und kräftig aromatisch. Der leckere Salatteller dazu war preiswert und sättigte gut. Dazu eine junge, zwar völlig unerfahrene, aber sehr freundliche Bedienung, die sich heute tapfer durch ihren ersten Arbeitstag kämpfte.

 

Vor dem Eingang des Einkaufszentrums findet sich noch ein kleiner Biergarten, der zum WestParkBräu gehört. Fragwürdige Gemütlichkeit, da direkt am viel befahrenen Großparkplatz gelegen – aber bei sonnigem Wetter sicherlich eine gute Möglichkeit, die Zeit bei ein paar Bierchen zu überbrücken, während die Ehefrau Schuhe oder Sonstiges anprobieren geht…

 

Insgesamt ein nettes Erlebnis – mit zwar eingeschränkt gemütlichem, aber in dieser Umgebung absolut angemessenem Ambiente.

 

Impressionen: 1516 WestParkBräu GmbH

 

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De Sint-Sixtusabdij van Westvleteren

 

De Sint-Sixtusabdij van Westvleteren

Donkerstraat 13

8640 Westvleteren

Belgien

 

Das Trappistenkloster Westvleteren wurde im Jahr 1831 gegründet, und bereits acht Jahre später entstand hier die erste Brauerei. Während die meisten der anderen Trappistenbrauereien jedoch ihr Bier in durchaus größeren Mengen herstellen, folgt man in Westvleteren dem Anspruch „Wir leben nicht, um zu brauen, sondern wir brauen, um zu leben!“ und braut nur so viel Bier, dass es zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Mönche im Kloster ausreicht. Das Bier aus Westvleteren ist also immer knapp.

 

Nachdem das Westvleteren 12 als „bestes Bier der Welt“ ausgezeichnet wurde, kam es allerdings zu einem Run auf dieses Bier, der die Kapazitäten der Brauerei bei weitem übertraf. Mittlerweile wird das Bier daher nur noch in Höchstmengen von einem Kasten zu 24 Flaschen an Kunden abgegeben, die sich vorher telefonisch und unter Angabe ihres Fahrzeugkennzeichens registriert haben.

 

Weder das Kloster noch die Brauerei sind für den Publikumsverkehr geöffnet. Gegenüber dem Kloster befindet sich aber das Café „In de Vrede“, das ein wenig Hintergrundinformationen über die Brauerei liefert und in dem man das Bier auch flaschenweise bestellen und trinken kann. Und, wenn man Glück hat, so wie wir am 17. Oktober 2012, kann man auch ein Verkostungspaket des Bieres kaufen: 2 Flaschen Helles Westvleteren 6, eine Flasche Westvleteren 8, eine Flasche Westvleteren 12 (das angeblich „weltbeste“ Bier) sowie ein Kelchglas befanden sich darin.

 

Impressionen: De Sint-Sixtusabdij van Westvleteren

 

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Kurfürstliche Weyberbräu GmbH

 

Kurfürstliche Weyberbräu GmbH

Kurfürst Eppstein Ring 6

63 877 Sailauf

Bayern

Deutschland

 

Ein kurfürstliches Brauhaus, so dachte ich ob des Namens am 16. Juni 2006, als ich in Richtung Sailauf fuhr. Altes Natursteingemäuer tauchte vor meinem inneren Auge auf, Stuckarbeiten, edles Holz und Bedienungen in historischer Tracht…

 

Die Realität konnte entgegengesetzter nicht sein: Ein modernes Brauhaus mitten in einem Industriegebiet, mit einer nicht ungemütlichen, aber neuzeitlichen Terrasse und mit kupferglänzenden Braukesseln im Inneren vor einer himmelblau gestrichenen Wand mit weißen Wölkchen.

 

Natürlich war es nicht schlecht hier, das Bier schmeckte gut, die Bedienung war freundlich, und der Mittagstisch war preiswert – aber nach wie vor habe ich das Gefühl, dass das Attribut „kurfürstlich“ nicht so wirklich passend ist.

 

Impressionen: Kurfürstliche Weyberbräu GmbH

 

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Weyermann’sche Versuchsbrauerei

 

Weyermann’sche Versuchsbrauerei

Brennerstraße 17

96 052 Bamberg

Bayern

Deutschland

 

Weyermann – ein Name, der in der Welt der professionellen Brauer, aber auch unter uns Hobbybrauern, einen guten Klang hat. Eine Mälzerei, die für ihre Spezialmalze bekannt ist.

