Brunnenbräu® Hausbrauerei – Das
Original – seit 1997
Die Polnische Hausbrauerszene – Konkurs
Piw Domowych

Die Polnische Hausbrauerszene –
Konkurs Piw Domowych
Wie alles begann:
Ich habe Ende der neunziger Jahre
zum ersten Mal für einige Zeit in Polen (Warschau) gelebt und gearbeitet – es
war dies eine Zeit des Auf- und Umbruchs, der durch die gesamte Gesellschaft
ging und natürlich auch die Bier- und Brauereikultur erfasste. Alte Brauereien
vergingen, neue entstanden, in den Regalen der Supermärkte zeigten sich zaghaft
die ersten Bierspezialitäten, und ein kleines Team aus Krakau gab ein
unregelmäßig erscheinendes Magazin namens „Piwosz“ („Der Bierliebhaber“)
heraus. Gemeinsam mit meinem polnischen Freund Dr. Andrzej Sadownik knüpften
wir Kontakt zu den Herausgebern Ziemowit Fałat und Paweł Plinta, und
schließlich entschloss ich mich, zwei kurze Artikel über das Hausbrauen zu
schreiben.
Welche Lawine das lostreten
würde, war mir zunächst nicht bewusst, aber mit ein paar Jahren Abstand kann
ich nun sagen, dass diese Artikel gemeinsam mit weiteren Aktivitäten Andrzejs wohl
eine Art Initialzündung für das polnische Hausbrauwesen gewesen sind – und es
macht mich stolz, dass beispielsweise Dorota Chrapek, die Gewinnerin des
größten polnischen Hausbrauwettbewerbs in Żywiec 2010, die es in Folge
dieses Sieges zu nationaler Berühmtheit in der Bierszene brachte, mir einmal ganz
im Vertrauen verriet, dass es eben diese Artikel im „Piwosz“ seinerzeit gewesen
seien, die sie dazu animiert hätten, mit diesem faszinierenden Hobby zu
beginnen.
Wenn das Ende meines Aufenthaltes
in Polen im Sommer 2001 auch gleichzeitig das Ende meiner dortigen Hausbrauaktivitäten
bedeutete und es mir somit verwehrt blieb, prägend auf die sich nun rasch
entwickelnde Hausbrauszene Einfluss zu nehmen, so war es doch mein guter Freund
Andrzej, der diese Rolle weiter ausgefüllte. Unermüdlich sowohl in der
Hausbrauerszene als auch in der Welt der kommerziellen Brauereien unterwegs und
aktiv, gilt er mittlerweile als der Urvater und Guru der modernen polnischen
Bierkultur – wenn es nicht zu platt klänge, gewissermaßen als der polnische
Michael Jackson. Wo immer er auftritt, gilt er als die graue Eminenz, als die
fachliche Autorität, und mit Ruhe und Sachlichkeit vermag er Diskussionen rasch
auf den Punkt zu bringen. Meinungsverschiedenheiten, Unsicherheiten, offene
Fragen – er weiß auf alles eine Antwort, und seine umfassende Fachexpertise
beendet so manche Biertisch-Streiterei mit einer klaren Stellungnahme – immer gemäß
dem alten Motto folgend: Roma locuta, causa finita.
Andrzej und mich verbindet eine
mittlerweile viele Jahre alte, enge Freundschaft, und so freue ich mich, dass
es uns gemeinsam gelungen ist, das Hausbrauen zu einer festen Größe in diesem
herrlichen Land zu machen; und von Zeit zu Zeit krame ich die alten „Piwosz“-Heftchen
hervor und blättere durch die beiden kurzen Artikel, mit denen alles begann:
Nawarz Piwa! (Teil 1: Piwosz –
Juni 2000)
Nawarz Piwa! (Teil 2: Piwosz –
September 2000)
Im Rahmen meiner Möglichkeiten
und soweit es mir die Zeit und die Entfernung erlauben, versuche ich nach wie
vor, so oft wie möglich an Veranstaltungen der polnischen Hausbrauer teilzunehmen,
und die dabei gemachten Erfahrungen und Erlebnisse finden Sie im Folgenden näher
beschrieben.
V. Konkurs Piw Domowych w Żywcu – Juni 2007
VI. Konkurs Piw Domowych w Żywcu – Juni 2008
VII. Konkurs Piw Domowych w Żywcu – Juni 2009
VIII. Konkurs Piw Domowych w Żywcu – Juni 2010
Zobacz na Żywo jak Warzymy Piwo – Dezember 2010
I. Walne Zebranie Polskiego Stowarzyszenia Piwowarów
Domowych – Februar 2011
I. Kurs Sędziowski Polskiego Stowarzyszenia Piwowarów
Domowych – April 2011
IX. Konkurs Piw Domowych w Żywcu – Juni 2011
I. Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie – Juni 2011
II. Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie – Oktober 2011
V. Ogólnopolska Zimowa Giełda Birofiliów & III.
Poznański Konkurs Piw Domowych – November 2011
III. Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie – November
2011
I. Mikołajkowy Konkurs Piw Domowych & Krakauer
Pub Crawl – Dezember 2011
IV. Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie – Januar 2012
V. Konkurs Piw Domowych w Żywcu
(Polska)
V. Hausbräu-Wettbewerb in Saybusch (Polen)
Seit 2003 findet jedes
Jahr im Juni – von der Großbrauerei Żywiec gesponsert – in Polen ein
Hausbräu-Wettbewerb statt. Im Jahr 2007 konnte ich erstmals daran teilnehmen
und habe meine Erfahrungen in einem Bericht für die Vereinszeitung des Vereins
der Haus- und Hobbybrauer in Deutschland e.V., den „Schalander“, verpackt:
Verkostungsmarathon
in Żywiec
Vom 15. bis zum 16.
Juni 2007 fand in Żywiec in Südpolen zum fünften Mal der nationale
polnische Hausbrauerwettbewerb statt – Volker R. Quante, der Chief Beer Officer
vom Brunnenbräu® (cbo@brunnenbraeu.de), und Dirk Wagner, der
Bier-Attaché der Hausbrauer Nassauer Land (dirk@muehlenbraeu.de) waren mit dabei.
Zwar gibt es in
Polen (noch?) keinen nationalen Hausbrauerverein wie den VHD, aber unter
Sponsorschaft einer der größten Brauereien Polens, der Żywiec-Brauerei (www.zywiec.pl), und eines engagierten
Internetshops für Hausbrauzubehör (www.browamator.pl) findet seit 2003 jeweils im
Juni ein Hausbrauwettbewerb statt, an dem sich zunehmend mehr polnische Haus-
und Hobbybrauer beteiligen. Eingebettet ist dieser Hausbrauwettbewerb in ein
großes Brauereifest und in eine Tauschbörse für Bierdevotionaliensammler, die
dieses Jahr zum 12. Mal stattgefunden hat und an der sich weit über hundert
Sammler beteiligten.
Insgesamt waren
sechs Bierkategorien zur Verkostung aufgerufen: „Irish Red Ale“, „Belgisches
Klosterbier Tripel“, „Bockbier“, „Dunkles Hefeweizen“, „Baltisches Porter“ und
„Grodzisker Bier“. Die letzten beiden Kategorien bedürfen vielleicht ein wenig
der Erläuterung: Beim „Baltischen Porter“ handelt es sich um ein tiefschwarzes,
starkes und leicht röstiges Bier, das sich aber trotz des Röstgeschmacks einen
weichen, malzigen Charakter bewahrt, der im Aroma und im Abgang deutlich zur
Geltung kommt und mit der alkoholischen Wärme, die die bis zu 9,5 % Alkohol
verursachen, herrlich harmoniert. Eine Spezialität der Ostseeanrainerstaaten,
die insbesondere in Polen und Litauen noch häufig von kommerziellen Brauereien
produziert wird. Das „Grodzisker Bier“ hingegen ist außerhalb Polens völlig
unbekannt, innerhalb Polens kommerziell seit 15 Jahren ausgestorben. Hier
handelt es sich um ein leichtes (ca. 8% Stammwürze), helles, leicht milchsaures
Weizenbier, das sich von der ähnlichen Berliner Weisse durch seine deutlich
mildere Säure und seinen dezenten, aber spürbaren Rauchgeschmack unterscheidet
– eine typische Schüttung für dieses Bier ist 20 % helles Rauchmalz, 40 %
Pilsner Malz und 40 % helles Weizenmalz, bei einer Ergiebigkeit von bis zu 120
Litern aus 15 kg Malz!
Sechs verschiedene
Biersorten, bei jeweils etwa acht bis 15 Teilnehmern – insgesamt gab es gut 75
Biere zu verkosten. Eine Aufgabe, die mit freiwilligen Verkostern allein nicht
zu schaffen gewesen wäre – ich glaube, dieses Problem ist uns beim VHD nur allzu
vertraut. Die Sponsorenschaft durch die Żywiec-Brauerei ermöglichte es
aber dem Organisator des Wettbewerbs und Gründervater der Hausbraubewegung in
Polen, Dr. Andrzej Sadownik (O_Nanobrowar@aster.pl), auf professionelle Verkoster
aus dem Qualitätssicherungsbereich mittelständischer Brauereien
zurückzugreifen, so dass letztendlich genügend fachkundige Gaumen die Qualität
der eingereichten Biere bewerten konnten.
Dirk Wagner und ich
verkosteten am Freitag gemeinsam mit drei polnischen Juroren die „Belgischen
Tripel“, was angesichts des hohen Alkoholgehalts trotz der jeweils geringen
Mengen eine echte Herausforderung war. Die Qualität der eingereichten Biere war
durchweg sehr hoch und konnte sich locker mit dem Niveau der an den Haus- und
Hobbybrauertagen angebotenen Biere messen, wenn nicht sogar sie übertreffen.
