Brunnenbräu Hausbrauerei – Das Original –
seit 1997
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Hausbrauen – ein faszinierendes Hobby
Viele tausend verschiedene Biere
gibt es in Deutschland zu verkosten – und noch viele tausend weitere in der
ganzen Welt. Eine breite Palette faszinierender Geschmackserlebnisse –
Geschmackserlebnisse, die mich auf die Bierpirsch gehen ließen, aber auch
irgendwann den Wunsch in mir weckten, Bier einmal selbst herzustellen.
Seit 1997 füge ich für den
Hausgebrauch nun den kommerziell verfügbaren Bieren meine eigenen Kreationen
hinzu – ohne dabei auf preiswerte Rohstoffe, effiziente und wirtschaftliche
Produktion oder den Massengeschmack Rücksicht nehmen zu müssen. Ja, nicht
einmal das so genannte „Reinheitsgebot“, das in Wirklichkeit nur historisch
gewachsene Pfründe der deutschen Brauindustrie schützen soll (dazu an anderer
Stelle mehr…), muss von mir als Hausbrauer beachtet werden.
Das Ergebnis:
● Bier, das mir schmeckt.
● Ein Hobby, das mir Spaß macht.
● Menschen, mit denen ich dieses Hobby teilen kann.
Im Rahmen dieser Netzrepräsentanz
möchte ich dem Besucher ein wenig von diesem faszinierenden Hobby vorstellen
und ihn einladen, mich dabei zu begleiten – wer weiß, vielleicht springt der
Funke der Begeisterung ja über! Aber Vorsicht: Manchmal geht meine Begeisterung
für das Bier, das Brauen und alles, was damit zusammenhängt, auch mit mir
durch!
Also:
Herzlich willkommen bei der
Brunnenbräu®
Hausbrauerei
Szczecin / Polen !
Volker R. Quante – CBO*
Brunnenbräu®

* CBO = Chief Beer Officer
hier: bei der Arbeit
P.S. Vielleicht sei mir an dieser
Stelle auch noch ein kleines Post Scriptum gestattet.
Ursprünglich als Informationsquelle für das Hausbrauen beabsichtigt, hat sich
meine Netzrepräsentanz mit der Zeit immer weiter in eine Richtung entwickelt,
in der die Erlebnisse rund ums Bier in den Vordergrund rückten – seien es
Reisen mit Bierbezug, Brauereibesuche und –besichtigungen
oder andere Veranstaltungen. In der Folge haben die Rubriken „Bier erleben“
(oder kurz „Bierleben“) und „Bier vor Ort“ eine
zentrale Bedeutung innerhalb meiner Netzrepräsentanz und ein gewisses
Eigenleben bekommen. Insbesondere in der letztgenannten Rubrik (und nach und
nach auch in meinem Facebook-Account [siehe ganz
unten] sowie im Bierblog www.bierwelt.de der Kampagne für Gutes Bier
Deutschland) finden sich mittlerweile weit über fünfhundert Kurzberichte von
Brauereibesuchen mit den dazugehörigen Adressen und Bildern – mögen sie dem
(Bier-) Reisenden eine kleine Entscheidungshilfe sein, wo und wie er seine
Pausen und Rasten planen kann.
letzte
Aktualisierung: 17. Februar 2012
Carlsberg Bryggeriet
Carlsberg Bryggeriet
Gamle Carlsberg Vej 11
2500 København
Dänemark
Einer der größten Brauereikonzerne der Welt – Carlsberg.
Wohl jeder kennt das berühmte Carlsberg-Tor mit den
großen, steinernen Elefanten links und rechts der Straße. Das industrielle
Streben des Konzerns liegt in der Gewinnmaximierung durch allerhöchste Konsistenz
der Produkte, die am Massengeschmack ausgerichtet sind. Das bedeutet auch
allerhöchste Qualitätssicherungsmaßnahmen und Hygienevorschriften. Und daher
auch keine Brauereibesichtigungen.