 

Seit 2003 hat diese Mälzerei eine eigene kleine Versuchsbrauerei mit zweieinhalb Hektolitern Ausschlagmenge, gebaut von der Firma Kaspar Schulz. Sie dient – wie ihr Name schon sagt – dazu, die Eignung der hier in Bamberg produzierten Malzsorten für bestimmte Bierstile zu testen, neue Bierrezepte zu kreieren, aber auch nicht zuletzt dazu, für Gäste und Freunde der Weyermann Mälzerei ein eigenes, vor Ort gebrautes Bier anbieten zu können.

 

Am 13. November 2004, am 17. November 2007 und am 12. November 2011 hatte ich die Möglichkeit, diese Brauerei zu besichtigen:

 

Die Firma Weyermann veranstaltet alljährlich am Sonnabend nach der Messe „Brau Beviale“ in Nürnberg eine „Bavarian Party“, eine Art Tag der offenen Tür für die Geschäftspartner der Firma. Alle Türen der Mälzerei stehen den Besuchern offen, es gibt ein großes Unterhaltungsprogramm mit Künstlern unterschiedlicher Art, Kaffee und Kuchen, Musik und abends ein großes und hervorragendes Buffet. Die Vertriebspartner von Weyermann in Polen, nämlich das junge Team des Hausbrauversandes Browamator um Ziemowit Fałat, waren auch eingeladen, und so hatte ich als deren Freund (und gerne gesehener Hobby-Dolmetscher) in ihrem Gefolge schon dreimal die schöne Gelegenheit, bei der Bavarian Party dabei zu sein, die Versuchsbrauerei zu sehen und eine Reihe hier produzierter Biere zu verkosten.

 

Ein jedes Mal wieder rundum schönes Erlebnis.

 

Impressionen: Weyermann’sche Versuchsbrauerei

 

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Brauerei-Gasthof Wichert KG

 

Brauerei-Gasthof Wichert KG

Alte Reichsstraße 50

96 215 Lichtenfels / Oberwallenstadt

Bayern

Deutschland

 

Bereits im Jahre 1863 wurde die Brauerei in Lichtenfels-Oberwallenstadt an der Alten Reichsstraße von Nikolaus Pabst gegründet. Der Name Wichert taucht zum ersten Mal im Jahr 1940 auf, und seit 1996 trägt die Brauerei den heutigen Namen „Brauerei-Gasthof Wichert KG“. Sie ist die letzte Brauerei in der Stadt Lichtenfels, und als kleiner Familienbetrieb, der sich stark auf die eigene Gastwirtschaft und – im Sommer – den großen Biergarten abstützt, behauptet sie sich tapfer auf einem zunehmend schwierigeren Markt.

 

Gebraut werden hier drei Sorten Bier – ein Edel-Pils, mit kräftigem Hopfenaroma und einer leicht metallischen, aber nicht unsympathischen Note; ein Dunkles, das aber gar nicht richtig dunkel, sondern lediglich kupferfarben ist, dafür aber mit einer herrlichen, subtilen Rauchnote aufwartet – ein wunderbares Bier; und schließlich zur Weihnachtszeit der Doppelbock, der als einziges der drei Biere in der Gastwirtschaft nicht vom Fass ausgeschenkt wird.

 

Braumeister Michael Wichert steht häufig selber hinter der Theke und schenkt „sein“ Bier aus, so auch am 27. Dezember 2011, als wir die Brauerei besuchten. Die Gastwirtschaft ist ein wenig altmodisch, aber gemütlich eingerichtet – alles ist sehr gepflegt und gut erhalten, und so besteht auch kein Bedarf, das Mobiliar, das bestimmt schon aus den sechziger Jahren stammt, auszuwechseln. Die Speisekarte wartet mit guten fränkischen Spezialitäten auf: leckere, deftige Küche zu niedrigen Preisen. Und wie so oft in Franken: Die Wirtschaft dient auch als erweitertes Wohnzimmer der Einheimischen. Wer möchte, kann hier bei einem kleinen Glas Bier lange Zeit verbringen, ohne dass er zu weiterem Verzehr genötigt wird. Ein Ort der Einkehr und Ruhe – sehr schön.