Nach einer langen und erholsamen Pause zur Beruhigung der Geschmacksnerven, in
der wir Gelegenheit hatten, die Sammlertauschbörse, aber auch die Brauerei
ausführlich zu besichtigen, verkosteten wir am späteren Abend in einem
separaten Wettbewerb noch sechs kommerzielle Hefeweißbiere, die von polnischen
Gasthausbrauereien eingereicht worden waren. Auch hier trafen wir auf ein
grundsätzlich hohes Niveau, das aber doch noch spüren ließ, dass die
Erfahrungen mit diesem für Polen noch neuen Biertyp sehr frisch sind. Die
Interpretation, was ein Hefeweißbier ist, war recht frei, so dass auch ohne
Geschmacksfehler eine sehr große Bandbreite an Geschmackserlebnissen
anzutreffen war.
Der nächste Morgen
konfrontierte uns mit der Kategorie „Irish Red Ale“, die vom Alkoholgehalt zwar
leichter zu verkraften, aber aufgrund der geschlossen hohen Qualität noch
schwieriger zu bewerten war, als das Tripel am Vortag.
Nach der
Siegerehrung im Festzelt der Brauerei konnte der Nachmittag für eine
Besichtigung des wirklich eindrucksvollen Brauereimuseums genutzt werden, bevor
am Abend das Brauereifest mit einem Rockkonzert beendet wurde.
Zurück in dem
Feriendörfchen, in dem die Verkoster und die Organisatoren des
Hausbrauwettbewerbs untergebracht waren, nutzten wir die Gelegenheit, die Reste
der Verkostung, also alle Flaschen, die noch übrig geblieben waren, zu
probieren – diesmal ohne ausgiebige Notizen, sondern rein aus Spaß am Bier –
und lernten insbesondere die beiden Kategorien „Baltisches Porter“ und
„Grodzisker Bier“ noch näher kennen. Bis tief in die Nacht wurde gefachsimpelt,
und es war klar, dass wir auch nächstes Jahr wieder versuchen werden, diese
Veranstaltung zu besuchen.
Soweit also der Bericht aus dem
Schalander, der hier auch noch einmal als Scan zu finden ist:
Artikel im VHD-Mitteilungsblatt Schalander
Und unten geht es zu den Fotos,
die ich während dieser Reise gemacht habe. Um die Größe der Fotoalben zu
begrenzen, habe ich die Bilder aber auf zwei Alben aufgeteilt – einmal die
Bilder, die sich unmittelbar auf die Brauerei Żywiec, deren Besichtigung
und das Brauereimuseum beziehen (hier eingeschlossen auch die Bilder von
späteren Brauereibesuchen), und einmal auf die Bilder, die den Rest der
Veranstaltung beschreiben.
VI. Konkurs Piw Domowych w Żywcu
(Polska)
VI. Hausbräu-Wettbewerb in Saybusch (Polen)
Bereits zum zweiten Male hatte
ich am 20. und 21. Juni 2008 die Gelegenheit, am von der Großbrauerei Żywiec und dem Hausbrauversand browamator.pl gesponserten Hausbräu-Wettbewerb
in Żywiec in Südpolen als Juror teilzunehmen, diesmal in einem recht
internationalen Umfeld.
Monate zuvor hatte sich unter den
polnischen Hausbrauern bereits Unruhe breit gemacht, und spätestens, als von
den Organisatoren die sechs zugelassenen Bierkategorien bekannt gegeben worden
waren, wurden landesweit die Braukessel geschürt und schließlich weit über 80
Biere zur Verkostung eingereicht.
Belgisches Witbier, Englisches
Bitter, Märzen, Maibock, Baltic Porter und Stout standen im Wettbewerb, in drei
parallelen Panels und in zwei Sitzungen verkostet sowie – hoffentlich – zum
Sieger gekürt zu werden. Die drei Panels waren hochrangig besetzt – neben
meiner Wenigkeit fanden sich hier vier Vertreterinnen der Qualitätssicherung
polnischer Brauereien in Sierpc, Lublin und Szczecin, zwei tschechische
Bierliebhaber und geschulte Tester, drei ehemalige britische Bierbrauer, die
jetzt im Institute of Brewing and Destilling arbeiten, ein ausgebildeter Biersommelier
der Mälzerei Weyermann in Bamberg und mehrere zu Verkostern ausgebildete
polnische Hausbrauer.
Die Qualität der eingereichten
Biere war von außerordentlich hohem und gleichförmigem Niveau, noch besser als
im letzten Jahr, und es bedurfte wirklich äußerster Konzentration, unter diesen
exzellenten Bieren die besten herauszufiltern. Intensive Diskussionen, langes
Überlegen und detailliertes Abgleichen der Biere gegen die für den Stil
typischen Qualitätsmerkmale bestimmte unsere Arbeit.
Zusätzlich zu diesen beiden
Sitzungen fand noch ein weiterer Wettbewerb statt, in dem insgesamt sieben
Weißbiere von polnischen Gasthausbrauereien zu verkosten waren. Auch hier eine
deutliche Qualitätssteigerung der Produkte gegenüber dem letzten Jahr.
Einmal mehr war dies für mich die
Erfahrung, dass die Bierverkostung je nach Anzahl und Qualität der
eingereichten Biere eine echte Herausforderung darstellen kann und bisweilen
richtig in Arbeit ausartet. Zum Glück blieb in den Pausen zwischen den Sitzungen
die Möglichkeit, bei einem Besuch des Brauereimuseums, einem Bummel über die
Tauschbörse der Biersammler und während einer Brauereibesichtigung abzuschalten
und andere Eindrücke zu sammeln. Und auch abends im Feriendörfchen, in dem die
Organisatoren des Wettbewerbs und einige der Verkoster untergebracht waren, gab
es reichlich Zerstreuung – in erster Linie durch Verzehr der bei der Verkostung
übrig gebliebenen Biere!
Insgesamt wieder ein sehr schönes
Erlebnis – wenn auch die hin und zurück zusammen etwa 2000 km Autofahrt
objektiv betrachtet ganz schön aufwendig waren…
Dokumentiert seien die beiden
interessanten Tage in der folgenden Bilderstrecke – gegenüber letztem Jahr
allerdings im Umfang deutlich reduziert und nicht mehr nach Brauerei und
Hausbräuwettbewerb getrennt. Immerhin haben sich einige Motive, wie zum
Beispiel die Żywiec-Braukessel, in diesen zwölf Monaten nicht wirklich
verändert…
VII. Konkurs Piw Domowych w Żywcu
(Polska)
VII. Hausbräu-Wettbewerb in Saybusch (Polen)
Der 19. und der 20. Juni 2009
führten mich zum dritten Male zum größten polnischen Hausbrauwettbewerb nach
Żywiec in Südpolen.
Über 134 Biere waren in diesem
Jahr eingereicht worden und harrten in sechs Kategorien der Verkostung: English
Mild, Porter Bałtycki, Dunkler Doppelbock, Roggenbier, Saison Ale und
Böhmisches Pilsner. Zusätzlich galt es, in einem Wettbewerb der polnischen
Gasthausbrauereien erstmalig nicht nur Weizenbier, sondern auch die Kategorie
Pilsner zu verkosten. Und als ob das alles nicht schon Arbeit genug sei, hatten
sich die Organisatoren, das heißt, Dr. Andrzej Sadownik, die Brauerei
Żywiec und der Hausbrauversand Browamator.pl, entschieden, auch einen
Etikettenwettbewerb aufzulegen, in dem die besten selbstgestalteten
Hausbräu-Etiketten zu bewerten waren.
In volles Programm also, das
wenig Zeit für darüber hinaus gehende Aktivitäten ließ. Bereits mit meinem
Eintreffen in Żywiec am 18. Juni abends begann die Arbeit – hunderte von
liebevoll gestalteten Hausbräu-Etiketten mussten auf Bilderrahmen ansprechend
präsentiert werden, die eingereichten Biere mussten nummeriert und anonymisiert
werden, der Verkostungsraum war herzurichten und tausend Kleinigkeiten fielen
an.
Der 19. Juni begann mit
strömendem Regen, was die letzten Vorbereitungen nicht gerade erleichterte.
Gleichwohl war gegen Mittag alles parat und die drei Verkosterpanels konnten
mit der Arbeit beginnen. Neben meiner Wenigkeit und mehreren professionellen
polnischen Experten und Expertinnen (Brauer und Qualitätskontrolleure aus
Okocim, Łódź und Cieszyn) waren auch illustre internationale
Vertreter anwesend: Martin Zuber, Braumeister von der Paulaner Brauerei in
München, Andreas Richter, Biersommelier der Mälzerei Weyermann in Bamberg, Eric
de Greyter, belgischer Biergroßhändler und Importeur belgischer Biere für Polen
aus Poznań, sowie Thomas Knox, Brauer der Nethergate Brewery in
Großbritannien, sorgten für mehrsprachiges Flair.
Tagsüber kosteten wir uns durch
die ersten drei Hausbräu-Kategorien, und nach einer angemessenen Pause widmeten
wir uns am frühen Abend den beiden Kategorien der polnischen Hausbrauereien.
Die Qualität der eingereichten Biere war wieder überragend, und speziell beim
kommerziell hergestellten Weißbier war eine weitere, deutliche
Qualitätssteigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.
Der Sonnabend, der 20. Juni,
brachte wettermäßig leider keine Besserung – es goss in Strömen und
ununterbrochen. Trotzdem erfreute sich das Bierfest in der Brauerei Żywiec
eines ungeheuren Besucherstroms, die bierophilen Sammler waren genauso
zahlreich vertreten wie im Vorjahr, und auch vor dem Museum standen die
Besucher Schlange.