So hat man am Alten Carlsberg Weg in
Kopenhagen direkt neben der Brauerei ein Besucherzentrum eingerichtet. Mit dem
Bier und dem Brauprozess kommt man dort zwar nicht so sehr in Kontakt, aber
dafür mit der Geschichte der Brauerei und zahlreichen Museumsstücken.
Historische Lieferwagen, Pferdekutschen, Gerätschaften aus dem Brauereiweisen –
es wird definitiv nicht langweilig in diesem Museum. Besonders beeindruckend
die Flaschensammlung mit tausenden und abertausenden (vollen!) Bierflaschen aus
aller Welt.
Auch die Pferdeställe, in denen die beeindruckenden Kaltblüter
untergebracht sind, die die Kutschen der Carlsberg-Brauerei
ziehen, sind zu besichtigen, und natürlich wird dem Gründer der Brauerei, Jacob
Christian Jacobsen, ein großer Teil der musealen Ausstellung gewidmet. Nach ihm
ist auch die Husbryggeriet Jacobsen benannt, die als
Teil des Besucherzentrums besichtigt werden kann.
Emil Christian Hansen, der als Angestellter der Carlsberg-Brauerei
die Hefe als Pilz identifizierte und ein Verfahren zur Reinzucht der Hefe
entwickelte, wird ebenfalls in der Ausstellung gebührend gewürdigt.
Unser Fazit vom 12. August 2011 nach über zwei Stunden im Museum und
einer weiteren im Ausschank und Souvenir-Shop: Definitiv ein schönes Erlebnis,
auch wenn es sich im Grunde um eine Industrie-Brauerei handelt.
Impressionen: Carlsberg Bryggeriet
Gasthaus
Hansy
Gasthaus Hansy
Heinestraße 42
1020 Wien
Österreich
Eigentlich keine Brauerei, sondern mal wieder – wie so häufig in Wien –
ein Bierhaus, das eine eigene Biermarke ausschenkt. Wir besuchten das Gasthaus Hansy oder Hansybräu, wie es sich
auch nennt, am 24. März 2011 im Rahmen der Städtetour de Bier. Ein altes
Gasthaus unmittelbar vor dem Eingang zum Prater gelegen – ein wenig altmodisch,
nicht ungemütlich, und so, wie es sich selber versteht, ein Fixpunkt in Zeiten
der Veränderung. „Die Zeiten werden hektischer, so vieles muss noch getan,
erlebt oder gesehen werden. Wer sehnt sich da nicht nach einem Ort der Ruhe und
Entspannung, wo ‚die Welt noch in Ordnung ist‘?!“, fragt die Homepage des Hansybräu.
Das hier angebotene Hansybräu wird von der Ottakringer Brauerei „speziell für das Hansybräu
nach unserem eigenen Rezept hergestellt“, wie der Ober versicherte, aber eine
intensive Verkostung lässt uns glauben, dass es sich hier um das ganz normale Ottakringer Rote Zwickel handelt. Nun, selbst wenn –
immerhin handelt es sich dabei um ein ganz ausgezeichnetes Bier!
BHM
Brauhaus Mitte GmbH
BHM Brauhaus Mitte
GmbH
Karl Liebknecht
Straße 13
10 178 Berlin
Berlin
Deutschland
Keine Experimente. Solider Service, gutes Essen, ordentliches Bier, aber
keine Überraschungen. Das scheint das Konzept des Brauhauses Mitte zu sein. Und
offensichtlich erfolgreich.
Nur wenige Schritte vom Bahnhof Alexanderplatz entfernt im oberen
Stockwerk einer Einkaufspassage befindet sich das Brauhaus Mitte. Betritt man
die Einkaufspassagen, so grüßen die beiden Kupferkessel des Sudwerks den
Besucher schon von weitem, und die holz- und kupferbetonte, rustikale
Gemütlichkeit des Brauhauses wirkt wie ein Fremdkörper in der weißen Neonwelt der Einkaufspassage.
Betritt man das Brauhaus über die Außentreppe vom Bahnhof kommend, so
geht man abends zwischen Gasfackeln hindurch in den Schankraum, und empfindet,
umgekehrt, die hell erleuchteten Ladengeschäfte im Hintergrund als irritierend.