 

Impressionen: Brauerei-Gasthof Wichert KG

 

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Wichtel Hausbrauerei Ditzingen

Ditzinger Wichtel GmbH & Co KG

 

Wichtel Hausbrauerei Ditzingen

Ditzinger Wichtel GmbH & Co KG

Korntaler Straße 4

71 254 Ditzingen

Baden Württemberg

Deutschland

 

Als ich am 11. Februar 2006 die Wichtel-Hausbrauerei in Ditzingen besuchte, war ich genervt von einer langen, staugeplagten Autofahrt und hatte mir die leckeren Hausbiere zur Entspannung wohl verdient. So entspannt war ich nach deren Genuss, dass ich mir zwar noch die Hausbrauerei ein wenig näher anschaute, aber völlig vergaß, auch nur ein einziges Foto zu machen…

 

Und so bleiben zur fotografischen Dokumentation nur zwei Bilder von den Bieren, die ich trank: Einem Weizen und einem Pils. Beide sehr wohlschmeckend, aromatisch und süffig. Serviert von freundlichem, jungem Personal, und so bleiben die Erinnerungen an diesen Brauereibesuch auch durchweg positiv.

 

Umso ärgerlicher nun, dass es zunächst bei Erinnerungen bleiben wird, denn im Jahr 2008 wurde im Anwesen in der Korntaler Straße der Braubetrieb eingestellt. Das Gebäude war renovierungsbedürftig und eine entsprechende Investition hätte sich wohl offenkundig nicht mehr gelohnt. Nun ist dies eine Nachricht, die enttäuscht, gleichwohl, es gibt auch Positives zu vermelden: Der Ditzinger Wichtel soll an anderer Stelle wieder auferstehen, zentrumsnah, und sogar mit Biergarten. Für 2009 ist die Eröffnung des neuen Wichtels geplant, wenn…

 

…ja, wenn der derzeitig laufende Rechtsstreit entsprechend endet. Nachbarn der zukünftigen Lokalität haben geklagt, gegen Lärmbelästigung und Braugeruch, und sollte dieser Prozess nicht im Sinne der Brauerei ausgehen, oder sich zu lange hinziehen, dann wird es den Ditzinger Wichtel nicht mehr geben. Nach ungefähr 20 Jahren würde die Tradition hier endgültig unterbrochen, und wahrscheinlich würde irgendwo anders ein Wichtel entstehen.

 

Warten wir es ab.

 

Nachtrag: Im Oktober 2011 haben nun nach Beilegung des Rechtsstreits mit erheblicher Verzögerung die Bauarbeiten begonnen, und man ist optimistisch, den Ditzinger Wichtel Ende des Jahres 2012 wieder eröffnen zu können.

 

Impressionen: Wichtel Hausbrauerei Ditzingen – Ditzinger Wichtel GmbH & Co KG

 

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Browar Widawa / Gospoda pod Czarnym Kurem

 

Browar Widawa / Gospoda pod Czarnym Kurem

ulica Wrocławska 97

55-003 Chrząstawa Mała

Polen

 

Etwa 15 km außerhalb von Breslau in einem winzigen Örtchen namens Chrząstawa Mała, einem dieser Orte, die man definitiv nicht zufällig anfährt, befindet sich seit fast 100 Jahren, genauer seit 1914, ein vor dem Krieg so genanntes „Dorfgasthaus mit Tanzsaal“. 2004 wurde es komplett umgebaut und renoviert und beherbergt seitdem eine gehobene Gaststätte. Ende 2011 kam dann eine kleine Brauerei hinzu, und im ehemaligen Tanzsaal blinkt und glänzt nun die polierte 10-hl-Anlage der Firma Kaspar-Schulz aus Bamberg.

 

Wojciech Frączyk braut auf dieser wunderschönen Anlage seine wirklich ausgezeichneten Biere. Als „Standardbier“ bietet er ein kräftig gehopftes, wunderbar aromatisches und – ungewöhnlich für eine kleine Gasthausbrauerei – ausreichend lang und kalt gelagertes Pilsener an. Daneben gibt es mit Stand 4. Dezember 2012 ein Dampfbier – etwas milder und malziger, runder im Geschmack, aber ebenfalls mit wunderbaren Hopfenaromen versehen. Und schließlich ein Weißbier – volle Bananenaromen, fruchtig und erfrischend. Hier arbeitet und braut jemand, der sein Fach versteht und nicht am falschen Ende, das heißt, an den guten Rohstoffen, spart.

 

Neben den leckeren Bieren gibt es gute und preiswerte, aber qualitativ hochwertige Küche. Eine große Auswahl an typischen polnischen Gerichten, die von bezaubernden und höflichen jungen Damen blitzschnell serviert werden.