Parallel zur Verkostung der
Hausbräu-Kategorien IV bis VI entschieden die Gäste und Besucher auf über 2000
Stimmzetteln über das schönste Hausbräu-Etikett.
In der Mittagspause stellten sich
die Verkoster einer Pressekonferenz und anschließend fand die Siegerehrung
statt. Die Sieger in den einzelnen Kategorien durften sich über Pokale und
Sachpreise freuen, und für den Gesamtsieger hatte die Brauerei Żywiec noch
eine ganz besondere Überraschung: Dem Rezept des Doppelbocks von Jan Krysiak
aus Chorzów folgend wird in der Schlossbrauerei Cieszyn ein großer Sud angesetzt
und dieses Bier kommerziell vermarktet. Eine große Ehre für den Gesamtsieger,
und sicherlich auch ein Ansporn, im kommenden Jahr am Wettbewerb teilzunehmen.
Für die Verkoster und die noch
anwesenden Journalisten fand nun zum Abschluss der Veranstaltung ein Busausflug
zu der eben genannten Schlossbrauerei Cieszyn statt. Nach ca. einer Stunde Fahrt
auf kleinsten Landstraßen erreichten wir das historische Gebäude und wurden vom
Direktor, Janusz Konieczny, und vom Braumeister, Dominik Szczodry, durch die
Brauerei geführt. Uralte Installationen, Braukessel wie im Museum (darunter
interessanterweise auch ein Kessel mit geraden statt runden Wänden) und offene
Gärbottiche, in denen die beiden berühmten Biere Brackie (ein würziges
dunkelblondes und nicht pasteurisiertes, regionales Bier) und Żywiec
Porter (ein starkes, kräftiges und tiefschwarzes Bier als typischer Vertreter
der selten gewordenen Kategorie „Porter Bałtycki“) vor sich hin
blubberten. Beide Biere durften wir anschließend auch frisch aus dem Lagertank
unfiltriert verkosten – herrlich!
Ein eindrucksvolles Erlebnis zum
Abschluss einer nicht minder eindrucksvollen Veranstaltung!
Und Ironie des
(Wetter-)Schicksals: Am Sonntag, dem 21. Juni, als die offizielle Veranstaltung
vorbei war und die Zelte abgebaut waren, kam die Sonne wieder heraus und
begleitete mich auf der Heimfahrt nach Deutschland…
Und zur Ergänzung meiner eigenen
Berichterstattung erlaube ich mir für all diejenigen, die der polnischen
Sprache mächtig sind, den offiziellen Bericht von Andrzej Sadownik anzufügen
und zu zitieren:
VII
Konkurs Piw Domowych przejdzie do historii nie tyle jako kolejny rekord
frekwencyjny (zgłoszono 134 piwa z 60 browarów), co przede wszystkim jako
podmiot otwarcie uznany i wsparty ze strony krajowego piwowarstwa
przemysłowego!
Tu
trochę ideologii: oto doczekaliśmy w Polsce historycznej chwili, gdy
koncern piwowarski dostrzegł w ruchu amatorskiego warzenia piwa nie
zagrożenie dla własnych interesów, a przeciwnie – istotny instrument
wzbogacający i promujący kulturę piwa. To w rezultacie może
przecież przekładać się również na efekt dla
przedsiębiorstwa najważniejszy – zwiększoną sprzedaż
piwa.
Wierzę
zresztą, że nie tylko o wskaźniki ekonomiczne tutaj chodzi.
Duże przemysłowe browary stały się zakładnikami swojej
wielkości. Już choćby ze względu na skalę produkcji
piwo w nich warzone musi być adresowane do masowego konsumenta z jego
najszerszym wspólnym „mianownikiem smakowym”. W rezultacie jest więc
smakowo dość nijakie by nikomu nic w nim nie przeszkadzało, a
przez to podobne bez względu na to z jakiego browaru, czy koncernu pochodzi.
Do tego współczesny rynek żywności przetworzonej wymaga
długiego okresu przydatności produktów do spożycia, więc
piwo przemysłowe jest stabilizowane między innymi poprzez
usunięcie dużej części polifenoli i białek – cennych i
smakowitych jego składników. Imperatywy ekonomiczne powodują
zastępowanie dużej części słodu tańszymi
surowcami niesłodowanymi, skracanie czasu produkcji, rozcieńczanie
wodą piwa gotowego mocnego (technologia HGB [High Gravity Brewing]). Z
natury bogaty, świat piwa produkowanego przez współczesne piwowarstwo
przemysłowe stał się mocno zubożony. Za ten stan rzeczy nie
ma co winić pojedyńczego człowieka pracującego w koncernie
piwowarskim, bo od takiej drogi rozwoju piwowarstwa przemysłowego zdaje
się nie być odwrotu – tu bezwzględnie rządzi ekonomia.
Sztuka
piwowarska i piwo towarzyszą człowiekowi od zarania cywilizacji i
stanowią niezbywalne komponenty naszej kultury. W opisanej wyżej
sytuacji, w obowiązkowej trosce o kondyncję piwowarstwa, należy
i można uzupełnić współczesne piwowarstwo przemysłowe
o tzw. segment rzemieślniczy. Tak się już stało w USA w
ciągu ostatnich 30 lat i następczo w wielu rozwiniętych krajach
Europy i świata. Tak będzie i u nas.
A
najlepszą kuźnią kadr dla piwowarstwa rzemieślniczego
okazuje się hobbystyczne piwowarstwo domowe z jego zastępami
pasjonatów (ponad 80 % piwowarów pracujących w ponad 1400 browarów
rzemieślniczych w USA zaczynało od hobbystycznego warzenia w domu).
Konkursy Piw Domowych mają między innymi za zadanie rozpalać i
podtrzymywać w tej „kuźni” ogień.
Sądząc
po geografii zgłoszeń do VII KPD, choćby browarów
zwycięskich, „pali się” w całym kraju – tak w dużych i
mniejszych miastach (Gdańsk, Chorzów, Szczecin, Poznań, Warszawa,
Białystok, Olsztyn, Wolsztyn, Łańcut, Dębica, Andrychów,
Rabka Zdrój) jak i na wsiach (Wyłudki, Pogwizdów, Jedlnia, Michniowiec).
Najbardziej uderzającym wynikiem VII Konkursu zdaje się fakt, że
spośród jedynie trzech uczestniczących kobiet, aż dwie piwowarki
sięgnęły po pierwsze miejsca! Sukcesy Doroty Chrapek w kategorii
Saison i Agnieszki Łopaty w kategorii Mild/Brown Ale przywodzą na
myśl czasy Sumeru, Babilonii i Egiptu, gdy to wyłącznie kobiety
warzyły piwo, a samo piwo było uznawane za dar dla ludzkości od
żeńskich, a nie innych, bóstw! Najważniejszy laur, bo tytuł
Grand Championa VII KPD, dla swojego piwa Koźlak Dubeltowy (Doppelbock),
zdobył jednak mężczyzna, Jan Krysiak. Sukcesy w Konkursach Piw
to dla pana Jana nie pierwszyzna, ale tym razem zwycięstwu towarzyszy
okoliczność niezwykła. Oto decyzją Prezesa grupy
Żywiec S.A. Chrisa Barrowa, w Browarze Zamkowym w Cieszynie zostanie
uwarzona okazjonalna warka Doppelbocka wg receptury i pod nadzorem piwowara
domowego Jana Krysiaka! Wierzę w sukces tego pionierskiego w Polsce
przedsięwzięcia, bo dojrzały domowy piwowar Jan Krysiak jest też
już dojrzałym człowiekiem. A bliski wystąpienia w tej roli
w Browarze Zamkowym był bardzo młody człowiek Karol Wilk, twórca
piwa „Prawdziwe Żytnie” w kategorii Roggen / Żytnie. Grand Jury
ostatecznie zdecydowało o wyższości Koźlaka nad Żytnim
stosunkiem głosów 3:2. Sądząc po tym jak Karol
przeżywał sam Konkurs, może to i lepiej że tym razem
jeszcze oszczędzono mu tytułu Grand Championa. „Wyłudzkie
Pełne” uznano za najlepsze piwo w kategorii Pilzner Bohemski. Tu
konkurencja była największa, bo zgłoszono aż 35 piw,
więc tym większy to sukces wiejskiego nauczyciela z Podlasia
Czesława Dziełaka. Najsmakowitszego Portera Bałtyckiego tym
razem uwarzył Łukasz Jajecznica.
Powyższe
wyniki to decyzje znakomitego Jury, którego większość stanowili
piwni profesjonaliści: Tom Knox (Nethergate Brewery, Anglia), Martin Zuber
(Paulaner Brauerei, Niemcy), Andreas Richter (Weyermann, Niemcy), Eric De
Geyter (Belgia), Joanna Bronkowska (Okocim), Anna Trąba (Okocim), Dominik
Szczodry (Browar Zamkowy, Cieszyn), Maciej Paszkowski (Brovaria, Poznań),
Rafał Kowalczyk (Browarzyciel sp. z o.o.). W Jury zasiadali również
kompetentni, doświadczeni amatorzy: Volker Quante (Stowarzyszenie
Niemieckich Piwowarów Domowych), Magdalena Banasiak (Bractwo Piwne), Artur
Szudrowicz (Browar.biz), Rafał Wesołowski (Stowarzyszenie Winiarzy I
Miodosytników Polskich). Wszystkim im za przybycie i solidnie wykonaną
pracę dziękuję! Podziękowania za wykonanie licznych,
odpowiedzialnych zadań należą się sekretarzowi Jury dr
Annie Korda i stewardesie Konkursu Alicji Synowiec, doktorantce Wydziału
Nauk o Żywności SGGW.