Gemütliche große und kleine Sitzecken, Holztische und Bänke, Stühle, ein
großer Thekenbereich und die beiden Sudkessel – klassische deutsche
Wirtshausgemütlichkeit. Sehr freundliche Kellner, die den Gast bereits beim
Betreten des Schankraums fröhlich begrüßen und ihn zu seinem Platz geleiten.
Gute Laune und entspannte Atmosphäre allenthalben. Schön. Hier kann man sich
wohlfühlen. Lokale Berliner Küche – rustikal und nahrhaft, recht preiswert. Und
vier Sorten Bier, die man – immer noch eine Seltenheit bei den deutschen Gasthausbrauereien
– auch in 0,1 l Probiergläsern als Testset bestellen
kann.
Die vier Biere – nun, wie bereits am Anfang gesagt: Keine Experimente.
Ein Pils, ein Weizen, ein Dunkles. Und als Saisonbier am 7. Januar 2012 – hier
hat der Brauer wohl allen Mut zusammen genommen – ein Zwickel. Allen wohl, und
niemand weh.
Obwohl jedes der vier Biere sehr solide gebraut war und keine
Geschmacksfehler aufwies, war ich doch ein wenig enttäuscht. So viel Mainstream
hätte ich nun gerade in Berlin nicht erwartet. Es schmeckte gut, und es ist
immer noch besser, ein lokal vor Ort gebrautes Bier zu trinken, als irgend
eines der Industrie- und Fernsehbiere, aber etwas mehr Mut, vom Standard
abzuweichen, hätte ich mir schon gewünscht.
Impressionen: BHM Brauhaus
Mitte GmbH
Færgekroen Bryghus
Færgekroen Bryghus
Tivoli / Vesterbrogade 3
1630 København
Dänemark
Das Færgekroen Bryghus
liegt mitten im Tivoli, was zunächst einmal bedeutet, dass man Eintritt für den
Vergnügungspark zahlen muss, um das Brauhaus überhaupt zu erreichen. Es liegt
malerisch in der Kunstlandschaft am kleinen See im Zentrum des Parks, und wenn
man auf das Brauhaus zu schlendert, fallen sofort die kupfernen Braukessel und
die stählernen Gär- und Lagertanks hinter Glaswänden ins Auge. Dass die
sonstige Gemütlichkeit des Brauhauses eine künstliche ist, stört nicht – dafür
ist man ja in einem Vergnügungspark mitten in der Stadt und nicht in einem Dorf
auf dem Land.
Das Personal ist sehr freundlich und weist den Besuchern die Plätze auf
der Terrasse, im Wintergarten oder in der Schankstube zu; man wird blitzschnell
bedient und hat die Wahl zwischen einem Hellen und einem Amber Lager. Zu beiden
Bieren beginnt der Kellner unaufgefordert, zu erklären, um was es sich handelt
(gut!); man merkt aber rasch, dass er wörtlich das runter rasselt, was auch in
der Speisekarte und im auf dem Tisch liegenden Flyer steht (schlecht!): Ein
paar Allgemeinplätze zum Bier, die aber grundsätzlich nicht falsch sind. Beide
Biere werden nur in Halbliterkrügen angeboten; das Essen dazu ist typisch
dänisch – Smørrebrød unterschiedlichster Art und viel
Fisch, speziell Hering.
Das vom österreichischen Braumeister Georg Lassacher
gebraute Helle Lager ist ein ordentliches, frisches Allerweltsbier,
das man so in hunderten anderen Gasthausbrauereien auch bekommen kann. Lecker,
aber nichts Besonderes. Das Amber war am 11. August 2011 jedoch sauer. Nicht
sehr stark, aber deutlich spürbar. Da in der Beschreibung im Flyer aber nicht
die Rede davon war, dass es sich um ein Oud Bruin oder einen ähnlichen säuerlichen Bierstil handeln
soll, war es wohl schon kurz vorm Umkippen. Darauf angesprochen, erwiderte der
Kellner nur „Tja!“ und veränderte sein Verhalten schlagartig. Aus warmer
Freundlichkeit wurde eisige Kühle, formale Korrektheit ersetzte herzliches
Bemühen um den Gast. Beim Bezahlen mit Kreditkarte wurde sehr viel Wert auf die
nachdrückliche Erläuterung gelegt, wie man auch am Kreditkartenterminal
Trinkgeld geben könne, keine Erwähnung fand jedoch, dass Kreditkartenzahlungen
mit einem Aufschlag belegt werden. Sehr unangenehm!