 

In unregelmäßigen Abständen braut Wojciech mit einem ehrgeizigen, jungen polnischen Hausbrauer, Tomasz Kopyra, auch mal ein Extrembier. Sei es ein mit 100 Bittereinheiten übermäßig stark gehopftes Ale, sei es ein Bier mit australischem Hopfen, oder eines mit Kaffee. Diese Kreationen gibt es aber in der Gasthausbrauerei nur ganz selten – die Masse der Produktion geht in spezialisierte Bierkneipen in ganz Polen oder wird in Flaschen in einem Dutzend Spezialgeschäften für Bier verkauft. Kaum erfährt die polnische Szene vom Entstehen eines neuen Widawa-Kopyra-Suds, geht im Allgemeinen ein Erdbeben durch die elektronischen Medien, und in Windeseile ist der komplette 1000-l-Sud ausverkauft.

 

Hier in der polnischen Provinz, abseits des Großstadttrubels, ein solches Goldkörnchen zu finden, gehört zu den Highlights im Leben des Bierreisenden. Wojtek, weiter so!

 

Impressionen: Browar Widawa / Gospoda pod Czarnym Kurem

 

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Bürgerliches Brauhaus Wiesen GmbH & Co. KG

 

Bürgerliches Brauhaus Wiesen GmbH & Co. KG

Hauptstraße 97

63 831 Wiesen

Deutschland

 

Bereits am 1. Oktober 1888 wurde das Bürgerliche Brauhaus Wiesen als Aktiengesellschaft gegründet, musste aber mit Beginn des I. Weltkriegs den Betrieb einstellen. Erst 1924 wurde hier der Braubetrieb wieder aufgenommen, dann aber so erfolgreich, dass es trotz erheblicher Schicksalsschläge während des II. Weltkriegs gelang, die Brauerei durchgängig zu betreiben; und bis heute existiert das Brauhaus Wiesen als Familienbrauerei.

 

Auch ohne Biermischgetränke mitzuzählen, kommt das Brauhaus Wiesen auf immerhin neun verschiedene Biersorten, die hier vor Ort produziert werden und mit Schwerpunkt im mainfränkischen Raum vertrieben werden.

 

Ob das wirklich die direkte Strecke zu dieser Brauerei gewesen ist, die wir am 29. August 2008 gefahren sind, daran zweifele ich ja bis heute, aber wir hoppelten auf alle Fälle kilometerweit auf brüchigem Asphalt durch einsame Wälder, bis wir schließlich auf dem Hof der Brauerei ausrollten.

 

Obwohl normaler Werktag, war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Ein hübscher Kühlwagen stand im Hof und brummte vor sich hin, aber sonst war alles wie ausgestorben.

 

Ein paar hundert Meter weiter: Der Brauereigasthof. Totenstille auch hier. Zwar hing noch eine Speisekarte im Glaskasten an der Eingangstür, aber keine Öffnungszeiten waren angeschrieben, alles verriegelt und verrammelt.

 

In einem kleinen Dorfgasthof, noch einmal ein paar Kilometer weiter, haben wir dann doch noch die Gelegenheit gehabt, das Wiesener Bier zu verkosten, und es hat lecker geschmeckt. Und bewiesen, dass die Brauerei wohl doch noch produziert.

 

Impressionen: Bürgerliches Brauhaus Wiesen GmbH & Co. KG

 

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Windesheimer Brauhaus GmbH

 

Windesheimer Brauhaus GmbH

Bergstraße 25

55 452 Windesheim

Rheinland Pfalz

Deutschland

 

Mitten im Ort Windesheim steht eine stillgelegte Brauerei – auf den Kupferkesseln hinter der schmutzigen Scheibe liegt eine dicke Staubschicht, im Hof steht ein Brauerei-Lastwagen mit großer Reklame „Präsidenten-Pils“, dahinter stapeln sich Kisten, Fässer und Flaschen. Das Ganze nur mit einer dünnen Absperrkette von der Ortsdurchgangsstraße getrennt. Gegenüber die Gaststätte „Fuchsbau“, die als Brauereiausschank diente, und noch in Betrieb ist.

 

Und wenige hundert Meter weiter ein Getränkeabholmarkt. Hier kann man Präsidenten-Bier kaufen, allerdings nicht in Windesheim gebraut, wie mir der nette Verkäufer mitteilte, sondern „bei meinem Schulfreund in dessen Brauerei“. Aber es sei geplant, irgendwann auch wieder hier in Windesheim zu brauen – und bis es so weit sei, würde woanders improvisiert. Aber Windesheimer Präsidenten-Bier gebe es weiterhin, und das sei das Wichtigste.