Cieszy
liczny udział browarów restauracyjnych w III Konkursie Piw
Rzemieślniczych – większość spośród 16
działających w kraju pojawiła się w Żywcu ze swoimi
wyrobami. Konkurs się rozwija. W sytuacji, gdy piwo pszeniczne Hefe-Weizen
stało się w większości browarów najlepiej sprzedającym
się piwem i to przez okrągły rok, zmieniliśmy nazwę
trofeum konkursowego z „Piwo Lata” na „Piwo Roku”. Dodaliśmy także
kategorię Pils/Pilzner, jako że piwo w tym pospolitym stylu jest z
reguły także w browarach restauracyjnych warzone. Pomijając
rywalizację o miejsca, Konkurs Piw Rzemieślniczych zdaje się
być wyjątkową okazją do spotkania się liczebnie i
kompetencyjnie rosnącej grupy piwowarów warzących w browarach
restauracyjnych.
I
za stworzenie tej okazji wielkie dzięki należą się
gospodarzom Festiwalu, począwszy od Grzegorza Zwierzyny, poprzez Grzegorza
Szczepańskiego aż do Prezesa Chrisa Barrowa.
Andrzej
Sadownik
VIII. Konkurs Piw Domowych w Żywcu
(Polska)
VIII. Hausbräu-Wettbewerb in Saybusch (Polen)
Im Jahr 2010 hatte ich aus beruflichen
Gründen leider nicht die Möglichkeit, nach Żywiec zu fahren, aber
wenigstens möchte ich den Bericht von Ralf Münch, einem deutschen Brauer, der
in der Jury gesessen hat, hier zitieren:
Vom 18. bis zum 20.
Juni 2010 fand in Żywiec in Südpolen zum achten Mal der nationale
polnische Hausbrauerwettbewerb statt.
Zusammen mit den
polnischen Braumeistern, Bier Enthusiasten und 2 legendären Bierverkostern aus
England, hatte ich die große Ehre als deutscher Braumeister die typisch
deutschen Biere Münchner Helles und Weizenbock zu beurteilen. Je ein Spezialist
für die jeweilige Biersorte leitete so die Jury an und in lebhafter Diskussion
wurde in mehreren Durchgängen der Sieger festgestellt. Ian Hornsey, Buchautor
mehrerer Bücher über Bier, Wein und die Geschichte der Fermentation und sein
Freund Bruce Awford sind ausgewiesene Spezialisten für Real Ales und Ian
verliebte sich in die Sorte Baltic Porter. Bruce ist altgedienter Braumeister
und immer noch als Cask Marque Acessor, eine Organisation, die die Englischen
Pubs auszeichnet die die bestgezapfen, gepflegtesten Biere ausschenken. Sowas
sollten wir in Deutschland ruhig auch mal einführen!
Hier die
Beschreibung der Biere, die wir zu beurteilen hatten:
Baltic Porter:
A very strong, dark bottom fermentation beer, traditionally brewed in
Baltic countries. Dark brown and red to almost black in colour. Rich maltiness
is present in the aroma, often with a tinge of caramel, nuts or roasty aspects.
Full and malty flavours are present, with very moderate hoppy aroma. Subtle
bitterness from roasted malt is permissible. Fruit esters and alcohol can be felt
on the aftertaste. They are generally pure with low or medium bitterness, both
from hops and roasted grain. It is usually brewed with the use of Munich or
Vienna malt, with added chocolate or caramel malts. It is permitted to use
sugar.
Strong Scotch Ale (Wee-Heavy) - (17-25°Blg)
The strongest in the family of Scotch ales. Light copper to even dark
brown in colour. Mainly malty and caramel in the aroma. Peaty and smoky aspects
are often present. Stronger varieties permit the presence of fruity aspects -
esters and alcohol. The flavour is dominated by what the malts bring in, also
caramel and roasted. The ester note is associated with plum, dried fruit and
raisins. Hop bitterness is barely discernible without the hoppy flavour. The
full-bodied and sweet Wee-Heavy is a classical dessert beer. It is brewed with
soft water and malts well modified with the infusion method. Some caramel malts
and a bit of roasted barley are added. Some smoky malt may be used too. It is
best to use English varieties of hops, up to the IBU 20-30 level.
Weizenbock - (16-18°Blg)
The wheat Weizenbock of Bavarian origin, dark amber to ruby brown in
colour. Aroma is melanoidin, bread-like, typical of Bock, enriched with a touch
of dark fruit, also vanilla, cloves and banana. The flavour is equally
generous, sweetish, with an undertone of chocolate and cream. The tartness of
wheat discernible only in the background if at all. Slight bitterness, like in
other wheat beers. Brew Weizenbock using at least 50% of wheat malt, the rest
is Munich or Vienna malt. Decoction brewing. Use German varieties of aroma hops,
but only to obtain bitterness.
Milk Stout (11,5-14,5°Blg)
Deeply dark brown to black in colour, froth from beige to brown. A mild
aroma of roasted grain, coffee, chocolate, often with an impression of creamy
sweetness. The flavour is dominated by the elements brought in by malt and by
coffee and chocolate notes from roasted grain. A generous amount of lactose
makes Milk Stout sweet, which is a contrast to the roasted grain and hop
bitterness (IBU 25 -35). Fruit esters are present in small quantities. Mouthfeel
is full-bodied and creamy with low to medium carbonation. It is brewed with
high-carbon water and pale ale malt, additionally with roasted barley and/or
colouring, chocolate, caramel malt and possibly with corn. Lactose, the milk
sugar, is added to the brew.
Belgijskie Pale Ale (12-13°Blg)
The everyday beer in Brabant and Antwerp. Amber and copper in colour.
Malts are present in the aroma, mainly: biscuit, toast, on the aftertaste
fruit, hops, spicy aromas. Fruity flavours: orange, pear, moderately spicy;
afterwards tastes of malt and a bit of fenol. Low to medium bitterness. Medium
carbonation. Brewed with Pilsner malt and added Vienna or Munich malt.
Fermented in temperatures below 20oC with top fermentation strains able to
produce fenol compounds as a by-product in moderate quantities.
Monachijskie Jasne (11-12,5°Blg)
Yellow to light golden in colour with white froth, created in Munich in
1895 to compete with Pilsner beer. Aroma is the sweetness of Pilsner malt
grain, slightly spicy with fine hop varieties, DMS may be present in the
background. Mouthfeel built from malt. Only low to medium bitterness. No fruit
esters or diacetyl. Medium bodiness and carbonation. The lager is brewed with
Pilsner malt, Munich type water (bicarbonate) and German varieties of aroma
hops.
Und hier die
Ergebnisse:
Porter
Bałtycki
1.
Krzysztof Zach (Gdańsk)
2.
Norbert Malczewski (Warszawa – Wesoła)
3.
Tomasz Tauszyński (Józefosław)
Scotch
Ale Wee Heavy
1.
Jacek Michna (Łańcut)
2.
Andrzej Smyk (Opalenica)
3.
Szymon Kulesza (Gdynia)
Weizenbock
1.
Jacek Stachowski (Warszawa)
2.
Waldemar Szweda (Opole)
3.
Czesław Dzielak (Wyłudki)
Milk
Stout
1.
Daniel Duda (Olsztyn)
2.
Tomasz Kopyra (Oborniki Śląskie)
3.
Jan Krysiak (Chorzów)
Belgijskie
Pale Ale
1.
Dorota Chrapek (Pogwizdów k. Cieszyna)
2.
Marcin Surowiec (Świątkowa Wielka)
3.
Krzysztof Kula (Zielona Góra)
Monachijskie
Jasne
1.
Czesław Dzielak (Wyłudki)
2.
Jan Krysiak (Chorzów)
3.
Damian Rużeński (Knurów)
Konkurs
Piw Rzemieślniczych
Pszeniczne
(Hefe-Weizen) 11-13°Blg
1.
Bierhalle "Manufaktura" Łódź
2.
Grodzka 15 Lublin
3.
Browarmia Warszawa
Pilzner
11-13°Blg
1.
Bierhalle "Silsesia" Katowice
2.
Brovaria Poznań
3.
Haust Zielona Góra
Konkurs
Dziennikarzy "Pszeniczna Bomba" 2010
1.
Brovaria Poznań
2.
Browarmia Warszawa
3.
C.K. Browar
Und im Folgenden – für
all diejenigen, die der polnischen Sprache mächtig sind, hier auch das
abschließende Statement von Dr. Andrzej Sadownik, dem Urvater der polnischen
Hausbraubewegung, Chef der Jury dieses Hausbrauwettbewerbes, Gründer und ersten
Präsidenten der Polnischen Vereinigung der Hausbrauer (Polskie Stowarzyszenie
Piwowarów Domowzch):
Żegnamy
Grand Championa 2009 VII Konkursu Piw Domowych Doppelbocka uwarzonego przez
Janka Krysiaka ... witamy nowego Grand Championa 2010: Belgijskie Pale Ale
stworzone przez Dorotę Chrapek! Dubeltowy Koźlak to piwo tęgie,
solidne i mocne – tak jak Janek. Belgijskie Pale Ale to piwo dużo
lżejsze, za to uroczo kolorowe, aromatami i smakiem roztańczone – jak
Dorota! Te wybory nasuwają myśl, że zdaje się istnieć
jakaś metafizyczna więź między piwowarem i jego udanym
dziełem : ) Mam nadzieję weryfikować tę refleksję w
kolejnych edycjach konkursu.
Blisko
180 piw pochodzących z blisko 80 browarów domowych to sytuacja, której
już tylko z najwyższym trudem można...