Trotz guten Essens waren wir froh, als wir wieder gingen. Und werden so
schnell auch nicht wieder herkommen.
Nicht empfehlenswerter Touristen-Nepp!
Impressionen: Færgekroen Bryghus
Internationale
Grüne Woche – Berlin 2012
Die Internationale Grüne Woche – die weltgrößte Messe für Ernährung,
Landwirtschaft und Gartenbau. Eine Veranstaltung, die unter der Überschrift
„Bier erleben“ überrascht? Nein, nicht wirklich! Schließlich ist Bier doch
allgemein als Grundnahrungsmittel bekannt – schon seit dem Mittelalter ist es
als gesundes und nahrhaftes, wohlschmeckendes und kräftigendes Getränk bekannt,
und so spielt es auf der Internationalen Grünen Woche eine der Hauptrollen.
Zum 77. Mal findet vom 20. bis zum 29. Januar 2012 in Berlin die
Internationale Grüne Woche statt – auf einer Ausstellungsfläche von fast 60.000
m² erwartet man fast eine halbe Million Besucher, die die über 1600 Aussteller
aus 57 Ländern besuchen – darunter eine erkleckliche Anzahl deutscher und
internationaler Brauereien. Und wenn eine Region, ein Land schon nicht mit
eigener Brauerei vertreten ist, so wird doch wenigstens ein Bier aus der Heimat
ausgeschenkt, um dem Besucher einen Eindruck der heimischen Braukunst zu
vermitteln.
Zentraler Anlaufpunkt für die Bierliebhaber war für mich am 21. Januar
2012 zunächst die Halle 12 mit der Sonderschau „Bier aus dem In- und Ausland“
des Deutschen Brauer Bundes unter der Überschrift proBier-Markt,
aber wer jenseits des Angebotes, das auch in guten Getränkemärkten problemlos
zu finden ist, nach eher ungewöhnlichen Bieren suchte, kam eher auf seine
Kosten, wenn er durch die Ausstellungshallen der Länder und Regionen streifte
und zwischen Känguru-Wurst aus Australien und Kaviar aus Aserbeidschan die
kleinen, interessanten Bierstände erkundete. Hier verbargen sich kleine
Gasthausbrauereien mit innovativen Bieren wie zum Beispiel das Gommeraner Burgbräu mit seinem
pechschwarzen Roggenbier „Schwarzer Roggen“, kleine Regionalbrauereien mit
edlen Kreationen, wie die Schlossbrauerei Herrngiersdorf
mit ihrem „Hallertauer Hopfen-Cuvée“,
oder internationale Bierspezialitäten mit geheimnisvoll kyrillisch
beschrifteten Zapfhähnen und Bechern („Оболон“
aus der Ukraine) oder traditionellen Brauverfahren (beim litauischen „Grigonio Šinkorių Alus“ wird
die Würze nicht mit Hopfen gekocht, sondern eine Art Hopfentee in die heiße
Vorderwürze gegeben).
Alles in allem eine Vielfalt, die mühelos mit dem Angebot auf den
zahlreichen Bierbörsen, die sommers allerorten in Deutschland veranstaltet
werden, mithalten kann. Und eine Vielfalt, die komplettiert wird durch die
wunderschönen Trachten des Ausschankpersonals und die kulinarische Vielfalt,
die dazu parallel angeboten wird und schier unendlich viele
Kombinationsmöglichkeiten für das mittlerweile so beliebte „Beer & Food Paring“ bietet, also das bewusste Abstimmen eines Gerichtes
mit einem dazu passenden Bier.
Impressionen: Internationale Grüne Woche – Berlin 2012