 

Soweit also der Stand am 23. April 2010. Am Tag des Deutschen Bieres. Bleiben wir optimistisch, und schauen wir in Zukunft mal wieder vorbei – vielleicht wird die Brauerei wirklich wieder in Betrieb genommen. Schön wäre es ja!

 

Impressionen: Windesheimer Brauhaus GmbH

 

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Brauhaus Wittenberg GmbH

 

Brauhaus Wittenberg GmbH

Markt 6

06 886 Lutherstadt Wittenberg

Sachsen Anhalt

Deutschland

 

Das Brauhaus Wittenberg liegt günstig gelegen mitten in der Wittenberger Altstadt – verlässt man es durch den Vordereingang, hat man nur wenige Schritte zum Marktplatz, verlässt man den Hintereingang, steht man auf dem hoteleigenen Parkplatz und kann über eine kleine Gasse die Altstadt blitzschnell verlassen.

 

Wir hatten uns am 29. April 2006 hier einquartiert, das überraschend große und ansprechende Zimmer unter dem Schrägdach genutzt und am Abend die rustikale Küche und das gute Bier genossen. Alle drei Sorten, das Weizen, das helle Original und das dunkle Kuckucksbier schmeckten ausgezeichnet.

 

Die kupfernen Sudkessel stehen, wie es sich gehört, mitten im Schankraum; direkt darüber eine Öffnung im Boden der ersten Etage, so dass auch die Gäste, die oben einen Platz gefunden haben, ihr Bier mit Blick auf die Brauerei genießen können. Überall die üblichen dekorativen Kleinigkeiten mit Bier- oder Brauereibezug, und dazu nettes, humorvolles Personal.

 

Für den Sommer – heute war es definitiv zu kalt! – befindet sich im Innenhof ein größerer Biergarten, in dem auch regelmäßig Unterhaltung und Livemusik geboten wird.

 

Das Essen hätte ein wenig einfallsreicher sein können, aber ansonsten waren wir zufrieden und haben uns hier sowohl im Brauereibereich als auch im Hotelzimmer wirklich wohl gefühlt.

 

Impressionen: Brauhaus Wittenberg GmbH

 

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Brauerei C. Wittmann oHG

 

Brauerei C. Wittmann oHG

Bachstraße 12

84 028 Landshut

Bayern

Deutschland

 

Am 25. März 2008 führte uns der Weg nach Landshut, wo wir in dichtem Schneetreiben an der vor den Toren der Kernstadt gelegenen Brauerei Wittmann vorbeifuhren. Eine schmucklose und auf effizienten Betrieb ausgerichtete Industriebrauerei, die auf ihrem Gelände keinen eigenen Ausschank hat. Die einzige lebende Seele, die ich auf dem Brauereigelände sah, erwies sich als nicht gerade helle und war bei der Suche nach einer Brauereigaststätte nicht hilfreich.

 

Auf eigene Faust versuchten wir es in der Altstadt und fanden hier das „Weiße Brauhaus zum Krenkl“, das möglicherweise ein Brauereiausschank ist, der Brauerei Wittmann zumindest aber eng verbunden zu sein scheint und eine große Auswahl von deren Bieren anbietet. Es ist benannt nach dem berühmten Kutscher Franz Xaver Krenkl, der seinerzeit selbst König Ludwig I. mit den Worten „Wer ko’, der ko’!“ überholt haben soll. Ihm zu Ehren findet sich in der Wirtschaft eine mehrere Meter lange Uhr, auf der der Kutscher vor der künstlerisch nachempfundenen Häuserfront Landshuts entlang fährt und mit der Spitze seiner Peitsche die Uhrzeit anzeigt.

 

Das war’s dann aber leider auch schon, was es an Positivem zu bemerken gibt. Das Essen war unteres Mittelmaß, die Bedienung Durchschnitt, das Wittmann-Bier etwas zu warm, so dass wir nur ahnen konnten, dass es gut gekühlt sicherlich gut schmecken würde, und die Beinahe-Schlägerei am Stammtisch nebenan vermochte uns auch nur kurz zu begeistern…

 

Impressionen: Brauerei C. Wittmann oHG

 

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Woinemer Hausbrauerei Hardt und Andreas oHG

 

Woinemer Hausbrauerei Hardt und Andreas oHG

Friedrichstraße 23

69 469 Weinheim an der Bergstraße

Baden Württemberg

Deutschland

 

21. Mai 2010: Die „Woinemer Brauerei“ mit ihrem Brauereigasthaus „Woinemer Hausbrauerei“ liegt in fußläufiger Entfernung von der Weinheimer Innenstadt und ist in einem verwinkelten und etwas unübersichtlichen Ziegelgebäude untergebracht. Hat man es erst mal geschafft, sein Auto durch die winzige Einfahrt auf den Gästeparkplatz zu zirkeln, ist das Schwierigste schon mal geschafft.