...było
sprostać w dotychczasowej formule Konkursu. We wszystkich bez wyjątku
kategoriach trzeba było przeprowadzić etap wstępnej eliminacji ,
przy czym w kategorii Monachijskie Jasne (Münchener Helles) trzeba było na
tym etapie odrzucić dwa piwa z każdych trzech! Szczęśliwie
dla nas, tę odpowiedzialną selekcję wziął głównie
na swoje barki były piwowar z monachijskiego Paulanera Ralf Münch,
sądząc po nazwisku stworzony do oceny Münchenera. W tej najsilniej
obsadzonej kategorii zwyciężył swoim piwem Czesław
Dziełak. Czesław w roku ubiegłym zwyciężył w
kategorii Pilzner Bohemski, wówczas również najliczniej obsadzonej, co
chyba upoważnia do obwołania go „królem jasnych lagerów domowych”. W
kategorii o proweniencji brytyjskiej Scotch Ale (Wee Heavy)
szczęśliwie już w czwartek mogli na tym wstępnym etapie
decydować Ian Hornsey i Bruce Awford. Byli tak surowi, że do
piątkowego finału przepuścili jedynie 10 piw. A w finale
najlepszym Wee Heavy okazał się produkt Jacka Michny z
Łańcuta. Najlepszy Porter Bałtycki bardzo stosownie urodził
się nad Bałtykiem, bo w Gdańsku, w domowym browarze Krzysztofa
Zacha, który od lat zbiera laury w KPD. Najlepszy Weizenbock pochodzi z
warszawskiego browaru Jacka Stachowskiego, a najlepszy Milk Stout z okolic mlekiem
płynących, bo w Olsztynie uwarzył go Daniel Duda.
Powyższe
i pozostałe medalowe pozycje to wypadkowe opinii poszczególnych paneli
Jury VIII KPD do którego należeli (poza wspomnianymi wyżej
gośćmi zagranicznymi): Dominik Szczodry (Browar Zamkowy, Cieszyn),
Joanna Oko i Małgorzata Bielec (obie Browar Perła, Lublin), Jakub
Kumorek (Browar Żywiec, Żywiec), Agnieszka Lipińska (Browar
Bosman, Szczecin), Beata Stawska-Trela (Browar Kasztelan, Sierpc), Rafał
Kowalczyk (Browarzyciel sp. z o.o.), Magdalena Banasiak (Bractwo Piwne),
Rafał Wesołowski (Stowarzyszenie Winiarzy i Miodosytników Polskich) i
Artur Szudrowicz (Browar.biz). Wszystkim im za przybycie i solidnie
wykonaną pracę dziękuję! Podziękowania za sprawne
wykonanie licznych, odpowiedzialnych zadań należą się
sekretarzowi jury dr Annie Korda i stewardom konkursu Alicji Synowiec,
doktorantce Wydziału Nauk o Żywności SGGW oraz Grzegorzowi
Brzyszko z browaru lubelskiego.
Jeżeli
popularność żywieckiego Konkursu Piw Domowych miałaby
rosnąć w dotychczasowym tempie, to pora pomyśleć o
wprowadzeniu poważnych zmian. Najlepiej, moim zdaniem, gdyby KPD stał
się finałem kilku wcześniejszych konkursów regionalnych.
Wymagałoby to standaryzacji organizacji i sędziowania w owych
konkursach. Opracowanie takich standardów i następnie ich wcielenie w
życie wydają się być zadaniem wprost stworzonym dla
Polskiego Stowarzyszenia Piwowarów Domowych. W sytuacji, gdy Konkurs Piw
Domowych stał się bodaj głównym wydarzeniem Festiwalu Birofiliów
w Żywcu, przyjęcie dobrych rozwiązań organizacyjnych
bezpiecznie zwiększających „pojemność” konkursu staje
się pilną koniecznością. Jesteśmy to winni
dziesiątkom piwowarów, którzy nadsyłają swoje piwa z nadzieją
na rzetelną ocenę i sukces. Jesteśmy to winni organizatorom
Festiwalu, którzy w Żywcu piwowarom domowym „przychylili nieba”. Za to przychylenie wszystkim
zasłużonym serdeczne dzięki !
Andrzej Sadownik
Ian Hornsey aus
Großbritannien verfasste ebenfalls einen hervorragenden Artikel im Magazin
„Brewer & Distiller International“:
Brewer & Distiller International
Zobacz
na Żywo jak Warzymy Piwo
Hausbrauvorführung im Pub Pivaria
in Stettin
Am 18. Dezember
2010 fand im Stettiner Pub Pivaria unter dem Motte „Wir brauen Kölsch!“ eine
Hausbrauvorführung statt. Genaueres findet sich hier:
Bericht von der
Hausbrauvorführung „Wir brauen Kölsch!“
I. Walne Zebranie
Polskiego Stowarzyszenia Piwowarów Domowych
I. Jahreshauptversammlung der Polnischen
Hausbrauervereinigung
Am 12. Februar 2011 fand in der
ältesten noch betriebenen Brauerei in Polen (1846!), der Browar Zamkowy in
Cieszyn, nahe der tschechischen Grenze, die erste Jahreshauptversammlung der im
Vorjahr gegründeten Polnischen Hausbrauervereinigung (Polskie Stowarzyszenie
Piwowarów Domowych – PSPD) statt.
Der Vorsitzende und Urvater der
polnischen Hausbraubewegung, Dr. Andrzej Sadownik, und einige Teilnehmer
reisten bereits am Vortag an und trafen sich im Hotel Gambit in Cieszyn, was
die Möglichkeit eines ersten Kennenlernens, des Aushändigens eines frische
geprägten Mitgliedsausweises und natürlich einer ersten Verkostung
selbstgebrauter Biere bot.
Am nächsten Morgen trat zunächst
das Präsidium zusammen, und das einfache Vereinsmitglied aus dem hohen Norden
nutzte die Zeit für einen gemütlichen Spaziergang durch das historische
Stadtzentrum Cieszyns.
Um elf Uhr, dem offiziellen
Beginn der Jahreshauptversammlung, traf man sich in einem Konferenzraum in der
Brauerei und konnte sich schnell noch mit einem Brackie-Bier vom Fass stärken.
Fast schon erwartungsgemäß kam das in der Satzung vorgeschriebene Quorum von
50% der Mitglieder der Vereinigung nicht zustande (immerhin waren aber 35 von
knapp über 80 Mitgliedern anwesend), so dass formal zu einer zweiten
Jahreshauptversammlung um zwölf Uhr eingeladen wurde, die dann unabhängig von
der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig sein sollte. Die
einstündige Pause verbrachten wir mit interessanten Diskussionen, Interviews
für einen regionalen Fernsehsender und natürlich mit leckerem Bier der Browar
Zamkowy.
Die Jahreshauptversammlung selbst
verlief präzise nach der Tagesordnung, und trotz einiger hitziger Diskussionen
einigte man sich auf eine geringfügige Satzungsänderung und entlastete den
Vorstand bei gleichzeitiger Verlängerung dessen Amtszeit.
Nun, da die Pflicht erledigt war,
begann die Kür in Form eines Ausflugs in das nicht zu weit entfernte Vojkovice
in Tschechien. Mit einem kleinen Schienenbus fuhren wir dorthin und kehrten in
der kleinen, einsam gelegenen, aber urgemütlichen Gasthausbrauerei „U
Koníčka“ ein. Nach einem leckeren Essen (und natürlich noch leckererem
Bier!) konnten wir noch das Sudhaus besichtigen. Viel improvisierte Technik,
überraschend unsauber an der einen oder anderen Stelle, dazu offene Gärbottiche
– den Hygienikern unter uns standen die Haare zu Berge. Aber die Qualität des
soeben verkosteten Bieres, noch einmal bestätigt durch eine reichliche
Zwickelprobe, sowie auch die zahlreichen Urkunden über erste Plätze bei
Verkostungswettbewerben legten Zeugnis davon ab, dass auch ohne übertriebene
Hygiene herrliches Bier gebraut werden kann!
Mit dem letzten Bähnchen fuhren
wir wieder zurück nach Cieszyn, und nach einem kurzen nächtlichen Spaziergang
durch den Ort trafen wir uns im Hotel. Es gelang uns tatsächlich, uns alle in
ein kleines Hotelzimmer zu quetschen und dort lange und ausgiebig die
unterschiedlichsten und exotischsten Biere zu verkosten – unter anderem eine
Serie von weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus gelagerten polnischen
Starkbieren. Überraschend schmackhaft und teilweise besser als im frischen
Stadium kamen sie daher – wer hätte das gedacht. Krönung der Verkostung war
sicherlich ein acht Jahre altes Porter aus der schon längst geschlossenen
Königlichen Brauerei in Warschau (Browary Królewskie), das einen hervorragenden
Eindruck hinterließ.
Der nächste Morgen sah beim
Frühstück das eine oder andere doch sehr müde Gesicht, aber die Energie reichte
dennoch, um Pläne für die weitere Medienarbeit zu machen, noch schnell ein oder
zwei Interviews zu führen und schließlich, vor der Abreise, noch größere Mengen
Bier aus allen Himmelsrichtungen auszutauschen.
In der Summe eine schöne und
gelungene Veranstaltung, die sicherlich von der professionellen Unterstützung
durch die Browar Zamkowy, aber auch vom herrlichen Ausflug nach Vojkovice
profitierte. Aus meiner persönlichen Sicht definitiv die lange Anreise von fast
750 km wert!
I. Kurs Sędziowski Polskiego Stowarzyszenia
Piwowarów Domowych
I.
Richterkurs der Polnischen
Hausbrauervereinigung
Am 27. und 28. April 2011 fand an
der Landwirtschaftsakademie in Warschau (SGGW – Szkoła Główna
Gospodarstwa Wiejskiego) der erste Kurs für angehende Jurymitglieder bei
Hausbrauwettbewerben der Polnischen Hausbrauervereinigung (PSPD – Polskie
Stowarzyszenie Piwowarów Domowych) statt. Insgesamt fünfzehn Teilnehmer fanden
sich im Hörsaal auf dem Campusgelände ein, um in einer Mischung aus Vorträgen
und praktischen Übungen ihre sensorischen Fähigkeiten zu schulen und ihr
Fachwissen über die Geruchs- und Geschmackswelt des Bieres zu erweitern.
Zu Beginn der Kurses fand in der
Abteilung Verbraucherwissenschaften und menschliche Ernährung (WNoŻCziK –
Wydział Nauk o Żywieniu Człowieka i Konsumpcji) ein Test statt,
der diejenigen Kursteilnehmer aussortieren sollte, die grundsätzliche Schwächen
haben, die vier Grundgeschmacksrichtungen süß, salzig, sauer und bitter
eindeutig zu identifizieren. Im Testlabor galt es, insgesamt zehn Proben diesen
vier Geschmacksempfindungen zuzuordnen beziehungsweise die versteckte neutrale
Wasserprobe eindeutig zu identifizieren.
Nachdem diese Hürde genommen war
und der Kursleiter A. Sadownik (SGGW) die organisatorischen Dinge geklärt
hatte, begann der eigentliche Kurs mit einem Vortrag von E. Kostyra
(WNoŻCziK) über die Grundsätze der sensorischen Lebensmittelanalyse. Etwas
spezifischer wurde es dann, als R. Kowalczyk (Firma Browarzyciel) und D.
Dobrzyńska (Brauerei Warka) über sensorische Eigenschaften des Bieres
vortrugen und dabei den Schwerpunkt auf die Terminologie der Düfte, Aromen und
Geschmäcker im Bier und auf deren systematische Klassifikation legten.
Nach einer Mittagspause und einer
kurzen Einweisung in die Praxis wandten wir die frisch erworbenen Kenntnisse in
einer praktischen Übung unter Leitung von M. Dąbrowska (Brauerei Warka),
unterstützt von D. Dobrzyńska und W. Saczuk (PSPD), an. Rund zwanzig
verschiedene Chemikalien, die typisch für bestimmte Düfte, Aromen und
Geschmacksrichtungen im gegebenenfalls auch fehlerhaft gebrauten Bier sein
können, galt es zu analysieren und zu beschreiben. Hier zeigte sich für die
Kursteilnehmer, wie schwierig es sein kann, eigentlich bekannte sensorische
Wahrnehmungen mit den wenigen sprachlichen Mitteln zu beschreiben, die uns zur
Verfügung stehen. Mehr als einmal fehlten exakte Wörter für die
Sinnesempfindung, und wir waren gezwungen, zu prosaischen Beschreibungen zu
greifen: „Das riecht wie eine feuchte Schublade in einem alten Holzschrank auf
dem Dachboden!“ war dabei noch eine der konkretesten Formulierungen.
Beim ungezwungenen „Bier danach“
registrierten wir erst, dass die praktischen Übungen trotz des Spaßes, den wir
dabei hatten, harte und konzentrierte Arbeit waren – es tat gut, nun ein Bier
einfach nur runter zischen zu lassen…
Der zweite Tag begann erneut mit
Theorie. A. Sadownik trug zu den Rohstoffen, die beim Brauen verwendet werden,
sowie zu den Bedingungen während des Brauprozesses und der Gärung vor und legte
seinen Schwerpunkt darauf, wie Änderungen an diesen Parametern den Geschmack
des fertigen Bieres positiv oder negativ beeinflussen. Anschließend gab uns K.
Lechowski (PSPD) Tipps und Anweisungen, wie ein Hausbrauwettbewerb und eine
systematische Verkostung am besten zu organisieren ist, und stellte uns
insbesondere den normierten Verkostungsbogen vor, den die PSPD für ihre
Wettbewerbe entwickelt hat. Hier entspann sich eine lebhafte Diskussion, denn
fast alle der Teilnehmer hatten schon einmal an einem Hausbrauwettbewerb
teilgenommen – sei es als Einreichender, sei es als Juror. Und die Ansätze, die
Biere zu bewerten, waren überall unterschiedlich gewesen. Anhand von Beispielen
aus Deutschland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und natürlich Polen wurde
das Für und Wider bestimmter Bewertungsschemata heftig diskutiert.
Dadurch hatten wir mittlerweile
so viel Zeit verloren, dass wir auf die Mittagspause verzichteten und direkt
wieder in den praktischen Anteil übergingen. Zunächst begegneten uns die gleichen
Chemikalien wie gestern, diesmal aber nicht in einer wässrigen Lösung, sondern
in Bier, dem Standard-Dosenbier der Brauerei Warka. Zu unser aller Überraschung
schien es nun deutlich leichter, die Chemikalien zu identifizieren und zu
beschreiben – offensichtlich dient selbst der geringe Alkoholgehalt eines
normalen Bieres bereits als Träger dieser Aromastoffe und erleichtert den
Zugang für Nase, Gaumen und Zunge.
Spannend wurde es dann, als wir –
gewissermaßen als kleines Vorab-Examen – zwei Proben hingestellt bekamen und
nun selber identifizieren sollten, welchen Geschmacksfehler diese Proben
aufwiesen. Hier gab es manche harte Nuss zu knacken, denn während
Diemethylsulfid (DMS) oder Diacetyl beispielsweise verhältnismäßig leicht
bereits am Geruch zu erkennen sind, ist eine übermäßige Bittere oder Süße in
einer winzigen Probe gar nicht so einfach zu identifizieren – schließlich lässt
sich da über den Geruchssinn gar nichts machen.
Bis auf einige wenige Teilnehmer
lösten aber alle diese Aufgabe mit Bravour, und so konnten wir uns – versehen
mit einer Reihe von Hausaufgaben, die es bis zur Prüfung auszuarbeiten gilt –
auf den Heimweg machen.
Was liegt nun noch vor uns? Ein
detailliertes Geschmacksprofil von „Amber Bockbier“ ist zu erarbeiten und die
verschiedenen Definitionen der in den Hausbrauwettbewerben am häufigsten
ausgeschriebenen Bierstile sind zu lernen; und an einem noch zu bestimmenden
Termin wird es dann heißen: Beschreibe das vor Dir stehende Bier! Zu welchem
Stil gehört es? Welche Geschmackscharakteristika weist es auf? Sind Geruchs-
oder Geschmacksfehler vorhanden, und wenn ja, welche?
In zwei Tagen sind wir sehr
systematisch an die professionelle Bierverkostung herangeführt worden, und der
Kurs war den Aufwand der weiten Anreise mit Sicherheit wert!
I. Kurs Sędziowski
Polskiego Stowarzyszenia Piwowarów Domowych
IX. Konkurs
Piw Domowych w Żywcu (Polska)
IX. Hausbräu-Wettbewerb
in Saybusch (Polen)
Nach einem Jahr beruflich
bedingter Abstinenz konnte ich im Jahr 2011 endlich wieder am nunmehr neunten
Hausbrauwettbewerb in Żywiec teilnehmen. Nachdem im Spätsommer des
Vorjahres nach schier endlosem juristischen Hürdenlauf endlich die Polnische
Vereinigung der Hausbrauer („Polskie Stowarzyszenie Piwowarów Domowych – PSPD“)
gegründet worden war, war dies der erste Żywiecer Wettbewerb, der unter
der Ägide des Vereins organisiert und durchgeführt worden war. Wie in den
Vorjahren auch hat sich die Brauerei Żywiec wieder sehr stark engagiert,
mit Personal, Material und Organisation unterstützt und den Hausbrauwettbewerb
in das große Brauereifest integriert, so dass im Resultat am 17. und 18. Juni
2011 wieder eines der größten Bierfestivals Polens im Hof der Brauerei
stattfand.
Und es war für jeden
Bierliebhaber etwas dabei. An beiden Tagen liefen ununterbrochen
Brauereiführungen und Besichtigungen des eindrucksvollen Brauereimuseums; in
einem auf dem Großparkplatz der Brauerei errichteten Festzelt und auf den Wiesen
darum herum fand erneut die größte Tauschbörse Polens für Sammler von
Bierwerbemitteln statt; im Innenhof der Brauerei stand ein großes Festzelt, in
dem die polnischen Gasthausbrauereien und die Hausbrauer ihr Domizil hatten und
nicht nur ihre Biere ausschenken konnten, sondern auch Informationsstände
errichtet hatten und auf der Bühne professionelle Vorführungen und Interviews
anboten; um das Festzelt herum erstreckte sich die Aleja Piw Świata, die
Allee der Biere aus aller Welt, in der – einzigartig für ein Bierfestival – die
verschiedensten Biersorten aus aller Welt nicht nach Brauereien, sondern
sorgfältig nach Stil gruppiert verkostet werden konnten; direkt daneben ein
Verkaufsstand mit hunderten von exotischen und schwer zu bekommenden Bieren; und
schließlich, wie jedes Jahr, auf der Veranda des Brauereirestaurants, der
Bereich für die Verkostung der für die verschiedenen Wettbewerbe eingereichten
Biere. Abgerundet wurde dieses Angebot noch – natürlich! – durch das große
Rockkonzert mit der Gruppe ‚Kult‘ am Samstagabend auf dem Großparkplatz und
durch zahlreiche kleinere Angebote und Attraktionen.