 

Durch eine Toreinfahrt betritt man einen Innenhof, der mit Tischen und Bänken zu einem Mittelding zwischen Bier- und Wintergarten ausgebaut ist. Alte Bierfässer, viele kupferne Gerätschaften und sonstige Dinge verleihen dem Hof eine spezielle, urige Gemütlichkeit im Stile typischer Studentenlokale – kein durchgängiger Stil, sondern ein gemütliches Durcheinander, gewollt improvisiert wirkend.

 

Im Inneren dann weniger ein Sammelsurium, sondern verschiedene Gasträume. Eine einfache Schankstube mit grob gezimmerten Tischen und Bänken, Wandmalereien und viel Flaschen und Krügen als Schmuck bietet die Möglichkeit, durch Glasscheiben auf die Sudanlage herabzuschauen und gegebenenfalls dem Brauer auf die Finger zu sehen. Gegenüber befindet sich die „Gutstubb“, ein rustikaler, aber stilvoller Gastraum für den Restaurantbetrieb – etwas edler, aber dafür ohne Blick auf die Kupferkessel.

 

Die Bierauswahl ist sehr ordentlich. Neben Hellem, Dunklem und Weizen gibt es Saisonbiere vom Fass – heute war es ein Maibock. Alle Biere können in Ein- oder Zwei-Liter-Flaschen zum Mitnehmen gefüllt werden, und die regulären Standardbiere gibt es auch in 0,33-l-Flaschen mit Bügelverschluss. Das Weizen vom Fass, auf das ich mich heute beschränken musste, schmeckte eigentlich ausgezeichnet, hätte aber vielleicht noch einige wenige Tage der Lagerung bedurft, um noch ausgereifter und aromatischer zu sein.

 

Ab Mittag gibt es durchgängig warme Küche – bis 17:00 Uhr mit reduzierter Speisekarte, danach dann das große Angebot.

 

Impressionen: Woinemer Hausbrauerei Hardt und Andreas oHG

 

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Hofbrauhaus Wolters GmbH

 

Hofbrauhaus Wolters GmbH

Wolfenbütteler Straße 39

38 102 Braunschweig

Niedersachsen

Deutschland

 

Das Hofbrauhaus Wolters verortet seine Wurzeln im Jahr 1627, mit der Gründung einer Brauerei durch den damaligen Braunschweiger Bürgermeisters Zacharias Boiling. Der Name Wolters taucht allerdings nicht vor 1734 in der Chronik der Brauerei auf. Die Brauerei entwickelte sich durchaus erfolgreich, wurde dann aber im Jahr 1943 im Zuge der Luftangriffe auf Braunschweig zerstört. Erst ab 1947 konnte der Wiederaufbau angegangen werden.

 

Abgesehen von einem kurzen Zwischenspiel von 2003 bis 2006, als das Hofbrauhaus Wolters vorübergehend zur InBev-Gruppe gehörte, hat man sich den Status als Privatbrauerei bewahrt, die sich derzeit wieder erfolgreich darstellt und mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Das Sortiment umfasst neben dem Pilsener ein Schwarzbier, ein Märzen, eine Art Oktoberfestbier, das aber nicht so genannt werden darf, sondern unter dem Namen Herbstbier auf den Markt gebracht wird, und den Prinzensud, ein Bier für die Karnevalszeit.

 

Steht man vor dem Brauereigebäude, so wie wir das am 11. Februar 2012 taten, so erkennt man, dass in der jüngeren Vergangenheit doch das eine oder andere Zugeständnis an Wettbewerb und Effizienz gemacht werden musste. Zwar erinnert das schöne Tor mit der golden glänzenden Inschrift noch an erfolgreiche Zeiten der frühen Industrialisierung, aber man sieht auch, dass Teile des ursprünglichen Gebäudekomplexes ausgegliedert worden sind und nun anderen Zwecken außerhalb der Brauerei dienen.

 

Impressionen: Hofbrauhaus Wolters GmbH

 

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