Der Brauwettbewerb war gegenüber
den Vorjahren erneut ein wenig angewachsen. Zum einen gab es in den sechs
Kategorien, die dieses Jahr verkostet werden sollten (Kölsch, Russian Imperial
Stout, Belgian Strong Golden Ale, Scottish Ale 70/-, Wiener Lager, Böhmisch
Dunkel) insgesamt 200 eingereichte Biere, so dass am Wochenende vorher eine
Elimination angesetzt werden musste, um durch Disqualifikation aller Biere, die
bereits nach erstem Anschein keine Chance auf einen Sieg hatten, die Anzahl der
genauer zu verkostenden Biere auf eine handhabbare Anzahl von 15 pro Kategorie
zu reduzieren (hier
das Ergebnis). Zum anderen gab es neben diesen sechs Kategorien für die
Hausbrauer noch drei Kategorien im Wettbewerb der polnischen Gasthausbrauereien
(Konkurs Piw Rzemieślnych – Kategorien Hell, Dunkel und Weizen) und
schließlich noch einen internen Wettbewerb, bei dem Mitarbeiter des Konzerns
Grupa Żywiec ihre daheim gebrauten Märzenbiere zur Verkostung eingereicht
hatten. Insgesamt also ein forderndes Programm, das uns an beiden Tagen gut
beschäftigte.
Die Jury war recht
prominent – neben einer Anzahl von frisch ausgebildeten Richtern der Polnischen
Hausbrauervereinigung, die am ersten Lehrgang im April teilgenommen hatten,
waren noch vertreten: Andreas Richter (Mälzerei Weyermann), Martin Zuber
(Paulaner Brauerei), Ian Hornsey (IBD Institute und ehemals Nethergate Brewery),
Don Jeffrey (Brewery Brains), Bruno Reinders (Brouwerij Mort Subite), Michal
Rouč (Pivovar Březňák) und Conrad Seidel (Bierjournalist und
„Bierpapst“) – Einzelheiten hier.
Dank der perfekten
organisatorischen Unterstützung und des hervorragenden Caterings konnten wir uns
tapfer durch die gebotene Vielfalt verkosten; und es blieb sogar noch ein wenig
Zeit, zwischendurch durch die Brauerei, durch das Museum und über das Bierfest
zu bummeln und so noch ein paar mehr Eindrücke zu sammeln.
Die Spannung am Samstagabend war groß
und das Zelt der Hausbrauer proppevoll, als es galt, die Sieger zu verkünden.
Alle Juroren versammelten sich auf der Bühne, und als Andrzej Sadownik und
Ziemowit Fałat, zur Übergabe der Preise unterstützt von zwei hübschen
Hostessen, in bewährter Weise die Ergebnisse bekanntgaben, brauste der Jubel
durch das Zelt. Gesamtsieger, Grand Champion 2011, wurde der sympathische,
gerade mal 21 Jahre alte Student Jan Szała aus Poznań, und als er
gekürt wurde, kannte die Freude keine Grenzen.
Aber die Qualität der verkosteten
Biere war durchweg extrem hoch gewesen – vergessen wir also nicht all die
anderen, die platziert worden waren und es auf die Liste der Sieger hier geschafft haben.
Das Fest fand nun seinen
Höhepunkt mit dem Rockkonzert, und die Organisatoren und Juroren, erschöpft
nach zwei Tagen Dauereinsatz, zogen sich zurück in ihr Hotel in Szczyrk, um
dort das Bierfest geruhsam mit ein paar weiteren Bierproben zu beenden – ganz
ohne Bewertungsbogen und Punkteschema ging es nur noch darum, den Durst zu
löschen und festzustellen „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“. Und wer’s nicht
glaubt, der findet am Ende dieses Fotoalbums unseren britischen Kollegen Don
Jeffrey tatsächlich mit einem „Bland Continental Lager“ in der Hand:
Und Bierpapst Conrad
Seidl veröffentlichte im Anschluss in der Wiener Tageszeitung „Der Standard“ am
24. Juni 2011 einen kurzen, aber interessanten Artikel:
I.
Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie
Am 22. Juni 2011 wurde im
Stettiner Pub Pivaria der erste Stettiner Brau-Workshop (I. Szczecińskie
Warsztaty Piwowarskie) durchgeführt. Genaueres findet sich hier:
Bericht vom I. Stettiner Brau-Workshop
II. Szczecińskie
Warsztaty Piwowarskie
Am
15. Oktober
2011 wurde im Stettiner Pub Pivaria der zweite Stettiner Brau-Workshop (II.
Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie) durchgeführt. Genaueres findet sich
hier:
Bericht vom II. Stettiner Brau-Workshop
V.
Ogólnopolska Zimowa Giełda Birofiliów & III. Poznański
Konkurs Piw Domowych
In der Halle der Firma Fawor in
Posen fand am 26. November 2011 zum fünften Mal die Wintertauschbörse der
polnischen Sammler von Bierwerbemitteln statt – die V. Ogólnopolska Zimowa
Giełda Birofiliów. Eine hervorragende Gelegenheit für die Vereinigung der
polnischen Hausbrauer – Polskie Stowarzyszenie Piwowarów Domowych – parallel
zur Tauschbörse einen Hausbrauwettbewerb zu veranstalten. Jan Szała,
erfolgreichster polnischer Hausbrauer des Jahres 2011 und Grand Champion im
größten polnischen Hausbrauwettbewerb in Żywiec im Frühsommer 2011, hatte
die Mühe auf sich genommen, den Wettbewerb zu veranstalten und in die von
Maciej Łukszczyk veranstaltete Tauschbörse nahtlos zu integrieren.
Insgesamt drei Kategorien wurden im
III. Poznański Konkurs Piw Domowych verkostet: Belgisches Blondes Ale,
Deutsches Hefeweißbier und Belgisches Fruchtlambik – eine Auswahl an Kategorien,
die die achtköpfige Jury vor eine echte Herausforderung stellte. Selbst als
ausgebildeter Verkoster und ausgestattet mit einem Richterzertifikat ist es
nicht einfach, in einem breit angelegten Stil wie dem Belgischen Blonden Ale
einen eindeutigen Sieger zu identifizieren. Und ungleich schwieriger gar ist
es, dies in einer Kategorie zu tun, die bewusst recht offen und
abwechslungsreich definiert ist – das Belgische Fruchtlambik. Allein schon die
farbenfrohe Vielfalt der Lambiks, resultierend aus den unterschiedlichsten
verwendeten Früchten, macht eine eindeutige Reihung nahezu unmöglich, und die
Geschmacksvielfalt erschlägt auch den erfahrensten Tester.
Kritisch beäugt von den
zahlreichen Besuchern der Tauschbörse taten die Richter gleichwohl ihr Bestes,
und nach mehreren Stunden intensiver Verkostung konnten die Sieger gekürt
werden und ihre Urkunden und Sachpreise in Empfang nehmen.
Neben der offiziellen, formal den
strengen Regeln der PSPD folgenden Verkostung im Hausbrauwettbewerb kam aber
auch der Spaß nicht zu kurz. Vor und nach der eigentlichen Verkostung gab es
zahlreiche Biere außer Konkurrenz zu probieren – ob es sich nun um ein extrem
stark gehopftes American Imperial Pale Ale oder ein Preiselbeer-Ale handelte,
ob um ein Belgian Wit, ein pechschwarzes Stout oder um die neue kommerzielle
Produktreihe Miłosław der kleinen Brauerei Fortuna.
Und diejenigen, die danach immer noch nicht genug
hatten, trafen sich nach Abschluss der Tauschbörse im Posener Biercafé „Kriek“
bei Sławomir Szwedziak und konnten hier unter sage und schreibe 130
weiteren verschiedenen Bieren auswählen.
III. Poznański Konkurs Piw Domowych
Und hier die
Ergebnisliste und Danksagung der Veranstalter:
WYNIKI V KONKURSU PIW
DOMOWYCH W POZNANIU
W kategorii WEIZEN jury w
składzie:
- Elżbieta Jóźwicka -
degustatorka w browarze w Poznaniu
- Katarzyna Walkowiak - degustatorka
w browarze w Poznaniu
- Tomasz Rogaczewski -
sędzia PSPD
- Jan Szała - piwowar
domowy w trakcie kursu na sędziego PSPD
przyznało:
I miejsce - CZESŁAW
DZIEŁAK (Dagome) - 45,00 pkt
II miejsce - KRZYSZTOF JUSZCZAK
Jozefik) - 39,75 pkt.
III miejsce - JACEK STACHOWSKI
(Stasiek) - 32,5 pkt.
IV miejsce - Sebastian
Pawłowski (Sebpa) - 29,75 pkt.
V miejsce - Marek Bakalarski
(Gutimar) - 27,00 pkt.
W kategorii BELGIAN BLOND ALE
jury w składzie:
- Maja Drab - szefowa
działu degustacyjnego browaru w Poznaniu
- Volker Quante - sędzia
PSPD
- Bogdan Bugajak - Główny
Technolog byłego Browaru Kujawiak
- Sławomir Szwedziak -
właściciel Kriek Belgian Pub & Cafe przy ul. Wodnej 23 w Poznaniu
przyznało:
I miejsce - ŁUKASZ KOJRO
(Związkowiec) - 34,50 pkt
II miejsce - AGNIESZKA
ŁOPATA (AgaL) - 33,25 pkt (wskazanie przez sędziów)
III miejsce - TOMASZ
ROGACZEWSKI (Tieroo) - 33,25 pkt.
IV miejsce - Krzysztof Kula
(Kuli) - 32,25 pkt.
V miejsce - Przemysław i
Maciej Domagalscy (Przemo70 i Maciej6) - 31,75 pkt.
W kategorii LAMBIK OWOCOWY jury
w połączonym ośmioosobowym składzie
przyznało:
I miejsce - PIOTR WYPYCH
(Coder) - 33,00 pkt
II miejsce - SZYMON
KIERSZNIOWSKI (Sziszi) - 25,75 pkt
III miejsce - Adam Wróbel
(Pieron) - 25,375 pkt
IV miejsce - Andrzej Lis (AndrewZG)
- 16,875 pkt
Wojciech Szała (Wogosz) -
42 pkt. - poza konkursem
Wszystkim laureatom, a
także wszystkim którzy nadesłali swoje piwa na konkurs składam
serdeczne gratulacje i podziękowania za udział. Najbardziej
cieszę się z nadesłanych lambików i mam nadzieję że
ten unikalny styl znajdzie jeszcze większą liczbę entuzjastów.
PODZIĘKOWANIA
Sponsorom dziękuję,
ciesząc się, że ich liczba od ostatniego roku wzrosła.
Bardzo dziękuję
Paniom z zespołu degustacyjnego browaru w Poznaniu: Mai Drab, Katarzynie
Walczak i Elżbiecie Jóźwickiej które poświęciły
dużo własnego czasu zarówno podczas eliminacji w piątek, jak i
konkursu w sobotę. Dodatkowo dziękuję Mai Drab za
umożliwienie "kalibracji" komisji, przeprowadzonej w piątek
przed eliminacjami. Kalibracja ta została przeprowadzona na piwach: Lambik
śliwkowy domowy, Oud Beersel Kriek, La Trappe Blond, Brugse Zot,
Bayreuther Bio-Weisse, Bamberger Weisse.
Dziękuję Judycie
Rogaczewskiej za pomoc podczas kalibracji i za przygotowanie wraz z Bartkiem
próbek do oceny przez komisję podczas konkursu.
Bardzo dziękuję
Tomkowi Rogaczewskiemu (Tieroo), sędziemu PSPD i jego żonie
(wspomnianej wcześniej), którzy na własny koszt przyjechali z Krakowa
i to dzień wcześniej, aby wziąć udział również w
kalibracji. Bardzo się cieszę również z obecności Volkera
Quante także sędziego PSPD, który także na własny koszt
przybył ze Szczecina. Szacunek również dla moich kolegów: Sławka
Szwedziaka i Bogdana Bugajaka za poświęcenie swego czasu. Nie
mogę nie wspomnieć o moim synu Janku, który bardzo przyczynił
się do organizacji tej imprezy poświęcając wiele swojego
czasu (mam nadzieję że nie odbije się to na wynikach
najbliższej sesji egzaminacyjnej). Jego zasługą było
dołączenie Lambika owocowego do kategorii konkursowych.
Wielkie podziękowania dla
Macieja Łukaszczyka (Interpid) za ogromne zaangażowanie w
przygotowanie giełdy i pomoc w konkursie.
Wreszcie dziękuję
Wam, drodzy uczestnicy giełdy i konkursu. Nie mogę wymieć
wszystkich, ale niech Ci niewymienieni nie mają do mnie żalu, że
wspomnę tylko o tych, których znam najlepiej. Miło było się
spotkać z Grupą Wielkopolską: Anteksem (dziękuję za
pokaz warzenia piwa), Blues Brothers czyli Przemem70 i Maciejem6, Josefikiem,
KasiąZ z mężem, Tymkiem, Frankkkkiem (wpadł na chwilę
w stroju kosmity-motocyklisty), z wielką radością witałem
przybyszów z daleka: Pierona ze Śląska, Prezesa Czesa z Warszawy
(szkoda że czasu starczyło tylko na przywitanie, a zabrakło na
rozmowę), Pirackąmuzę z Torunia i wielu innych. Miło
że przyjechaliście.
III. Szczecińskie Warsztaty
Piwowarskie
Am 26. November 2011 wurde im
Stettiner Pub Pivaria der dritte Stettiner Brau-Workshop (III.
Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie) durchgeführt. Genaueres findet sich
hier:
Bericht vom III. Stettiner Brau-Workshop
I.
Mikołajkowy Konkurs Piw Domowych & Krakauer Pub Crawl
Das weihnachtlich beleuchtete,
romantische Krakau begrüßte am 10. Dezember 2011 die Teilnehmer am ersten
Nikolaus-Hausbrauwettbewerb, der im Pub „Róg Brackiej i Reformackiej“
stattfand. Dieser Pub, eine kleine gemütliche Bierkneipe, trägt einen Namen,
dessen Humor sich dem Besucher erst erschließt, wenn dieser Krakau schon ein
wenig genauer kennt, der Pub heißt nämlich übersetzt: „an der Kreuzung
Bracka-Straße und Reformacka-Straße“. Diese Adresse wird in Krakau von
Einheimischen gerne als Treffpunkt angegeben, wenn man sich mit jemandem
verabreden muss, den man eigentlich gar nicht treffen möchte – die beiden
Straßen kreuzen sich nämlich nicht, sondern befinden sich an den
entgegengesetzten Enden des großen Marktplatzes…
Die Teilnehmer und Juroren des
Hausbrauwettbewerbs fanden den Veranstaltungsort unter der vom Veranstalter,
Tomasz Rogaczewski, korrekt angegebenen Adresse „Reformacka 3“ natürlich ohne
Probleme, und so begann die Verkostung auf die Minute pünktlichum zwölf Uhr
mittags. Aus ganz Polen waren die Verkoster angereist – aus Warschau, Posen, Stettin,
Danzig und natürlich aus dem Raum Krakau.
In zwei Kategorien waren Biere
eingereicht worden – „Special / Best / Premium Bitter“ und „Brown Porter“ – und
zwar trotz dieser eher exotischen Biersorten so viele, dass tags zuvor schon
eine Vorentscheidung stattgefunden hat, um die Finalrunde auf ein
überschaubares Dutzend Biere pro Kategorie zu reduzieren.
Die Verkoster, neben dem
Veranstalter Tomasz Rogaczewski und meiner Wenigkeit noch Łukasz Jajecznia,
Michał Saks, Jacek Materski, Tomasz Kopyra und Damian Gacioch, sahen sich
mit einer echten Herausforderung konfrontiert, den in beiden Kategorien waren
die Biere, die den Vorentscheid „überlebt“ hatten, von hervorragender Qualität,
und das Feld lag eng beieinander.
Aber schließlich war es doch geschafft,
und Tomasz konnte feierlich die Ergebnisse verkünden:
Brown Porter
1. Jarosław
Zgoda – 42,33
2. Krzysztof Kula -
39,00
3. Piotr Wypych –
35,00
4. Michal Walas –
33,67
5. Dariusz
Rosiński – 30,00
Bitter
1. Łukasz
Chrząszcz – 33,75
2. Łukasz Kantor
– 32,75
3. Janusz
Ściebura – 32,5
4. Szymon
Kiersznowski – 30,25
5. Marek Bakalarski
– 27,25
Zum Zeitpunkt der Siegerehrung
waren schon einige Hausbrauer aus der Region eingetroffen, und so war es
natürlich besonders schön, dass der eine oder andere die Ehrung persönlich
entgegen nehmen konnte. An dieser Stelle allen Teilnehmern, besonders natürlich
den Siegern, einen herzlichen Glückwunsch, vielen Dank an Tomasz und seine Frau
Judyta für die Organisation, und besonders auch an Zosia, die Managerin des
Pubs, die extra für uns ihre Kneipe früher geöffnet und dann den ganzen
Nachmittag für uns reserviert hatte.
Nach einiger Fachsimpelei noch im
Pub „Róg Brackiej i Reformackiej“ machten sich Juroren und
Wettbewerbsteilnehmer auf, die Krakauer Bierkneipenszene noch etwas genauer zu
erkunden – schließlich steht Krakau ja im Ruf, neben Posen definitiv das
interessanteste und vielseitigste Angebot an richtig guten Bierkneipen zu
haben. Auf ging es also in den Stadtteil Kazimierz.
Erste Station war der Pub „Omerta“
in der ulica Kupa 3. Erst kürzlich ist hier ein zweiter Gastraum mit eigener
Theke hinzugekommen, und nun werden hier sage und schreibe zwei Dutzend Biere
vom Fass angeboten. Der alte Schankraum mit seiner Bar ist spezialisiert auf
polnische Biere und bietet vom einfachen Hellen über zahlreiche Biere von
Kleinbrauereien bis hin zu Spezialitäten des Bierprojekts „Pinta“ alles, was
das Herz begehrt. Glaubt der Besucher wenigsten.
Betritt er dann aber den neuen
Schankraum und sieht dort an der zweiten Theke ein weiteres Dutzend
internationaler Biere, und dabei auch Hardcore-Biere von Brauereien wie BrewDog
oder Great Divide Brewing Company, dann wird die Entscheidung wirklich
außerordentlich schwer… Und dabei sind die zahllosen Biere aus der Flasche noch
gar nicht erwähnt.
Zwei Stunden verbrachten die
Bierliebhaber hier und zogen dann ein paar hundert Meter weiter in die Kneipe
„Strefa Piwa“ in der ulica Józefa 6. Der Name – übersetzt: „Die Bier-Zone“ –
sagt eigentlich alles. Auch hier eine Bar mit x Biersorten vom Fass und einer
unendlich langen Liste von Flaschenbieren. Man bräuchte wirklich Wochen, wenn
nicht Monate, um sich durch das Angebot durchzuprobieren. Auch hier, genau wie
im „Omerta“, blieb uns nur, einige wenige Spezialitäten auszuwählen und
bedächtig zu genießen. Und davon zu träumen, wie es wäre, hier in der
Nachbarschaft zu wohnen!
Eine gemütliche, aber „normale“
Kneipe, zwei hochgradig spezialisierte Bierbars, der Krakauer Marktplatz
romantisch beleuchtet und mit kleinem Weihnachtsmarkt, und ein hervorragender
Hausbrauwettbewerb – ein mit Erlebnissen vollgepackter Sonnabend, der die weite
Anreise von über 600 km definitiv gelohnt hat!
I. Mikołajkowy Konkurs Piw
Domowych & Krakauer Pub Crawl
IV.
Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie
Am
14. Januar
2012 wurde im Stettiner Pub Pivaria der viert Stettiner Brau-Workshop (IV.
Szczecińskie Warsztaty Piwowarskie) durchgeführt. Genaueres findet sich
hier:
Bericht vom IV. Stettiner Brau-Workshop